Über uns

Marzahn-Hellersdorf ist ein Ort der Vielfalt – und muss es bleiben. Der Bezirk bietet allen Menschen – unabhängig von ihrem Geschlecht, Alter oder religiösen Bekenntnis, ihrer Herkunft, sexuellen Identität oder sozialen Situation – Raum zur freien Entfaltung ihrer Persönlichkeit. Um die gemeinsame Zusammenarbeit und Vernetzung weiter voran zu bringen, zu stärken und für die Zukunft zu sichern, ist das „Bündnis für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf“ entstanden. Fachlich auseinander setzen und aufklären sowie mitgestalten und öffentlich wirken sind die wesentlichen Ziele dieses Bündnisses.

27.1.2021: Aufruf zum „Stillen Gedenken“ an die Opfer des Holocaust

Am 27. Januar 1945 befreiten Soldatinnen und Soldaten der Roten Armee die wenigen Überlebenden des Vernichtungslagers
Auschwitz.

Auf Initiative des früheren Bundespräsidenten Roman Herzog ist der 27. Januar seit 1996 in der Bundesrepublik nationaler Gedenktag
für die Opfer des Nationalsozialismus und auf Beschluss der Vereinten Nationen seit 2005 internationaler Gedenktag für die
Opfer des Holocaust
.

Auschwitz steht sinnbildlich für die Shoah, den industriellen Massenmord an den europäischen Jüdinnen und Juden, für die Ermordung hunderttausender Sinti und Roma und vieler weiterer Opfer der Nazis.

Alljährlich erinnern wir in Marzahn-Hellersdorf an die Verbrechen des NS-Regimes und wollen auch in diesem Jahr der Opfer
gedenken.

Wir bitten Sie:
Gehen Sie zu einem der zahlreichen Orte in unserem Bezirk, die an die Opfer erinnern. Stellen Sie eine Kerze auf oder legen Sie eine Blume nieder.

Es gilt, Konsequenzen aus der Geschichte zu ziehen und hier und heute jedweder Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
entgegen zu treten. Dies umso mehr in einer Zeit, in der diese Verbrechen immer häufi ger von einzelnen Gruppen und Parteien
verharmlost und geleugnet werden. In der Menschen das Recht abgesprochen wird, als gleichberechtigte Mitglieder unserer
Gesellschaft frei und sicher leben zu können. In der Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft, ihrer Religion, ihrer
ethnischen Zugehörigkeit, ihrer geschlechtlichen Identität und sexuellen Orientierung Diskriminierung und nicht selten auch
Gewalt erfahren.
Eine demokratische Gesellschaft lebt von Vielfalt und Respekt.
Dafür stehen wir gemeinsam ein.

Orte des Gedenkens in unserem Bezirk (eine Auswahl):
Gedenkstätte Zwangslager Marzahn, Otto-Rosenberg-Platz
Gedenktafel Arno Philippsthal, Oberfeldstraße 10
Zwangsarbeiterlager Kaulsdorfer Straße 90
Gedenkstein für die Opfer der Euthanasie
auf dem Gelände des Griesinger-Krankenhauses
Poelchau-Stele, Poelchaustraße / Ecke Märkische Allee
Gedenktafel Heinrich Grüber, Dorfstraße (Jesuskirche)
Kurt-Julius-Goldstein-Park, Hellersdorfer Graben / U Hellersdorf

Stolpersteine zur Erinnerung an Opfer des NS-Regimes:
Familie Guthmann, Lemkestraße 156
Alexander Scheucher, Hönower Straße 213
Amalie Fischl, Hertwigswalder Steg 8
Familie Lange, Lohengrinstraße 2
Emilie und Emil Roth, Hannsdorfer Straße 8
Elise Block, Leopoldstraße 32
Familie Feibusch, Otto-Nagel-Straße 38
Jenny Cohn, Otto-Nagel-Straße 19
Rudolf Ledetsch, Gleiwitzer Straße 4
Raphael Walter Leisner, Eichenhofweg 9
Eva Wolff, Nentwigstraße 10
Heyman Saloschin, Bergedorfer Straße 187
Marie-Luise und Carl Hotze, An der Wuhle 41

Hier gibt es den Flyer zum Ausdrucken:

27_01_2021_BuendnisDT_Druck

Jugendclub-Chef Stephan Fischer plötzlich verstorben: Familie bittet um Spenden für Beerdigung

Der plötzliche Tod von Stephan Fischer aus Marzahn reißt eine große Lücke. Ins Herz seiner Frau Astrid, in seine Familie, in die Kinder- und Jugendarbeit im Bezirk. Denn Stephan Fischer kümmerte sich seit mehr als 16 Jahren um unzählige soziale Projekte, organisierte Feste, war Chef des Jugendclubs M3 in der Mehrower Allee. Er war die gute Seele des Kiezes und immer für alle und jeden da. Selbstlos und bescheiden. Jetzt aber braucht seine Familie Hilfe – denn die Kosten für die Beerdigung können sie nicht alleine stemmen.

„Wir brauchen circa 5000 Euro. Wir wollen ihm eine wunderschöne letzte Reise ermöglichen und ein Grabstein nach seinem Geschmack soll für immer an ihn erinnern“, so Stephans Bruder Carsten Fischer gegenüber „Alles Mahlsdorf“. Gemeinsam mit seiner Tochter Franzi erstellte er eine Spendenaktion via Facebook (Link am Ende des Artikels). Carsten Fischer: „Jeder noch so kleine Betrag hilft uns.“

Stephan Fischer begann 2004, aufmerksam gemacht durch seinen Bruder, den Kampfsportlehrer Carsten, mit der Kinder- und Jugendarbeit. Der begeisterte Fußballfan war sofort Feuer und Flamme und setzte sich mit Leib und Seele für die Heranwachsenden ein. Neben seiner Arbeit als Leiter des „Haus der Begegnung M3“ war er stellvertretender Vorsitzender des Berliner Landesverbands „djo Deutscher Regenbogen“, arbeitete ehrenamtlich, entwickelte, unterstützte zahlreiche Projekte und half bei Problemen im Bezirk. Er wurde zur Kiez-Legende. Im vergangenen September wurde im Kranknhaus Krebs diagnostiziert. Nach einem kurzen aber erfolglosen Kampf gegen die heimtückische Krankheit schlief Stephan Fischer am 2. Januar ein. Er wurde nur 57 Jahre alt – und hinterlässt eine große Lücke.

Wer spenden möchte, erfragt bitte hier die Kontodaten. Wir versuchen die Kontodaten zudem (wenn möglich) zeitnah hier einzustellen.

Quelle

Tassen für das Bündnisprojekt „Buntes und solidarisches Marzahn“ sind da!

Im Rahmen unseres Bündnisprojekts „Buntes und solidarisches Marzahn“ haben wir Tassen für Nachbarschafstfeste und andere Veranstaltungen layouten und drucken lassen! Diese werden wir – sobald es die Pandemie zulässt – kostenlos an die Bürger*innen von Marzahn verteilen! Wir bedanken uns beim Bundesprogramm „Demokratie leben!“.

Solidarische Kieze Marzahn-Hellersdorf – Für lebendige und demokratische Nachbarschaften!

Ausschreibungen der Partnerschaften für Demokratie Marzahn und Hellersdorf

Es können wieder Projektideen eingereicht werden! Hier finden Sie die Ausschreibungen für 2021.

Bis zum 26.01.2021 haben Sie die Möglichkeit Projektideen im Rahmen der Partnerschaften für Demokratie Marzahn und Hellersdorf einzureichen. Die Partnerschaften für Demokratie gehören zum Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Die Förderschwerpunkte für 2021 lauten:

–          Förderung demokratischer Beteiligungsprozesse und-kompetenzen

–          Empowerment von (ehrenamtlichen) Bürgerinnen und Bürgern sowie die Stärkung  zivilgesellschaftlicher Strukturen

–          Wertschätzung von Vielfalt in der Gesellschaft

–          Engagement gegen Menschenfeindlichkeit, Alltagsrassismus und Diskriminierung sowie für Toleranz, Vielfalt und ein       solidarisches Zusammenleben

–          Geschlechtergleichstellung, Auseinandersetzung mit  Genderthemen

–          Umweltgerechtigkeit und Engagement für Klimaschutz

–          Angebote zur politischen Bildung zu oben genannten Inhalten

–          Projekte in Kooperation mit Schulen zu oben genannten Inhalten

–          Solidarischer Umgang mit den Folgen der Corona-Pandemie

–          Fake Facts, Fact-Checking und Verschwörungserzählungen

–         zusätzlich in der Förderregion Hellersdorf: Künstlerisch-politische Aktionen und Aktivitäten, insbesondere im öffentlichen Raum

Bitte beachten Sie die vollständigen Ausschreibungen, welche Sie auf dieser Seite downloaden können!

Wir freuen uns auf Ihre Ideen für Marzahn und Hellersdorf. Falls Sie Fragen haben oder Interesse an einer Projektberatung haben, können Sie sich gerne bei uns melden!

Demokratiekonferenz „Solidarisch, aber mit wem?“

Teil II der Veranstaltungsreihe „Gesellschaft zwischen Krise und Aufbruch“

Solidarisch, aber mit wem? – am 21.01.2021 um 19 Uhr, via Zoom

Der Begriff Solidarität ist seit dem Beginn der Pandemie wieder in aller Munde. Auf wen bezieht sich aber unsere Solidarität? Am 21. Januar 2021, ab 19 Uhr, fragen wir unsere Gäste Daphne Büllesbach (Institut Solidarische Moderne) und Mattea Weihe (Sea-Watch), was Solidarität für sie bedeutet und wie wir sie im Alltag leben können.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Gesellschaft zwischen Krise und Aufbruch“ laden die Partnerschaften für Demokratie Marzahn und Hellersdorf 2020 und 2021 Menschen aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zur Diskussion aktueller politischer Themen ein. Zuschauer *innen wird die Möglichkeit gegeben, Fragen zu stellen.

Bitte melden Sie sich für die Veranstaltung an:

pfd-mh[at]stiftung-spi.de

Die Veranstaltenden behalten sich vor, Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind bzw. solche verbreitet haben, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe finden Sie hier.

Neuer Newsletter (Jan./Feb. 2021) der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf erschienen!

Das Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu, die Coronazahlen sind hierzulande auf neue Höchstwerte geklettert und trotzdem versuchen wir mit unserer Arbeit als Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf weiterhin die Zivilgesellschaft zu aktivieren. Im Rahmen unserer im Frühjahr 2020 begonnen Kampagne Solidarische Kieze konnten wir zusammen mit unseren Kooperationspartner*innen einige tolle Formate (Workshops, Kiezspaziergänge, Befragungen, Podcast, Interviews usw.) durchführen. Die Kampagne soll auch im kommenden Jahr fortgeführt werden und wir freuen uns über weitere Akteur*innen, die sich daran aktiv beteiligen möchten. Falls Sie Lust haben mitzumachen, schreiben Sie uns eine Mail!

Sehr erfreulich waren im November auch die breiten zivilgesellschaftlichen Proteste im Vorfeld des geplanten AfD-Landesparteitages in Kaulsdorf. Das Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf hatte zusammen mit “Aufstehen gegen Rassismus” einen Aufruf verfasst, welcher von einigen zivilgesellschaftlichen Akteur*innen und demokratischen Parteien unterschrieben wurde. Der Aufruf und die Presseberichterstattung über den abgesagten Landesparteitag kann hier nachgelesen werden.

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Filmtipp: Masel Tov Cocktail

Ein Tipp für den Feierabend:

Masel Tov Cocktail

Wie ist es als Jude in Deutschland aufzuwachsen? Das Kurzfilm gibt darauf interessante Antworten und rechnet auf dem Weg mit einigen Atisemitismen ab. Und das alles innerhalb nur einer halben Stunde. Wer ihn noch nicht gesehen hat, hat auf Arte oder bei der

ARD Mediathek & Das Erste

die Gelegenheit dies zu tun. Noch bis Februar kann man den Film da wieder und wieder sehen.

Masel Tov Cocktail

(Quelle: TKVA – Treptow-Köpenick für Vielfalt und gegen Antisemitismus)

 

Eröffnung der Ausstellung „Menschenrechte sind unteilbar“

Am 10.12.2020 wurde die neue Ausstellung des Bündnisses für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf unter dem Motto „Menschenrechte sind unteilbar“ zum Internationalen Tag der Menschenrechte auf der Hellersdorfer Promenade eröffnet und eingeweiht. Die Menschenrechte müssen jeden Tag für alle Menschen gelten. Die Ausstellung ist als Wanderausstellung für unseren Bezirk konzipiert und  kann über das Bündnis für Demokratie und Toleranz angefragt und kostenfrei ausgeliehen werden.

Banner für Bündnisprojekt „Buntes und solidarisches Marzahn“ ist da!

Im Rahmen unseres Bündnisprojekts „Buntes und solidarisches Marzahn“ haben wir ein Banner für Nachbarschafstfeste und andere Veranstaltungen layouten und drucken lassen!

Solidarische Kieze Marzahn-Hellersdorf – Für lebendige und demokratische Nachbarschaften!

Im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ – welches unser Projekt gefördert hat – sind zwei für die Zivielgesellschaft interessante Broschüren erschienen:

Demokratie vor Ort stärken – neue Broschüre über die Partnerschaften für Demokratie

Tipps und Tricks für gute Öffentlichkeitsarbeit

Die Baseballschlägerjahre – Soziale Arbeit und Polizei revisited

Ein Forschungsprojekt rekonstruiert Antworten der Sozialen Arbeit und der Polizei auf die rechte und rassistische Gewalt in den 1990ern in Ostdeutschland

Das Jubiläumsjahr 2019/20 zum Fall der Mauer und der Deutschen Einheit hat die „Baseballschlägerjahre“[i] der 1990er-Jahre wieder in Erinnerung geholt. Betroffene und Beobachter_innen berichteten in den letzten Monaten verstärkt, wie kurz nach der Wende rechte Jugendliche mancherorts das Straßenbild dominierten und regelrecht Jagd machten auf Menschen, die nicht in ihr Weltbild passten. In diesen Jahren entwickelte sich ein spezifisches gesellschaftliches Milieu und eine politische Kultur, die bis heute nachwirkt: Einige Jugendliche von damals nehmen heute teil an rassistischen Demonstrationen, kandidieren für extrem rechte Parteien oder verüben rechtsterroristische Anschläge und Morde.

Jugendarbeit, Polizei und rechte Jugendliche (JUPORE)

Das Forschungsprojekt JUPORE geht der Entstehung dieses demokratiefeindlichen gesellschaftlichen Klimas auf den Grund. Es setzt sich mit Jugendarbeit, Polizei und rechten Jugendlichen in den 1990er-Jahren auseinander, um Erkenntnisse für die Fachdebatte als auch für die heutige Praxis zu erlangen. Als Kooperationsprojekt der ASH Berlin und der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin werden Perspektiven aus Sozialarbeitswissenschaft, Sozialpädagogik, Gender Studies sowie Politikwissenschaft und Polizeiwissenschaft miteinander verknüpft.

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Mobile Soundanlage im Rahmen des Projekts „Buntes und solidarisches Marzahn“

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf hat ab sofort eine mobile Soundboks 2 für Veranstaltungen und Kundgebungen inklusive kabelloser Mikrofone zur Verfügung stehen. Das Equipment kann über die Geschäfststelle des Bündnisses für eigene Format der Bündnismitglieder bzw. der Zivilgesellschaft in Marzahn-Hellersdorf ausgeliehen werden. Finanziert wurde das Ganze im Rahmen unseres Projekts „Buntes und solidarisches Marzahn“ über die Partnerschaft für Demokratie Marzahn bzw. das Bundesprogramm „Demokratie Leben!“. Vielen Dank dafür!

 

#JungesPolitikstudio Marzahn-Hellersdorf

Alle Videos und Reaktionen hier anschauen:

1. Video

2. Video

3. Video

Kinder und Jugendliche haben auch während Corona Themen, die es mit der Politik zu besprechen gilt. Deswegen findet die Kinder- und Jugendversammlung in Marzahn-Hellersdorf dieses Jahr online statt. Am 20. November startete die Versammlung als #JungesPolitikstudio: * digital * vielfältig * engagiert * fordernd.

Stadtteilzentrum Marzahn-Mitte verwüstet – Aufruf zur Solidarität

Anfang November wurde erneut das Stadtteilzentrum Marzahn-Mitte verwüstet. Es ist mittlerweile ein Gesamtschaden von 15.000 Euro entstanden! Da das Stadtteilzentrum schon seit Jahren interkulturell besonders engagiert ist, ist ein politischer Hintergrund dieser Taten nicht auszuschließen. Bitte solidarisiert Euch mit diesem für das friedliche und solidarische Zusammenleben so wichtigen Ort in Marzahn und spendet ein paar Euro, wenn Euch das irgendwie möglich ist. Wir stehen zusammen ein für solidarische Kieze und demokratische, sowie lebendige Nachbarschaften. Wir freuen uns auch sehr über eine aktive Beteiligung an unserer Kampagne solidarische Kieze. Wenn Ihr mitmachen wollt, schreibt uns via Facebook (www.facebook.com/solidarischekiezemh) oder per Mail an: koordinierungsstelle-mh@pad-berlin.de
Zum Artikel der Volkssolidarität geht es hier: Stadtteilzentrum Marzahn-Mitte verwüstet
 

Unser Auftrag: Haltung zeigen!

Webseite zur Interviewreihe #nachgefragt! – Pressemitteilung

Website Nachgefragt onlineUnsere erfolgreiche Interviewreihe nachgefragt! geht heute mit einer eigenen Webseite online:

nach-gefragt.org.

Hier finden sich künftig alle neuen Interviews mit Expert*innen sowie alle 13 Interviews der letzten zwei Jahre für ein solidarisches Miteinander in der Auseinandersetzung mit Rechtspopulismus, extremer Rechter und Rassismus.

 „Digitale Zivilcourage ist wichtig“, sagte die Psychologin Pia Lamberty vor einigen Monaten im Gespräch über Verschwörungserzählungen während der Corona-Krise. Mit der Webseite wollen wir auch dazu einen Beitrag leisten und im digitalen Raum mit dem Wissen der Expert*innen und unserer Praxis präsent sein.  Wir sind der Meinung, dass unser demokratisches Handeln vor Ort Expertise braucht. Wir wollen Praxis und Wissenschaft verzahnen, aktuellen Debatten auf den Grund gehen und politische Konzepte sichtbar machen, die der Vielfalt der Gesellschaft gerecht werden.Zeitgleich mit der Webseite wird das aktuelle Interview mit Ulf Balmer von der MBR Berlin veröffentlicht. Mit ihm haben wir zu den rechtsoffenen Corona-Protesten gesprochen: Welche Rolle spielen diese für die Normalisierung von extrem rechten Weltbildern? Welches Verständnis von Freiheit, sowohl der Meinungs- wie der persönlichen Freiheit, bringt die Demonstrant*innen zusammen? Nach der Analyse geht es auch um praktische Handlungstipps zu neuen Protestformen unter dem Stichwort „Abstand halten gegen Rechts“, die entwickelt werden.

Ziel der Interviewreihe und der Webseite ist es, Menschen Ideen und Argumente an die Hand zu geben, um in Diskussionen, ob im Netz oder analog, selbstsicherer und mit einer menschenrechtsorientierten Grundhaltung streiten zu können. Die Interviewreihe nachgefragt! wird seit 2018 umgesetzt vom Zentrum für Demokratie (Treptow-Köpenick), [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt (Pankow), der Fach- und Netzwerkstelle Licht-Blicke (Lichtenberg), der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung (Marzahn-Hellersdorf) und dem Vor-Ort-Büro von Demokratie in der Mitte (Berlin-Mitte). Finanziert wird unsere Arbeit aus Bezirks-, Landes- und Bundesmitteln. Für das Design und Erstellung der Webseite danken wir http://buero-achso.de/ und https://gu.stav.dev/.

Für Nachfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Annika Eckel (Fach- und Netzwerkstelle Licht-Blicke): annika_eckel@licht-blick.org oder 0157- 377 37 097

Andreas Ziehl ([moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus – für Demokratie und Vielfalt): ziehl@pfefferwerk.de oder 0176 100 114 56

Rassismus thematisieren: Das Buch vom Antirassismus zum Ausleihen

Im Rahmen unseres Projekts „Buntes und solidarisches Marzahn“ können Lehrer*innen und Erzieher*innen aus unserem Bezirk ab sofort einen Klassensatz dieses tollen Buchs zum Thema Antirassismus über die Geschäftsstelle des Bündnisses für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf für die Arbeit mit Jugendlichen (10-14 Jahre) kostenfrei ausleihen. Bei Interesse schreibt eine Mail an: koordinierungsstelle-mh@pad-berlin.de

„In einer rassistischen Gesellschaft reicht es nicht aus, nicht rassistisch zu sein. Wir müssen anti-rassistisch sein.“
– Angela Davis

Verlagstext:
Was ist Rassismus? Woher kommt er? Warum existiert er? Und die wichtigste Frage von allen: Was kann ich dagegen tun?
In diesem außergewöhnlichen Buch für junge Erwachsene führt die Autorin Tiffany Jewell ihre Leserinnen und Leser in 20 Kapiteln und Übungen durch die Geschichte des Rassismus, erklärt Hintergründe und Missverständnisse und gibt die Werkzeuge an die Hand, um eine Gesellschaft frei von Rassismus, Ausgrenzung und Hass zu bauen.

Das Buch vom Antirassismus:

  • Ist ein #1 New York Times Bestseller
  • Stellt die Konzepte Rassismus, Ethnie und soziale Identität vor
  • Schenkt Hoffnung durch inspirierende Geschichten von Stärke, Mut und Liebe
  • Erklärt Sprache, Werkzeuge und Handlungen, um Rassismus zu stoppen
  • Altersempfehlung: 10-14 Jahre
  • 164 Seiten
  • gebundene Ausgabe

Diversitätskriterien: Rassismus wird auf verschiedenen Ebenen altersgemäß thematisiert, Schwarze Menschen und Menschen of Color sind gezeigt.

Doppelseitige Aufsteller im Rahmen des Projekts „Buntes und solidarisches Marzahn“

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf verfügt nun im Rahmen seines vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“ geförderten Projekts „Buntes und solidarisches Marzahn“ über einen tollen neuen doppelseitigen Aufsteller! Dieser steht für zukünftige Veranstaltungen bzw. Teilnahmen des Bündnisses an Nachbarschaftsfesten u.ä. allen Mitgliedern zur Verfügung und kann über die Geschäftsstelle ausgeliehen werden. Vielen Dank an das Kollektiv Gegenfeuer für das Layout!

Gedenkarbeit Eugeniu Botnari

Für die Gedenkarbeit zur Geschichte von Eugeniu Botnari werden Menschen gesucht, die ihn kannten – er hatte wohl auch Verwandte in Marzahn-Hellersdorf. Mehr Informationen über Eugenio Botnari und die Gedenkarbeit gibt es auf dieser Webseite: https://eugeniubotnari.wordpress.com/
 
Auf der Website gibt es auch Übersetzungen ins rumänische und ins russische.
 
