Über uns

Marzahn-Hellersdorf ist ein Ort der Vielfalt – und muss es bleiben. Der Bezirk bietet allen Menschen – unabhängig von ihrem Geschlecht, Alter oder religiösen Bekenntnis, ihrer Herkunft, sexuellen Identität oder sozialen Situation – Raum zur freien Entfaltung ihrer Persönlichkeit. Um die gemeinsame Zusammenarbeit und Vernetzung weiter voran zu bringen, zu stärken und für die Zukunft zu sichern, ist das „Bündnis für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf“ entstanden. Fachlich auseinander setzen und aufklären sowie mitgestalten und öffentlich wirken sind die wesentlichen Ziele dieses Bündnisses.

Verschwörungsideologische Radikalisierung eindämmen

Ein Plädoyer, Verschwörungsnarrativen und den bei den Corona-Protesten sichtbar werdenden Anfeindungen gegen die Demokratie energisch entgegenzutreten.

Die seit Monaten bundesweit sich ausbreitenden Corona-Leugner-Demonstrationen sind systematisch zum gefährlichen Einfallstor für rechtsextremistische Bestrebungen geworden. Nach Auffassung der Amadeu Antonio-Stiftung (AAS) erfordert der Umgang damit eine genauso dringliche soziale, gesellschaftliche und politische Herangehensweise, wie sie es für das Gesundheitswesen in der Bekämpfung von Covid-19 gilt. Die AAS hat daher einen 20-seitigen Forderungskatalog, der gleichzeitig als Handlungsleitfaden zu verstehen ist, aufgelegt. Dafür werden elf Punkte als Vorschlagsliste aufgeführt.

Das Papier nennt sich „Deradikalisierung bedeutet Infektionsschutz – Maßnahmen zur Eindämmung verschwörungsideologischer Radikalisierung im Zuge der Corona-Pandemie“. Es stellt ein zentrales Plädoyer für verstärkte Anstrengungen dar, den im Zuge der Proteste gegen die Pandemie-Maßnahmen und -Anordnungen zutage tretenden Anfeindungen gegen die Demokratie, die sich unter anderem durch den Ruf nach einer verfassungsgebenden Versammlung manifestieren, entgegenzutreten. Auf der Straße brechen sich gerade lautstark solche Versuche von Spaltung und Destabilisierung der Gesellschaft Bahn. Als Vehikel dient dabei nicht zuletzt zunehmend der Antisemitismus.

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Das Strategiepapier kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Einen sehenswerten Fernehbeitrag des „Monitors“ gibt es hier: Rechts oder naiv? „Querdenken“ und Corona-Demos

Eine Presseschau der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf zum Thema: Ultrarechte Machtprobe – Die Demonstration vom 29. August 2020 in Berlin war keine „Anti-Corona-Demonstration“, sondern Schaulaufen einer bürgerlich-rechten Querfront

Keine Bühne für geistige Brandstifter! Den rechten Treffpunkt „Mittelpunkt der Erde“ dichtmachen!

Am Dienstag, den 6.10.2020 zieht es wieder rechte BesucherInnen ins Restaurant „Mittelpunkt der Erde“ in der Mahlsdorfer Str. 2 in Hönow. Veranstaltet von der AfD Marzahn-Hellersdorf und der Jungen Alternative Berlin treten dort zwei in rechten Kreisen hochkarätige Gäste auf: Der sogenannte „Stichwortgeber“ der Neuen Rechten Götz Kubitschek und sein Kollege Erik Lehnert. Beide sind die zentralen Figuren des „Instituts für Staatspolitik“. Dieses spannt vom Sachsen-Anhaltinischen Schnellroda aus ein rechtes Netz aus Kontakten, Veranstaltungen und Konferenzen, Buchprojekten und Zeitschriften über ganz Deutschland. Dabei reichen ihre Verbindungen von der rechtskonservativen Werteunion über die AfD und die Identitäre Bewegung bis hin zu NPD-Kadern. Schluss mit dem braunen Treiben in Hönow! Den rechten Treffpunkt „Mittelpunkt der Erde“ endlich dichtmachen! Kein Raum für rechte Hetze!

Antifaschistische Kundgebung vor dem „Mittelpunkt der Erde“
Dienstag
, 6. Oktober | 18 Uhr | Mahlsdorfer Straße 2, 15366 Hoppegarten (Hönow)

Anfahrt u.a. über Bus 195 und 395 (Hönower Str. / Riesaer Str) oder Tram M6 (Riesaer Straße)
Gemeinsame Anreise aus Berlin: 16.50 Uhr S-Landsberger Allee (an den Tramgleisen)

„Keine Bühne für geistige Brandstifter! Den rechten Treffpunkt „Mittelpunkt der Erde“ dichtmachen!“ weiterlesen

Aufruf zum zivilgesellschaftlichen Protest gegen den Neonazi-Aufmarsch in Hohenschönhausen

Am 3. Oktober will die neonazistische Kleinpartei „ Der III. Weg“ in Hohenschönhausen aufmarschieren. Auch in unserem Bezirk wurden wiederholt Versuche unternommen zu dem Aufmarsch zu mobilisieren.

Diese Provokation am Tag der Deutschen Einheit  seitens der Neonazis werden wir nicht unwidersprochen stehen lassen. Wir solidarisieren uns mit den demokratisch engagierten Menschen unseres Nachbarbezirks Lichtenberg. Das Bündnis für Demokratie und Toleranz ruft dazu auf, sich am 3. Oktober am zivilgesellschaftlichen Gegenprotest zu beteiligen. Gemeinsam stehen wir ein für eine demokratische und solidarische Welt!

Die Lichtenberger Kampagne „Bunter Wind für Lichtenberg“ hat einen Aufruf „Laut & entschlossen gegen den Nazi-Aufmarsch am 03. Oktober“ gestartet. Aktuell sind von dieser Kampagne zwei Kundgebungen geplant:

11:00 bis 12:30 Uhr am Vorplatz des Bahnhof Lichtenberg anschließend soll es zur Hauptkundgebung gemeinsam gehen
ab 13:00 Uhr Hauptkundgebung am Linden-Center (Hohenschönhausen)

Alle Infos rund um die zivilgesellschaftlichen Protesteste am 3. Oktober finden sich hier: Breite Proteste gegen einen Neonazi-Aufmarsch in Hohenschönhausen

Der Kurzaufruf wird von folgenden Akteur*innen aus Marzahn-Hellersdorf unterstützt:

Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf

Petra Pau (Bundestagsabgeordnete für Marzahn-Hellersdorf)

Dagmar Pohle (Bezirksbürgermeisterin von Marzahn-Hellersdorf und Schirmfrau des Bündnisses)

Henny Engels (Bündnissprecherin)

Steven Kelz (Bündnissprecher)

Partnerschaften für Demokratie Marzahn und Hellersdorf

Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf

Wer den Aufruf noch unterstützen möchte, schreibt bitte eine kurze Mail an: koordinierungsstelle-mh@pad-berlin.de

Respekt und Neugier Festival II

Via Roter Baum:

Ein Festival, das Musik, Kreativität und soziales Engagement verbindet. Vernetzen, tanzen, lernen – für eine schönere Zukunft.

Nachdem wir 2018 das erste Mal das „Respekt und Neugier Festival“ organisiert haben, möchten wir das 2020 wiederholen. Unser Festival soll gute Musik mit sozialem Engagement verbinden.

In unserem Selbstbild heißt es: “Wir sind uns bewusst, dass jeder Mensch wertvoll ist und die Chance haben muss, sich unabhängig von seiner ethnischen, sozialen und kulturellen Herkunft selbst zu verwirklichen. Deshalb begegnen wir jedem Menschen mit Respekt und Neugier.”

Breite Proteste gegen einen Neonazi-Aufmarsch in Hohenschönhausen

Update 7 +++ Samstag, 03.10.2020, Berlin,11 Uhr – Die rechtsextreme Partei Der III. Weg hat einen Aufmarsch von 14.00-20.00 in Berlin angemeldet. Die Route führt durch ein Wohngebiet in Hohenschönhausen (Lichtenberg). Breite Proteste gegen den Neonazi-Aufmarsch von lokalen und berlinweiten Bündnissen finden ab 11 Uhr statt.

(Stand 28. September 2020)

Die voraussichtliche Route des Neonazi-Aufmarsches ist bekannt und führt durch ein Wohngebiet vom S-Bahnhof Wartenberg mit Zwischenkundgebung am Linden-Center zurück zum S Bahnhof Wartenberg in Hohenschönhausen.

Ausführliche Informationen zu den Gegenprotesten, der gemeinsamen Anreise nach Hohenschönhausen und zur Einschätzung des Neonazi-Aufmarsches nach dem folgenden Kurzüberblick.

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26.9.2020 Grünfläche Place Internationale: Für solidarische Kieze statt Nazi-Kieze!

Via Antifaschistische Vernetzung Marzahn-Hellersdorf: „Nazi-Propaganda und rechte Übergriffe sind weiterhin ein Thema im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. In den letzten Monaten mussten vermehrt rechte Graffiti und Sticker entfernt werden. Zudem finden immer wieder rassistische und sexistische Angriffe im öffentlichen Raum statt.
Betroffen sind Personen, die nicht in das Weltbild von Rassist*innen und extrem Rechten passen. Die kürzliche Festnahme eines Blood and Honour-Anhängers wegen einer Messerstecherei (2016) und die fortlaufende Propaganda von Neonazi-Kleinstparteien im Bezirk sind nur einige Beispiele für die momentane Lage.