Wir würden uns sehr über Hinweise freuen – entweder direkt an die Kampagne schreiben oder via Mail an die Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf: koordinierungsstelle-mh@pad-berlin.de

Freiwillige gesucht für Projekt Tourenscouts grenzenlos

Via Freiwilligenagentur Marzahn-Hellersdorf:

Heute möchten wir Sie gerne auf ein spannendes Projekt von einem unserer Kooperationspartner aufmerksam machen. Vielleicht gibt es auch in Ihrem Umfeld einige junge Freiwillige, die Lust hätten sich zu beteiligen:

„Tourenscouts grenzenlos“ ist ein Projekt der NaturFreunde Landesverband Berlin e.V., das sie 2020 gestartet haben. Mit dem Projekt sollen Respekt, Toleranz und Verständnis zwischen jungen Erwachsenen, die aus Bulgarien zugewandert sind, und in Deutschland geborenen jungen Erwachsenen mit und ohne Migrationshintergrund gefördert werden.

Im Rahmen des Projekts wird gemeinschaftlich ein Konzept für geschichtliche und kulturelle Bildungstouren entwickelt und umgesetzt. Das Ziel ist ein gegenseitiges Lernen und Auseinandersetzen mit vorhandenen Stereotypen in den beiden Ländern.

Themenschwerpunkte:

  • Jüdische Geschichte und Kultur
  • Geschichte und Kultur der Sinti und Roma
  • Geschichte und Kultur der türkischen Minderheit
  • Die LGBTI-Bewegung in Deutschland und Bulgarien
  • Auf den Spuren bulgarischer Geschichte und Kultur in Berlin

Weitere Infos finden Sie im angehängten Flyer. Download: Informationsflyer Tourenscouts

FreiwilligenAgentur Marzahn-Hellersdorf

Helene-Weigel-Platz 6 | 12681 Berlin

Telefon: 030-76 23 65 00

Email: kontakt@fwa-mh.de

https://www.facebook.com/FWAMaHe/

Instagram: @Freiwilligenagentur.mahe

 

Aktionen zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen in Marzahn-Hellersdorf

Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen steht in diesem Jahr wie so vieles unter der aktuellen Entwicklung der Pandemie. Die Krise verstärkt die bereits bestehenden Ungleichheiten und Probleme, auch und gerade beim Thema Häusliche Gewalt.

Geschlechtsspezifische Gewalt ist eine der Haupthürden für die tatsächliche Gleichstellung zwischen Frauen und Männern. Es ist jene Gewalt, die Frauen trifft, weil sie Frauen sind oder von der Frauen überproportional stark betroffen sind: sexuelle Gewalt, häusliche Gewalt, (Cyber-)Stalking, Bedrohung, finanzielle Gewalt, Zwangsverheiratung, Cyber-Grooming, Menschenhandel und Genitalbeschneidung. Diese Gewalt trifft Frauen, wenn sie noch Mädchen sind, wenn sie im Berufsleben stehen, wenn sie aus- oder online gehen, wenn sie eine Beziehung führen, wenn sie alt sind, wenn sie Kinder haben, oder wenn sie sich einfach nur in der Öffentlichkeit äußern.

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Prof. Dr. Nivedita Prasad im Interview über den Unterschied zwischen Hate Speech und digitaler Gewalt im sozialen Nahraum, Präventionsmaßnahmen und an wen sich Betroffene wenden können

Bericht im Neuen Deutschland: Mit Fahnen gegen Gewalt an Frauen

Erfolgreicher Auftakt der Veranstaltungsreihe „Gesellschaft zwischen Krise und Aufbruch“

Via Tagesspiegel-Newsletter Marzahn-Hellersdorf:

„Es ist dein gutes Recht, misstrauisch zu sein. Aber wenn es bei dem Misstrauen in Richtung Holocaustleugnung, gegen Minderheiten und eine demokratisch gewählte Regierung geht, ist der Punkt, wo du überlegen musst, mit wem du dich gemein machst.“ Das sagte Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Linke) am Montag während einer Online-Veranstaltungsreihe der „Partnerschaften für Demokratie Marzahn und Hellersdorf. Diese sind ein Netzwerk von Akteur*innen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, freien Trägern, der Anwohnerschaft und Wissenschaft.

Im Mittelpunkt des ersten Treffens stand die Frage, ob sich unsere Demokratie in einer Vertrauenskrise befindet. Einer der 42 Teilnehmenden, der Erziehungswissenschaftler Wilhelm Berghan von der Universität Bielefeld, stellte die Ergebnisse der Mitte-Studie im Auftrag der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung vor, in der es um antidemokratische Einstellungen in der deutschen Bevölkerung geht. 2.000 Menschen wurden telefonisch danach befragt, wie es um ihr Vertrauen in die Demokratie bestellt ist. Die Ergebnisse waren in meinen Augen ermunternd: Insgesamt erscheint das Demokratievertrauen der Bevölkerung stabil. Rund 86 Prozent der Befragten hielten es für unerlässlich, dass Deutschland demokratisch regiert wird und etwa 93 Prozent sind der Ansicht, dass die Würde und Gleichheit aller an erster Stelle stehen sollte. Natürlich hat Berghan das weiter abgestuft und differenziert. Die Ergebnisse der Studie finden Sie hier.

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Die noch folgenden Veranstaltungstermine und Hinweise zur Anmeldung finden Sie unter: https://demokratie-mh.de/partnerschaft-hellersdorf/aktuelles/ und https://demokratie-mh.de/partnerschaft-marzahn/aktuelles/

Die Veranstaltenden behalten sich vor, Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind bzw. solche verbreitet haben, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Flyer zur Veranstaltungsreihe zum Download:

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Volkstrauertag: Gedenken an die Opfer der Euthanasie

Zum Volkstrauertag fand am Sonntag nach dem Gottesdienst in der Krankenhauskirche Wuhlgarten der traditionelle Rundgang zu drei Gedenkorten rund um den Brebacher Weg statt. In und um das Griesinger Krankenhaus, den Friedhof Wuhlgarten sind in den letzten Jahren vor allem auf Initiative des Vereins “Wuhlgarten e.V.” und von Bezirksverordneten Denkzeichen entstanden, die sich mit den Verbrechen hier in diesem idyllischen Areal auseinandersetzen und die Erinnerung wach halten. Am Gedenkstein für die Euthanasieopfer, den Gedenkstelen am Wuhlehang ( 2014 errrichtet ) und der Gedenktafel am ehemaligen Anstaltsfriedhof ( 2017 eingeweiht ) wurden Kerzen und Blumen niedergelegt. Im Nachgang zur Gedenkwanderung hat der Initiativkreis uns auch auf ein neues Projekt aufmerksam gemacht, dessen Umsetzung bedeuten würde, dass die ehemalige Kirche auf dem Friedhof wieder sichtbar werden möge. Das deutliche #niewieder reicht von der Spitze des Bezirksamtes bis in die Basisinitiativen. Mögen wir immer wieder Kraft finden, uns gemeinsam zu positionieren gegen Hass und Gewalt. (Quelle Text und Bild: Juliane Witt)

Brandenburger Baseballschlägerjahre

Mit dem Fall der Mauer vor 30 Jahren ging ein massiver Anstieg von rechter und rassistischer Gewalt einher. Wir fragen Zeitzeug_innen aus Brandenburg in vier Veranstaltungen nach ihren Erlebnissen und Erinnerungen aus dieser Zeit.

Wende, rechte Gewalt und Solidarität

Anlässlich des 30. Jahrestages der Wiedervereinigung erinnern deutsche Städte, Länder und Orte an den demokratischen Aufbruch, die friedlichen Demonstrationen und Proteste für offene Grenzen. Ausgeblendet wird dabei zu oft, dass zeitgleich Nationalismus und Rassismus erstarkten und sich in brutaler Weise Bahn brachen. Daher erinnern auch wir an diese Wendezeit. Eine Zeit, die vor allem für Vertragsarbeiter_innen, Geflüchtete, Linke, Punks und Obdachlose geprägt war von einer Atmosphäre der Angst. In der Politik und Behörden Taten verharmlosten, die alltäglichen Bedrohungsszenarien nicht anerkannten und weite Teile der Bevölkerung wegschauten. In dieser Zeit galt: Wer sich der rechten Hegemonie nicht anpasste oder nicht dazu gehörte, wurde angefeindet, bedroht, gejagt, verprügelt oder gar ermordet. Ortsnamen wie Eberswalde, Trebbin, Cottbus oder Guben stehen für unfassbare Gewalttaten und sind im kollektiven Gedächtnis geblieben.

Es war nicht leicht, sich der rechten Dominanz im Land entgegenzustellen. Doch es gab mutige Menschen, die gegen die grassierende rechte Gewalt protestierten und sich mit den Betroffenen solidarisierten. In der Veranstaltungsreihe wollen wir die Menschen zu Wort kommen lassen, die Anfang der 1990er Jahre Ausgrenzung, Anfeindungen und rechte Gewalt erlebten und Menschen, die sich dagegen engagierten oder als kritische Beobachter_innen auf die Missstände aufmerksam machten.

Eine Veranstaltungsreihe im Herbst 2020 in Angermünde, Cottbus, Frankfurt (Oder) und Potsdam. Organisiert durch das Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit und den Verein Opferperspektive.

16.11.2020 Demokratiekonferenz „Demokratie in der Vertrauenskrise?“

Auftakt der Veranstaltungsreihe „Gesellschaft zwischen Krise und Aufbruch“ der Partnerschaften für Demokratie Marzahn und Hellersdorf

– Demokratie in der Vertrauenskrise? – am 16.11.2020 um 19 Uhr, via Zoom

Von einer Krise des Vertrauens in Politik, Medien und – wie die Debatte um die Pandemie zeigt – auch in die Wissenschaft ist oft die Rede. Was aber ist dran an der Behauptung von einer Vertrauenskrise? Zum Auftakt der digitalen Veranstaltungsreihe „Gesellschaft zwischen Krise und Aufbruch“ sprechen die Partnerschaften für Demokratie Marzahn und Hellersdorf  darüber mit Menschen aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Und auch Sie sind herzlich eingeladen, Ihre Fragen zu stellen!

Gäste unter anderem:

Petra Pau (Bundestagsvizepräsidentin aus Marzahn-Hellersdorf)

Wilhelm Berghan (Universität Bielefeld/Mitautor der Mitte-Studien)

Moderation:

Nadja Gilbert

Bitte melden Sie sich für die Veranstaltung an:

pfd-mh@stiftung-spi.de Weiterlesen …

Corona: Wann, wenn nicht jetzt – Bessere Bezahlung und bessere Bedingungen für Frauen

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf unterstützt den Aufruf der Bundesarbeitsgemeinschaft der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten mit der Forderung für eine Aufwertung der systemrelevanten Berufe. Wir bitten Sie um eine Unterzeichnung der Online-Petition.

Corona hat gezeigt: In systemrelevanten Berufen sind hauptsächlich Frauen beschäftigt. Frauen stemmen die Krise: z.B. Kranken- und Altenpflegerinnen, Verkäuferinnen in Supermärkten, Reinigungskräfte und Erzieherinnen. Wenig Wertschätzung, schlecht bezahlt oder in Minijobs mit Niedriglohn und garantierter Altersarmut. Applaus für diese Heldinnen des Alltags ist schön- reicht aber nicht aus- auch nicht ein einmaliger Bonus. Frauen tragen in hohem Maße die wirtschaftlichen und sozialen Kosten der Pandemie. Sie sind zudem in Krisenzeiten verstärkt von häuslicher Gewalt bedroht. Corona macht die Missstände drastisch deutlich, auf die wir schon seit Jahrzehnten hinweisen.  Hier muss sich grundsätzlich etwas ändern!

Deshalb fordert die Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten in einem gemeinsamen Aufruf mit mehr als 20 bundesweit aktiven Verbänden, Organisationen und Gewerkschaften:

  • finanzielle Aufwertung und bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege, im Gesundheitswesen, der Erziehung und im Einzelhandel
  • finanzielle und strukturelle Unterstützung für Alleinerziehenden
  • Abschaffung der Minijobs
  • Rahmenbedingungen und Arbeitszeiten, die es Eltern ermöglichen, sich die Care-Arbeit gerecht zu teilen
  • Ausbau von Beratungsstellen und Gewaltschutzeinrichtungen

Bitte unterstützen Sie unseren Aufruf mit Ihrer Unterschrift und teilen Sie ihn in Ihren Netzwerken!

Wann, wenn nicht jetzt?!

Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen, www.frauenbeauftragte.org

 

 

Fachtag zu Digitaler Gewalt am 25.11.2020, 10 – 14h (online)

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt gegen Frauen am 25. November setzen die Alice Salomon Hochschule (ASH) und der Arbeitskreis Marzahn-Hellersdorf gegen häusliche Gewalt ihre langjährige Veranstaltungsreihe zu dem Thema fort, vertreten durch die Professorin Dr. Nivedita Prasad und die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte des Bezirks Marzahn-Hellersdorf, Maja Loeffler.

Unterstützt werden sie in diesem Jahr von der neuen zentralen Frauen*beauftragten der ASH Josephine Bürgel. Schwerpunkt ist das Thema „Digitale Gewalt“. Bei dem Fachtag, der digital am 25.11.2020 stattfindet, werden in verschiedenen Vorträgen der Forschungsstand, Erfahrungen aus der Beratungspraxis, eine Kampagne zum Thema sowie Bewältigungsstrategien für Betroffene vorgestellt. Es gibt Möglichkeiten für Rückfragen und Diskussion.

Das vollständige Programm kann hier heruntergeladen werden.

Bitte melden Sie sich mit Vor-, Nachnamen, Institution und Mailadresse bis Montag, 23.11.2020, 12.00 Uhr im Büro der Frauen*beauftragten unter: frauenbeauftragte@ ash-berlin.eu an.

In Marzahn-Süd ist die Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete fertiggestellt

Pressemitteilung des Bezirksamts Marzahn-Hellersdorf vom 10.11.2020:

Die „Modulare Unterkunft für Flüchtlinge“ (MUF) im Murtzaner Ring 68 (Marzahn-Süd) wurde im September 2020 durch den Bauträger (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen) an den Mieter (Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten) übergeben. Seitdem werden die Wohneinheiten ausgestattet und die Außenflächen fertiggestellt. Bis zum Jahresende wird die Einrichtung vollständig in Betrieb genommen. Betreiber der Gemeinschaftsunterkunft ist die Stephanus Stiftung, eine gemeinnützige diakonische Stiftung mit Sitz in Berlin.

Durch die vorgefertigten Betonmodule konnte die Bauzeit von Februar 2019 bis September 2020 mit 15 Monaten relativ kurzgehalten werden. Die Gebäude haben nun eine Herstellergarantie von 80 Jahren. Sie dienen zunächst der Unterbringung von geflüchteten Familien, können aber langfristig als belegungsgebundene Wohnungen, für studentisches Wohnen oder im „geschützten Marktsegment“ dienen.

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Presseschau:

Berlin-Marzahn: Unterkunft für Flüchtlinge am Murtzaner Ring betriebsbereit (Berliner Abendblatt, 11.11.2020)

MUF der zweiten Generation geht an den Start (Die Hellersdorfer, 10.11.2020)

Neue Flüchtlingsunterkünfte in Marzahn: Jede Wohnung mit Bad und Küche (Berliner Zeitung, 10.11.2020)

Hier können sich die Flüchtlinge fast wie zu Hause fühlen (Berliner Morgenpost, 10.11.2020)

Mehr Platz zum Leben (Neues Deutschland, 10.11.2020)

Neue Flüchtlingsunterkünfte: Ein bisschen Zuhause (taz, 10.11.2020)

 

Report incidents in different languages

The Marzahn-Hellersdorf Register for recording extreme right-wing and discriminating incidents now provides the opportunity to report incidents in different languages: English, Russian, Vietnamese, Arabic, Spanish and Farsi. Just download the form, fill in and send it to pfd-mh@stiftung-spi.de
 
Deutsch:
Das Marzahn-Hellersdorfer Register bietet nun die Möglichkeit Vorfälle in russisch, vietnamesisch, spanisch, arabisch, farsi und englisch zu melden. Einfach die Meldebögen downloaden, ausfüllen und an pfd-mh@stiftung-spi.de senden.
 
Mehr Infos hier.

Engagement in Zeiten der Corona-Pandemie #BerlingegenCorona

Die FreiwilligenAgentur Marzahn-Hellersdorf berät und vermittelt Sie auch in Krisenzeiten! Sie können sich als Hilfesuchende oder als Freiwillige bei uns melden. Unsere Mitarbeiter*innen kontaktieren Sie und helfen Ihnen bei der Vernetzung.

Gemeinsam mit den Stadtteilzentren in Marzahn-Hellersdorf koordinieren wir nachbarschaftliche Hilfe.

Anmeldung für freiwillige Helfer*innen
Anmeldung für Institutionen/Einrichtungen die Hilfe suchen
Anmeldung für Privatpersonen die Hilfe suchen

Sie können auch bei unserer Corona-Hotline anrufen um sich als Freiwillige*r oder Hilfesuchende*r anzumelden: 030 76 23 65 02

Für diejenigen, die nicht aus Marzahn-Hellersdorf kommen, die Berliner Engagement-Nummer: 030 577 00 22 00
Wer sich in der Krise engagieren möchte oder Unterstützung benötigt kann sich an die Berliner Engagement-Nummer wenden. Eine Weiterleitung an die richtigen Ansprechpersonen in den Bezirken und die Vermittlung von Angeboten wird über die Nummer koordiniert.

Wenn Sie ganz allgemeine Fragen zum Corona-Virus oder zu den derzeitigen Verordnungen haben, können Sie sich an die Berliner Corona-Nummer wenden: 030 90 28 28 28.


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Gedenken an Ingo Binsch

Heute gedenken wir Ingo Binsch, der am 5. November 2001 von 3 Neonazis in Hellersdorf körperlich angegriffen wird und daraufhin einen Herzinfarkt erleidet, woran er verstirbt. Auslöser für die Tat waren Schulden in Höhe von 40 DM. Weitere Infos:

5./6. November 2001, 36 Jahre (staatlich anerkannt)

Ingo Binsch wird am 5. November 2001 von drei Rechtsextremen über einen längeren Zeitraum in Berlin-Marzahn massiv geprügelt und gewürgt. Außerdem wirken die Täter mit ihrem gesamten Körpergewicht auf den Brustkorb ihres Opfers ein. Der 36-jährige Ingo Binsch ist schwer herzkrank. Am Tag danach erleidet er einen Herzinfarkt und stirbt. Die Angreifer wollten angeblich Schulden in Höhe von 40 Mark eintreiben. Das Landgericht Berlin verhängt Freiheitsstrafen zwischen dreieinhalb und sechseinhalb Jahren. Die geringen Strafen begründet das Gericht damit, dass sich die Angeklagten „über die Folgen ihres Handelns keine Gedanken gemacht“ hätten. Der Gewaltexzess wird als Körperverletzung mit Todesfolge gewertet. Die rechte Gesinnung der Täter findet keine Berücksichtigung – obwohl einer der Angreifer bereits wegen eines weiteren Delikts der Körperverletzung verurteilt wurde. Damals hatte der Neonazi Anfang 2001 einen Jugendlichen erst gefragt, ob er Ausländer sei und dann auf ihn eingetreten.

Berlins ehemaliger Innensenator Frank Henkel sah in der Tat keinen rechtsextremen Hintergrund, da die Täter vom Opfer „Bargeld forderten“ und Ingo Binsch zudem schwer herzgeschädigt gewesen sei. Hier zeigt sich, wie all jene Tötungsdelikte aus der offiziellen Statistik PMK-rechts herausfallen, die als Raubüberfälle getarnt werden. Der ideologische Kontext der Täter muss eine stärkere Berücksichtigung erfahren, sinkt doch dadurch die Hemmschwelle zur exzessiven Gewalt an einem Menschen.

Nachtrag: Ingo B. wurde nach einer ausführlichen Untersuchung durch Wissenschaftler*innen des Zentrums für Antisemitismusforschung (PDF-Dokument) der Technischen Universität Berlin unter der Leitung von Michael Kohlstruck als Todesopfer rechter Gewalt nachgemeldet.

Quelle

Berlin: Gedenkveranstaltungen in Erinnerung an den Jahrestag der Pogromnacht von 1938

Vom 9. zum 10. November 1938 begannen in Deutschland direkte und gezielte Gewaltaktionen gegen die jüdische Bevölkerung. In dieser Nacht wurden mehr als tausend Menschen getötet, weitere 30.000 verschleppt und verhaftet, jüdische Geschäfte geplündert und zerstört, Synagogen wurden niedergebrannt. Auch in Berlin finden in Erinnerung an die Pogromnacht verschiedene Gedenkveranstaltungen statt.

Einen Überblick gibt es hier.

 

Aufruf: Gemeinsam gegen den Landesparteitag der Berliner AfD am 7./8. November

Die AfD Berlin plant für den 25. Oktober und 8./9. November ihren Landesparteitag in Berlin-Kaulsdorf. Nachdem drei geplante Parteitage an anderen Orten in Berlin aufgrund zivilgesellschaftlicher Proteste verhindert werden konnten, versucht es die AfD nun im Bezirk Marzahn-Hellersdorf.

News (28.10.2020): Drei Tage vor dem geplanten Landesparteitag am 25.10. musste die AfD diesen erneut absagen (Siehe Bericht des Tagesspiegels). Für die Räumlichkeiten fehlt eine Brandschutz-Abnahme. Unseren Aufruf für die noch möglichen Termine am 7./8.11.  halten wir natürlich weiter aufrecht. An beiden Tagen sollen ab 8.00 Uhr Demonstrationszüge vom U-Bahnhof Kaulsdorf-Nord starten.

News (3.11.2020): Berliner AfD sagt ihren Landesparteitag endgültig ab!

Die AfD ist auch in Berlin ein Sammelbecken und Katalysator der faschistischen Rechten. Gerade der Bezirksverband der AfD in Marzahn-Hellersdorf hat in den vergangenen Wochen gezeigt, dass sie keine „Partei wie jede andere“ ist — etwa durch Veranstaltungen mit führenden Vertreter*innen der extremen Rechten wie Björn Höcke und dem extrem rechten Verleger Götz Kubitschek in Hönow.

Dennoch will die „La Festa GmbH“ in Kaulsdorf der Berliner AfD ihren Festsaal in der Gutenbergstraße 26-28 für deren Landesparteitag zur Verfügung stellen — und damit für die rassistische, sexistische, islamfeindliche, antisemitische und menschenverachtende Hetze dieser Partei.

Wir fordern die Betreiber*innen des Veranstaltungsortes dazu auf, den Vertrag mit der Berliner AfD umgehend aufzukündigen! Kein Raum für völkische und extrem Rechte Akteur*innen!

Denn Rassismus ist keine Alternative!

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

Wir rufen auf, gegen den Parteitag zu demonstrieren. Wir stehen für ein weltoffenes, vielfältiges Berlin und ein solidarisches Miteinander unabhängig von Herkunft, Religion, Hautfarbe und sexueller Orientierung — auch in Marzahn-Hellersdorf.
Beteiligt euch an den Protesten am 25. Oktober und 7./8. November in Kaulsdorf:

Demonstrationen

Sonntag, 25.10.2020 | 8 Uhr | ab U-Bhf Kaulsdorf-Nord Abgesagt!

Samstag, 07.11.2020 | 8 Uhr | ab U-Bhf Kaulsdorf-Nord Abgesagt!

Sonntag, 08.11.2020 | 8 Uhr | ab U-Bhf Kaulsdorf-Nord Abgesagt!

mit jeweils anschließenden Kundgebungen vor dem Festsaal in der Gutenbergstraße 26-28

Um euch und andere zu schützen, bitten wir darum, eigenverantwortlich und solidarisch die Hygieneregeln (Abstand halten, Mund und Nase bedecken) einzuhalten.

Hier noch der FB-Event zum Verteilen: https://www.facebook.com/events/2768701820041146

Presse:

Landesparteitag der AfD Berlin abgesagt: Alles im Eimer (taz, 03.11.2020)

Die AfD biegt am Ende ihres Berliner Wegs rechts ab (rbb, 03.11.2020)

Keine Genehmigung in Kaulsdorf: AfD sagt Parteitag ab (Tagesspiegel, 03.11.2020)

Berliner AfD sagt ihren Landesparteitag endgültig ab (Tagesspiegel, 02.11.2020)

Berliner AfD-Landesverband sagt erneut Parteitag ab (Berliner Morgenpost, 02.11.2020)

Berliner AfD-Landesverband sagt Parteitag endgültig ab (rbb, 02.11.2020)

AfD-Parteitag wegen fehlender Genehmigung erneut verschoben (Tagesspiegel, 27.10.2020)

Verschobener AfD-Parteitag kann wohl auch nicht stattfinden (Tagesspiegel, 23.10.2020)

Bezirk: AfD-Parteitag kann auch nicht in zwei Wochen stattfinden (rbb, 23.10.2020)

Parteitag der Berliner AfD erneut verschoben (Tagesspiegel, 22.10.2020)

Bezirksamt untersagt Berliner AfD den Parteitag (Berliner Zeitung, 22.10.2020)

AfD Berlin sagt Parteitag ab: Diesmal war’s nicht die Antifa (taz, 22.10.2020)

»Konfettiterror« in Berlin (Junge Welt, 21.10.2020)

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UNTERZEICHNENDE (Stand: 27. Oktober 2020):

Antifaschistische Linke Jugend Berlin [ALJ Berlin]

Anwohner*inneninitiative für Zivilcourage gegen Rechts

Aktionsbündnis Antira – ABA

Aufstehen gegen Rassismus Berlin

Berliner Bündnis gegen Rechts

Bündnis90/Die Grünen Marzahn-Hellersdorf

Bündnis für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf

DIE LINKE.Berlin

DieLinke.SDS Berlin

Grüne Jugend Berlin Ost

Jusos Marzahn-Hellersdorf

Kampagne Solidarische Kieze Marzahn-Hellersdorf

LINKS*KANAX Berlin

Migrantifa Berlin

NaturFreunde Berlin

OMAS GEGEN RECHTS.Berlin

RomaTrial e.V.

SPD Berlin

TBB-Türkischer Bund in Berlin-Brandenburg e.V.

VVN-BdA Berlin

Neuer Newsletter (Nov./Dez. 2020) der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf erschienen!

Liebe Leser*innen,

herzlich willkommen zum sechsten Newsletter der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf (November-Dezember) im Jahr 2020.

Trotz der weiter anhaltenden Corona-Pandemie konnten in den vergangenen Wochen tolle Veranstaltungen im Bezirk stattfinden – hervorzuheben wären hier aus unserer Sicht das zentrale bezirkliche Demokratiefest Schöner Leben ohne Nazis in Hellersdorf und das Respekt und Neugier Festival in Marzahn. Eine tragende Rolle spielte bei beiden Veranstaltungen der soziale Träger Roter Baum e.V.. Die Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf dankt an dieser Stelle allen engagierten Menschen, die zum Gelingen dieser beiden sehr gelungenen Feste beigetragen haben.Auch im Rahmen der Kampagne Solidarische Kieze Marzahn-Hellersdorf konnten in den vergangenen Wochen weitere  Veranstaltungen durchgeführt werden – u.a. in Kooperation mit Migrantas und Unteilbar im Marzahner Paradiesgarten (Naschgarten) zum Thema Solidarität, es gab eine Putzaktion von Stolpersteinen im Bezirk, einen Spazierblick zu Orten rassistischer und rechter Gewalt und eine Kundgebung unter dem Motto “Solidarische Kieze, statt Nazi-Kieze”. Weitere Veranstaltungen im Rahmen der Kampagne wie ein weiterer Spazierblick unter dem Motto “Erinnern und Organisieren! – Solidarische Kieze antifaschistisch und antirassistisch entwickeln”, sowie eine Lesung mit dem bekannten Soziolgen Heinz Bude am 30.11. im Fair sind in Planung. Wir freuen uns weiterhin über aktive Beteiligung an der Arbeitsgruppe der Kampagne – oder über eigenständige Aktivitäten im Bezirk, die einfach nur unser Label verwenden um solidarisches Handeln in unserem Bezirk sichtbarer zu machen. Wer sich aktiv an der Kampagne beteiligen möchte, kann sich direkt an die Koordinierungstelle via Mail wenden: koordinierungsstelle-mh@pad-berlin.de Weiterlesen …

Solidarität oder Nah-Kampf? Lesung und Diskussion mit Heinz Bude am 30.11.2020 in der JFE Fair – Abgesagt

© Dawin Meckel

News (05.11.2020): Leider müssen wir die Veranstaltung Pandemie bedingt in das kommende Jahr verlegen!

Die Kampagne Solidarische Kieze veranstaltet am Montag den 30.11.2020 eine Lesung mit anschließender Diskussion mit dem bekannten Soziologen Heinz Bude zu seinem im vergangenen Jahr erschienen Buch „Solidarität – Die Zukunft einer grossen Idee“. Wir freuen uns auf einen spannenden Abend und einer gerade in diesen so schwierigen Zeiten wichtigen Diskussion über das Thema Solidarität.

Nach aktuellem Stand findet die Veranstaltung in der Jugendfreizeiteinrichtung Fair in Marzahn (Marzahner Promenade 51,12679 Berlin) um 17.00 Uhr statt. Aufgrund der aktuellen Coronasituation ist die Teilnehmer*innenzahl beschränkt. Wir bitten um Anmeldung via Mail an: koordinierungsstelle-mh@pad-berlin.de Es kann sein, dass die Veranstaltung teilweise oder ganz in den virtuellen Raum verlegt werden muss. Dies wird an dieser Stelle rechtzeitig bekannt gegeben. Abgesagt!
Facebook-Event hier.

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Podcast zu solidarischen Nachbarschaften in Corona-Zeiten des Forschungsprojektes DEMOKRATIE an der Alice Salomon Hochschule

Welch große Bedeutung solidarische Nachbarschaften für die Demokratie, insbesondere in Krisenzeiten haben können, wird in der Podcast-Sendung „Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Nachbarschaft und Demokratie in Marzahn-Hellersdorf“ in einer Gesprächsrunde zwischen der Wissenschaft und Vertreter:innen verschiedener Institutionen aus Marzahn-Hellersdorf diskutiert.

Im Podcast sind u.a. O-Töne zu hören, die in einer Straßenumfrage in Hellersdorf aufgenommen wurden. In der Umfrage wurden zufällig Passant:innen nach der Entwicklung ihrer Nachbarschaft gefragt, insbesondere in Zeiten der Corona-Pandemie.

Die Befragten sprechen über Nachbarschaftskonflikte, Vereinsamung und wie diese Phänomene durch die Pandemie verstärkt werden.

Zugleich berichten sie aber auch von nachbarschaftlicher Solidarität in Corona-Zeiten, von der Hilfe beim Einkaufen über die Unterstützung der Tafel bei der Lebensmittelverteilung bis zu freundschaftlich-moralischer Unterstützung von Nachbarn, die von der Krise hart getroffen werden. Weiterlesen …

Spazierblick: Erinnern und Organisieren! – Solidarische Kieze antifaschistisch und antirassistisch entwickeln

Liebe Fans der Spazierblicke,

wir laden Sie und Euch herzlich ein zu den Spazierblicken am Dienstag, den 03. November 2020 um 14.00 (ASH Berlin, Haupteingang)

Erinnern und Organisieren! – Solidarische Kieze antifaschistisch und antirassistisch entwickeln

Mit diesem Spazierblick zu exemplarischen Orten und Initiativen antirassistischen und antifaschistischen Erinnerns und Gedenkens möchten wir sichtbar machen, wie und wo Tatorte rechter und rassistisch motivierter Diskriminierung und Gewalt zu Orten eines würdigen Erinnerns, Gedenkens und Handelns sowie zu gemeinsamen Organisierungsprozessen für Solidarische Kieze werden können.

Mit: Register zur Erfassung rechtsextremer und diskriminierender Vorfälle Marzahn-Hellersdorf, Antirassistische Registerstelle und AK gegen Rechte Gewalt an der ASH Berlin 

Bitte beachten: Für die Spazierblicke gelten bis auf Weiteres folgende Regeln zum Infektionsschutz:

Weiter geht es in der Reihe Spazierblicke dann am 14. November 2020, 14.00 Uhr. Für die Spazierblicke jetzt am Donnerstag, 22.10. um 13.00 Uhr „Der Boulevard im Wandel“ sind noch einige wenige Plätze frei.

4.11.2020 La Casa: Filmscreening: Der zweite Anschlag

Eine gemeinsame Veranstaltung des AK gegen rechte Gewalt der Alice Salomon Hochschule und des La Casa – gefördert von der Partnerschaft für Demokratie Hellersdorf:

DER ZWEITE ANSCHLAG

THE SECOND

ATTACKİKİNCİ SALDIRI

 Ein Dokumentarfilm von Mala Reinhardt

Länge: 62 min.

Sprache: Deutsch und Türkisch mit englischen Untertiteln

Am 4.11 um 18 Uhr im La Casa (Wurzenerstr. 6, 12627 Berlin // UBhf Louis Lewin Str. )

Am 9. Jahrestag der Selbstentarnung des NSU zeigt der AK gegen rechte Gewalt der Alice Salomon Hochschule und das La Casa den Film:

DER ZWEITE ANSCHLAG. Rassistische Gewalt in Deutschland. Eine Anklage der Betroffenen.

„Das Boot ist voll!“, „Ausländer raus!“, „Deutschland den Deutschen“. Die Parolen der Rechten sind mittlerweile unüberhörbar geworden. Genauso die Gewalt, die sich gegen jene Menschen richtet, die als „fremd“ wahrgenommen werden. Mit erschreckender Kontinuität wiederholen sich seit Jahrzehnten rassistisch motivierte Ausschreitungen, Angriffe und Morde in der Bundesrepublik Deutschland. DER ZWEITE ANSCHLAG dokumentiert die bisher kaum beachtete Perspektive der Betroffenen dieser Gewalt und stellt sie in den Mittelpunkt. In tiefgehenden Interviews entwickelt der Film ein präzises Bild der teils traumatischen Erlebnisse, welche die Protagonist*innen des Films durchlebt haben. Osman Taköprü erzählt von dem Mord an seinem Bruder Süleyman, den der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) 2001 in Hamburg beging. Ibrahim Arslan schildert sei-ne Erinnerungen an den rassistischen Brandanschlag von Mölln 1992, den er selbst nur knapp überlebte und Mai Phương Kollath wohnte selbst in Rostock-Lichtenhagen, als dort unter dem Beifall hunderter Schaulustiger das Sonnenblumenhaus von Neonazis in Brand gesteckt wurde.Doch es bleibt nicht dabei. Angesichts von anhaltenden rassistischen Ausschreitungen, der unzureichenden Aufklärung des NSU-Komplexes und dem Einzug der AfD in die politische Land-schaft der BRD haben Mai Phương, Ibrahim und Osman eine Entscheidung getroffen: Sie werden nicht länger schweigen. Dabei verweben sich ihre Geschichten. Und während sie für eine lückenlose Aufklärung und ein Ende der Gewalt eintreten, entsteht ein Netzwerk aus Menschen, die ähnliches erlebt haben.

Im Anschluss an den Film wird es die Möglichkeit zum Gespräch und Diskussion mit der Regisseurin Mala Reinhardt geben.

Wir werden während der Veranstaltung auf Abstand achten und bitten euch einen Mund-Nasen-Schutz mitzubringen.

Bitte informiert euch wegen kurzfristiger Änderungen auf: https://suburbanhell.org/la.casa

FB-Event.

Weitere Infos zum Film hier.

Straßenfest: Schöner leben ohne Nazis

Radio Connection hat einen Beitrag über unser diesjähriges Demokratiefest erstellt:

Wir wollen euch heute das Straßenfest „Schöner Leben ohne Nazis“ vorstellen, es fand am 5. September statt. An 39 Ständen konnte man sich über politische und soziale Initiativen, Parteien und noch viele weitere Angebote aus Marzahn-Hellersdorf informieren. Einer dieser Stände gehörte uns: radio connection. Wir wollen einige Eindrücke von dem Fest mit euch teilen und wir haben ein paar spannende Interviews geführt.

Den Beitrag können Sie hier nachhören.

 

Bücherübergabe in der Ernst-Heckel Oberschule

Es war uns eine große Freude, endlich das lang geplante Vorhaben umzusetzen und der Schule einen Klassensatz des Büchleins „Adressat Unbekannt“ zu übergeben.

Voller Bewunderung und mit Respekt verfolgen wir das langjährige Engagement des Lehrer – Teams um Jördis Gierig und die faszinierenden und berührenden Theateraufführungen der Schüler*innen. Jördis sagt, die Arbeit an den Projekten gegen Rassismus ist ihr eine Herzensangelegenheit und das merkst du. Mit Leidenschaft spricht sie von den Projekten, die sie gemeinsam mit den Regisseur*innen der „Spreeagenten“ oder in ihrer Schülerfirma mit den Partner*innen in Tansania verwirklicht.

Es macht Mut, wenn du siehst, dass Kindern solche Lehrer*innen zu Seite stehen.

Sabine Schwarz

Veranstaltungsreihe: Kommunikation im Kiez

Neue Veranstaltungsreihe von weltgewandt e.V. startet:
Viele wünschen sich mehr Kontakt, gerade jetzt. Für die ersten Schritte muss man manchmal tief Luft holen – und beherzt losgehen. Wir laden ein, interessante Orte in Marzahn zu entdecken, Leute kennen zu lernen, zu lachen und sich auszutauschen in freundlicher Atmosphäre: über die eigenen Fragen, die Welt, den Kiez. Die Themen bestimmen die, die da sind. Willkommen!
 
Beim ersten Treffen erkunden wir das Kunstprojekt „Stadtwerk MRZN“ am S-Bhf. Raoul-Wallenberg-Str.
 
WANN: Dienstag, 20.10.20, 16-18 Uhr
 
WO: Otto-Rosenberg-Str. 6, 12681 Berlin, neben dem Otto-Rosenberg-Haus
 
Wir bleiben im Freien. Bitte warm anziehen.
 
Weitere Termine
 
Montag, 26.10.20, 16 Uhr, Jugendzentrum „Anna Landsberger“, Prötzeler Ring 13, 12685 Berlin; Bus u. Tram „Landsberger Allee / Blumberger Damm“
 
Mittwoch, 04.11.20, 16 Uhr, Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf, Alt-Marzahn 51, 12685 Berlin; Bus u. Tram „Alt-Marzahn“
 
Dienstag, 10.11.20, 16 Uhr, Kulturhochhaus und Pension 11. Himmel, Wittenberger Str. 85, 12689 Berlin, S7, Tram „Barnimplatz“
 
Folgetermine werden demnächst veröffentlicht.
 
Gefördert vom Aktionsfonds Partnerschaften für Demokratie Marzahn.
 

Stadtteilbudget Marzahn-Hellersdorf

Möchtest du mit deinen Nachbarinnen und Nachbarn ein vorweihnachtliches Balkonkonzert starten? Hast du Lust eine Nachbarschaftszeitung mit deinen Nachbarinnen und Nachbarn zu drucken? Dein Projekt für eine lebendige Nachbarschaft ist gefragt! Melde deine Idee an, begeistere andere davon und lass sie dafür abstimmen. Pro Stadtteil stehen 5.000 € zur Umsetzung gemeinnütziger, kurzfristiger Projekte zur Verfügung. Die eingereichten Vorschläge sollen als Ziel die Förderung des Zusammenhalts im Kiez, die Stärkung der Nachbarschaft und die Verschönerung des Wohnumfelds entsprechend der Förderkriterien verfolgen. In diesem Jahr sind insbesondere Ideen gefragt, die die Besonderheiten der Corona-Eindämmungsmaßnahmen berücksichtigen. Bürgerinnen und Bürger jeden Alters sind eingeladen ihre Projektideen einzureichen. Unterstützung erhältst du bei der OE SPK (SPK@ba-mh.berlin.de) und der Koordinierungsstelle Großsiedlungen Marzahn-Hellersdorf (unsere-platte@ev-mittendrin.de). Weiterlesen …

Kundgebung gegen AfD-Veranstaltung mit Götz Kubitschek im Restaurant „Mittelpunkt der Erde“

„Kein Raum der AfD“ berichten:

Am 06.10.2020 protestierten ca. 60 Anwohner*innen aus Hönow und Antifaschist*innen aus Brandenburg und Berlin gegen die Veranstaltung „125 Jahre Ernst Jünger“ der AfD Marzahn-Hellersdorf und der Jungen Alternative Berlin vor dem Restaurant „Mittelpunkt der Erde“ in der Mahlsdorfer Straße 2 in Hoppegarten (Hönow). Geladen waren dort Götz Kubitschek und Erik Lehnert. Beide sind die zentralen Figuren des neurechten „Instituts für Staatspolitik“. Das Hönower Restaurant „Mittelpunkt der Erde“ hat sich inzwischen zu einem der wichtigsten Treff- und Veranstaltungsorte der Berliner und Brandenburger AfD und anderer Gruppen, Akteure und Publikationen der radikalen Rechten entwickelt.

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Verschwörungsideologische Radikalisierung eindämmen

Ein Plädoyer, Verschwörungsnarrativen und den bei den Corona-Protesten sichtbar werdenden Anfeindungen gegen die Demokratie energisch entgegenzutreten.

Die seit Monaten bundesweit sich ausbreitenden Corona-Leugner-Demonstrationen sind systematisch zum gefährlichen Einfallstor für rechtsextremistische Bestrebungen geworden. Nach Auffassung der Amadeu Antonio-Stiftung (AAS) erfordert der Umgang damit eine genauso dringliche soziale, gesellschaftliche und politische Herangehensweise, wie sie es für das Gesundheitswesen in der Bekämpfung von Covid-19 gilt. Die AAS hat daher einen 20-seitigen Forderungskatalog, der gleichzeitig als Handlungsleitfaden zu verstehen ist, aufgelegt. Dafür werden elf Punkte als Vorschlagsliste aufgeführt.

Das Papier nennt sich „Deradikalisierung bedeutet Infektionsschutz – Maßnahmen zur Eindämmung verschwörungsideologischer Radikalisierung im Zuge der Corona-Pandemie“. Es stellt ein zentrales Plädoyer für verstärkte Anstrengungen dar, den im Zuge der Proteste gegen die Pandemie-Maßnahmen und -Anordnungen zutage tretenden Anfeindungen gegen die Demokratie, die sich unter anderem durch den Ruf nach einer verfassungsgebenden Versammlung manifestieren, entgegenzutreten. Auf der Straße brechen sich gerade lautstark solche Versuche von Spaltung und Destabilisierung der Gesellschaft Bahn. Als Vehikel dient dabei nicht zuletzt zunehmend der Antisemitismus.

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Das Strategiepapier kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Einen sehenswerten Fernehbeitrag des „Monitors“ gibt es hier: Rechts oder naiv? „Querdenken“ und Corona-Demos

Eine Presseschau der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf zum Thema: Ultrarechte Machtprobe – Die Demonstration vom 29. August 2020 in Berlin war keine „Anti-Corona-Demonstration“, sondern Schaulaufen einer bürgerlich-rechten Querfront

Keine Bühne für geistige Brandstifter! Den rechten Treffpunkt „Mittelpunkt der Erde“ dichtmachen!

Am Dienstag, den 6.10.2020 zieht es wieder rechte BesucherInnen ins Restaurant „Mittelpunkt der Erde“ in der Mahlsdorfer Str. 2 in Hönow. Veranstaltet von der AfD Marzahn-Hellersdorf und der Jungen Alternative Berlin treten dort zwei in rechten Kreisen hochkarätige Gäste auf: Der sogenannte „Stichwortgeber“ der Neuen Rechten Götz Kubitschek und sein Kollege Erik Lehnert. Beide sind die zentralen Figuren des „Instituts für Staatspolitik“. Dieses spannt vom Sachsen-Anhaltinischen Schnellroda aus ein rechtes Netz aus Kontakten, Veranstaltungen und Konferenzen, Buchprojekten und Zeitschriften über ganz Deutschland. Dabei reichen ihre Verbindungen von der rechtskonservativen Werteunion über die AfD und die Identitäre Bewegung bis hin zu NPD-Kadern. Schluss mit dem braunen Treiben in Hönow! Den rechten Treffpunkt „Mittelpunkt der Erde“ endlich dichtmachen! Kein Raum für rechte Hetze!

Antifaschistische Kundgebung vor dem „Mittelpunkt der Erde“
Dienstag
, 6. Oktober | 18 Uhr | Mahlsdorfer Straße 2, 15366 Hoppegarten (Hönow)

Anfahrt u.a. über Bus 195 und 395 (Hönower Str. / Riesaer Str) oder Tram M6 (Riesaer Straße)
Gemeinsame Anreise aus Berlin: 16.50 Uhr S-Landsberger Allee (an den Tramgleisen)

„Keine Bühne für geistige Brandstifter! Den rechten Treffpunkt „Mittelpunkt der Erde“ dichtmachen!“ weiterlesen

Aufruf zum zivilgesellschaftlichen Protest gegen den Neonazi-Aufmarsch in Hohenschönhausen

Am 3. Oktober will die neonazistische Kleinpartei „ Der III. Weg“ in Hohenschönhausen aufmarschieren. Auch in unserem Bezirk wurden wiederholt Versuche unternommen zu dem Aufmarsch zu mobilisieren.