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Neues Internetportal informiert über Möglichkeiten des Engagements in Marzahn-Hellersdorf

Eine neue Web-Seite ist online: das Angebot bündelt verschiedene Möglichkeiten, wie sich Bürger in das Gemeinwesen in unserem Bezirk engagieren können.
„Dieses Angebot ist entstanden aus einem Projekt an der Alice-Salomon-Hochschule Berlin, gefördert im Rahmen der Förderlinie „Zusammenhalt stärken in Zeiten von Krisen und Umbrüchen“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Die Förderung von Demokratie vor Ort ist zentrales Ziel. Hierzu gab es bereits eine Reihe von Untersuchungen und Bürgerforen in deren Rahmen deutlich wurde, dass es schwierig ist zu überblicken, welche vielfältigen Angebote es bereits in Marzahn-Hellersdorf gibt und wo ich mich selbst in das Gemeinwesen einbringen kann“.

17.9.2020 Naschgarten: Was heißt für Dich Solidarität? Workshop und Mal-Aktion

Einladung: Gespräch und Mal-Aktion

im Naschgarten | Kiezpark Schönagelstraße

Schönagelstraße 69-79 | 12685 Berlin

am Donnerstag, 17. September von 17.00 bis 19.30 Uhr

Herzlich eingeladen sind alle, die sich für solidarische Städte sowie vor Ort für solidarische Kieze in ihren Nachbarschaften und Stadtteilen einsetzen (möchten) und Lust auf eine kreative Mal-Aktion haben.

Angeregt durch die grafisch-künstlerische Arbeit im öffentlichen Raum von dem Kollektiv migrantas kommen wir gemeinsam mit Anna Spangenberg vom Bündnis unteilbar ins Gespräch, was Solidarität für uns heißt:

  • Wie sieht eine solidarische, freie und offene Gesellschaft für uns aus?
  • Wie können wir uns in unseren Kiezen, Nachbarschaften und Stadtteilen für ein solidarisches Miteinander einsetzen?
  • Wie gehen wir mit Menschen, Gruppierungen, Positionen um, die unsere vielfältigen Nachbarschaften angreifen?
  • Welche sozialen Fragen beschäftigen uns in unserem alltäglichen (Er)Leben und wie können wir darauf gerechte Antworten finden?

Die Teilnehmer_innen können Ihre Kommentare und Visionen zum Thema „Solidarität“ an großen Plakatwänden platzieren und in einer Mal-Aktion unter anderem Tragetaschen mit ausgewählten Piktogrammen zum Thema gestalten.

Im Naschgarten bieten bereitgestellte Tischgruppen und Picknickinseln die Möglichkeit, dass wir Open-Air die erforderlichen Hygiene- und Abstandsregeln einhalten und dennoch miteinander ins Gespräch kommen können.

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Bürger*innenhaushalt – Beteiligt Euch!

Der Spielplatz bei euch um die Ecke müsste dringend mal wieder saniert werden? Dann ist der Bürgerhaushalt jetzt eure Chance! Denn hier habt ihr die Möglichkeit mitzubestimmen, wofür die 200.000€ Bürgerbudget 2022/2023 in unserem Bezirk verwendet werden sollen.
Und so funktionierts:
Einfach vom 14.9. bis 12.10. euren Vorschlag online oder per Post einreichen. Im Internet werden alle eingegangenen Vorschläge veröffentlicht. Danach könnt ihr vom 18.1. bis 8.2.2021 darüber abstimmen, welche Projekte umgesetzt werden sollen.
Weitere Infos und die Anmeldung für die Online-Einreichung findet ihr hier: www.berlin.de/buergerhaushalt-marzahn-hellersdorf/
Ausgedruckte Formulare für die Einreichung per Post können auch bei uns in der FreiwilligenAgentur abgeholt werden.
Der Bürger*innenhaushalt richtet sich auch ganz explizit an Kinder- und Jugendliche im Bezirk – Mehr Infis dazu hier.

Broschüre „Dunkelziffer unbekannt“ erschienen

Lektüre der Dunkelziffer bei“ Schöner leben ohne Nazis“ am 6. September 2020. Bildnachweis: Antirassistisches Register der ASH

Seit dem Frühjahr 2016 erscheint jährlich eine Ausgabe der  „Dunkelziffer Unbekannt“.
Herausgeber_innen sind der AK Rechte Gewalt, die Antirassistische Registerstelle sowie der AStA der ASH Berlin.

Pünktlich zum Demokratiefest „Schöner leben ohne Nazis“ am 6. September halten wir  die fünfte Ausgabe druckfrisch in den Händen und im Foyer sowie in der Bibliothek der ASH Berlin liegt sie zum Mitnehmen aus. Für alle, die aufgrund von Covid-19 nicht an die Hochschule können, kann sie hier auch im Homeoffice heruntergeladen und gelesen werden.

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Aktion im Rahmen der Berliner Freiwilligentage: Stolpersteine putzen – Erinnerung pflegen

„Die Hellersdorfer“ berichten:

Drei Adressen, zehn ausgelöschte Leben: Bei einem Stolperstein-Rundgang samt Putzaktion haben die Alice-Salomon-Hochschule und das Bündnis für Demokratie und Toleranz am Montagnachmittag aktive Erinnerungsarbeit im Bezirk geleistet. Freiwillige befreiten ausgewählte Stolpersteine in Mahlsdorf und Kaulsdorf von Straßenschmutz und Patina. Mit weichen Schwämmen und Politur verhalfen sie den kleinen quadratischen Mahnmalen zu neuem Glanz.

Stolpersteine sind zehnmal zehn Zentimeter große, mit einer Messingplatte besetzte Pflastersteine. Sie erinnern an Menschen, die zwischen 1933 und 1945 von den Nationalsozialisten verfolgt, entrechtet, vertrieben und ermordet wurden. Vor den letzten frei gewählten Wohnorten der Opfer lässt der Künstler Gunter Demnig die Betonquader in den Boden ein. Jeder Stein wird per Hand gefertigt und trägt die Aufschrift: „Hier wohnte“. Außerdem sind der Name und die Lebensdaten der jeweiligen Person eingraviert. Gedacht wird mit dem Projekt aller Menschen, die unter dem Nazi-Regime unsägliches Leid ertragen mussten – darunter Juden, Sinti und Roma, politische Gegner, religiös Verfolgte, Menschen mit Behinderungen, Obdachlose, Prostituierte und Deserteure.

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Mitmachen bei den Berliner Freiwilligentagen „Lern.Ort.Engagement“

Presseinformation – 11.09.2020

„Was heißt Solidarität für Dich?“ – Die Kampagne „Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf“ lädt zum Mitmachen bei den Berliner Freiwilligentagen ein

Unter dem Motto „Lern.Ort.Engagement“ starten heute die diesjährigen Berliner Freiwilligentage. Auch Initiativen aus Marzahn-Hellersdorf sind dabei.

Vom 11. bis 20. September 2020 können sich auch unter Covid-19-bedingten Herausforderungen und Einschränkungen „alle Berlinerinnen und Berliner an vielfältigen Aktionen beteiligen, Engagement erleben und sich so für ihre Mitmenschen einsetzen! Wir laden Sie dazu ein, eigene Mitmach-Aktionen anzubieten: Ob vor Ort im Kiez, digital oder von zuhause – zusammen mit Ihnen wollen wir ein Zeichen für freiwilliges Engagement und für ein solidarisches Berlin setzen“ – so die Ankündigung der Initiator_innen Paritätischer Wohlfahrtsverband LV Berlin e.V. und Berliner Tagesspiegel. Schirmherr ist der Regierende Bürgermeister.

Hochschulen, Nachbarschaftsinitiativen, antirassistische und antifaschistische Gedenkorte bieten trotz Covid-19 Lernorte für Solidarität, gesellschaftlichen Zusammenhalt und für Prozesse einer grundlegenden Demokratisierung des städtischen Lebens. Die Alice Salomon Hochschule Berlin und das Bündnis für Demokratie und Toleranz in Marzahn-Hellersdorf sind gemeinsam mit weiteren Akteuren im Rahmen der Kampagne „Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf“ mit Aktionen vor Ort dabei.

Das Engagement und das Eintreten für solidarische Kieze, ein solidarisches Berlin sowie eine offene und solidarische Gesellschaft der Vielen stehen dabei im Mittelpunkt der folgenden drei Aktivitäten. Zu den Veranstaltungen sind alle herzlich eingeladen, die sich für solidarische Städte sowie vor Ort für solidarische Kieze in ihren Nachbarschaften und Stadtteilen einsetzen (möchten).

Alle Veranstaltungen finden draußen statt. Aufgrund von Covid-19 und der erforderlichen Abstands- und Hygieneregelungen ist die Anzahl der Teilnehmer_innen begrenzt.
Zur besseren Planbarkeit wird daher um eine Anmeldung per E-Mail gebeten unter: solidarische_kieze@ash-berlin.eu

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Friedenskonzert am 18.09. auf dem Barnimplatz

Liebe Aktive, liebe Nachbar*innen,

wir möchten Sie und Euch herzlich zu einem „Friedenskonzert“ einladen, welches am 18.09.2020 auf dem Barnimplatz stattfinden wird.

Wann: 18.09.2020

Einlass: 14:30, Konzert: 15:00-17:00

Ort: Barnimplatz, 12689 Berlin

Bühnenprogramm mit: „Hoforchester Oranienburg“ und „Zucker & Zimt“.

Wir wollen Frieden im Großen und Kleinen feiern. Das Konzert findet anlässlich des Internationalen Tages des Friedens (UNO) statt.

Dieser wird bereits zum zweiten Mal in unserem Stadtteil begangen, diesmal aufgrund der Pandemie mit einer kleineren Feier.

Das Konzert wird von einer kleinen „Friedensaktion“ begleitet.

Alle Bewohner*innen, alle Interessierte sind herzlich willkommen! Weiterlesen …

18.9.2020 Haus Babylon: Demokratie Rallye

Spaß, Spannung und tolle Preise erwarten Euch! Am Freitag den 18.09. um 16:00 findet die Demokratie Rallye statt. Wir treffen uns im Haus Babylon. In Teams müsst Ihr dann Rätsel rund um die Demokratie lösen. Die besten drei Gruppen gewinnen. Kommt vorbei und bringt Eure Freunde mit!

Mehr Infos beim Interkulturen Schulprojekt Babylon.

14.9.2020: Wider das Vergessen – Stolpersteine Putzspaziergang

Mit diesem Putzspaziergang zu ausgewählten Stolpersteinen in Kaulsdorf und Mahlsdorf möchten wir einen Einblick in das Leben einiger Menschen geben, die in der Zeit von 1933 bis 1945 von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden. Die Stolpersteine halten die Erinnerung an die Menschen wach. Wir laden zum gemeinsamen Putzen der Stolpersteine ein. Alles was dazu gebraucht wird, wird von uns mitgebracht.

Der Putzspaziergang ist Teil der Kampagne Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf.
Foto: Steven Kelz (CC-BY-SA 4.0)

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Höcke kommt. WIR AUCH!

Höcke kommt. Er tritt zusammen mit weiteren AfD-Mitgliedern auf, die jahrelang zum extrem rechten Flügel der Partei gehörten. Die strategische Auflösung des „Flügels“ tut dem Netzwerk keinen Abbruch. Unbehelligt wollen sie sich am Rand von Berlin treffen – doch wir werden ebenso kommen!

Antifaschistische Kundgebung
Freitag, 11. September | 18 Uhr | vor dem AfD-Treff „Mittelpunkt der Erde“, Mahlsdorfer Straße 2, 15366 Hoppegarten (Hönow)

Anfahrt u.a. über Bus 195 und 395  (Hönower Str. / Riesaer Str) oder Tram M6 (Riesaer Straße)
Gemeinsame Anreise aus Berlin: 16.50 Uhr S-Landsberger Allee (an den Tramgleisen)

Die Veranstaltung findet bereits am Freitag, den 11.9., im „Mittelpunkt der Erde“ statt. Das Restaurant mit Veranstaltungssaal liegt in Hönow in Märkisch-Oderland, direkt an der Grenze zu Marzahn-Hellersdorf.

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BENN Boulevard Kastanienallee: Das Sommerfest wird mobil

Das traditionelle Sommerfest findet in diesem Jahr in etwas anderer Form statt, an verschiedenen Orten und an mehreren Tagen. Am 10. September 2020 tritt das Duo „Abeer Mohammed“ aus Ägypten auf und singt Mitmachlieder für Kinder und die ganze Familie. Ein Truck begleitet sie an den drei Stationen Stadtteilbüro, Rondell am ehemaligen Landschaftsbrunnen und Grünfläche an der Gemeinschaftsunterkunft Maxie-Wander-Straße.

Satirische Lieder aus Marzahn-Hellersdorf trägt Wolfgang Reuter am 17. September vor. Zu den bereits erwähnten Spielorten kommt noch der „mp43 – projektraum für das periphere“ dazu. Am Pavillon „Zur Spinne“ gegenüber dem „Neuenhagener“ Fleischer wird an diesem Tag die Kugelbahn eröffnet. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt des Projektträgers „Kollegen 2,3 – Bureau für Kulturangelegenheiten“ und zahlreichen Bewohner*innen aus dem Quartier, die beim Entwickeln und Ausprobieren mitgeholfen haben.

Den Abschluss bildet am 24. September der Auftritt der Liedermacherin „Judith auf Erden“ an den bekannten Orten und am Tiele-Winckler-Haus. An allen drei Tagen erwartet das KastanienNest die Teilnehmenden mit einem Glücksrad, Buttonmaschine und leckeren Waffeln.

Alle sind herzlich willkommen am 10./17./24. September vorbeizuschauen. Die dazugehörige Pressemitteilung des Bezirksamtes Marzahn-Hellersdorf finden Sie hier.

Quelle

Café auf Rädern feiert sechsten Geburtstag

Seit September 2014 ist Barbara Jungnickel mit dem Café auf Rädern im Viertel rund um den Boulevard Kastanienallee unterwegs und kommt mit vielen Nachbar*innen über das, was die Menschen im Alltag bewegt, ins Gespräch. An dem kleinen Klapptisch nehmen sowohl Stammgäste Platz als auch Menschen, die das Projekt vorher noch nicht kannten und einfach mal vorbeischauten. Inzwischen hat das Café auf Rädern seit über einem Jahr einen „großen Bruder“ – die „Kastaniette“. Der zu einem mobilen, wetterunabhängigen Begegnungs- und Informationsort umgebaute Bauwagen steht derzeit am nördlichen Ende des Kastanienboulevards und erwartet seine Gäste immer dienstags bis donnerstags jeweils von 14 bis 17 Uhr. Finanziert wird das Bauwagenprojekt (Projektname “Kommunikation auf Rädern”) mit Mitteln aus dem Programm „Sozialer Zusammenhalt“. Das Café auf Rädern ist ein Projekt der Evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Hellersdorf. Weiterlesen …

Stellungnahme der Organisator*innen des Schöner Leben ohne Nazis

Während unserer Veranstaltung „Schöner leben ohne Nazis am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf“ kam es zu einer gezielten Provokation der AFD.
Eine Gruppe von AFD Vertreter:innen verteilte sich über die drei Eingänge um Einlass zu erhalten. Dieser wurde, wie im Vorfeld mit dem Sicherheitsdienst besprochen, gewährt obwohl es offenbar war, dass diese Personen nicht kamen, um dem Veranstaltungszweck zu folgen. Einer Person wurde der Eintritt verwehrt, weil diese sich weigerte das Parteiabzeichen zu entfernen und eine Maske aufzusetzen. Weitere ca 15 Personen erhielten den Zutritt.
Unter ihnen der Abgeordnete Gunnar Lindemann, der direkt nach Einlass begann die Persönlichkeitsrechte anwesender Personen zu verletzen, in dem er sie ungefragt in Großaufnahme fotografierte. Darauf hin hat ein Vertreter des Veranstalter:innenkreises darauf hingewiesen, weitere Personenfotos zu unterlassen. Herr Lindemann hat angekündigt dies nicht zu tun. Daraufhin wurde er des Geländes verwiesen. Auch dieser 3 Mal erfolgten Aufforderung ist er nicht gefolgt, woraufhin der Sicherheitsdienst versuchte ihn vom Gelände zu weisen und dort der Polizei zu übergeben.

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30 Jahre Wiedervereinigung: Demokratiefest „Schöner leben ohne Nazis“

Pressemitteilung vom 30.07.2020

Am Samstag, dem 5. September 2020, feiern von 14:00 bis 19:00 Uhr die Bürgerinnen und Bürger von Marzahn-Hellersdorf wieder das Demokratiefest „Schöner leben ohne Nazis“ auf dem Alice-Salomon-Platz, in diesem Jahr unter dem Motto „30 Jahre Wiedervereinigung“.

Weltoffen, gemeinsam und solidarisch zeigen engagierte Bürgerinnen und Bürger aus dem Bezirk sowie die Organisatoren und Organisatorinnen schon seit 2009 Gesicht gegen Rassismus und setzen mit diesem Fest ein Zeichen für Toleranz, Vielfalt und Solidarität.
Den Besucherinnen und Besuchern wird ein abwechslungsreiches kulturelles und musikalisches Programm (u.a. D!e Gäng, Flamenco Alegre, Gonçalo Mortágua Trio und weitere Acts) geboten, das für ein solidarisches Miteinander wirbt und sich gegen Menschenfeindlichkeit jeder Art stellt. Kulinarische Köstlichkeiten aus aller Welt laden zum Probieren ein. Und durch vielfältige Angebote kommen auch Kinder beim Fest voll auf ihre Kosten.

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18.9.2020: Erinnern und Organisieren! – Solidarische Kieze entwickeln

Mit diesem Kiezspaziergang zu exemplarischen Orten und Initiativen antirassistischen und antifaschistischen Erinnerns und Gedenkens möchten wir sichtbar machen, wie und wo Tatorte rechter und rassistisch motivierter Diskriminierung und Gewalt zu Orten eines würdigen Erinnerns, Gedenkens und Handelns sowie zu gemeinsamen Organisierungsprozessen für Solidarische Kieze werden können.