Diese Provokation am Tag der Deutschen Einheit  seitens der Neonazis werden wir nicht unwidersprochen stehen lassen. Wir solidarisieren uns mit den demokratisch engagierten Menschen unseres Nachbarbezirks Lichtenberg. Das Bündnis für Demokratie und Toleranz ruft dazu auf, sich am 3. Oktober am zivilgesellschaftlichen Gegenprotest zu beteiligen. Gemeinsam stehen wir ein für eine demokratische und solidarische Welt!

Die Lichtenberger Kampagne „Bunter Wind für Lichtenberg“ hat einen Aufruf „Laut & entschlossen gegen den Nazi-Aufmarsch am 03. Oktober“ gestartet. Aktuell sind von dieser Kampagne zwei Kundgebungen geplant:

11:00 bis 12:30 Uhr am Vorplatz des Bahnhof Lichtenberg anschließend soll es zur Hauptkundgebung gemeinsam gehen
ab 13:00 Uhr Hauptkundgebung am Linden-Center (Hohenschönhausen)

Alle Infos rund um die zivilgesellschaftlichen Protesteste am 3. Oktober finden sich hier: Breite Proteste gegen einen Neonazi-Aufmarsch in Hohenschönhausen

Der Kurzaufruf wird von folgenden Akteur*innen aus Marzahn-Hellersdorf unterstützt:

Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf

Petra Pau (Bundestagsabgeordnete für Marzahn-Hellersdorf)

Dagmar Pohle (Bezirksbürgermeisterin von Marzahn-Hellersdorf und Schirmfrau des Bündnisses)

Henny Engels (Bündnissprecherin)

Steven Kelz (Bündnissprecher)

Karin Dalhus (Bürgerin aus Marzahn)

Partnerschaften für Demokratie Marzahn und Hellersdorf

Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf

Wer den Aufruf noch unterstützen möchte, schreibt bitte eine kurze Mail an: koordinierungsstelle-mh@pad-berlin.de

Respekt und Neugier Festival II

Via Roter Baum:

Ein Festival, das Musik, Kreativität und soziales Engagement verbindet. Vernetzen, tanzen, lernen – für eine schönere Zukunft.

Nachdem wir 2018 das erste Mal das „Respekt und Neugier Festival“ organisiert haben, möchten wir das 2020 wiederholen. Unser Festival soll gute Musik mit sozialem Engagement verbinden.

In unserem Selbstbild heißt es: “Wir sind uns bewusst, dass jeder Mensch wertvoll ist und die Chance haben muss, sich unabhängig von seiner ethnischen, sozialen und kulturellen Herkunft selbst zu verwirklichen. Deshalb begegnen wir jedem Menschen mit Respekt und Neugier.”

Breite Proteste gegen einen Neonazi-Aufmarsch in Hohenschönhausen

Update 7 +++ Samstag, 03.10.2020, Berlin,11 Uhr – Die rechtsextreme Partei Der III. Weg hat einen Aufmarsch von 14.00-20.00 in Berlin angemeldet. Die Route führt durch ein Wohngebiet in Hohenschönhausen (Lichtenberg). Breite Proteste gegen den Neonazi-Aufmarsch von lokalen und berlinweiten Bündnissen finden ab 11 Uhr statt.

(Stand 28. September 2020)

Die voraussichtliche Route des Neonazi-Aufmarsches ist bekannt und führt durch ein Wohngebiet vom S-Bahnhof Wartenberg mit Zwischenkundgebung am Linden-Center zurück zum S Bahnhof Wartenberg in Hohenschönhausen.

Ausführliche Informationen zu den Gegenprotesten, der gemeinsamen Anreise nach Hohenschönhausen und zur Einschätzung des Neonazi-Aufmarsches nach dem folgenden Kurzüberblick.

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26.9.2020 Grünfläche Place Internationale: Für solidarische Kieze statt Nazi-Kieze!

Via Antifaschistische Vernetzung Marzahn-Hellersdorf: „Nazi-Propaganda und rechte Übergriffe sind weiterhin ein Thema im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. In den letzten Monaten mussten vermehrt rechte Graffiti und Sticker entfernt werden. Zudem finden immer wieder rassistische und sexistische Angriffe im öffentlichen Raum statt.
Betroffen sind Personen, die nicht in das Weltbild von Rassist*innen und extrem Rechten passen. Die kürzliche Festnahme eines Blood and Honour-Anhängers wegen einer Messerstecherei (2016) und die fortlaufende Propaganda von Neonazi-Kleinstparteien im Bezirk sind nur einige Beispiele für die momentane Lage.

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Neues Internetportal informiert über Möglichkeiten des Engagements in Marzahn-Hellersdorf

Eine neue Web-Seite ist online: das Angebot bündelt verschiedene Möglichkeiten, wie sich Bürger in das Gemeinwesen in unserem Bezirk engagieren können.
„Dieses Angebot ist entstanden aus einem Projekt an der Alice-Salomon-Hochschule Berlin, gefördert im Rahmen der Förderlinie „Zusammenhalt stärken in Zeiten von Krisen und Umbrüchen“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Die Förderung von Demokratie vor Ort ist zentrales Ziel. Hierzu gab es bereits eine Reihe von Untersuchungen und Bürgerforen in deren Rahmen deutlich wurde, dass es schwierig ist zu überblicken, welche vielfältigen Angebote es bereits in Marzahn-Hellersdorf gibt und wo ich mich selbst in das Gemeinwesen einbringen kann“.

17.9.2020 Naschgarten: Was heißt für Dich Solidarität? Workshop und Mal-Aktion

Einladung: Gespräch und Mal-Aktion

im Naschgarten | Kiezpark Schönagelstraße

Schönagelstraße 69-79 | 12685 Berlin

am Donnerstag, 17. September von 17.00 bis 19.30 Uhr

Herzlich eingeladen sind alle, die sich für solidarische Städte sowie vor Ort für solidarische Kieze in ihren Nachbarschaften und Stadtteilen einsetzen (möchten) und Lust auf eine kreative Mal-Aktion haben.

Angeregt durch die grafisch-künstlerische Arbeit im öffentlichen Raum von dem Kollektiv migrantas kommen wir gemeinsam mit Anna Spangenberg vom Bündnis unteilbar ins Gespräch, was Solidarität für uns heißt:

  • Wie sieht eine solidarische, freie und offene Gesellschaft für uns aus?
  • Wie können wir uns in unseren Kiezen, Nachbarschaften und Stadtteilen für ein solidarisches Miteinander einsetzen?
  • Wie gehen wir mit Menschen, Gruppierungen, Positionen um, die unsere vielfältigen Nachbarschaften angreifen?
  • Welche sozialen Fragen beschäftigen uns in unserem alltäglichen (Er)Leben und wie können wir darauf gerechte Antworten finden?

Die Teilnehmer_innen können Ihre Kommentare und Visionen zum Thema „Solidarität“ an großen Plakatwänden platzieren und in einer Mal-Aktion unter anderem Tragetaschen mit ausgewählten Piktogrammen zum Thema gestalten.

Im Naschgarten bieten bereitgestellte Tischgruppen und Picknickinseln die Möglichkeit, dass wir Open-Air die erforderlichen Hygiene- und Abstandsregeln einhalten und dennoch miteinander ins Gespräch kommen können.

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Bürger*innenhaushalt – Beteiligt Euch!

Der Spielplatz bei euch um die Ecke müsste dringend mal wieder saniert werden? Dann ist der Bürgerhaushalt jetzt eure Chance! Denn hier habt ihr die Möglichkeit mitzubestimmen, wofür die 200.000€ Bürgerbudget 2022/2023 in unserem Bezirk verwendet werden sollen.
Und so funktionierts:
Einfach vom 14.9. bis 12.10. euren Vorschlag online oder per Post einreichen. Im Internet werden alle eingegangenen Vorschläge veröffentlicht. Danach könnt ihr vom 18.1. bis 8.2.2021 darüber abstimmen, welche Projekte umgesetzt werden sollen.
Weitere Infos und die Anmeldung für die Online-Einreichung findet ihr hier: www.berlin.de/buergerhaushalt-marzahn-hellersdorf/
Ausgedruckte Formulare für die Einreichung per Post können auch bei uns in der FreiwilligenAgentur abgeholt werden.
Der Bürger*innenhaushalt richtet sich auch ganz explizit an Kinder- und Jugendliche im Bezirk – Mehr Infis dazu hier.

Broschüre „Dunkelziffer unbekannt“ erschienen

Lektüre der Dunkelziffer bei“ Schöner leben ohne Nazis“ am 6. September 2020. Bildnachweis: Antirassistisches Register der ASH

Seit dem Frühjahr 2016 erscheint jährlich eine Ausgabe der  „Dunkelziffer Unbekannt“.
Herausgeber_innen sind der AK Rechte Gewalt, die Antirassistische Registerstelle sowie der AStA der ASH Berlin.

Pünktlich zum Demokratiefest „Schöner leben ohne Nazis“ am 6. September halten wir  die fünfte Ausgabe druckfrisch in den Händen und im Foyer sowie in der Bibliothek der ASH Berlin liegt sie zum Mitnehmen aus. Für alle, die aufgrund von Covid-19 nicht an die Hochschule können, kann sie hier auch im Homeoffice heruntergeladen und gelesen werden.

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Aktion im Rahmen der Berliner Freiwilligentage: Stolpersteine putzen – Erinnerung pflegen

„Die Hellersdorfer“ berichten:

Drei Adressen, zehn ausgelöschte Leben: Bei einem Stolperstein-Rundgang samt Putzaktion haben die Alice-Salomon-Hochschule und das Bündnis für Demokratie und Toleranz am Montagnachmittag aktive Erinnerungsarbeit im Bezirk geleistet. Freiwillige befreiten ausgewählte Stolpersteine in Mahlsdorf und Kaulsdorf von Straßenschmutz und Patina. Mit weichen Schwämmen und Politur verhalfen sie den kleinen quadratischen Mahnmalen zu neuem Glanz.

Stolpersteine sind zehnmal zehn Zentimeter große, mit einer Messingplatte besetzte Pflastersteine. Sie erinnern an Menschen, die zwischen 1933 und 1945 von den Nationalsozialisten verfolgt, entrechtet, vertrieben und ermordet wurden. Vor den letzten frei gewählten Wohnorten der Opfer lässt der Künstler Gunter Demnig die Betonquader in den Boden ein. Jeder Stein wird per Hand gefertigt und trägt die Aufschrift: „Hier wohnte“. Außerdem sind der Name und die Lebensdaten der jeweiligen Person eingraviert. Gedacht wird mit dem Projekt aller Menschen, die unter dem Nazi-Regime unsägliches Leid ertragen mussten – darunter Juden, Sinti und Roma, politische Gegner, religiös Verfolgte, Menschen mit Behinderungen, Obdachlose, Prostituierte und Deserteure.

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Mitmachen bei den Berliner Freiwilligentagen „Lern.Ort.Engagement“

Presseinformation – 11.09.2020

„Was heißt Solidarität für Dich?“ – Die Kampagne „Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf“ lädt zum Mitmachen bei den Berliner Freiwilligentagen ein

Unter dem Motto „Lern.Ort.Engagement“ starten heute die diesjährigen Berliner Freiwilligentage. Auch Initiativen aus Marzahn-Hellersdorf sind dabei.

Vom 11. bis 20. September 2020 können sich auch unter Covid-19-bedingten Herausforderungen und Einschränkungen „alle Berlinerinnen und Berliner an vielfältigen Aktionen beteiligen, Engagement erleben und sich so für ihre Mitmenschen einsetzen! Wir laden Sie dazu ein, eigene Mitmach-Aktionen anzubieten: Ob vor Ort im Kiez, digital oder von zuhause – zusammen mit Ihnen wollen wir ein Zeichen für freiwilliges Engagement und für ein solidarisches Berlin setzen“ – so die Ankündigung der Initiator_innen Paritätischer Wohlfahrtsverband LV Berlin e.V. und Berliner Tagesspiegel. Schirmherr ist der Regierende Bürgermeister.

Hochschulen, Nachbarschaftsinitiativen, antirassistische und antifaschistische Gedenkorte bieten trotz Covid-19 Lernorte für Solidarität, gesellschaftlichen Zusammenhalt und für Prozesse einer grundlegenden Demokratisierung des städtischen Lebens. Die Alice Salomon Hochschule Berlin und das Bündnis für Demokratie und Toleranz in Marzahn-Hellersdorf sind gemeinsam mit weiteren Akteuren im Rahmen der Kampagne „Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf“ mit Aktionen vor Ort dabei.

Das Engagement und das Eintreten für solidarische Kieze, ein solidarisches Berlin sowie eine offene und solidarische Gesellschaft der Vielen stehen dabei im Mittelpunkt der folgenden drei Aktivitäten. Zu den Veranstaltungen sind alle herzlich eingeladen, die sich für solidarische Städte sowie vor Ort für solidarische Kieze in ihren Nachbarschaften und Stadtteilen einsetzen (möchten).

Alle Veranstaltungen finden draußen statt. Aufgrund von Covid-19 und der erforderlichen Abstands- und Hygieneregelungen ist die Anzahl der Teilnehmer_innen begrenzt.
Zur besseren Planbarkeit wird daher um eine Anmeldung per E-Mail gebeten unter: solidarische_kieze@ash-berlin.eu

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Friedenskonzert am 18.09. auf dem Barnimplatz

Liebe Aktive, liebe Nachbar*innen,

wir möchten Sie und Euch herzlich zu einem „Friedenskonzert“ einladen, welches am 18.09.2020 auf dem Barnimplatz stattfinden wird.

Wann: 18.09.2020

Einlass: 14:30, Konzert: 15:00-17:00

Ort: Barnimplatz, 12689 Berlin

Bühnenprogramm mit: „Hoforchester Oranienburg“ und „Zucker & Zimt“.

Wir wollen Frieden im Großen und Kleinen feiern. Das Konzert findet anlässlich des Internationalen Tages des Friedens (UNO) statt.

Dieser wird bereits zum zweiten Mal in unserem Stadtteil begangen, diesmal aufgrund der Pandemie mit einer kleineren Feier.

Das Konzert wird von einer kleinen „Friedensaktion“ begleitet.

Alle Bewohner*innen, alle Interessierte sind herzlich willkommen! Weiterlesen …

18.9.2020 Haus Babylon: Demokratie Rallye

Spaß, Spannung und tolle Preise erwarten Euch! Am Freitag den 18.09. um 16:00 findet die Demokratie Rallye statt. Wir treffen uns im Haus Babylon. In Teams müsst Ihr dann Rätsel rund um die Demokratie lösen. Die besten drei Gruppen gewinnen. Kommt vorbei und bringt Eure Freunde mit!

Mehr Infos beim Interkulturen Schulprojekt Babylon.

14.9.2020: Wider das Vergessen – Stolpersteine Putzspaziergang

Mit diesem Putzspaziergang zu ausgewählten Stolpersteinen in Kaulsdorf und Mahlsdorf möchten wir einen Einblick in das Leben einiger Menschen geben, die in der Zeit von 1933 bis 1945 von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden. Die Stolpersteine halten die Erinnerung an die Menschen wach. Wir laden zum gemeinsamen Putzen der Stolpersteine ein. Alles was dazu gebraucht wird, wird von uns mitgebracht.

Der Putzspaziergang ist Teil der Kampagne Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf.
Foto: Steven Kelz (CC-BY-SA 4.0)

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Höcke kommt. WIR AUCH!

Höcke kommt. Er tritt zusammen mit weiteren AfD-Mitgliedern auf, die jahrelang zum extrem rechten Flügel der Partei gehörten. Die strategische Auflösung des „Flügels“ tut dem Netzwerk keinen Abbruch. Unbehelligt wollen sie sich am Rand von Berlin treffen – doch wir werden ebenso kommen!

Antifaschistische Kundgebung
Freitag, 11. September | 18 Uhr | vor dem AfD-Treff „Mittelpunkt der Erde“, Mahlsdorfer Straße 2, 15366 Hoppegarten (Hönow)

Anfahrt u.a. über Bus 195 und 395  (Hönower Str. / Riesaer Str) oder Tram M6 (Riesaer Straße)
Gemeinsame Anreise aus Berlin: 16.50 Uhr S-Landsberger Allee (an den Tramgleisen)

Die Veranstaltung findet bereits am Freitag, den 11.9., im „Mittelpunkt der Erde“ statt. Das Restaurant mit Veranstaltungssaal liegt in Hönow in Märkisch-Oderland, direkt an der Grenze zu Marzahn-Hellersdorf.

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BENN Boulevard Kastanienallee: Das Sommerfest wird mobil

Das traditionelle Sommerfest findet in diesem Jahr in etwas anderer Form statt, an verschiedenen Orten und an mehreren Tagen. Am 10. September 2020 tritt das Duo „Abeer Mohammed“ aus Ägypten auf und singt Mitmachlieder für Kinder und die ganze Familie. Ein Truck begleitet sie an den drei Stationen Stadtteilbüro, Rondell am ehemaligen Landschaftsbrunnen und Grünfläche an der Gemeinschaftsunterkunft Maxie-Wander-Straße.

Satirische Lieder aus Marzahn-Hellersdorf trägt Wolfgang Reuter am 17. September vor. Zu den bereits erwähnten Spielorten kommt noch der „mp43 – projektraum für das periphere“ dazu. Am Pavillon „Zur Spinne“ gegenüber dem „Neuenhagener“ Fleischer wird an diesem Tag die Kugelbahn eröffnet. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt des Projektträgers „Kollegen 2,3 – Bureau für Kulturangelegenheiten“ und zahlreichen Bewohner*innen aus dem Quartier, die beim Entwickeln und Ausprobieren mitgeholfen haben.

Den Abschluss bildet am 24. September der Auftritt der Liedermacherin „Judith auf Erden“ an den bekannten Orten und am Tiele-Winckler-Haus. An allen drei Tagen erwartet das KastanienNest die Teilnehmenden mit einem Glücksrad, Buttonmaschine und leckeren Waffeln.

Alle sind herzlich willkommen am 10./17./24. September vorbeizuschauen. Die dazugehörige Pressemitteilung des Bezirksamtes Marzahn-Hellersdorf finden Sie hier.

Quelle

Café auf Rädern feiert sechsten Geburtstag

Seit September 2014 ist Barbara Jungnickel mit dem Café auf Rädern im Viertel rund um den Boulevard Kastanienallee unterwegs und kommt mit vielen Nachbar*innen über das, was die Menschen im Alltag bewegt, ins Gespräch. An dem kleinen Klapptisch nehmen sowohl Stammgäste Platz als auch Menschen, die das Projekt vorher noch nicht kannten und einfach mal vorbeischauten. Inzwischen hat das Café auf Rädern seit über einem Jahr einen „großen Bruder“ – die „Kastaniette“. Der zu einem mobilen, wetterunabhängigen Begegnungs- und Informationsort umgebaute Bauwagen steht derzeit am nördlichen Ende des Kastanienboulevards und erwartet seine Gäste immer dienstags bis donnerstags jeweils von 14 bis 17 Uhr. Finanziert wird das Bauwagenprojekt (Projektname “Kommunikation auf Rädern”) mit Mitteln aus dem Programm „Sozialer Zusammenhalt“. Das Café auf Rädern ist ein Projekt der Evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Hellersdorf. Weiterlesen …

Stellungnahme der Organisator*innen des Schöner Leben ohne Nazis

Während unserer Veranstaltung „Schöner leben ohne Nazis am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf“ kam es zu einer gezielten Provokation der AFD.
Eine Gruppe von AFD Vertreter:innen verteilte sich über die drei Eingänge um Einlass zu erhalten. Dieser wurde, wie im Vorfeld mit dem Sicherheitsdienst besprochen, gewährt obwohl es offenbar war, dass diese Personen nicht kamen, um dem Veranstaltungszweck zu folgen. Einer Person wurde der Eintritt verwehrt, weil diese sich weigerte das Parteiabzeichen zu entfernen und eine Maske aufzusetzen. Weitere ca 15 Personen erhielten den Zutritt.
Unter ihnen der Abgeordnete Gunnar Lindemann, der direkt nach Einlass begann die Persönlichkeitsrechte anwesender Personen zu verletzen, in dem er sie ungefragt in Großaufnahme fotografierte. Darauf hin hat ein Vertreter des Veranstalter:innenkreises darauf hingewiesen, weitere Personenfotos zu unterlassen. Herr Lindemann hat angekündigt dies nicht zu tun. Daraufhin wurde er des Geländes verwiesen. Auch dieser 3 Mal erfolgten Aufforderung ist er nicht gefolgt, woraufhin der Sicherheitsdienst versuchte ihn vom Gelände zu weisen und dort der Polizei zu übergeben.

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30 Jahre Wiedervereinigung: Demokratiefest „Schöner leben ohne Nazis“

Pressemitteilung vom 30.07.2020

Am Samstag, dem 5. September 2020, feiern von 14:00 bis 19:00 Uhr die Bürgerinnen und Bürger von Marzahn-Hellersdorf wieder das Demokratiefest „Schöner leben ohne Nazis“ auf dem Alice-Salomon-Platz, in diesem Jahr unter dem Motto „30 Jahre Wiedervereinigung“.

Weltoffen, gemeinsam und solidarisch zeigen engagierte Bürgerinnen und Bürger aus dem Bezirk sowie die Organisatoren und Organisatorinnen schon seit 2009 Gesicht gegen Rassismus und setzen mit diesem Fest ein Zeichen für Toleranz, Vielfalt und Solidarität.
Den Besucherinnen und Besuchern wird ein abwechslungsreiches kulturelles und musikalisches Programm (u.a. D!e Gäng, Flamenco Alegre, Gonçalo Mortágua Trio und weitere Acts) geboten, das für ein solidarisches Miteinander wirbt und sich gegen Menschenfeindlichkeit jeder Art stellt. Kulinarische Köstlichkeiten aus aller Welt laden zum Probieren ein. Und durch vielfältige Angebote kommen auch Kinder beim Fest voll auf ihre Kosten.

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18.9.2020: Erinnern und Organisieren! – Solidarische Kieze entwickeln

Mit diesem Kiezspaziergang zu exemplarischen Orten und Initiativen antirassistischen und antifaschistischen Erinnerns und Gedenkens möchten wir sichtbar machen, wie und wo Tatorte rechter und rassistisch motivierter Diskriminierung und Gewalt zu Orten eines würdigen Erinnerns, Gedenkens und Handelns sowie zu gemeinsamen Organisierungsprozessen für Solidarische Kieze werden können.

Ausgehend vom Alice-Salomon-Platz am Haupteingang der Alice Salomon Hochschule führt unser Kiezspaziergang durch Hellersdorf-Nord und -Ost.

Der Spaziergang findet statt im Rahmen der Kampagne Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf.

Aktionsgruppe: Kampagne Solidarische Kieze in Marzahn Hellersdorf, Register zur Erfassung rechtsextremer und diskriminierender Vorfälle Marzahn-Hellersdorf und AK gegen Rechte Gewalt an der ASH Berlin

https://buendnis.demokratie-mh.de/solidarische-kieze/

Aktionstermin(e): 18.09.2020 – 16-18 Uhr

Aktionsort: Alice-Salomon-Platz 5, 12627 Berlin, Marzahn-Hellersdorf

Diese Aktion ist stufenlos erreichbar?: ja

Behindertengerechte WC vorhanden: nein

Interview mit J., Sozialarbeiter in Marzahn-Hellersdorf im Rahmen der Kampagne Solidarische Kieze

Im August 2020 haben wir als Kampagne Solidarische Kieze ein kleines Interview mit einem Sozialarbeiter aus Marzahn-Hellersdorf geführt. Hier findet Ihr seine Antworten:

J.: Nein, ich hatte von eurer Kampagne „Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf“ noch nichts gehört. Allerdings arbeite ich auch erst seit kurzem als Sozialarbeiter in Marzahn-Hellersdorf und ich wohne in einem anderen Bezirk.

  • Was haltet Ihr von der Idee?

J.: Ich finde die Idee gut, sich zu vernetzen, sich auszutauschen, sich auch zu unterstützen, ins Gespräch zu kommen und Zeichen zu setzen und mehr als das, um Diskriminierung, Ausgrenzung, Sexismus, Homophobie, Antisemitismus, Rassismus und Nationalismus zu thematisieren und entgegen zu wirken. Und auch der Versuch von Achtsamkeit, den Blick auch auf sich selbst zu richten und sich selbst immer wieder zu hinterfragen und offen zu sein für Rückmeldungen, falls in eigenen Handlungen und Denkweisen diskriminierende Aspekte vorhanden sein sollten. Weiterlesen …

Newsletter für Demokratieentwicklung in Marzahn-Hellersdorf für September/Oktober 2020 erschienen

Liebe Leser*innen,

herzlich willkommen zum fünften Newsletter der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf im Jahr 2020.

Seit dem letzten Newsletter hat sich trotz Corona-Pandemie einiges ereignet. Besonders traurig ist für uns der Verlust unserer langjährigen Mitstreiterin und Freundin Beatrice Morgenthaler:

Am Abend des 11. August 2020 ist Beatrice Morgenthaler nach langer, schwerer Krankheit verstorben. Sie war eine der Gründer*innen des Bündnisses für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf. Im Bündnis vertrat sie den Integrationsbeirat des Bezirks. Von der Gründung des Bündnisses 2014 bis 2020 war sie eine seiner Sprecher*innen.

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Tag der Erinnerung und Mahnung – 75 Jahre Tag der Opfer des Faschismus

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf dokumentiert bzw. unterstützt den Aufruf der Berliner VVN-BdA:

13. September 2020

14.00 Uhr Fest und Kundgebung am Rosa-Luxemburg-Platz

11.00 Uhr Antifaschistischer Fahrradkorso

Ein paar Worte vorab: 

Wir sind mit unserem Vorbereitungen in diesem Jahr etwas spät dran. Außerdem stellt uns die Covid 19 Pandemie und die damit verbundenen Verantwortungt für iunsere Gäste vor große schwierigkeiten. Und noch ist die Veranstaltung nicht genehmigt. Es wird es auf unserer Veranstaltung eine Maskenpflicht geben – aus Verantwortung und als Statement. (12.8.2020)

Aufruf:

Antifaschismus ist gemeinnützig

Überlebende der Konzentrationslager und Zuchthäuser begründeten am 9. September 1945 die Tradition, am zweiten Sonntag im September der Opfer des Faschismus zu gedenken. Als Tag der Erinnerung und Mahnung – Aktionstag gegen Rassismus, Neonazismus und Krieg – verbindet er heute das Gedenken an die Opfer des Nazi-Regimes mit wichtigen Debatten der Gegenwart.

In diesem Jahr werden wir wieder bereits zuvor aktiv:
Am 1. September 2020, am Jahrestag des Überfalls der faschistischen Wehrmacht auf Polen, laden wir um 9.30 Uhr zu einer antifaschistischen Kundgebung am Denkmal des polnischen Soldaten und deutschen Antifaschisten ein. Um 11.00 Uhr werden wir am Ernst-Reuter-Platz an der TU ein Denkmal für die polnischen Befreier*innen Berlins einweihen.

Am 13. September beginnen wir mit einer Kundgebung um 11.00 Uhr vor dem Eingang der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik. Wir wollen uns dort für einen Gedenkort für die Euthanasieopfer auf dem ehemaligen Anstaltsfriedhof einsetzen. Danach fahren wir mit unserem antifaschistischen Fahrradkorso zum Tag der Erinnerung und Mahnung am Rosa-Luxemburg-Platz, wo unser Programm um 14.00 Uhr beginnt. Weiterlesen …

Wir haben eine Mitstreiterin verloren – und eine Freundin

Am Abend des 11. August 2020 ist Beatrice Morgenthaler nach langer, schwerer Krankheit verstorben. Sie war eine der Gründer*innen des Bündnisses für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf. Im Bündnis vertrat sie den Integrationsbeirat des Bezirks. Von der Gründung des Bündnisses 2014 bis 2020 war sie eine seiner Sprecher*innen.

Beatrice Morgenthaler war eine unbeugsame Kämpferin für eine Gesellschaft, in der alle Menschen frei und ohne Angst leben können. Wir alle erinnern uns gerne an ihre freundliche, aber auch direkte Art, an ihre Ideen, wie wir etwas gestalten könnten, ihr Engagement bei der Umsetzung und nicht zuletzt die Prinzipientreue, die ihr Verhalten bestimmt hat. Ihre Unbeirrbarkeit im Einsatz für eine vielfältige Gesellschaft und gegen jede Form der Ausgrenzung ist unvergessen. Mit ihrer Arbeit und ihrem Engagement hat sie das Bündnis mit aufgebaut und entscheidend geprägt. „Ich mache mit im Bündnis, weil Marzahn-Hellersdorf mein Zuhause ist. Ich will helfen, dass Vielfältigkeit, Offenheit und Toleranz sichtbarer werden und die vielen Stärken der Menschen in unserem Bezirk einen größeren Platz in der Öffentlichkeit bekommen. Gemeinsam mit anderen Partner*innen an diesem Ziel zu arbeiten macht am meisten Spaß.“ Das war ihre Motivation.

Wir danken Beatrice für ihr Engagement, und wir sind traurig, dass wir sie nicht mehr bei uns haben. Wir werden Dich nicht vergessen, liebe Beatrice, und in Deinem Sinne weiterarbeiten.

Dagmar Pohle, Bezirksbürgermeisterin und Schirmfrau des Bündnisses

Steven Kelz, Sprecher

Henny Engels, Sprecherin

Moritz Marc, Koordinator für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf

Proteste gegen einen Neonazi-Aufmarsch in Berlin

Update +++ Samstag, 03.10.2020, Berlin,14 Uhr – Die rechtextreme Kleinstpartei Der III. Weg hat einen Aufmarsch von 14.00-20.00 in Berlin angemeldet und bewirbt diesen für Hohenschönhausen (Lichtenberg). Startpunkt und Route sind nicht bekannt. Breite Proteste gegen den Neonazi-Aufmarsch sind in Vorbereitung. – Beitragsbild: Positionierung gegen Nazis am 29.02.2016 in Hohenschönhausen – (Foto:Berlin gegen Nazis)

Routen von rechtsextremen Aufmärschen werden in Berlin erst wenige Tage vor dem jeweiligen Termin veröffentlicht. Für den III.Weg -Aufmarsch ist entsprechend nur bestätigt, dass die Anmeldung in einem der drei Ost-Berliner Bezirke Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf oder Treptow-Köpenick zu erwarten. Die Neonazis selbst bewerben seit dem 16.August auf ihrer Webseite und in Flyeraktionen in verschiedenen Berliner Bezirken den Lichtenberger Stadtteil Hohenschönhausen. Das der Neonazi-Aufmarsch am 03.10. tatsächlich dort stattfindet, ist wahrscheinlich aber nicht gänzlich sicher.

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Berliner Demokratietag 2020

Wir dokumentieren den Aufruf der Berliner Initiative „Die offene Gesellschaft“ und würden uns über aktive Beiträge aus Marzahn-Hellersdorf sehr freuen:

Unzählige Berliner*innen setzen sich in Vereinen, Verbänden oder Bewegungen für eine offene und solidarische Stadt ein. Doch nicht alle können gleichermaßen mitmachen: Weil nicht alle den richtigen Pass besitzen, um wählen und mitentscheiden zu dürfen. Weil die meisten öffentliche Orte nicht für alle sicher und zugänglich sind. Weil nicht alle genügend Einkommen haben, um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

Mit dem Berliner Demokratietag am 15. September wollen wir das vielfältige Engagement für gleichberechtigte Teilhabe in Berlin sichtbar machen – und zugleich einen kritischen, aber konstruktiven Blick auf demokratische Barrieren und Ausschlüsse in Berlin werfen.

Zu diesem Anlass finden Veranstaltungen und Aktionen in allen Berliner Bezirken statt. Eine begleitende Video- und Medienkampagne trägt die gesammelten Perspektiven, Ideen und Forderungen für ein demokratisches Berlin für alle in die Öffentlichkeit und Politik.

Interkulturelle Tage in Marzahn-Hellersdorf 2020

Die “Interkulturellen Tage in Marzahn-Hellersdorf” finden in diesem Jahr vom 5. bis 25. September 2020 statt. Auch dieses Jahr gibt es wieder ein spannendes und vielseitiges Programm in unserem Bezirk. Wir freuen uns über eine zahlreiche Teilnahme an den verschiedenen Veranstaltungsformaten.

Das Programm der Interkulturellen Tage 2020 (Stand: 30.07.2020) kann hier abgerufen werden.

Presse:

Die „Interkulturellen Tage“ haben begonnen (Die Hellersdorfer, 06.09.2020)

2. Aufruf für den Aktionsfonds im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie Marzahn-Hellersdorf

Pressemitteilung des Bezirksamtes Marzahn-Hellersdorf vom 30.07.2020

Die FreiwilligenAgentur Marzahn-Hellersdorf startet den 2. Aufruf für den Aktionsfonds im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie Marzahn-Hellersdorf 2020. Bürger und Bürgeinnen jeden Alters, Initiativen oder freie Trägerinnen und Träger können sich mit kreativen Projektideen für Toleranz und Demokratie einsetzen. Gefördert werden Kleinprojekte in Höhe von bis zu 600 Euro. Der Projektstart ist ab Montag. dem 7. September 2020, möglich und bis zum 10. Dezember 2020 umzusetzen, die Frist zur Einreichung von Projektideen endet am Sonntag, dem 30. August 2020.

Am Dienstag, dem 18. August 2020, ab 17:00 Uhr, findet für Interessierte ein Workshop in den Räumen der FreiwilligenAgentur (Helene-Weigel-Platz 6) statt. Interessierte können sich hier über Ideen für den Aktionsfond austauschen und Fragen stellen. Bei erneuten Kontakteinschränkungen findet der Kurs im Internet statt. Eine Anmeldung zu dem Workshop ist per E-Mail-Adresse möglich.

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Neue Ausgabe der “Dunkelziffer Unbekannt” ist erschienen!

Ab heute ist die neue Ausgabe der “Dunkelziffer Unbekannt” online. Dabei ist u.a. die Jahresauswertung des Registers, ein Beitrag zum “Stillen Gedenken” in #MaHe und viele weitere Infos rund um rechte Aktivitäten in #Marzahn#Hellersdorf:
https://t.co/EiEbfqy0nL
#BerlinerRegister

18.7.2020 Марцан Прайд | Marzahn Pride

Die Marzahn Pride findet am Samstag, den 18. Juli 2020 statt.

Wir warten auf euch!

Manifest:

Wir sind stolz auf Vielfalt und haben Stereotype satt!
Darum möchten wir unseren russischsprachigen Mitbürger*innen Deutschlands zeigen, dass die LGBT+ Community aus Menschen besteht, die die gleichen Rechte besitzen.

Aus diesem Grund möchten wir im Zentrum von Marzahn, dem Berliner Stadtteil mit den meisten russischsprachigen Einwohnern, auf uns aufmerksam machen. Unser Ziel ist, Stereotype aufzulösen und Marzahn zu überzeugen, uns ohne wenn und aber zu akzeptieren, damit wir uns nicht nur am Nollendorfplatz, aber auch in der Landsberger Allee sicher und wohl fühlen können.

Wir möchten zu Diskussionen hinsichtlich unser Identität anregen und darüber sprechen, wie es ist, Emigrant*in“ und gleichzeitig schwul, lesbisch, bi-, pan- oder transsexuell in Deutschland zu sein.

Darüber hinaus möchten wir auf die Gefahr hinweisen, in der sich die LGBT+ Community in osteuropäischen und zentralasiatischen Ländern befinden.
Wir haben die Sprache des Krieges und des Hasses satt.

Auf Intoleranz möchten wir mit Bildung, Offenheit und einer großen Feier antworten und laden Euch alle zur Marzahn Pride 2020 ein!

Gastgeber: Quarteera

Marzahn Pride Website

FB-Event

Lesung am 15.7.2020 im MAXIE-Treff der WG Wuhletal eG: Lies das Buch, nicht das Cover!

 


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Interview mit Mohamed – Mitbegründer von Gemeinsamer Horizont e.V.

Die Kampagne Solidarische Kieze Marzahn-Hellersdorf befragt aktuell Bürger*innen, soziale Träger und Einrichtungen sowie zivilgesellschaftliche Akteur*innen zum Thema Solidarität und Umgang mit der Corona-Krise in den Kiezen und Nachbarschaften unseres Bezirkes. Wenn Ihr Euch an unserer Kampagne beteiligen möchtet oder Lust habt Euch von uns zu Eurem Engagement befragen zu lassen, schreibt uns einfache eine Mail an: koordinierungsstelle-mh@pad-berlin.de

Mohamed is a Computer Engineer from Iraq, he arrived in Berlin in 2016 as a refugee. Mohamed is currently doing a Masters of Social Sciences and he is a co-founder of Gemeinsamer Horizont e.V. where they aim to redefine the concept of integration through education seeing integration as a two-way process. They currently run a few educational projects to empower refugees in Marzahn-Hellersdorf.

  1. Was versteht Ihr heute unter dem Begriff „Solidarität“? Ist das für Euch noch zeitgemäß und falls ja, wie kann oder sollte praktische Solidarität in diesen schwierigen Zeiten aussehen?

Solidarity to me is the process of showing care, empathy to a specific group of individuals under specific societal, political, or economic pressure. Moreover, solidarity includes sharing those groups situation and raise awareness and create possibilities for support and elevate them from their status quo. I don’t know if it is up to date or not, but I believe that practical solidarity should include the groups that are under the pressure. Somehow, I perceive that most of the time, the targeted groups are not in the discussion rather pointed at from the outside.

Solidarität ist für mich der Prozess des Zeigens von Fürsorge und Empathie gegenüber einer bestimmten Gruppe von Menschen, die unter einem bestimmten gesellschaftlichen, politischen oder wirtschaftlichen Zwang stehen. Darüber hinaus umfasst Solidarität, die Situation dieser Gruppen zu teilen, das Bewusstsein zu stärken und Möglichkeiten zur Unterstützung zu schaffen und sie von ihrem Status quo zu erheben. Ich weiß nicht, ob es aktuell ist oder nicht, aber ich glaube, dass praktische Solidarität die Gruppen einschließen sollte, die unter dem Zwang stehen. Irgendwie stelle ich fest, dass die Zielgruppen meistens nicht in der Diskussion sind, sondern eher von außen angesprochen werden. Weiterlesen …

„Respekt und Menschenrechte sind nicht exklusiv!“

Pressemitteilung vom 02.07.2020

Gemeinsame Presseerklärung der Berliner Bezirke, des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg (LSVD) und des Berliner Entwicklungspoltischen Ratschlags (BER)

„Respekt und Menschenrechte sind nicht exklusiv!“

Berliner Bezirke und zivilgesellschaftliche Akteur*innen sind beunruhigt über die Berichte von sogenannten “LGBT-freien-Zonen” in Polen
Eine Vielzahl polnischer Städte und Gemeinden haben sich zu sogenannten “LGBT-freien Zonen” erklärt. Die Unterzeichnung entsprechender Erklärungen hat zu einer hohen Besorgnis unter kommunalen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen in Berlin und seinen Bezirken geführt.
Der Umstand, dass national-konservative und rechte Politiker*innen, Akteur*innen und Kirchenvertreter*innen homo- und transphobe Propaganda in Polen betreiben, ist nicht neu. Nach persönlichen Angriffen auf Teilnehmende von Paraden zur Gleichstellung und Denunzierungen von Aktivist*innen, sind amtliche Beschlüsse eine weitere nicht-akzeptable Form der Ausgrenzung.

Insgesamt acht Berliner Bezirke besitzen oftmals langjährige, kommunale Partnerschaften mit polnischen Gemeinden und Bezirken. Nach den vorläufigen Kenntnissen hat bereits 2019 mit Poniatowa erstmals eine bezirkliche Partnerstadt eine entsprechende Erklärung unterzeichnet. An dieser Stelle bekräftigen alle mitzeichnenden Institutionen nachdrücklich, dass die beschriebenen aktuellen Entwicklungen eine Gefahr für die bestehenden vertrauensvollen Partnerschaften, aber auch zukünftigen Zusammenarbeiten, darstellen.

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Interview mit Constanze Paust – Leiterin der FreiwilligenAgentur Marzahn-Hellersdorf

Die Kampagne Solidarische Kieze Marzahn-Hellersdorf befragt aktuell Bürger*innen, soziale Träger und Einrichtungen sowie zivilgesellschaftliche Akteur*innen zum Thema Solidarität und Umgang mit der Corona-Krise in den Kiezen und Nachbarschaften unseres Bezirkes. Wenn Ihr Euch an unserer Kampagne beteiligen möchtet oder Lust habt Euch von uns zu Eurem Engagement befragen zu lassen, schreibt uns einfache eine Mail an: koordinierungsstelle-mh@pad-berlin.de

Constanze Paust ist seit 1. April Leiterin der Freiwilligenagentur des Bezirks. Sie übernahm die Stelle von Jochen Gollbach, der die Agentur aufbaute und zehn Jahre leitete. „Natürlich konnte ich nicht damit rechnen, dass die Übernahme dieser Funktion genau in die Corona-Krise fällt“, sagt die 44-Jährige.  (Siehe auch Bericht der Berliner Woche: Freiwilligenagentur Marzahn-Hellersdorf beginnt mit neuen Projekten)

Habt Ihr bereits von der vor kurzem gestarteten Kampagne „Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf“ (https://buendnis.demokratie-mh.de/solidarische-kieze/) gehört?

C.P..: Am 1. April diesen Jahres habe ich die Leitung der FreiwilligenAgentur Marzahn-Hellersdorf übernommen. Neben der Einarbeitung in die vielfältigen Aufgaben der FWA habe ich auch Kenntnis von der Kampagne genommen. Sie ist über mehrere Kanäle an uns gelangt, was für ihre gute Verbreitung spricht. Weiterlesen …

Schöner leben ohne Nazis 2020 am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf

Am 5. September 2020 findet nunmehr zum zwölften Mal das Demokratiefest „Schöner leben ohne Nazis“ auf dem Alice-Salomon-Platz statt.

 „Schöner leben ohne Nazis“ wurde vor 12 Jahren, initiiert von verschiedenen Parteien und Vereinen, erstmals durchgeführt. Seitdem hat sich das Netzwerk stetig erweitert. Insgesamt werden sich in diesem Jahr über 40 Institutionen, meist aus dem Bezirk auf der Bühne oder an Ständen daran beteiligen.

Im Anbetracht der gegenwärtigen der gegenwärtigen Wahlergebnisse, der nationalistischen und rassistischen Tendenzen gerade auch in unserem Bezirk, ist es ums so bemerkenswerter, dass diese Veranstaltung von einem breiten ehrenamtlichen Engagement lebt, dass mit viel Liebe von Bürgern dieses Bezirkes organisiert und umgesetzt wird.

Bei „Schöner leben ohne Nazis am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf“ präsentieren sich verschiedene im Bezirk ansässige demokratische Akteure (z.B. Vereine, Initiativen, Parteien, Ämter, Gewerkschaften, Religionsgemeinschaften), die sich aktiv dem Ziel verschrieben haben, gemeinsam ein sichtbares Zeichen gegen Ausgrenzung, Rechtsextremismus und jedwede Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu setzen.

Auf dem Fest werden sich die Akteure mit Infoständen und Aktionen für Menschen jeden Alters vorstellen. Mit dabei sind Spielangebote und Basteleien für die Kleinen, Quizze und Sport für Jugendliche, Informationen und Ausstellungen für die Älteren.

Programm hier.

Dokumente zum Download: Standanmeldung

Masken von Nachbarn für Nachbarn!

Via BENN Blumberger Damm: Masken von Nachbarn für Nachbarn! Heute (25.6.2020) konnten wir Masken und Informationsmaterial mit dem Stadtteilzentrum Marzahn auf der Marzahner Prommenade verteilen.

Danke für diese Gemeinschaftsaktion an die Näherinnen aus der Nachbarschaft, das Stadtteilzentrum Marzahn, u.a. mit Martina Di San Marzahno, Klaus-Jürgen Dahler, an das Nähcafé Marzahn, die Paradiesgärten Berlin, Solidarische Kieze Marzahn-Hellersdorf und die Gemeinschaftsunterkunft Rudolf-Leonhard-Straße!! Weiterlesen …

„Solidarität bedeutet für mich …das zu geben, was du selbst brauchst.“

Elène Misbach von der AG Solidarische Kieze hat für das aktuelle Hochschulmagazin „Alice“ der Alice Salomon Hochschule einen ausführlichen Beitrag u.a. zu unserer Kampagne Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf verfasst:

Nach den Themenwochen „Solidarische Stadt“ vom Hochschulverbund BIT6 im September 2019 initiiert die ASH Berlin gemeinsam mit bezirklichen Kooperationspartnern die Kampagne „Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf“ und beteiligt sich auch 2020 wieder an den Berliner Freiwilligentagen.

„Ja, wir versprechen, dass wir als Alice Salomon Hochschule Berlin weiterhin mitwirken werden bei der Belebung des Bezirks Marzahn-Hellersdorf und bei einer Entwicklung hin zu einer solidarischen Stadt.“ – Mit diesen Worten hat die Rektorin der ASH Berlin, Bettina Völter, im Oktober 2018 ihre Festrede zum 20-jährigen Jubiläum des Hochschulstandorts im Bezirk geschlossen und damit den Blick kommunal sowohl auf die lebendige Partnerschaft zwischen Hochschule und Bezirk als auch auf die Stadt Berlin gerichtet (siehe alice 36, Einleger zum Festakt, S.4 ff.).