Ausgehend vom Alice-Salomon-Platz am Haupteingang der Alice Salomon Hochschule führt unser Kiezspaziergang durch Hellersdorf-Nord und -Ost.

Der Spaziergang findet statt im Rahmen der Kampagne Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf.

Aktionsgruppe: Kampagne Solidarische Kieze in Marzahn Hellersdorf, Register zur Erfassung rechtsextremer und diskriminierender Vorfälle Marzahn-Hellersdorf und AK gegen Rechte Gewalt an der ASH Berlin

https://buendnis.demokratie-mh.de/solidarische-kieze/

Aktionstermin(e): 18.09.2020 – 16-18 Uhr

Aktionsort: Alice-Salomon-Platz 5, 12627 Berlin, Marzahn-Hellersdorf

Diese Aktion ist stufenlos erreichbar?: ja

Behindertengerechte WC vorhanden: nein

Interview mit J., Sozialarbeiter in Marzahn-Hellersdorf im Rahmen der Kampagne Solidarische Kieze

Im August 2020 haben wir als Kampagne Solidarische Kieze ein kleines Interview mit einem Sozialarbeiter aus Marzahn-Hellersdorf geführt. Hier findet Ihr seine Antworten:

J.: Nein, ich hatte von eurer Kampagne „Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf“ noch nichts gehört. Allerdings arbeite ich auch erst seit kurzem als Sozialarbeiter in Marzahn-Hellersdorf und ich wohne in einem anderen Bezirk.

  • Was haltet Ihr von der Idee?

J.: Ich finde die Idee gut, sich zu vernetzen, sich auszutauschen, sich auch zu unterstützen, ins Gespräch zu kommen und Zeichen zu setzen und mehr als das, um Diskriminierung, Ausgrenzung, Sexismus, Homophobie, Antisemitismus, Rassismus und Nationalismus zu thematisieren und entgegen zu wirken. Und auch der Versuch von Achtsamkeit, den Blick auch auf sich selbst zu richten und sich selbst immer wieder zu hinterfragen und offen zu sein für Rückmeldungen, falls in eigenen Handlungen und Denkweisen diskriminierende Aspekte vorhanden sein sollten. Weiterlesen …

Newsletter für Demokratieentwicklung in Marzahn-Hellersdorf für September/Oktober 2020 erschienen

Liebe Leser*innen,

herzlich willkommen zum fünften Newsletter der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf im Jahr 2020.

Seit dem letzten Newsletter hat sich trotz Corona-Pandemie einiges ereignet. Besonders traurig ist für uns der Verlust unserer langjährigen Mitstreiterin und Freundin Beatrice Morgenthaler:

Am Abend des 11. August 2020 ist Beatrice Morgenthaler nach langer, schwerer Krankheit verstorben. Sie war eine der Gründer*innen des Bündnisses für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf. Im Bündnis vertrat sie den Integrationsbeirat des Bezirks. Von der Gründung des Bündnisses 2014 bis 2020 war sie eine seiner Sprecher*innen.

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Tag der Erinnerung und Mahnung – 75 Jahre Tag der Opfer des Faschismus

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf dokumentiert bzw. unterstützt den Aufruf der Berliner VVN-BdA:

13. September 2020

14.00 Uhr Fest und Kundgebung am Rosa-Luxemburg-Platz

11.00 Uhr Antifaschistischer Fahrradkorso

Ein paar Worte vorab: 

Wir sind mit unserem Vorbereitungen in diesem Jahr etwas spät dran. Außerdem stellt uns die Covid 19 Pandemie und die damit verbundenen Verantwortungt für iunsere Gäste vor große schwierigkeiten. Und noch ist die Veranstaltung nicht genehmigt. Es wird es auf unserer Veranstaltung eine Maskenpflicht geben – aus Verantwortung und als Statement. (12.8.2020)

Aufruf:

Antifaschismus ist gemeinnützig

Überlebende der Konzentrationslager und Zuchthäuser begründeten am 9. September 1945 die Tradition, am zweiten Sonntag im September der Opfer des Faschismus zu gedenken. Als Tag der Erinnerung und Mahnung – Aktionstag gegen Rassismus, Neonazismus und Krieg – verbindet er heute das Gedenken an die Opfer des Nazi-Regimes mit wichtigen Debatten der Gegenwart.

In diesem Jahr werden wir wieder bereits zuvor aktiv:
Am 1. September 2020, am Jahrestag des Überfalls der faschistischen Wehrmacht auf Polen, laden wir um 9.30 Uhr zu einer antifaschistischen Kundgebung am Denkmal des polnischen Soldaten und deutschen Antifaschisten ein. Um 11.00 Uhr werden wir am Ernst-Reuter-Platz an der TU ein Denkmal für die polnischen Befreier*innen Berlins einweihen.

Am 13. September beginnen wir mit einer Kundgebung um 11.00 Uhr vor dem Eingang der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik. Wir wollen uns dort für einen Gedenkort für die Euthanasieopfer auf dem ehemaligen Anstaltsfriedhof einsetzen. Danach fahren wir mit unserem antifaschistischen Fahrradkorso zum Tag der Erinnerung und Mahnung am Rosa-Luxemburg-Platz, wo unser Programm um 14.00 Uhr beginnt. Weiterlesen …

Wir haben eine Mitstreiterin verloren – und eine Freundin

Am Abend des 11. August 2020 ist Beatrice Morgenthaler nach langer, schwerer Krankheit verstorben. Sie war eine der Gründer*innen des Bündnisses für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf. Im Bündnis vertrat sie den Integrationsbeirat des Bezirks. Von der Gründung des Bündnisses 2014 bis 2020 war sie eine seiner Sprecher*innen.

Beatrice Morgenthaler war eine unbeugsame Kämpferin für eine Gesellschaft, in der alle Menschen frei und ohne Angst leben können. Wir alle erinnern uns gerne an ihre freundliche, aber auch direkte Art, an ihre Ideen, wie wir etwas gestalten könnten, ihr Engagement bei der Umsetzung und nicht zuletzt die Prinzipientreue, die ihr Verhalten bestimmt hat. Ihre Unbeirrbarkeit im Einsatz für eine vielfältige Gesellschaft und gegen jede Form der Ausgrenzung ist unvergessen. Mit ihrer Arbeit und ihrem Engagement hat sie das Bündnis mit aufgebaut und entscheidend geprägt. „Ich mache mit im Bündnis, weil Marzahn-Hellersdorf mein Zuhause ist. Ich will helfen, dass Vielfältigkeit, Offenheit und Toleranz sichtbarer werden und die vielen Stärken der Menschen in unserem Bezirk einen größeren Platz in der Öffentlichkeit bekommen. Gemeinsam mit anderen Partner*innen an diesem Ziel zu arbeiten macht am meisten Spaß.“ Das war ihre Motivation.

Wir danken Beatrice für ihr Engagement, und wir sind traurig, dass wir sie nicht mehr bei uns haben. Wir werden Dich nicht vergessen, liebe Beatrice, und in Deinem Sinne weiterarbeiten.

Dagmar Pohle, Bezirksbürgermeisterin und Schirmfrau des Bündnisses

Steven Kelz, Sprecher

Henny Engels, Sprecherin

Moritz Marc, Koordinator für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf

Proteste gegen einen Neonazi-Aufmarsch in Berlin

Update +++ Samstag, 03.10.2020, Berlin,14 Uhr – Die rechtextreme Kleinstpartei Der III. Weg hat einen Aufmarsch von 14.00-20.00 in Berlin angemeldet und bewirbt diesen für Hohenschönhausen (Lichtenberg). Startpunkt und Route sind nicht bekannt. Breite Proteste gegen den Neonazi-Aufmarsch sind in Vorbereitung. – Beitragsbild: Positionierung gegen Nazis am 29.02.2016 in Hohenschönhausen – (Foto:Berlin gegen Nazis)

Routen von rechtsextremen Aufmärschen werden in Berlin erst wenige Tage vor dem jeweiligen Termin veröffentlicht. Für den III.Weg -Aufmarsch ist entsprechend nur bestätigt, dass die Anmeldung in einem der drei Ost-Berliner Bezirke Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf oder Treptow-Köpenick zu erwarten. Die Neonazis selbst bewerben seit dem 16.August auf ihrer Webseite und in Flyeraktionen in verschiedenen Berliner Bezirken den Lichtenberger Stadtteil Hohenschönhausen. Das der Neonazi-Aufmarsch am 03.10. tatsächlich dort stattfindet, ist wahrscheinlich aber nicht gänzlich sicher.

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Berliner Demokratietag 2020

Wir dokumentieren den Aufruf der Berliner Initiative „Die offene Gesellschaft“ und würden uns über aktive Beiträge aus Marzahn-Hellersdorf sehr freuen:

Unzählige Berliner*innen setzen sich in Vereinen, Verbänden oder Bewegungen für eine offene und solidarische Stadt ein. Doch nicht alle können gleichermaßen mitmachen: Weil nicht alle den richtigen Pass besitzen, um wählen und mitentscheiden zu dürfen. Weil die meisten öffentliche Orte nicht für alle sicher und zugänglich sind. Weil nicht alle genügend Einkommen haben, um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

Mit dem Berliner Demokratietag am 15. September wollen wir das vielfältige Engagement für gleichberechtigte Teilhabe in Berlin sichtbar machen – und zugleich einen kritischen, aber konstruktiven Blick auf demokratische Barrieren und Ausschlüsse in Berlin werfen.

Zu diesem Anlass finden Veranstaltungen und Aktionen in allen Berliner Bezirken statt. Eine begleitende Video- und Medienkampagne trägt die gesammelten Perspektiven, Ideen und Forderungen für ein demokratisches Berlin für alle in die Öffentlichkeit und Politik.

Interkulturelle Tage in Marzahn-Hellersdorf 2020

Die “Interkulturellen Tage in Marzahn-Hellersdorf” finden in diesem Jahr vom 5. bis 25. September 2020 statt. Auch dieses Jahr gibt es wieder ein spannendes und vielseitiges Programm in unserem Bezirk. Wir freuen uns über eine zahlreiche Teilnahme an den verschiedenen Veranstaltungsformaten.

Das Programm der Interkulturellen Tage 2020 (Stand: 30.07.2020) kann hier abgerufen werden.

Presse:

Die „Interkulturellen Tage“ haben begonnen (Die Hellersdorfer, 06.09.2020)

2. Aufruf für den Aktionsfonds im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie Marzahn-Hellersdorf

Pressemitteilung des Bezirksamtes Marzahn-Hellersdorf vom 30.07.2020

Die FreiwilligenAgentur Marzahn-Hellersdorf startet den 2. Aufruf für den Aktionsfonds im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie Marzahn-Hellersdorf 2020. Bürger und Bürgeinnen jeden Alters, Initiativen oder freie Trägerinnen und Träger können sich mit kreativen Projektideen für Toleranz und Demokratie einsetzen. Gefördert werden Kleinprojekte in Höhe von bis zu 600 Euro. Der Projektstart ist ab Montag. dem 7. September 2020, möglich und bis zum 10. Dezember 2020 umzusetzen, die Frist zur Einreichung von Projektideen endet am Sonntag, dem 30. August 2020.

Am Dienstag, dem 18. August 2020, ab 17:00 Uhr, findet für Interessierte ein Workshop in den Räumen der FreiwilligenAgentur (Helene-Weigel-Platz 6) statt. Interessierte können sich hier über Ideen für den Aktionsfond austauschen und Fragen stellen. Bei erneuten Kontakteinschränkungen findet der Kurs im Internet statt. Eine Anmeldung zu dem Workshop ist per E-Mail-Adresse möglich.

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Neue Ausgabe der “Dunkelziffer Unbekannt” ist erschienen!

Ab heute ist die neue Ausgabe der “Dunkelziffer Unbekannt” online. Dabei ist u.a. die Jahresauswertung des Registers, ein Beitrag zum “Stillen Gedenken” in #MaHe und viele weitere Infos rund um rechte Aktivitäten in #Marzahn#Hellersdorf:
https://t.co/EiEbfqy0nL
#BerlinerRegister

18.7.2020 Марцан Прайд | Marzahn Pride

Die Marzahn Pride findet am Samstag, den 18. Juli 2020 statt.

Wir warten auf euch!

Manifest:

Wir sind stolz auf Vielfalt und haben Stereotype satt!
Darum möchten wir unseren russischsprachigen Mitbürger*innen Deutschlands zeigen, dass die LGBT+ Community aus Menschen besteht, die die gleichen Rechte besitzen.

Aus diesem Grund möchten wir im Zentrum von Marzahn, dem Berliner Stadtteil mit den meisten russischsprachigen Einwohnern, auf uns aufmerksam machen. Unser Ziel ist, Stereotype aufzulösen und Marzahn zu überzeugen, uns ohne wenn und aber zu akzeptieren, damit wir uns nicht nur am Nollendorfplatz, aber auch in der Landsberger Allee sicher und wohl fühlen können.

Wir möchten zu Diskussionen hinsichtlich unser Identität anregen und darüber sprechen, wie es ist, Emigrant*in“ und gleichzeitig schwul, lesbisch, bi-, pan- oder transsexuell in Deutschland zu sein.

Darüber hinaus möchten wir auf die Gefahr hinweisen, in der sich die LGBT+ Community in osteuropäischen und zentralasiatischen Ländern befinden.
Wir haben die Sprache des Krieges und des Hasses satt.

Auf Intoleranz möchten wir mit Bildung, Offenheit und einer großen Feier antworten und laden Euch alle zur Marzahn Pride 2020 ein!

Gastgeber: Quarteera

Marzahn Pride Website

FB-Event

Lesung am 15.7.2020 im MAXIE-Treff der WG Wuhletal eG: Lies das Buch, nicht das Cover!

 


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Interview mit Mohamed – Mitbegründer von Gemeinsamer Horizont e.V.

Die Kampagne Solidarische Kieze Marzahn-Hellersdorf befragt aktuell Bürger*innen, soziale Träger und Einrichtungen sowie zivilgesellschaftliche Akteur*innen zum Thema Solidarität und Umgang mit der Corona-Krise in den Kiezen und Nachbarschaften unseres Bezirkes. Wenn Ihr Euch an unserer Kampagne beteiligen möchtet oder Lust habt Euch von uns zu Eurem Engagement befragen zu lassen, schreibt uns einfache eine Mail an: koordinierungsstelle-mh@pad-berlin.de

Mohamed is a Computer Engineer from Iraq, he arrived in Berlin in 2016 as a refugee. Mohamed is currently doing a Masters of Social Sciences and he is a co-founder of Gemeinsamer Horizont e.V. where they aim to redefine the concept of integration through education seeing integration as a two-way process. They currently run a few educational projects to empower refugees in Marzahn-Hellersdorf.

  1. Was versteht Ihr heute unter dem Begriff „Solidarität“? Ist das für Euch noch zeitgemäß und falls ja, wie kann oder sollte praktische Solidarität in diesen schwierigen Zeiten aussehen?

Solidarity to me is the process of showing care, empathy to a specific group of individuals under specific societal, political, or economic pressure. Moreover, solidarity includes sharing those groups situation and raise awareness and create possibilities for support and elevate them from their status quo. I don’t know if it is up to date or not, but I believe that practical solidarity should include the groups that are under the pressure. Somehow, I perceive that most of the time, the targeted groups are not in the discussion rather pointed at from the outside.

Solidarität ist für mich der Prozess des Zeigens von Fürsorge und Empathie gegenüber einer bestimmten Gruppe von Menschen, die unter einem bestimmten gesellschaftlichen, politischen oder wirtschaftlichen Zwang stehen. Darüber hinaus umfasst Solidarität, die Situation dieser Gruppen zu teilen, das Bewusstsein zu stärken und Möglichkeiten zur Unterstützung zu schaffen und sie von ihrem Status quo zu erheben. Ich weiß nicht, ob es aktuell ist oder nicht, aber ich glaube, dass praktische Solidarität die Gruppen einschließen sollte, die unter dem Zwang stehen. Irgendwie stelle ich fest, dass die Zielgruppen meistens nicht in der Diskussion sind, sondern eher von außen angesprochen werden. Weiterlesen …

„Respekt und Menschenrechte sind nicht exklusiv!“

Pressemitteilung vom 02.07.2020

Gemeinsame Presseerklärung der Berliner Bezirke, des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg (LSVD) und des Berliner Entwicklungspoltischen Ratschlags (BER)

„Respekt und Menschenrechte sind nicht exklusiv!“

Berliner Bezirke und zivilgesellschaftliche Akteur*innen sind beunruhigt über die Berichte von sogenannten “LGBT-freien-Zonen” in Polen
Eine Vielzahl polnischer Städte und Gemeinden haben sich zu sogenannten “LGBT-freien Zonen” erklärt. Die Unterzeichnung entsprechender Erklärungen hat zu einer hohen Besorgnis unter kommunalen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen in Berlin und seinen Bezirken geführt.
Der Umstand, dass national-konservative und rechte Politiker*innen, Akteur*innen und Kirchenvertreter*innen homo- und transphobe Propaganda in Polen betreiben, ist nicht neu. Nach persönlichen Angriffen auf Teilnehmende von Paraden zur Gleichstellung und Denunzierungen von Aktivist*innen, sind amtliche Beschlüsse eine weitere nicht-akzeptable Form der Ausgrenzung.

Insgesamt acht Berliner Bezirke besitzen oftmals langjährige, kommunale Partnerschaften mit polnischen Gemeinden und Bezirken. Nach den vorläufigen Kenntnissen hat bereits 2019 mit Poniatowa erstmals eine bezirkliche Partnerstadt eine entsprechende Erklärung unterzeichnet. An dieser Stelle bekräftigen alle mitzeichnenden Institutionen nachdrücklich, dass die beschriebenen aktuellen Entwicklungen eine Gefahr für die bestehenden vertrauensvollen Partnerschaften, aber auch zukünftigen Zusammenarbeiten, darstellen.