Weiterlesen in der Online-Ausgabe des „Alice“-Magazins auf Seite 88-91: www.ash-berlin.eu/fileadmin/Daten/News/2020/alice_39_Webversion.pdf

Banneraktion zum Aktionstag #SoGehtSolidarisch

Auch die Kampagne Solidarische Kieze Marzahn-Hellersdorf hat sich mit einem eigenen Banner am Aktionstag #SoGehtSolidarisch des Unteilbar-Bündnisses beteiligt! Dieses wurde an der Aussenfassade der Alice-Salomon-Hochschule in Hellersdorf angebracht. Für ein inklusives Wir – Schafft viele solidarische Kieze! Weiterlesen …

Demokratiebericht Marzahn-Hellersdorf für das Jahr 2019 erschienen

In verschiedenen deutschen Städten haben an den vergangenen Wochenenden Menschen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen demonstriert. Aktuell werden diese wachsenden Proteste zunehmend von Akteur*innen der extremen Rechten instrumentalisiert, um gegen die Demokratie als solches zu agitieren (Siehe: Coronakrise, Demokratieentwicklung, Solidarität in der Nachbarschaft, Gefahren durch Rassismus und rechte Hetze…). Vor diesem Hintergrund und kurz nach dem 75. Jahrestag der Niederschlagung des Nationalsozialismus erscheint der Demokratiebericht für Marzahn-Hellersdorf für das Jahr 2019. Das gemeinsame und solidarische Einstehen für demokratische Grundwerte erscheint uns aktuell so dringend wie selten zuvor!

Der  Demokratiebericht für das Jahr 2019 wurde von bundespolitischen Entwicklungen begleitet, wie den rechtsterroristisch motivierten Mordan-schlägen in Halle, Kassel und Hanau, den Wahlerfolgen der extrem rechten AfD bei den Landtags- und Kommunalwahlen in Ostdeutschland und dem Tabubruch im Fall Kemmerich (FDP) bei der Wahl zum zwischenzeitlichen Ministerpräsidenten von Thüringen mit Unterstützung der Stimmen der dortigen AfD-Fraktion. Es gibt aktuell viele Anzeichen für eine akute Gefährdung der Demokratie. Um diesen Entwicklungen mit Hilfe einer demokratisch engagierten und vielfältigen Zivilgesellschaft aktiv etwas entgegenzusetzen, ist es wichtig die Demokratieentwicklung in den Kommunen voranzutreiben. Hierzu soll der Demokratiebericht als Handwerkzeug für Engagierte im Bezirk einen kleinen Beitrag leisten.

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Newsletter für Demokratieenticklung in Marzahn-Hellersdorf für Juli/August 2020 erschienen

Liebe Leser*innen,

herzlich willkommen zum vierten Newsletter der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf im Jahr 2020.

Dies ist unser zweiter Newsletter seitdem wir unser gesellschaftliches Miteinander eingeschränkt und umgestellt haben um die Gefahren der Corona-Pandemie so gut wie möglich abzuwenden. Während die Einschränkungen mittlerweile nach und nach gelockert werden und wir in einigen Bereichen unseres Lebens vorsichtig in den Alltag zurückkehren, bleibt unser Leben weiterhin von den neuen Bedingungen in der Corona-Pandemie geprägt. In diesem Newsletter soll es im Themenschwerpunkt darum gehen wie sich die Pandemie auf die Demokratieentwicklung ausgewirkt hat, welche Gefahren für die Demokratie z.B. durch Rassismus und Verschwörungsideologien deutlich wurden und welche Begriffe und Themen dabei eine Rolle spielen.

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Interview der Kampagne Solidarische Kieze mit Mein Kiez. Mein Zuhause.

Mein Kiez. Mein Zuhause. ist ein Projekt von Babel e.V., das im Quartier Hellersdorfer Promenade zusammen mit Anwohner*innen daran arbeitet eine positive Identifikation mit dem Wohnumfeld herzustellen.

  1. Habt Ihr bereits von der vor kurzem gestarteten Kampagne „Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf“ gehört? Was haltet Ihr von der Idee? Könntet Ihr Euch vorstellen Euch daran aktiv zu beteiligen, z.B. indem Ihr z.B. eigene Formate mit dem frei zur Verfügung stehenden Kampagnenlogo kennzeichnet?

Wir hatten den Erstkontakt per Facebook. Die Idee ist lobens- und in jedem Falle unterstützenswert. Wir sind dazu bereit, uns bei Aktionstagen und Veranstaltungen zu beteiligen. Die zunehmende Spaltung unserer Gesellschaft und die Ausgrenzung von Minderheiten macht ein solidarisches und aktives Miteinander unabdingbar. Dabei geht es nicht allein um eine Signalwirkung, sondern um konkrete Handlungen. Die Umsetzung derer Bedarf einer aktiven Gemeinschaft, die durch dieses Projekt geschaffen wird. Wir veranstalten im Juli eine Ideenwerkstatt und werden bei der Werbung das Kampagnenlogo miteinfügen. Weiterlesen …

Interview der Kampagne Solidarische Kieze mit Yvonne Vedder vom Stadtteilzentrum Mosaik

Yvonne Vedder ist Leiterin des Stadtteilzentrums Mosaik (Altlandsberger Platz 2, 12685 Berlin)

  1. Habt Ihr bereits von der vor kurzem gestarteten Kampagne „Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf“ gehört? Was haltet Ihr von der Idee? Könntet Ihr Euch vorstellen Euch daran aktiv zu beteiligen, z.B. indem Ihr z.B. eigene Formate mit dem frei zur Verfügung stehenden Kampagnenlogo kennzeichnet?

Vedder: Ja, ich habe über das Bündnis für Demokratie und Toleranz von der Kampagne Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf gehört und gelesen. Ich finde die Idee gut und wichtig um die Sichtbarkeit der verschiedenen. Solidaritätsnetzwerke, Einrichtungen, Organisationen und Gruppen im Bezirk zu erhöhen. Ich kann mir vorstellen mich unter dem Diversity-Aspekt und zum Thema Integration zu beteiligen. Weiterlesen …

Vorsicht vor den sogenannten “Hygienedemos”

Gegen die als „Hygienedemos“ verharmlosten Aufzüge haben Berliner Initiativen, Anwohner*inneninitiativen, Parteien, Migrant*innenselbstorganisationen eine gemeinsame Resolution „Vorsicht vor den sogenannten ‚Hygienedemos‘“ verfasst. Darin warnen sie vor der Gefahr, die von dieser neuen rechte Straßenbewegung ausgeht und treffen die Vereinbarung, auch künftig dagegen Position zu beziehen.

Die Resolution, welche auch vom Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf unterstützt wird, sowie die Erstunterzeichner*innen, finden Sie u.a. hier.

#SoGehtSolidarisch – Aufruf und Aktionstag am 14.6.2020

Auch die Kampagne Solidarische Kieze Marzahn-Hellersdorf gehört zu den Erstunterzeichner*innen des Aufrufs #SoGehtSolidarisch. Beteiligt Euch in Euren Kiezen mit eigenen Aktionen am Aktionstag am 14.6.2020:

Die Corona-Pandemie trifft uns alle, doch bei Weitem nicht alle gleich. Was vorher ungerecht war, wird in der Krise noch ungerechter. Wir stehen dafür ein, dass niemand zurückgelassen wird und zeigen, dass wir uns auch jetzt nicht gegeneinander ausspielen lassen:

🗓 Am 14. Juni 2020 spannen wir in Berlin, Leipzig und weiteren Städten ein Band der Solidarität durch die Stadt und demonstrieren #unteilbar, verantwortungsbewusst und mit Rücksicht für eine solidarische Zukunft.

Machen wir uns gemeinsam auf den Weg in eine antirassistische, soziale und klimagerechte Gesellschaft! Für ein besseres Leben für alle!

Ob auf der Straße, am Fenster oder im Netz: #SoGehtSolidarisch!

Den kompletten Aufruf und alle Erstunterzeichnenden findet ihr auf: https://www.unteilbar.org/

▶️ Band der Solidarität in Berlin – #SoGehtSolidarisch
▶️ Band der Solidarität in Leipzig – #SoGehtSolidarisch

Presse:

Bundesweite Demos von „Unteilbar“: „Band der Solidarität“ (taz, 04.06.2020)

Ein Hoch auf die Nachbarschaft

“Helfen wir einander” lautet das Motto des diesjährigen Aktionstages am 29. Mai

Zum dritten Mal wird am 29. Mai bundesweit der „Tag der Nachbarn“ gefeiert. Auf große Straßenfeste muss in diesem Jahr allerdings verzichtet werden. Stattdessen haben die Initiatoren dazu aufgerufen, mit großen und kleinen kontaktlosen Aktionen ein Zeichen für Gemeinschaft, Solidarität und Hilfsbereitschaft zu setzen. Auch Einrichtungen aus Marzahn-Hellersdorf machen mit. 

Ein starkes Miteinander in der Nachbarschaft war vielleicht noch nie so wichtig. „Viele Menschen haben es jetzt besonders schwer – der ältere Herr, der keinen Besuch mehr empfangen kann, die Altenpflegerin und die Kassiererin, die durch extralange Schichten noch müder von der Schicht nach Hause kommen, oder die alleinerziehende Mutter, die Home-Office und Kinderbetreuung gleichzeitig stemmen muss“, sagt Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, die die Initiative der nebenan.de-Stiftung unterstützt. Der Tag der Nachbarn sei daher der perfekte Anlass, um solchen Menschen eine kleine Freude zu bereiten.

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Interview mit Martina Polizzi STZ Marzahn-Mitte/Volkssolidarität

Die Kampagne Solidarische Kieze Marzahn-Hellersdorf befragt ab sofort Bürger*innen, soziale Träger und Einrichtungen sowie zivilgesellschaftliche Akteur*innen zum Thema Solidarität und Umgang mit der Corona-Krise in den Kiezen und Nachbarschaften unseres Bezirkes. Wenn Ihr Euch an unserer Kampagne beteiligen möchtet oder Lust habt Euch von uns zu Eurem Engagement befragen zu lassen, schreibt uns einfache eine Mail an: koordinierungsstelle-mh@pad-berlin.de

Interview mit Martina Polizzi (M.P.) vom Stadtteilzentrum Marzahn-Mitte (Volkssolidarität)

Habt Ihr bereits von der vor kurzem gestarteten Kampagne „Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf“ (https://buendnis.demokratie-mh.de/solidarische-kieze/) gehört?

M.P.: Ja. die Kampagne ist uns bekannt.

Was haltet Ihr von der Idee? Könntet Ihr Euch vorstellen Euch daran aktiv zu beteiligen, z.B. indem Ihr z.B. eigene Formate mit dem frei zur Verfügung stehenden Kampagnenlogo kennzeichnet?

M.P.: Wir unterstützen die Idee und werden eigene Formate mit dem Kampagnenlogo kennzeichnen.

Was versteht Ihr heute unter dem Begriff „Solidarität“? Ist das für Euch noch zeitgemäß und falls ja, wie kann oder sollte praktische Solidarität in diesen schwierigen Zeiten aussehen?

M.P.: Solidarität bedeutet füreinander da zu sein, besonders Schwächere und Benachteiligte in der Gesellschaft zu unterstützen. Ein gutes Beispiel ist die Solidarität durch Futterspenden für den Spielewald vom der Spielplatzinitiative Marzahn.

Wie schätzt Ihr aktuell die soziale Situation in den Stadtteilen und Kiezen unseres Bezirks ein? Wie nehmt Ihr die Stimmungslage in den Nachbarschaften wahr? Was sind aktuell die dringendsten Bedürfnisse der hier lebenden Menschen?

M.P.: Das Stadtteilzentrum Marzahn-Mitte ist Koordinierungsstelle für das bürgerschaftliche Engagement in der Corona Zeit geworden. Von Beginn an haben wir mit der Freiwilligen Agentur Marzahn-Hellersdorf eng zusammengearbeitet, um uns auf die Vermittlung von Hilfsangeboten vorzubereiten. Toll fand ich die Initiativen vom DRK und dem M3 für Einkaufsdienste und Fahrdienste, an die wir Hilfesuchende vermitteln konnten. Erfreulich ist die Tatsache, dass sich mehr Freiwillige gemeldet haben, als Hilfesuchende, Den Kontakt zu den Nutzer*innen des Stadtteilzentrums haben wir weitestgehend per Telefon und E-Mail aufrecht erhalten. Besonders ältere und einsame Menschen freuten sich über diesen Kontakt und die Möglichkeit, sich auszutauschen. Da unser Nähcafé nicht mehr besucht werden konnte haben wir mit den uns bekannten Frauen eine WhatsApp-Gruppe gegründet und beschlossen Behelfsmasken von zu Hause zu nähen, um die Pflegekräfte, die diese dringend für ihre Arbeit benötigten zu unterstützen. Dazu haben wir einen Spendenaufruf gestartet. Mehrmals pro Woche wurden die Matrerialspenden (Stoffe, Bettwäsche, Gummiband, Aktendullis) im Stadtteilzentrum entgegen genommen und dann an die fleißigen Frauen in ihren Wohnungen verteilt. Auch die Nähmaschinen aus dem Nähcafè haben wir herausgegeben. Bis zu 12 Frauen mit und ohne Migrationshintergrund haben sich an der Aktion beteiligt. Mehr als 3000 Behelfsmasken wurden in ehrenamtlicher Arbeit gefertigt und an soziale Einrichtungen, Pflegeeinrichtungen und Flüchtlingsheime verteilt. Auch mit dem BENN-Team vom Blumberger Damm haben wir kooperiert, hier haben wir Material und Schnittmuster und Nähanleitungen zur Verfügung gestellt, damit auch in den Flüchtlingsunterkünften Masken genäht werden konnten.

Zu Beginn der Coronakrise war das Wort „Solidarität“ plötzlich in aller Munde und es entstanden viele neue Nachbarschaftsstrukturen und Hilfsangebote. Auch hier im Bezirk gab und

gibt es vom gemeinsamen Nähen von Community-Masken über Gabenzäune und Einkaufshilfen für hilfebedürftige Menschen eine Menge positive Ansätze von gegenseitiger Hilfe. Wie verhindern wir, dass diese positiven Ansätze von solidarischen Handeln durch die zunehmenden Verschwörungsmythen, verstärkten Rassismus und von Rechten vereinnahmten sogenannten „Hygienedemos“ verloren gehen und die gesellschaftliche Spaltung und Polarisierung in der Post-Coronazeit wieder bzw. weiter zunimmt?

M.P.: Es muss uns gelingen die positive Einstellung zu behalten, mit der Solidarität auch nach Corona nicht nachzulassen. Einsame, kranke und ältere Menschen werden sich immer über einen Anruf oder ein Hilfsangebot freuen. Lasst uns kreativ sein und neue Ideen entwickeln um Menschen in unseren Bezirk zusammen zu bringen.

Was sollte besser laufen im Bezirk? Welchen Beitrag könnte dazu die laufende Kampagne leisten?

M.P.: Ich lebe und arbeite gern in unserem Bezirk. Es gibt zahlreiche gute Initiativen im Bezirk, nicht alle sind bekannt. Wir müssen öfter über den Tellerrand des eigenen Kiezes hinausschauen und uns vernetzen. Dazu braucht es nicht noch mehr zeitraubende Vernetzungsrunden. In den letzten Wochen haben wir gelernt öfter mal wieder zum Telefonhörer zu greifen, oder uns per Telefon- und Videokonferenz effektiv auszutauschen.

Vielen lieben Dank, dass Ihr Euch die Zeit zur Beantwortung unserer Fragen genommen habt! Wir würden uns sehr darüber freuen, wenn Ihr Euch in der kommenden Zeit in der einen oder anderen Form an unserer Kampagne beteiligt. Ansonsten stehen wir auch jederzeit unterstützend zur Seite.

Mit solidarischen Grüßen – AG Solidarische Kieze

Kampagne solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf

Facebook: www.facebook.com/solidarischekiezemh/

Bündniswebsite: https://buendnis.demokratie-mh.de/solidarische-kieze/

8. Mai – Verschiedene Gedenkaktivitäten im Bezirk und darüber hinaus

Rund um den 75. Jahrestag der Niederschlagung des Nationalsozialismus fanden u.a. im Bezirk Marzahn-Hellersdorf verschiedene Gedenkformate statt:

Auf dem Parkfriedhof Marzahn am Wiesenburger Weg und am sowjetischen Ehrenmal in der Brodauer Straße in Kaulsdorf legten einige Vertreter*innen des Bezirksamts und der Bezirksverordnetenversammlung Kränze nieder (Bericht). Auch einige Bürger*innen aus unserem Bezirk gedachten im Laufe des Tages dezentral. „LichtenbergMarzahn+“ berichtete ausführlich: „Individuelles Gedenken an Befreiung„.

Bereits am Vortag des 8. Mai erinnerte das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf und der Verein „Freunde Schloss Biesdorf“ an den sowjetischen Soldatenfriedhof, der von 1946 bis 1958 im Schlosspark Biesdorf Ruhestätte für 462 Soldaten, Offiziere und zivile Tote war. Anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung vom Hitlerfaschismus pflanzten Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle, die Bezirksstadträtinnen Juliane Witt und Nadja Zivkovic sowie Vertreterinnen und Vertreter des Schlossvereins und des Heimatvereins Marzahn-Hellersdorf drei junge Birken mit Blick auf die ehemaligen Grabstätten (Pressemitteilung des Bezirksamtes: Pflanzung neuer Birken im Schlosspark Biesdorf zum Tag der Befreiung.)

Zudem liessen auf Initiative des Bündnisses für Demokratie und Toleranz im Laufe des 8. Mai verschiedene Gemeinden werden in unserem Bezirk die Kirchenglocken erklingen. (Pressemitteilung im Vorfeld: 8. Mai 1945: Bedingunglose Kapitulation Deutschlands – Verhandelt in Karlshorst)

Auf der Internetseite der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung sind einige interessante Artikel rund um das Gedenken zu finden: 75. Jahrestag der Niederschlagung des Nationalsozialismus

Sabine Schwarz vom Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf hat für das „Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin“ am historischen Ort der Ratifizierung der bedingungslosen Kapitulation Nazideutschlands, dem heutigen Deutsch-Russischen Museum in Berlin Karlshorst, ein Video-Statement zum 8.Mai abgegeben. Auch von der Diakoniedirektorin Frau Barbara Eschen gab es dort einen wichtigen Beitrag zu sehen.

Am alten Fabrikgebäude in Kaulsdorf erinnert Manja Finnberg am 10. Mai im Rahmen des Aktionstags von Denk mal am Ort an den jüdischen Unternehmer Otto Rechnitz und seine „Märkische Wachsschmelze“. Das Video erzählt, wie Rechnitz sein Unternehmen schon 1933 verlor und die Verfolgung überlebte. Ein virtuelles Gedenken am historischen Ort.

Wir verweisen als Bündnis an dieser Stelle auch auf die beeindruckende Predigt von Pfarrer Edgar Dusdal zum 8. Mai vor dem Kapitulationsmuseum in Lichtenberg. Sowohl die aufrüttelnde Rückschau als auch der Blick auf die Konsequenzen für uns heute sollte uns alle zum Nachdenken anregen:

 

Projekt gegen Antisemitismus der evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Kaulsdorf

Neben der Jesuskirche in Kaulsdorf ist momentan ein großer Davidstern aufgestellt. Dies ist Teil eines Projektes der dortigen evangelischen Gemeinde zum Thema „Antisemitismus“, welches Frau Simona Behrendt nach den Anschlägen in Halle mit den Kindern der Christenlehre durchgeführt hat.

Anbei dokumentieren wir ein Interview zu dem Projekt, welches dankenswerterweise von der Pastorin Steffi Jawer der Ev. Kirchengemeinde Berlin-Kaulsdorf zur Verfügung gestellt wurde:

Nachgefragt: Seit Anfang März steht ein Davidstern vor der Jesuskirche in Kaulsdorf. Was hat es damit auf sich? Ein Gespräch mit Simona Behrendt, Katechetin der Ev. Kirchengemeinde Berlin-Kaulsdorf.

kklios.de: Was hat Sie und die Kinder motiviert, sich mit dem Thema Judentum zu beschäftigen?

Simona Behrendt: In der fünften und sechsten Klasse lernen die Kinder andere Religionen kennen. Wir lasen das Tagebuch von Anne Frank und beschäftigten uns gerade mit dem Judentum als Religion und der Verfolgung und der Vernichtung der Juden im Nationalsozialismus – als der Anschlag in Halle Anfang Oktober vergangenen Jahres passierte. Das hat uns sehr hellhörig und aufmerksam gemacht. Danach haben wir uns dann etwa drei Monate intensiv mit diesen Themen beschäftigt. Weiterlesen …

8. Mai 1945: Bedingunglose Kapitulation Deutschlands – Verhandelt in Karlshorst

Berlin, der 04.05.2020

Pressemitteilung des Bündnisses für Demokratie und Toleranz

Verhandelt in Karlshorst

Am 8. Mai 1945 trat die bedingungslose Kapitulation Deutschlands in Kraft.

„Wir dürfen den 8. Mai 1945 nicht vom 30. Januar 1933 trennen. Wir haben wahrlich keinen Grund,
uns am heutigen Tag an Siegesfesten zu beteiligen. Aber wir haben allen Grund, den 8. Mai 1945
als das Ende eines Irrweges deutscher Geschichte zu erkennen, das den Keim der Hoffnung auf
eine bessere Zukunft barg.“ So machte Richard von Weizsäcker in seiner Rede zum 40. Jahrestag
des Kriegsendes deutlich: Die Katastrophe war nicht das Ende des Krieges, sondern der Tag der
Machtübertragung an die Nationalsozialist*innen im Januar 1933. Weiterlesen …

Pressemitteilung: Solidarität mit Mustapha El Ouartassy

Berlin, der 28.04.2020

Pressemitteilung des Bündnisses für Demokratie und Toleranz

Solidarität mit Mustapha El Ouartassy

Wie vor einigen Tagen durch Medienberichte und die Stellungnahme der Vorsitzenden des 1. VfL Fortuna Marzahn bekannt wurde, wurde der Marathonläufer Mustapha El Ouartassy am 16. April 2020 rassistisch angegriffen.

Medienberichte:

Stellungnahme des 1. VfL Fortuna Marzahn: https://leichtathletik.vfl-fortuna-marzahn.de/2020/04/25/feiger-angriff-auf-marathonlaeufer-mustapha-el-ouartassy/).

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Pressemitteilung: Gedenken zum 28. Todestag von Nguyễn Văn Tú

 

Berlin, der 23.04.2020

Pressemitteilung des Bündnisses für Demokratie und Toleranz

 

Gedenken zum 28. Todestag von Nguyễn Văn Tú

Am 24. April jährt sich der Todestag von Nguyễn Văn Tú, der 1992 in Marzahn erstochen wurde. Seit 1987 lebte er als Vertragsarbeiter in der DDR und arbeitete bis November 1990 in Waltershausen im Gummikombinat Thüringen. Da zum Jahresende 1992 seine Aufenthaltsgenehmigung endete, wollte Nguyễn Văn Tú dann zu seinen Eltern und fünf Geschwistern nach Vietnam zurückkehrenund dort auch heiraten.

Am Abend des 24. April 1992 war Nguyễn Văn Tú, zu diesem Zeitpunkt 29 Jahre alt, mit einem Freund am Einkaufszentrum am Brodowiner Ring verabredet. Als er dort ankam, wurde er darauf aufmerksam, dass vietnamesische Verkäufer*innen von einer Gruppe angegriffen wurden. Als er versuchte einzugreifen, um die Angreifer zu stoppen, wurde er von Mike L. mit einem Messer in die Brust gestochen. Wenige Stunden später starb er infolge eines Lungenstichs im Krankenhaus. Auch eine Notoperation konnte nicht mehr sein Leben retten.  Weiterlesen …

Aktionsfonds der Partnerschaft für Demokratie Marzahn – 2020

Obwohl aktuell auf Grund der Corona-Krise noch einiges unklar ist in unserem Leben, so starten wir heute den Aufruf für den Aktionsfonds im Rahmen der Partnerschaften für Demokratie in Marzahn und Biesdorf.

Wir rufen Bürger*:innen jeden Alters, Initiativen oder freie Träger auf, sich mit kreativen Projektideen für Toleranz und Demokratie einzusetzen und dabei ein Zeichen gegen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Diskriminierung und Ausgrenzung zu setzen.

Dabei können Projekte bis zu einer Höhe von 600 € gefördert werden. Gefördert werden über die FreiwilligenAgentur jene Projekte, die in den Bezirksregionen Marzahn und Biesdorf umgesetzt werden. Frühestmöglicher Projektstart ist der 15.05.2020.

Für Interessierte, die über wenig Erfahrung mit Projektanträgen verfügen, findet zur Vorbereitung der Projektanträge ein Workshop „Von der Idee zum fertigen Projektantrag“ statt. Sie sind herzlich dazu eingeladen! Der Projektworkshop wird online stattfinden. Termin und Link erhalten Sie, wenn Sie sich unter kontakt@fwa-mh.de anmelden. Weiterlesen …

Am 21. April 1945 wurde das erste Haus in Berlin befreit: Nie wieder Krieg!

Die Feierlichkeiten zum Tag der Befreiung Deutschlands vom Faschismus im Mai beginnen In Marzahn-Hellersdorf jedes Jahr am 21. April. An dem Tag erreichten vor 75 Jahren die ersten belorussischen Soldaten der Sowjetarmee unter Nikolai Bersarin den östlichen Stadtrand Berlins. Genau hier am Haus 563 in der Landsberger Allee nahm die letzte blutige Etappe des 2. Weltkrieges bis zur Kapitulation der deutschen Wehrmacht ihren Anfang, die noch so viele Opfer kosten sollte, Soldat*innen und viele Zivilist*innen.

Den Vertreter*innen der demokratischen Parteien im Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Dagmar Pohle und Juliane Witt, Nadja Zivkowitsch und Gordon Lemm, der Vizepräsidentin des Bundestages, Petra Pau und Bürger*innen aus Marzahn-Hellersdorf war es wichtig, vor allem in diesem Jubiläumsjahr der Opfer zu gedenken und an die Befreier zu erinnern, ihnen Danke, Спасибо, thank you, mercie  zu sagen.

Sabine Schwarz – Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf

Aktionsfonds der Partnerschaft für Demokratie Hellersdorf – 2020

Der Aktionsfonds der Partnerschaften für Demokratie Hellersdorf fördert wieder eure Ideen. Ob ein gemeinsames Fußballturnier, ein Skate-Contest oder ein nachbarschaftlicher Grillabend mit Open-Air-Kino. Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Initiativen, freie Träger oder Bürger_innen jeden Alterskönnen sich mit ihren Projektideen für mehr Toleranz und Demokratie auf eine Förderung von bis zu 600 € bewerben.

Das Projekt sollte frühestens am 15.5.2020 starten und in Hellersdorf, Kaulsdorf oder Mahlsdorf stattfinden. Weitere Infos zur Förderung und Einreichung der Unterlagen gibt es auf dieser Seite. Alle erforderlichen Unterlagen befinden sich in der rechten Spalte dieser Seite.

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Am 21. April 1945 wurde das erste Haus in Berlin befreit: Nie wieder Krieg!

LichtenbergMarzahn+ berichtet:

Marzahn-Hellersdorf/ Lichtenberg. Wer aus Osten auf der Landsberger Allee Richtung Berliner Stadtzentrum unterwegs ist, dem fällt nach Überqueren einer unscheinbaren Straßenbrücke auf der rechten Seite sicher das Haus mit der roten Fassade auf. In weißer Schrift prangt groß ein Datum: „21. April 1945“. An jenem Tag wurde die erste rote Fahne mit Hammer und Sichel auf einem Berliner Haus gehisst. Es war das erste Gebäude, das die Rote Armee gemeinsam mit polnischen Soldaten vor 75 Jahren im Kampf um Berlin erreichte. „Pobjeda (Sieg) steht in Kyrillischer Schrift auf der Gibelwand der Landsberger Allee 563, darunter „Na Berlin“ (Nach Berlin). Der Krieg trat in seine letzte Phase.

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Auch das Bündnis für Demokratie und Toleranz und die Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf unterstützen den Aufruf an alle demokratischen Parteien im Bezirk sowie die Zivilgesellschaft – aufgrund des Corona bedingten Ausfalls der Kundgebung vor dem „Haus der Befreiung“ – im Zeitraum vom 21. April bis zum 8. Mai, dem Tag der das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa markiert, individuell an den mehr als 50 Gedenkorten im Bezirk, an Denkmalen und Stolpersteinen, an die Befreiung vom Faschismus zu erinnern. Mehr dazu hier: Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! Wir gedenken der Befreiung Marzahns am 21. April 1945 

Gedenken an die Befreiung vom Faschismus in Marzahn-Hellersdorf – Video mit Gedenkideen im Bezirk.

Das La Casa in Hellersdorf hat mit Petra Pau in ihrem neuen Podcast über den 21. April und dem Gedenken im Bezirk gesprochen. Nachzuhören hier.

Newsletter für Demokratieentwicklung in Marzahn-Hellersdorf Mai/Juni 2020 erschienen!

Liebe Leser*innen,

herzlich willkommen zum dritten Newsletter der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf im Jahr 2020.

Bestimmt hat sich bei Euch, genauso wie bei uns, einiges verändert seitdem unser letzter Newsletter Ende Februar erschienen ist. Schritt für Schritt wurde alltägliches und gewohntes abgesagt oder eingeschränkt: Zunächst wurden Großveranstaltungen abgesagt, dann Kitas und Schulen geschlossen und im März und April sind wir dazu angehalten unsere sozialen Kontakte und auch unsere Gänge nach draußen auf ein absolutes Minimum zu beschränken. (mehr …)

Kampagne solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf

Verschiedene Akteur*innen aus dem Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf und aus unserem Bezirk haben eine neue Kampagne ins Leben gerufen! Gerade in so schwierigen Zeiten, wie aktuell mit der Coronakrise, benötigen wir dringender denn je solidarische Nachbarschaften in den Kiezen. Wir würden uns sehr über eine breite Beteiligung der Menschen im Bezirk freuen!

Kurzaufruf:

Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf ist eine Kampagne für alle, die sich aktiv für offene, solidarische, vielfältige und demokratische Nachbarschaften einsetzen.

Aktionen

Die Kampagne unter dem Motto „Solidarische Kieze“ und das dazugehörende Logo (Download hier: Solidarische Kieze Kampagnenlogo) kann bündeln und sichtbar machen, wo in unseren Kiezen, Nachbarschaften und Quartieren bereits solidarisch und bunt in aktiver Weise das Miteinander gestaltet wird.

➜ Ob Kundgebung, Sommerfest im Familienzentrum oder Aktionstag deines Vereins oder deiner Initiative, die Kampagne gibt die Möglichkeit sich auf das gemeinsame Ziel zu beziehen eine kollektive Alltagskultur und ein solidarisches Miteinander zu gestalten.

Debatten

Wie sieht eine solidarische, freie und offene Gesellschaft für uns aus? Wie können wir uns in unseren Kiezen, Nachbarschaften und Stadtteilen für ein solidarisches Miteinander einsetzen? Wie gehen wir mit Menschen, Gruppierungen und Positionen um, die unsere vielfältigen Nachbarschaften angreifen? Welche sozialen Fragen beschäftigen uns in unserem alltäglichen Leben und Erleben und wie können wir darauf gerechte Antworten finden?

➜ Indem in bestehenden und neuen Formaten über diese Fragen diskutiert wird, können sich in den Kiezen Nachbar*innen vernetzen und gemeinsame Strategien entwickeln.

Mitmachen

Die Kampagne ist so angelegt, dass jede*r mitmachen und eigene Ideen und Akzente unter diesem Dach setzen kann. Nicht nur bei unseren Nachbarschafts- und Stadtteilfesten können konkrete Mitmach-Angebote zum aktiv werden anregen, sondern jede*r kann sich auch in der Arbeitsgruppe „Solidarische Kieze“ des Bündnisses für Demokratie und Toleranz aktiv beteiligen. Für Informationen zu Zeit und Ort des nächsten Treffens, schreibe an: koordinierungsstelle-mh@pad-berlin.de

  • Wir sind für ein solidarisches Miteinander!
  • Wir sind für offene und vielfältige Nachbarschaften!
  • Wir sind gegen Rassismus und extrem rechte Positionen!

Zum Hintergrund:

Im August 2019 ist in der Sitzung des Kooperationsforums Marzahn-Hellersdorf – Alice Salomon Hochschule die Idee entstanden, zwei Jahre vor den nächsten AGH- und BVV-Wahlen (Herbst 2021), eine gemeinsame Kampagne der demokratischen Zivilgesellschaft im Bezirk Marzahn-Hellersdorf zu entwickeln. Ein Hauptziel ist es dabei, gemeinsame Handlungsoptionen für eine demokratische Alltagskultur und ein solidarisches Miteinander zu erarbeiten. Dabei geht es uns um eine langfristig angelegte Auseinandersetzung mit Rassismus, extremer Rechte und Rechtspopulismus sowie mit den vielfältigen sozialen Fragen, die die Menschen in ihrem alltäglichen Leben und Erleben beschäftigen. Die demokratische Zivilgesellschaft soll mit ihrer Vielzahl an Initiativen sichtbarer werden und unter dem Kampagnenmotto „Solidarische Kieze“ vor allem auch jeweils eigene Akzente setzen und unterschiedliche Adressat*innen ansprechen können. Mit der Kampagne möchten wir auf bezirklicher Ebene anknüpfen an ähnliche Ansätze – wie zum Beispiel dem zivilgesellschaftlich breit angelegten, bundesweit agierenden Bündnis #unteilbar – und vor Ort eingreifen in die Entwicklungen zunehmender gesellschaftlicher Polarisierungen.

Und auch aus aktuellem Anlass bezüglich der Coronakrise ist es wichtiger denn je, Solidarität in der Nachbarschaft zu zeigen! Aktuell bilden sich in vielen Stadtvierteln Nachbarschaftsnetzwerke, die solidarisch Einkauf, Büchertausch, Kinderbetreuung u.v.m. organisieren. Solidarität heißt nicht nur zu Hause bleiben, sondern auch – unter Berücksichtigung aller erforderlichen Schutzmaßnahmen – solidarische Netzwerke und Nachbarschaftshilfen aufzubauen! Viele aktuelle Informationen hierzu findet Ihr hier.

Mehr und laufend aktualisierte Infos zu unserer Kampagne an dieser Stelle oder auf unserer Facebookseite. Wir freuen uns über weitere Akteur*innen aus dem Bezirk, welche sich noch aktiv beteiligen oder/und als Unterstützer*innen mitmachen möchten. Einige der Aktivitäten und Ideen können erst umgesetzt und mit Leben gefüllt werden, wenn die derzeit notwendigen Einschränkungen des öffentliche Lebens und der direkten Kontakte und Begegnungen wieder gelockert oder aufgehoben werden können. Solange zählt es, dort und auf die Arten und Weisen solidarisch wirksam zu werden, die uns jeweils möglich sind und eventuell bereits jetzt in mögliche Vorbereitungen zu gehen für die Zeit nach den Kontaktsperren und Einschränkungen. Bei Interesse schreibt bitte die Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf an: koordinierungsstelle-mh@pad-berlin.de

Weiterlesen auf der Kampagnenunterseite Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf.

Aktuelle Informationen und Terminabsagen

Aus aktuellem Anlass wird die kommende Sitzung des Bündnisses für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf im April entfallen. Die nächste Bündnissitzung findet am 09.06.2020 um 17 Uhr statt. Der Ort wird wie gewohnt in der Einladung bekannt gegeben.

Der Osterweg 2020 wird auch aufgrund der aktuellen Geschehnisse nicht am 13.04.2020 stattfinden.

Die AG „Schöner leben ohne Nazis“ des Bündnisses tagt aktuell ebenfalls nicht.

Das Nachbarschaftsfest auf dem Victor-Klemperer-Platz am 16.05.2020 wird verschoben. Der neue Termin wird auf dieser Seite bekannt gegeben.

Antirassistisches Register Marzahn-Hellersdorf jetzt auch auf Twitter

Das antirassistische Register Marzahn-Hellersdorf ist jetzt auch auf Twitter vertreten: https://twitter.com/registerMaHe

Ab sofort können rassistische, antisemitische, LGBTIQ*-feindliche und andere diskriminierende Vorfälle in Marzahn und Hellersdorf via Nachrichtenfunktion gemeldet werden.

Meldungen können weiterhin über arreg[at]ash-berlin[punkt]eu oder über Anlaufstellen im Bezirk gemeldet werden.

Die aktuelle Chronik für das Jahr 2020 ist hier zu finden.

Solidarische und selbstorganisierte Nachbarschaftsstrukturen in Zeiten der Corona-Krise

Wenn ihr Menschen aus Risikogruppen unterstützen wollt, sucht nach Nachbarschaftshilfen. Unter dem Link werden gerade Stadtteil-Gruppen gesammelt (gerne ergänzen & weiterverbreiten). Marzahn-Hellersdorf ist jetzt auch mit dabei! Mehr Infos findet Ihr hier. Seid solidarisch!
#COVIDー19 #CoronaVirusDE

Informationen und Dateien zur Selbstorganisation in Zeiten von Corona

Weiterlesen hier.

Trauermarsch für Homa & Tajala

Via Frauen*streik Komitee Berlin:

Letzten Samstag wurden Homa und Tajala  in Marzahn ermordet. Diesen Samstag trauern wir zusammen, und stehen fest zusammen gegen geschlechterbasierte und rassistische Gewalt. Kommt zahlreich am 7.3. um 14.00 zur Marzahner Promenade 45!

Quelle

Presseschau:

Doppelmord in Marzahn: Polizei verhaftet Nachbar (Berliner Zeitung, 28.03.2020)

32-Jähriger nach Doppelmord in Berlin-Marzahn verhaftet (rbb24, 28.03.2020)

Doppelmord an Mutter und Kind: Mann festgenommen (Berliner Morgenpost, 28.03.2020)

Doppelmord an Mutter und Tochter bleibt weiterhin ungeklärt (Tagesspiegel, 10.03.2020)

Hunderte Menschen bei Trauermarsch für zwei getötete Afghanen (Tagesspiegel, 10.03.2020)

Trauermarsch gedenkt der beiden Opfer eines Mordanschlags – Trauer – Verzweiflung – Mitgefühl (LichtenbergMarzahn+, 09.03.2020)

Zwei Tote in Marzahn entdeckt – Mordkommission ermittelt (Tagesspiegel, 01.03.2020)

38-jährige Frau und neunjährige Tochter getötet (rbb, 01.03.2020)

Neuer Newsletter (März/April 2020) für Demokratieentwicklung in Marzahn-Hellersdorf erschienen!

Liebe Leser*innen,
herzlich willkommen zum zweiten Newsletter der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf im Jahr 2020.
Seit dem letzten Newsletter haben sich die politischen Ereignisse hierzulande erneut überschlagen. Leider im negativen Sinne: CDU und FDP haben in Thüringen einen Tabubruch unternommen und gemeinsam mit den Stimmen der völkisch-rassistisch geprägten AfD um den Faschisten Björn Höcke den FDP-Kandidaten Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten gewählt. Welche langfristigen Folgen dieses Ereignis für die die weitere Demokratieentwicklung in Deutschland haben wird, ist noch nicht abzuschätzen.
Mitte Februar wurden nach Razzien gegen die “Gruppe S.” zwölf Männer wegen Bildung und Unterstützung einer rechten Terrorzelle festgenommen, einer der Beschuldigten ist Polizeimitarbeiter. Es wurde u.a. eine Waffe gefunden, wie sie auch der Halle-Attentäter besaß. Die Beschuldigten wollten Anschläge auf Politiker, Asylsuchende und Muslime verüben.

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Einladung zum siebten Fachtag „Grenzenlos gestärkt in den Alltag“ – abgesagt

Aus aktuellem Anlass findet unser Fachtag “Grenzenlos gestärkt in den Alltag” nicht statt.

Einladung zum siebten Fachtag „Grenzenlos gestärkt in den Alltag“ für Kinder- und Jugendsozialarbeiter:innen aus den Bezirken Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Pankow und Treptow-Köpenick

(K)ein Auge zudrücken?!

Umgang mit rechtsaffinen Jugendlichen in JFEen und Schulsozialarbeit

Kinder- und Jugendsozialarbeit ist ein Spiegel unserer Gesellschaft: rechte Einstellungen in der Gesellschaft machen vor Jugendfreizeiteinrichtungen und Schule/ Schulsozialarbeit nicht Halt. Strömungen und Versatzstücke verschiedenster rechter Szenen und Entwicklungen in der Gesellschaft sind in der Berufspraxis sichtbar. Fachkräfte sind hierbei herausgefordert, sich auch mit rechtsaffinen Jugendlichen auseinanderzusetzen. Rechte Parolen werden aufgeschnappt und wiedergegeben, menschenverachtende Argumentationslinien aus der Familie oder dem Freundeskreis mitgebracht. Teilweise stehen Sozialarbeiter:innen auch scheinbar bereits gefestigten rechten Welt- und Menschenbildern gegenüber. Aus unserem politischen und berufsethischen Verständnis heraus arbeiten wir gegen die Normalisierung von rassistischen, antisemitischen und anderweitig diskriminierenden sowie ausgrenzenden Positionen. Die aktuellen Entwicklungen können dabei überfordernd wirken und Kopfzerbrechen hervorrufen. Um weiterhin handlungsfähig zu bleiben und gestärkt in die pädagogischen Auseinandersetzungen gehen zu können, laden wir die Kolleg:innen der Jugendsozialarbeit ein:

am Mittwoch, 01.04.2020 von 10 bis 17 Uhr im FEZ-Berlin, Straße zum FEZ 2, 12459 Berlin

Der Fachtag wird uns als Kolleg:innen einen Raum für intensiven Austausch und Weiterbildung für die Herausforderungen und Grenzen der Arbeit mit rechtsaffinen Jugendlichen bieten. (mehr …)

Nachbarschaftsfest auf der Marzahner Promenade

Wir sind Marzahn. Bunt und weltoffen!

Das „Nachbarschaftsfest auf der Marzahner Promenade“ findet bereits zum sechsten Mal auf dem Victor-Klemperer-Platz in Marzahn und auf der Marzahner Promenade statt.

Das Fest soll – im Sinne des European NeighboursDay –  neue und alte Marzahnerinnen und Marzahner zusammenbringen und für ein nachbarschaftliches Miteinander aller Menschen im Bezirk werben. Auch in diesem Jahr stellt der Veranstalter, das Bündnis für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf, ein buntes Bühnenprogramm sowie viele Mitmach- und Sportangebote für Kinder und Erwachsene auf die Beine. In Kooperation mit dem Aktiven Zentrum Marzahner Promenade wird es auch auf der Marzahner Promenade Mitmachangebote für Kinder und Jugendliche geben. Auf der Bühne vor dem Freizeitforum werden Akteure aus dem Bezirk zu sehen sein und an Ständen kann man sich über die Arbeit bezirklicher Initiativen informieren oder kulinarische Köstlichkeiten von nah und fern genießen.

14:00 – 19:00 Uhr
Victor-Klemperer-Platz und Marzahner Promenade

Programm & Einladung zum Marzahn-Hellersdorfer Frauenmärz 2020

Aus aktuellem Anlass weisen wir darauf hin, dass die Veranstaltungen zum FrauenMärz gegebenenfalls nicht stattfinden werden. Bitte informieren Sie sich auf der Website zum Frauenmärz (siehe unten) oder auf den Seiten der jeweiligen Veranstaltungsorte.

Das neue Programm zum diesjährigen Marzahn-Hellersdorfer FrauenMärz 2020 zwischen Montag, dem 2. März und Donnerstag, dem 26. März 2020, ist veröffentlich. In dem bunten und vielfältigen Programm mit insgesamt 32 Veranstaltungen finden Interessierte Lesungen, Konzerte, Ausstellungen, Filmabende, Vorträge, Kaffee- und Frühstücksrunden und Feiern Die Angebote findet im ganzen Bezirk in kulturellen Einrichtungen, in Stadtteilzentren und natürlich in den Frauenprojekten statt.

Besonders hervorzuheben ist Sonntag, der 8. März 2020, mit einer Demonstration des FrauenNetz Marzahn-Hellersdorf vom S-Bahnhof Ahrensfelde ab 12:00 Uhr zum Clara-Zetkin-Denkmal. Dort findet um 13:00 Uhr die traditionelle Festveranstaltung „Rosen für Clara“ statt.

Die zentrale Frauentags-Veranstaltung „Bühne frei für frischen Feminismus“ findet dieses Jahr am F*reitag, dem 20. März 2020 von 14:00 bis 20:00 Uhr,* in der Studiobühne des Freizeitforum Marzahn statt.

Den Programmflyer und die Plakate für den FrauenMärz Marzahn-Hellersdorf liegen in vielen Einrichtungen im Bezirk aus und sind bei der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Maja Loeffler zu erhalten.

Weitere Informationen auf der Webseite zum Frauenmärz 2020.

Siehe auch: „Rosen für Clara“ – das FrauenNetz Marzahn-Hellersdorf lädt ein

Wider das Vergessen – Die Erinnerung wachhalten

Soeben ist eine Broschüre des Bündnisses für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt
Marzahn-Hellersdorf  in Erinnerung an die jüdischen Opfer des Naziregimes in unserem Bezirk erschienen!
Das Bündnis für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf erinnerte in der Woche vom 2. bis 9. November 2018 mit einer Vielzahl an Veranstaltungen an den 80. Jahrestag der Novemberpogrome 1938. Im Rahmen der Gedenkwoche wurde die Ausstellung „Wider das Vergessen“ gezeigt, die danach auch an andere Orte im Bezirk gewandert ist. Die Ausstellung zeigt Fotos der im Bezirk verlegten Stolpersteine und informiert über die Schicksale jüdischer Menschen, um an sie zu erinnern. Millionen von Menschen wurden während des Nationalsozialismus diskriminiert, gefoltert, vergewaltigt und ermordet. Es waren jüdische Menschen, Sinti und Roma, Schwarze Menschen, religiöse Minderheiten wie die Zeugen Jehovas, Menschen mit Behinderungen und jene, die als „asozial” stigmatisiert wurden, Schwule, Lesben und trans* Menschen sowie politische Gegner*innen aus unterschiedlichen Richtungen. In dieser Broschüre, die die Ausstellung ergänzen soll, legen wir den Fokus – dem Anlass der Gedenkwoche entsprechend – auf die Verfolgung und Ermordung jüdischer Menschen in Marzahn-Hellersdorf.
Zum Download der Broschüre geht es hier

Nachbarschaft: Wie schlägt man Wurzeln an einem neuen Ort?