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Interview mit Constanze Paust – Leiterin der FreiwilligenAgentur Marzahn-Hellersdorf

Die Kampagne Solidarische Kieze Marzahn-Hellersdorf befragt aktuell Bürger*innen, soziale Träger und Einrichtungen sowie zivilgesellschaftliche Akteur*innen zum Thema Solidarität und Umgang mit der Corona-Krise in den Kiezen und Nachbarschaften unseres Bezirkes. Wenn Ihr Euch an unserer Kampagne beteiligen möchtet oder Lust habt Euch von uns zu Eurem Engagement befragen zu lassen, schreibt uns einfache eine Mail an: koordinierungsstelle-mh@pad-berlin.de

Constanze Paust ist seit 1. April Leiterin der Freiwilligenagentur des Bezirks. Sie übernahm die Stelle von Jochen Gollbach, der die Agentur aufbaute und zehn Jahre leitete. „Natürlich konnte ich nicht damit rechnen, dass die Übernahme dieser Funktion genau in die Corona-Krise fällt“, sagt die 44-Jährige.  (Siehe auch Bericht der Berliner Woche: Freiwilligenagentur Marzahn-Hellersdorf beginnt mit neuen Projekten)

Habt Ihr bereits von der vor kurzem gestarteten Kampagne „Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf“ (https://buendnis.demokratie-mh.de/solidarische-kieze/) gehört?

C.P..: Am 1. April diesen Jahres habe ich die Leitung der FreiwilligenAgentur Marzahn-Hellersdorf übernommen. Neben der Einarbeitung in die vielfältigen Aufgaben der FWA habe ich auch Kenntnis von der Kampagne genommen. Sie ist über mehrere Kanäle an uns gelangt, was für ihre gute Verbreitung spricht. Weiterlesen …

Schöner leben ohne Nazis 2020 am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf

Am 5. September 2020 findet nunmehr zum zwölften Mal das Demokratiefest „Schöner leben ohne Nazis“ auf dem Alice-Salomon-Platz statt.

 „Schöner leben ohne Nazis“ wurde vor 12 Jahren, initiiert von verschiedenen Parteien und Vereinen, erstmals durchgeführt. Seitdem hat sich das Netzwerk stetig erweitert. Insgesamt werden sich in diesem Jahr über 40 Institutionen, meist aus dem Bezirk auf der Bühne oder an Ständen daran beteiligen.

Im Anbetracht der gegenwärtigen der gegenwärtigen Wahlergebnisse, der nationalistischen und rassistischen Tendenzen gerade auch in unserem Bezirk, ist es ums so bemerkenswerter, dass diese Veranstaltung von einem breiten ehrenamtlichen Engagement lebt, dass mit viel Liebe von Bürgern dieses Bezirkes organisiert und umgesetzt wird.

Bei „Schöner leben ohne Nazis am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf“ präsentieren sich verschiedene im Bezirk ansässige demokratische Akteure (z.B. Vereine, Initiativen, Parteien, Ämter, Gewerkschaften, Religionsgemeinschaften), die sich aktiv dem Ziel verschrieben haben, gemeinsam ein sichtbares Zeichen gegen Ausgrenzung, Rechtsextremismus und jedwede Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu setzen.

Auf dem Fest werden sich die Akteure mit Infoständen und Aktionen für Menschen jeden Alters vorstellen. Mit dabei sind Spielangebote und Basteleien für die Kleinen, Quizze und Sport für Jugendliche, Informationen und Ausstellungen für die Älteren.

Programm hier.

Dokumente zum Download: Standanmeldung

Masken von Nachbarn für Nachbarn!

Via BENN Blumberger Damm: Masken von Nachbarn für Nachbarn! Heute (25.6.2020) konnten wir Masken und Informationsmaterial mit dem Stadtteilzentrum Marzahn auf der Marzahner Prommenade verteilen.

Danke für diese Gemeinschaftsaktion an die Näherinnen aus der Nachbarschaft, das Stadtteilzentrum Marzahn, u.a. mit Martina Di San Marzahno, Klaus-Jürgen Dahler, an das Nähcafé Marzahn, die Paradiesgärten Berlin, Solidarische Kieze Marzahn-Hellersdorf und die Gemeinschaftsunterkunft Rudolf-Leonhard-Straße!! Weiterlesen …

„Solidarität bedeutet für mich …das zu geben, was du selbst brauchst.“

Elène Misbach von der AG Solidarische Kieze hat für das aktuelle Hochschulmagazin „Alice“ der Alice Salomon Hochschule einen ausführlichen Beitrag u.a. zu unserer Kampagne Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf verfasst:

Nach den Themenwochen „Solidarische Stadt“ vom Hochschulverbund BIT6 im September 2019 initiiert die ASH Berlin gemeinsam mit bezirklichen Kooperationspartnern die Kampagne „Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf“ und beteiligt sich auch 2020 wieder an den Berliner Freiwilligentagen.

„Ja, wir versprechen, dass wir als Alice Salomon Hochschule Berlin weiterhin mitwirken werden bei der Belebung des Bezirks Marzahn-Hellersdorf und bei einer Entwicklung hin zu einer solidarischen Stadt.“ – Mit diesen Worten hat die Rektorin der ASH Berlin, Bettina Völter, im Oktober 2018 ihre Festrede zum 20-jährigen Jubiläum des Hochschulstandorts im Bezirk geschlossen und damit den Blick kommunal sowohl auf die lebendige Partnerschaft zwischen Hochschule und Bezirk als auch auf die Stadt Berlin gerichtet (siehe alice 36, Einleger zum Festakt, S.4 ff.).

Weiterlesen in der Online-Ausgabe des „Alice“-Magazins auf Seite 88-91: www.ash-berlin.eu/fileadmin/Daten/News/2020/alice_39_Webversion.pdf

Banneraktion zum Aktionstag #SoGehtSolidarisch

Auch die Kampagne Solidarische Kieze Marzahn-Hellersdorf hat sich mit einem eigenen Banner am Aktionstag #SoGehtSolidarisch des Unteilbar-Bündnisses beteiligt! Dieses wurde an der Aussenfassade der Alice-Salomon-Hochschule in Hellersdorf angebracht. Für ein inklusives Wir – Schafft viele solidarische Kieze! Weiterlesen …

Demokratiebericht Marzahn-Hellersdorf für das Jahr 2019 erschienen

In verschiedenen deutschen Städten haben an den vergangenen Wochenenden Menschen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen demonstriert. Aktuell werden diese wachsenden Proteste zunehmend von Akteur*innen der extremen Rechten instrumentalisiert, um gegen die Demokratie als solches zu agitieren (Siehe: Coronakrise, Demokratieentwicklung, Solidarität in der Nachbarschaft, Gefahren durch Rassismus und rechte Hetze…). Vor diesem Hintergrund und kurz nach dem 75. Jahrestag der Niederschlagung des Nationalsozialismus erscheint der Demokratiebericht für Marzahn-Hellersdorf für das Jahr 2019. Das gemeinsame und solidarische Einstehen für demokratische Grundwerte erscheint uns aktuell so dringend wie selten zuvor!

Der  Demokratiebericht für das Jahr 2019 wurde von bundespolitischen Entwicklungen begleitet, wie den rechtsterroristisch motivierten Mordan-schlägen in Halle, Kassel und Hanau, den Wahlerfolgen der extrem rechten AfD bei den Landtags- und Kommunalwahlen in Ostdeutschland und dem Tabubruch im Fall Kemmerich (FDP) bei der Wahl zum zwischenzeitlichen Ministerpräsidenten von Thüringen mit Unterstützung der Stimmen der dortigen AfD-Fraktion. Es gibt aktuell viele Anzeichen für eine akute Gefährdung der Demokratie. Um diesen Entwicklungen mit Hilfe einer demokratisch engagierten und vielfältigen Zivilgesellschaft aktiv etwas entgegenzusetzen, ist es wichtig die Demokratieentwicklung in den Kommunen voranzutreiben. Hierzu soll der Demokratiebericht als Handwerkzeug für Engagierte im Bezirk einen kleinen Beitrag leisten.

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Newsletter für Demokratieenticklung in Marzahn-Hellersdorf für Juli/August 2020 erschienen

Liebe Leser*innen,

herzlich willkommen zum vierten Newsletter der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf im Jahr 2020.

Dies ist unser zweiter Newsletter seitdem wir unser gesellschaftliches Miteinander eingeschränkt und umgestellt haben um die Gefahren der Corona-Pandemie so gut wie möglich abzuwenden. Während die Einschränkungen mittlerweile nach und nach gelockert werden und wir in einigen Bereichen unseres Lebens vorsichtig in den Alltag zurückkehren, bleibt unser Leben weiterhin von den neuen Bedingungen in der Corona-Pandemie geprägt. In diesem Newsletter soll es im Themenschwerpunkt darum gehen wie sich die Pandemie auf die Demokratieentwicklung ausgewirkt hat, welche Gefahren für die Demokratie z.B. durch Rassismus und Verschwörungsideologien deutlich wurden und welche Begriffe und Themen dabei eine Rolle spielen.

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Interview der Kampagne Solidarische Kieze mit Mein Kiez. Mein Zuhause.

Mein Kiez. Mein Zuhause. ist ein Projekt von Babel e.V., das im Quartier Hellersdorfer Promenade zusammen mit Anwohner*innen daran arbeitet eine positive Identifikation mit dem Wohnumfeld herzustellen.

  1. Habt Ihr bereits von der vor kurzem gestarteten Kampagne „Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf“ gehört? Was haltet Ihr von der Idee? Könntet Ihr Euch vorstellen Euch daran aktiv zu beteiligen, z.B. indem Ihr z.B. eigene Formate mit dem frei zur Verfügung stehenden Kampagnenlogo kennzeichnet?

Wir hatten den Erstkontakt per Facebook. Die Idee ist lobens- und in jedem Falle unterstützenswert. Wir sind dazu bereit, uns bei Aktionstagen und Veranstaltungen zu beteiligen. Die zunehmende Spaltung unserer Gesellschaft und die Ausgrenzung von Minderheiten macht ein solidarisches und aktives Miteinander unabdingbar. Dabei geht es nicht allein um eine Signalwirkung, sondern um konkrete Handlungen. Die Umsetzung derer Bedarf einer aktiven Gemeinschaft, die durch dieses Projekt geschaffen wird. Wir veranstalten im Juli eine Ideenwerkstatt und werden bei der Werbung das Kampagnenlogo miteinfügen. Weiterlesen …

Interview der Kampagne Solidarische Kieze mit Yvonne Vedder vom Stadtteilzentrum Mosaik

Yvonne Vedder ist Leiterin des Stadtteilzentrums Mosaik (Altlandsberger Platz 2, 12685 Berlin)

  1. Habt Ihr bereits von der vor kurzem gestarteten Kampagne „Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf“ gehört? Was haltet Ihr von der Idee? Könntet Ihr Euch vorstellen Euch daran aktiv zu beteiligen, z.B. indem Ihr z.B. eigene Formate mit dem frei zur Verfügung stehenden Kampagnenlogo kennzeichnet?

Vedder: Ja, ich habe über das Bündnis für Demokratie und Toleranz von der Kampagne Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf gehört und gelesen. Ich finde die Idee gut und wichtig um die Sichtbarkeit der verschiedenen. Solidaritätsnetzwerke, Einrichtungen, Organisationen und Gruppen im Bezirk zu erhöhen. Ich kann mir vorstellen mich unter dem Diversity-Aspekt und zum Thema Integration zu beteiligen. Weiterlesen …

Vorsicht vor den sogenannten “Hygienedemos”

Gegen die als „Hygienedemos“ verharmlosten Aufzüge haben Berliner Initiativen, Anwohner*inneninitiativen, Parteien, Migrant*innenselbstorganisationen eine gemeinsame Resolution „Vorsicht vor den sogenannten ‚Hygienedemos‘“ verfasst. Darin warnen sie vor der Gefahr, die von dieser neuen rechte Straßenbewegung ausgeht und treffen die Vereinbarung, auch künftig dagegen Position zu beziehen.

Die Resolution, welche auch vom Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf unterstützt wird, sowie die Erstunterzeichner*innen, finden Sie u.a. hier.

#SoGehtSolidarisch – Aufruf und Aktionstag am 14.6.2020

Auch die Kampagne Solidarische Kieze Marzahn-Hellersdorf gehört zu den Erstunterzeichner*innen des Aufrufs #SoGehtSolidarisch. Beteiligt Euch in Euren Kiezen mit eigenen Aktionen am Aktionstag am 14.6.2020:

Die Corona-Pandemie trifft uns alle, doch bei Weitem nicht alle gleich. Was vorher ungerecht war, wird in der Krise noch ungerechter. Wir stehen dafür ein, dass niemand zurückgelassen wird und zeigen, dass wir uns auch jetzt nicht gegeneinander ausspielen lassen:

🗓 Am 14. Juni 2020 spannen wir in Berlin, Leipzig und weiteren Städten ein Band der Solidarität durch die Stadt und demonstrieren #unteilbar, verantwortungsbewusst und mit Rücksicht für eine solidarische Zukunft.

Machen wir uns gemeinsam auf den Weg in eine antirassistische, soziale und klimagerechte Gesellschaft! Für ein besseres Leben für alle!

Ob auf der Straße, am Fenster oder im Netz: #SoGehtSolidarisch!

Den kompletten Aufruf und alle Erstunterzeichnenden findet ihr auf: https://www.unteilbar.org/

▶️ Band der Solidarität in Berlin – #SoGehtSolidarisch
▶️ Band der Solidarität in Leipzig – #SoGehtSolidarisch

Presse:

Bundesweite Demos von „Unteilbar“: „Band der Solidarität“ (taz, 04.06.2020)

Ein Hoch auf die Nachbarschaft

“Helfen wir einander” lautet das Motto des diesjährigen Aktionstages am 29. Mai

Zum dritten Mal wird am 29. Mai bundesweit der „Tag der Nachbarn“ gefeiert. Auf große Straßenfeste muss in diesem Jahr allerdings verzichtet werden. Stattdessen haben die Initiatoren dazu aufgerufen, mit großen und kleinen kontaktlosen Aktionen ein Zeichen für Gemeinschaft, Solidarität und Hilfsbereitschaft zu setzen. Auch Einrichtungen aus Marzahn-Hellersdorf machen mit. 

Ein starkes Miteinander in der Nachbarschaft war vielleicht noch nie so wichtig. „Viele Menschen haben es jetzt besonders schwer – der ältere Herr, der keinen Besuch mehr empfangen kann, die Altenpflegerin und die Kassiererin, die durch extralange Schichten noch müder von der Schicht nach Hause kommen, oder die alleinerziehende Mutter, die Home-Office und Kinderbetreuung gleichzeitig stemmen muss“, sagt Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, die die Initiative der nebenan.de-Stiftung unterstützt. Der Tag der Nachbarn sei daher der perfekte Anlass, um solchen Menschen eine kleine Freude zu bereiten.

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Interview mit Martina Polizzi STZ Marzahn-Mitte/Volkssolidarität

Die Kampagne Solidarische Kieze Marzahn-Hellersdorf befragt ab sofort Bürger*innen, soziale Träger und Einrichtungen sowie zivilgesellschaftliche Akteur*innen zum Thema Solidarität und Umgang mit der Corona-Krise in den Kiezen und Nachbarschaften unseres Bezirkes. Wenn Ihr Euch an unserer Kampagne beteiligen möchtet oder Lust habt Euch von uns zu Eurem Engagement befragen zu lassen, schreibt uns einfache eine Mail an: koordinierungsstelle-mh@pad-berlin.de

Interview mit Martina Polizzi (M.P.) vom Stadtteilzentrum Marzahn-Mitte (Volkssolidarität)

Habt Ihr bereits von der vor kurzem gestarteten Kampagne „Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf“ (https://buendnis.demokratie-mh.de/solidarische-kieze/) gehört?

M.P.: Ja. die Kampagne ist uns bekannt.

Was haltet Ihr von der Idee? Könntet Ihr Euch vorstellen Euch daran aktiv zu beteiligen, z.B. indem Ihr z.B. eigene Formate mit dem frei zur Verfügung stehenden Kampagnenlogo kennzeichnet?

M.P.: Wir unterstützen die Idee und werden eigene Formate mit dem Kampagnenlogo kennzeichnen.

Was versteht Ihr heute unter dem Begriff „Solidarität“? Ist das für Euch noch zeitgemäß und falls ja, wie kann oder sollte praktische Solidarität in diesen schwierigen Zeiten aussehen?

M.P.: Solidarität bedeutet füreinander da zu sein, besonders Schwächere und Benachteiligte in der Gesellschaft zu unterstützen. Ein gutes Beispiel ist die Solidarität durch Futterspenden für den Spielewald vom der Spielplatzinitiative Marzahn.

Wie schätzt Ihr aktuell die soziale Situation in den Stadtteilen und Kiezen unseres Bezirks ein? Wie nehmt Ihr die Stimmungslage in den Nachbarschaften wahr? Was sind aktuell die dringendsten Bedürfnisse der hier lebenden Menschen?

M.P.: Das Stadtteilzentrum Marzahn-Mitte ist Koordinierungsstelle für das bürgerschaftliche Engagement in der Corona Zeit geworden. Von Beginn an haben wir mit der Freiwilligen Agentur Marzahn-Hellersdorf eng zusammengearbeitet, um uns auf die Vermittlung von Hilfsangeboten vorzubereiten. Toll fand ich die Initiativen vom DRK und dem M3 für Einkaufsdienste und Fahrdienste, an die wir Hilfesuchende vermitteln konnten. Erfreulich ist die Tatsache, dass sich mehr Freiwillige gemeldet haben, als Hilfesuchende, Den Kontakt zu den Nutzer*innen des Stadtteilzentrums haben wir weitestgehend per Telefon und E-Mail aufrecht erhalten. Besonders ältere und einsame Menschen freuten sich über diesen Kontakt und die Möglichkeit, sich auszutauschen. Da unser Nähcafé nicht mehr besucht werden konnte haben wir mit den uns bekannten Frauen eine WhatsApp-Gruppe gegründet und beschlossen Behelfsmasken von zu Hause zu nähen, um die Pflegekräfte, die diese dringend für ihre Arbeit benötigten zu unterstützen. Dazu haben wir einen Spendenaufruf gestartet. Mehrmals pro Woche wurden die Matrerialspenden (Stoffe, Bettwäsche, Gummiband, Aktendullis) im Stadtteilzentrum entgegen genommen und dann an die fleißigen Frauen in ihren Wohnungen verteilt. Auch die Nähmaschinen aus dem Nähcafè haben wir herausgegeben. Bis zu 12 Frauen mit und ohne Migrationshintergrund haben sich an der Aktion beteiligt. Mehr als 3000 Behelfsmasken wurden in ehrenamtlicher Arbeit gefertigt und an soziale Einrichtungen, Pflegeeinrichtungen und Flüchtlingsheime verteilt. Auch mit dem BENN-Team vom Blumberger Damm haben wir kooperiert, hier haben wir Material und Schnittmuster und Nähanleitungen zur Verfügung gestellt, damit auch in den Flüchtlingsunterkünften Masken genäht werden konnten.

Zu Beginn der Coronakrise war das Wort „Solidarität“ plötzlich in aller Munde und es entstanden viele neue Nachbarschaftsstrukturen und Hilfsangebote. Auch hier im Bezirk gab und

gibt es vom gemeinsamen Nähen von Community-Masken über Gabenzäune und Einkaufshilfen für hilfebedürftige Menschen eine Menge positive Ansätze von gegenseitiger Hilfe. Wie verhindern wir, dass diese positiven Ansätze von solidarischen Handeln durch die zunehmenden Verschwörungsmythen, verstärkten Rassismus und von Rechten vereinnahmten sogenannten „Hygienedemos“ verloren gehen und die gesellschaftliche Spaltung und Polarisierung in der Post-Coronazeit wieder bzw. weiter zunimmt?

M.P.: Es muss uns gelingen die positive Einstellung zu behalten, mit der Solidarität auch nach Corona nicht nachzulassen. Einsame, kranke und ältere Menschen werden sich immer über einen Anruf oder ein Hilfsangebot freuen. Lasst uns kreativ sein und neue Ideen entwickeln um Menschen in unseren Bezirk zusammen zu bringen.

Was sollte besser laufen im Bezirk? Welchen Beitrag könnte dazu die laufende Kampagne leisten?

M.P.: Ich lebe und arbeite gern in unserem Bezirk. Es gibt zahlreiche gute Initiativen im Bezirk, nicht alle sind bekannt. Wir müssen öfter über den Tellerrand des eigenen Kiezes hinausschauen und uns vernetzen. Dazu braucht es nicht noch mehr zeitraubende Vernetzungsrunden. In den letzten Wochen haben wir gelernt öfter mal wieder zum Telefonhörer zu greifen, oder uns per Telefon- und Videokonferenz effektiv auszutauschen.

Vielen lieben Dank, dass Ihr Euch die Zeit zur Beantwortung unserer Fragen genommen habt! Wir würden uns sehr darüber freuen, wenn Ihr Euch in der kommenden Zeit in der einen oder anderen Form an unserer Kampagne beteiligt. Ansonsten stehen wir auch jederzeit unterstützend zur Seite.

Mit solidarischen Grüßen – AG Solidarische Kieze

Kampagne solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf

Facebook: www.facebook.com/solidarischekiezemh/

Bündniswebsite: https://buendnis.demokratie-mh.de/solidarische-kieze/

8. Mai – Verschiedene Gedenkaktivitäten im Bezirk und darüber hinaus

Rund um den 75. Jahrestag der Niederschlagung des Nationalsozialismus fanden u.a. im Bezirk Marzahn-Hellersdorf verschiedene Gedenkformate statt:

Auf dem Parkfriedhof Marzahn am Wiesenburger Weg und am sowjetischen Ehrenmal in der Brodauer Straße in Kaulsdorf legten einige Vertreter*innen des Bezirksamts und der Bezirksverordnetenversammlung Kränze nieder (Bericht). Auch einige Bürger*innen aus unserem Bezirk gedachten im Laufe des Tages dezentral. „LichtenbergMarzahn+“ berichtete ausführlich: „Individuelles Gedenken an Befreiung„.

Bereits am Vortag des 8. Mai erinnerte das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf und der Verein „Freunde Schloss Biesdorf“ an den sowjetischen Soldatenfriedhof, der von 1946 bis 1958 im Schlosspark Biesdorf Ruhestätte für 462 Soldaten, Offiziere und zivile Tote war. Anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung vom Hitlerfaschismus pflanzten Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle, die Bezirksstadträtinnen Juliane Witt und Nadja Zivkovic sowie Vertreterinnen und Vertreter des Schlossvereins und des Heimatvereins Marzahn-Hellersdorf drei junge Birken mit Blick auf die ehemaligen Grabstätten (Pressemitteilung des Bezirksamtes: Pflanzung neuer Birken im Schlosspark Biesdorf zum Tag der Befreiung.)

Zudem liessen auf Initiative des Bündnisses für Demokratie und Toleranz im Laufe des 8. Mai verschiedene Gemeinden werden in unserem Bezirk die Kirchenglocken erklingen. (Pressemitteilung im Vorfeld: 8. Mai 1945: Bedingunglose Kapitulation Deutschlands – Verhandelt in Karlshorst)

Auf der Internetseite der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung sind einige interessante Artikel rund um das Gedenken zu finden: 75. Jahrestag der Niederschlagung des Nationalsozialismus

Sabine Schwarz vom Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf hat für das „Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin“ am historischen Ort der Ratifizierung der bedingungslosen Kapitulation Nazideutschlands, dem heutigen Deutsch-Russischen Museum in Berlin Karlshorst, ein Video-Statement zum 8.Mai abgegeben. Auch von der Diakoniedirektorin Frau Barbara Eschen gab es dort einen wichtigen Beitrag zu sehen.

Am alten Fabrikgebäude in Kaulsdorf erinnert Manja Finnberg am 10. Mai im Rahmen des Aktionstags von Denk mal am Ort an den jüdischen Unternehmer Otto Rechnitz und seine „Märkische Wachsschmelze“. Das Video erzählt, wie Rechnitz sein Unternehmen schon 1933 verlor und die Verfolgung überlebte. Ein virtuelles Gedenken am historischen Ort.

Wir verweisen als Bündnis an dieser Stelle auch auf die beeindruckende Predigt von Pfarrer Edgar Dusdal zum 8. Mai vor dem Kapitulationsmuseum in Lichtenberg. Sowohl die aufrüttelnde Rückschau als auch der Blick auf die Konsequenzen für uns heute sollte uns alle zum Nachdenken anregen:

 

Projekt gegen Antisemitismus der evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Kaulsdorf

Neben der Jesuskirche in Kaulsdorf ist momentan ein großer Davidstern aufgestellt. Dies ist Teil eines Projektes der dortigen evangelischen Gemeinde zum Thema „Antisemitismus“, welches Frau Simona Behrendt nach den Anschlägen in Halle mit den Kindern der Christenlehre durchgeführt hat.

Anbei dokumentieren wir ein Interview zu dem Projekt, welches dankenswerterweise von der Pastorin Steffi Jawer der Ev. Kirchengemeinde Berlin-Kaulsdorf zur Verfügung gestellt wurde:

Nachgefragt: Seit Anfang März steht ein Davidstern vor der Jesuskirche in Kaulsdorf. Was hat es damit auf sich? Ein Gespräch mit Simona Behrendt, Katechetin der Ev. Kirchengemeinde Berlin-Kaulsdorf.

kklios.de: Was hat Sie und die Kinder motiviert, sich mit dem Thema Judentum zu beschäftigen?

Simona Behrendt: In der fünften und sechsten Klasse lernen die Kinder andere Religionen kennen. Wir lasen das Tagebuch von Anne Frank und beschäftigten uns gerade mit dem Judentum als Religion und der Verfolgung und der Vernichtung der Juden im Nationalsozialismus – als der Anschlag in Halle Anfang Oktober vergangenen Jahres passierte. Das hat uns sehr hellhörig und aufmerksam gemacht. Danach haben wir uns dann etwa drei Monate intensiv mit diesen Themen beschäftigt. Weiterlesen …

8. Mai 1945: Bedingunglose Kapitulation Deutschlands – Verhandelt in Karlshorst

Berlin, der 04.05.2020

Pressemitteilung des Bündnisses für Demokratie und Toleranz

Verhandelt in Karlshorst

Am 8. Mai 1945 trat die bedingungslose Kapitulation Deutschlands in Kraft.

„Wir dürfen den 8. Mai 1945 nicht vom 30. Januar 1933 trennen. Wir haben wahrlich keinen Grund,
uns am heutigen Tag an Siegesfesten zu beteiligen. Aber wir haben allen Grund, den 8. Mai 1945
als das Ende eines Irrweges deutscher Geschichte zu erkennen, das den Keim der Hoffnung auf
eine bessere Zukunft barg.“ So machte Richard von Weizsäcker in seiner Rede zum 40. Jahrestag
des Kriegsendes deutlich: Die Katastrophe war nicht das Ende des Krieges, sondern der Tag der
Machtübertragung an die Nationalsozialist*innen im Januar 1933. Weiterlesen …

Pressemitteilung: Solidarität mit Mustapha El Ouartassy

Berlin, der 28.04.2020

Pressemitteilung des Bündnisses für Demokratie und Toleranz

Solidarität mit Mustapha El Ouartassy

Wie vor einigen Tagen durch Medienberichte und die Stellungnahme der Vorsitzenden des 1. VfL Fortuna Marzahn bekannt wurde, wurde der Marathonläufer Mustapha El Ouartassy am 16. April 2020 rassistisch angegriffen.

Medienberichte:

Stellungnahme des 1. VfL Fortuna Marzahn: https://leichtathletik.vfl-fortuna