Ein sehr lesenswerter Beitrag aus dem Tagesspiegel-Newsletter:

Vielleicht doch so, indem man sich in ihn hinein gräbt und nach und nach zu den tieferen Schichten vordringt.

Manja Finnberg sucht nach diesen Schichten, seit sie 2016 mit Mann und Kindern nach Kaulsdorf gezogen ist. Sie kann nicht anders, sie ist Historikerin. Dabei ist sie auf die spannende Geschichte der Märkischen Wachsschmelze in Alt-Kaulsdorf 14-16 gestoßen. Jahrzehntelang wurden hier Putzmittel wie Bohnerwachs oder Möbelpolitur produziert. Heute beherbergen die Gebäude ein Autohaus, ein Möbelhaus und ein Sportstudio. Letzteres will Finnberg zum 75. Jahrestag des Kriegsendes zu einem temporären Gedenkort machen, an dem die weitgehend vergessene Geschichte der Wachsschmelze erzählt wird. Sie kreist um ihren früheren jüdischen Inhaber Otto Rechnitz und seine Nachfolgerin Frieda Hirsekorn.

Beide Biografien sind so facettenreich wie ihre Verbindung. 1933 wurde der jüdische Unternehmer Rechnitz aus seinem Betrieb gedrängt, danach ein Jahrzehnt verfolgt und gequält. Er erlebte noch das Kriegsende, starb aber im Dezember 1945 in einem Berliner Sammellager. „Ich war überrascht, dass ein jüdischer Unternehmer schon so früh seine Firma verliert“, erzählt Finnberg. „Das ist der Punkt der mein Interesse geweckt hat.“ Nazis, die im Betrieb beschäftigt waren, haben Rechnitz offenbar bekämpft, auch Morddrohungen erhielt er. Gleichzeitig hatte der alternde Unternehmer, Jahrgang 1867, seine wesentlich jüngere Prokuristin Hirsekorn als Nachfolgerin ausgewählt. Per Ratenzahlungen vereinbarten sie einen Verkauf.

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Stolpersteinausstellung „Wider das Vergessen“ weiter auf Wanderschaft durch den Bezirk

Unsere Ausstellung „Wider das Vergessen“ wandert nach wie vor durch den Bezirk. In dieser werden die meisten im Bezirk verlegten Stolpersteine gezeigt, mit denen an die aus diesem Bezirk in der NS-Zeit deportieren jüdischen Mitbürger*innen erinnert wird. Von Anfang Dezember bis Mitte Januar stand sie im Victor-Klemperer-Kolleg. Auf der Website des Kollegs steht dazu: „Kollegiaten der 12. Klasse erforschten im Rahmen des Geschichts- und Politikwissenschaftsunterrichts die Einzelschicksale anhand der Plakate in der Ausstellung. Die Verfolgung und Ausgrenzung der jüdischen Mitbürger, die meistens mit der Ermordung in den Vernichtungslagern endete, bewegte die Kollegiaten tief. Ganze Familien wurden im Bezirk ausgelöscht, nur vereinzelt gelang die Flucht aus dem nationalsozialistischen Deutschland.“ Am 13. Januar hielt Henny Engels im Kolleg den Vortrag zur Ausstellung und diskutierte mit den teilnehmenden Kollegiat*innen über die Konsequenzen, die sich aus den Verbrechen der NS-Zeit für heute ergeben.

Seit dem 27. Januar wird die Ausstellung in der Rudolf-Virchow-Oberschule gezeigt. Henny Engels eröffnete die Ausstellung und wies dabei darauf hin, dass der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust besonders dazu einlädt, sich mit den Schicksalen der Opfer der nationalsozialistischen Menschheitsverbrechen zu befassen. Sie bat die Schüler*innen, sich über das Geschehen in den Jahren 1933-1945 auseinanderzusetzen. Dabei gehe es aber nicht nur um ein bloßes Erinnern- vielmehr seien auch junge Menschen aufgefordert, zu prüfen, welche Schlussfolgerungen sie für sich daraus ziehen. Es sei Aufgabe aller Menschen in Deutschland – auch der jungen – sich jedweder Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit durch Ausgrenzung, Abwertung, verbale oder körperliche Gewalt entgegen zu stellen.

Ausschreibung der Partnerschaften für Demokratie Marzahn und Hellersdorf 2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass Sie ab sofort Projektideen zur Förderung bei den Partnerschaften für Demokratie Marzahn und Hellersdorf einreichen können!

Unten befinden sich jeweils die Aufrufe für Marzahn und Hellersdorf für 2020. Die Einreichfrist endet am 20.02.20 um 24:00 Uhr.

Das aktualisierte Formular für den Projektvorschlag finden Sie auf unserer Webseite (Hellersdorf: http://demokratie-mh.de/partnerschaft-hellersdorf/download/  bzw. Marzahn: http://demokratie-mh.de/partnerschaft-marzahn/download/). Bitte senden Sie dieses Formular dann ausgefüllt an pfd-mh@stiftung-spi.de.

Bitte leiten Sie diese Mail weiter, damit wir möglichst viele Menschen und Einrichtungen erreichen.

Weitere Informationen über die Partnerschaften für Demokratie finden Sie auf unseren Webseiten:

http://demokratie-mh.de/home/partnerschaft-hellersdorf/

http://demokratie-mh.de/partnerschaft-marzahn/

Wir freuen uns auf die Projektideen für Marzahn und Hellersdorf!

Viele Grüße!

Corinna Meukow und Hannes Obens Weiterlesen …

Integrationsbeirat des Bezirksamts ruft zur Mitarbeit auf

Der Integrationsbeirat unterstützt das Bezirksamt in Belangen, die die bezirkliche Integrationspolitik und die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund am gesellschaftlichen Leben betreffen. Für die Mitarbeit in diesem Gremium werden weitere ehrenamtliche Mitstreiter*innen gesucht.

Als Nachberufung für ausgeschiedene Mitglieder sucht das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf neue Mitglieder für den Integrationsbeirat. Durch seine Arbeit trägt der Integrationsbeirat dazu bei, Marzahn-Hellersdorf als „Ort der Vielfalt“ zu bewahren und weiterzuentwickeln, d.h. ein durch Respekt und Toleranz geprägtes interkulturelles und friedliches Miteinander aller Menschen im Bezirk zu gewährleisten.

Der Beirat tagt i.d.R. einmal im Monat. Die inhaltliche Arbeit zur Vorbereitung von Sitzungen, Beschlüssen und Empfehlungen erfolgt themenbezogen in selbstständig arbeitenden Arbeitsgruppen. Die regelmäßige Teilnahme an den Beiratssitzungen und das Engagement in mindestens einer Arbeitsgruppe werden von allen berufenen Mitgliedern erwartet.

Interessierte für eine Mitarbeit müssen mindestens 16 Jahre alt sein. Fachkenntnisse in den Bereichen Migration und Integration sind ausdrücklich erwünscht.

Kurzbewerbungen – bestehend aus Lebenslauf (max. 2 Seiten) sowie Motivationsschreiben (max. 1 Seite) unter Angabe der persönlichen Daten (Name, Geburtsdatum, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, ggf. Migrationshintergrund) sowie Interessengebiete bzw. Qualifikationen – sind bis zum 31. Januar 2020 in elektronischer Form an den Integrationsbeauftragten des Bezirksamtes (zugleich Geschäftsführer des Beirates), Herrn Dr. Thomas Bryant, zu richten: thomas.bryant@ba-mh.berlin.de.

Studienreise „Ambiguitätstolerant? Modelle, Räume und Aushandlung von gesellschaftlicher Vielfalt“

Studienreise „Ambiguitätstolerant? Modelle, Räume und Aushandlung von gesellschaftlicher Vielfalt“ / Israel-Studienreise im Juni 2020 der bpb online/ Jetzt bewerben unter www.bpb.de/studienreisen

Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb organisiert vom 5. bis 17. Juni 2020 eine Studienreise zum Thema „Ambiguitätstolerant? Modelle, Räume und Aushandlung von gesellschaftlicher Vielfalt“.

Die israelische Gesellschaft zeichnet sich durch eine besondere Pluralität aus, die immer auch Fragmentierung und Polarisierung bedeutet.

Einerseits zeigen die hohen Zustimmungswerte für zentristische bis hin zu (rechts-)konservativen Lagern, dass der „Mainstream“ kultureller und gesellschaftlicher Liberalisierung skeptisch bis ablehnend gegenübersteht. Anderseits wird am Beispiel einer lebendigen LGBT-Community, neuer Organisationsformen nicht-jüdischer Minderheiten und sozialen Protests auf und jenseits der Straße deutlich, dass Israel ebenso Synonym für Vielfalt, Gleichwertigkeit und Wandel sein kann.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Bewerbung finden Sie unter: www.bpb.de/studienreisen
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Aktionsfonds 2020: Jetzt Ideen einreichen!

Auch für das Jahr 2020 werden im Quartiersmanagement-Gebiet Hellersdorfer Promenade Ideen gesucht, die das nachbarschaftliche Zusammensein stärken und die Stadtteilkultur beleben. Für eine finanzielle Förderung über den Aktionsfonds können im ersten Aufruf bis zum 21. Februar Projektskizzen eingereicht werden.

Plakat: S·T·E·R·N Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung mbH

Weitere Informationen unter Auswahlverfahren und Ideenaufruf

Stilles Gedenken an der Stele zur Erinnerung an die Opfer der Zwangsarbeit 1939 bis 1945

25. Januar 2020 – 11 Uhr – Parkfriedhof Marzahn

Wiesenburger Weg 10, 12681 Berlin

ab 10 Uhr vor dem Eingang zum Friedhof

Kundgebung für Frieden, Solidarität und Weltoffenheit gegen jeglichen Rassismus und faschistische Ideologien –  Kein Gedenken mit der AfD

In diesem Jahr begehen wir den 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus. Die Feiern beginnen mit dem Gedenktag für die Opfer des Faschismus aus Anlass der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee. In der Proklamation für diesen Gedenktag heißt es:

„… wichtig (ist), nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.“

Seit Jahren laden die BVV und der Heimatverein zu einem Stillen Gedenken an der Stele ein.

Die Beteiligung der AfD an diesem Gedenken ist eine Verhöhnung der Opfer des Faschismus, der Opfer des Holocaust.

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Informationsveranstaltungen zu Langen Nacht der Solidarität im Januar 2020

Mit drei weiteren Infoveranstaltungen wird das Thema Obdachlosigkeit im Bezirk thematisiert. Dabei unterrichtet unter anderem die Freiwilligenagentur Marzahn-Hellersdorf als zentrale Koordinierungsstelle im Bezirk für das Projekt, aber auch landesweite Plattform für die Freiwilligen, gemeinsam mit der Senatsverwaltung über die Ziele und den Ablauf der Zählung von Obdachlosen Ende Januar in ganz Berlin.

  • Dienstag, 14. Januar 2020, ab 17:00 Uhr im Mehrgenerationenhaus Buntes Haus in Hellersdorf, Hellersdorfer Promenade
  • Donnerstag, 16.Januar 2020, ab 17:00 Uhr im Stadtteilzentrum Marzahn-Nord, „Kiek in“ , Rosenbecker Str. 25/27, Raum 139
  • Dienstag, 21. Januar 2020, ab 18.30 Uhr im Don Bosco Zentrum Marzahn

Die “Task Force Nacht der Solidarität” in Marzahn- Hellersdorf bündelt die bezirklichen Akteure rund um das Thema, sie wird koordiniert von Dr. Jürgen Gollbach, Leiter der Freiwilligenagentur mit Sitz am Springpfuhl. Mit dabei sind im Team der bezirkliche Migrationssozialdienst, das Projekt Respekt & Halt, das Don Bosco Zentrum, das Stadtteilzentren Kiek in in Marzahn Nord, und seitens des Bezirksamtes Sozialstadträtin Juliane Witt.
Das Thema Obdachlosigkeit hat in den letzten Jahren nicht nur im Winter viele Menschen bewegt. Auch viele Marzahn-Hellersdorferinnen und -dorfer engagieren sich für Menschen in Not mit Sachspenden und Zeit. Sie wollen wissen, was die Menschen auf der Straße brauchen, wie sie unterstützt werden wollen – und was wir leisten können.

Freiwillige sind auch weiterhin willkommen, die in Marzahn-Hellersdorf am 29. Januar 2020 unterstützen wollen. Melden können diese sich in der Freiwilligenagentur bei Dr. Jochen Gollbach direkt vor Ort oder per E-Mail .

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Mit Musik gegen Ausgrenzung und Vergessen!

2020 jährt sich das Ende der Shoah zum 75. Mal. Am 8. Mai kapitulierte Nazi-Deutschland und der größte Völkermord der Geschichte wurde beendet. Diesem Ereignis wollen wir nicht nur gedenken, wir wollen es mit euch feiern!
Der Rote Baum Berlin präsentiert am 24. Januar im Eastend Berlin das musikalische Resultat einer Begegnung von 30 jungen Musiker*innen aus Israel, Portugal und Deutschland. Mit dabei sind außerdem die Havat Ha Noar Band aus Jerusalem, Taxi Groove aus Lisboa und die Antinational Embassy aus Berlin.
 
Acts:
Havat Ha Noar Band (Jerusalem) מוסיקה חוות הנוער
Taxi Groove (Lisboa)
Antinational Embassy (Berlin) (https://soundcloud.com/user-880247183)
 
Wann?
24.01.2020
19.30 Uhr Einlass
20 Uhr Beginn
 
Wo?
Eastend Berlin, Tangermünder Straße 127, 12627 Berlin, (U5 Hellersdorf)
 
FB-Veranstaltung hier.

Cottbuser Professorin Heike Radvan erhält den Alice-Salomon-Award

Der Tagesspiegel berichtet in seinem Newsletter für Marzahn-Hellersdorf:

Als eine „außerordentlich engagierte, mutige und innovative Wissenschaftlerin“ zeichnet die Alice-Salomon-Hochschule die Erziehungswissenschaftlerin und Sozialpädagogin Heike Radvan aus. Beim Neujahrsempfang der ASH am Sonnabend in der Berlinischen Galerie wird sie den mit 6000 Euro dotierten Alice-Salomon-Award entgegennehmen. Mit dem Preis ehrt die Hellersdorfer Hochschule alle zwei Jahre Persönlichkeiten, die zur Emanzipation der Frauen und der Entwicklung der Sozialen Arbeit Herausragendes beigetragen haben und die im übertragenen Sinn das Werk von Alice Salomon weiterführen. Im Falle Radvans würdigt sie deren Engagement gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Antifeminismus.

Wichtige Stationen ihrer Biografie waren in Berlin. 1974 auf Rügen geboren, studierte sie an der ASH Soziale Arbeit. 2009 promovierte sie an der Freien Universität im Fach Erziehungswissenschaften zum Thema „Pädagogisches Handeln und Antisemitismus“. Ab 2002 war Radvan 15 Jahre lang bei der Amadeu-Antonio-Stiftung tätig. Dort verantwortete sie unter anderem Ausstellungen wie „‚Das hat’s bei uns nicht gegeben!‘ – Antisemitismus in der DDR“ und baute die Fachstelle Gender und Rechtsextremismus auf. Seit 2017 ist sie Professorin für Methoden und Theorien Sozialer Arbeit an der Brandenburgisch-Technischen Universität in Cottbus.

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Ausstellung: Immer wieder? Extreme Rechte und Gegenwehr in Berlin seit 1945

Seit der Selbstenttarnung des NSU im Jahr 2011 und den rassistischen Mobilisierungen scheint die extreme Rechte in der Bundesrepublik präsent wie nie zuvor. Tatsächlich ist sie jedoch kein neues Phänomen – auch nicht in Berlin.

Die Ausstellung erzählt beispielhaft von zehn Ereignissen, die unterschiedlichen Aktionsfeldern der extremen Rechten zuzuordnen sind. Gleichzeitig dokumentiert sie den gesellschaftlichen Widerstand.

Ausstellungsorte:

6. Januar – 6. Februar 2020 in der Volkshochschule Marzahn-Hellersdorf, Marzahn-Hellersdorf, Mark-Twain-Straße 27

Öffnungszeiten:

Montag – Freitag 8:00 – 20:00 Uhr

Die Ausstellungsräume sind barrierearm und berollbar.

9. Januar 2020 18:00 Uhr Vernissage in der Volkshochschule Marzahn-Hellersdorf

  • Grußwort von Prof. Dr. Olaf Neumann, Prorektor für Forschung, Kooperationen und Digitalisierung der Alice Salomon Hochschule Berlin
  • Grußwort von Juliane Witt, Bezirksstadträtin für Weiterbildung, Kultur, Soziales und Facility Management im Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf
  • Kurze Einführung in die Ausstellung durch ein Mitglied Ausstellungsteams

24. Januar 2020 16:00 Uhr Kurator*innenführung durch die Ausstellung in der Volkshochschule Marzahn-Hellersdorf

5. Februar 2020 15:30 – 17:00 Uhr Uhr Finissage in der Volkshochschule Marzahn-Hellersdorf

Annika Eckel von der Fach- und Netzwerkstelle Licht-Blicke referiert zum Thema »Neutral bekommt ihr nicht – Zwischen Neutralitätsgebot und demokratischer Positionierung in der (politischen) Bildung« referieren.

Quelle und weitere Infos zur Ausstellung hier.

Kontinuitäten rechter Gewalt. Ideologien – Praktiken – Wirkungen

Gewaltförmiges Handeln gehört seit jeher zur politischen Praxis der extremen Rechten. Eine Tagung am 13. und 14. Februar 2020 in Potsdam widmet sich den Kontinuitäten rechter Gewalt.
Tagung
Datum: 13.02.2020 bis 14.02.2020
Ort: Potsdam

Tagung des Zeithistorischen Arbeitskreises Extreme Rechte

Organisation:
Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam,
Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam,
Hannah Arendt Institut für Totalitarismusforschung Dresden,
Fritz Bauer Institut Frankfurt am Main

So wie extrem rechtes Denken stets Teil der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert war, gehört gewaltförmiges Handeln seit jeher zur politischen Praxis der „nationalen Opposition“. Die rechten Krisendiagnosen beschwören beständig den drohenden Untergang Deutschlands und setzen dagegen eine Ideologie, die die Rechtfertigung und Ausübung von Gewalt in sich trägt.
Die Tagung führt unterschiedliche Perspektiven auf die gewalttätigen Praktiken der deutschen und internationalen extremen Rechten, auf ihre Wirkung in die Gesellschaft sowie auf die zugrundeliegende Ideologie zusammen. Kontinuitäten rechter Gewalt seit 1945 – inklusive der personellen und strukturellen Verbindungslinien in die Weimarer Republik und in den Nationalsozialismus – werden sichtbar gemacht und analysiert. Im Fokus stehen dabei nicht nur explizit militante Gruppen, sondern auch Alltagsgewalt sowie die mit der Gewalt verbundenen Konstruktionen von Männlichkeit und Weiblichkeit; Diskurse über Gewalt genauso wie die Präsenz extrem rechten Denkens und Handelns in Polizei, Justiz und Armee. Ziel der Beiträge und Diskussionen ist eine Systematisierung der Forschung zur rechten Gewalt und ihre Einbettung in die zeitgeschichtliche Rechtsextremismusforschung sowie in die Politik- und Gesellschaftsgeschichte des Rassismus und organisierten Nationalismus.

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„Wider das Vergessen – Stolpersteine in Marzahn-Hellersdorf“

Mit diesem Spazierblick zu ausgewählten Stolpersteinen in Kaulsdorf und Mahlsdorf möchten wir einen Einblick in das Leben einiger Menschen geben, die in der Zeit von 1933 bis 1945 von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden. Die Stolpersteine halten die Erinnerung an die Menschen wach. Festes Schuhwerk wird empfohlen, die Strecke ist nur bedingt barrierefrei.

Mit: Henny Engels und Steven Kelz (Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf), Elène Misbach (ASH Berlin)

Start: 14.30 Uhr S-Bahnhof Kaulsdorf (von der ASH aus erreichbar mit U5 Richtung Alexanderplatz, ab S-Bahnhof Wuhletal umsteigen in die S5)

Die Reihe „Spazierblicke“ veranstaltet das Kooperationsforum Marzahn-Hellersdorf – ASH. Jeder dieser Stadtteil(ver!)führungen soll einen anderen, neuen Blick auf den Bezirk Marzahn-Hellersdorf eröffnen. Alle Spazierblicke sind öffentlich und werden unentgeltlich angeboten.

Jahresprogramm der Spazierblicke 2019/20: https://www.ash-berlin.eu/fileadmin/Daten/Vernetzung/Kooperationen/Flyer_Programm_Spazierblicke_2019_20.pdf

Newsletter der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf für Januar/Februar 2020 ist erschienen!

Liebe Leser*innen,
 
herzlich willkommen zum sechsten Newsletter der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf für Januar/Februar 2020.
 
Am 27. Oktober 2019 fand die Landtagswahl in Thüringen statt, welche – genauso wie die Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen – gezeigt hat, wie groß die aktuelle Bedrohung durch die radikale bis extreme Rechte in Deutschland ist. Auch in Thüringen, wie in Brandenburg und Sachsen, wurde eine demokratische Partei stärkste Kraft, was als Erfolg gesehen werden kann, und trotzdem zeigen die Wahlergebnisse deutlich, dass die Zivilgesellschaft, die Verwaltung und die demokratischen Parteien zukünftig noch stärker in der Auseinandersetzung mit der extremen Rechten zusammenstehen müssen. Dies gilt auch für unseren Bezirk Marzahn-Hellersdorf.
 
Weil die Solidarität mit wohnungs- und obdachlosen Menschen auch die Auseinandersetzung mit rechten Gruppen sowie rechtem Gedankengut bedeutet, ist der Themenschwerpunkt dieses Newsletters die anstehende „Nacht der Solidarität“ vom 29. bis 30. Januar 2020. In dieser Nacht werden obdachlose Menschen in Berlin mit Hilfe von Freiwilligen zahlenmäßig erfasst und kurz befragt, um zunächst eine verbesserte Obdachlosenstatistik zu erhalten und schließlich auf Grundlage dieser Ergebnisse Hilfs- und Beratungsangebote auszubauen.
 
Ab sofort ist die Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf unter einer neuen Webadresse zu erreichen: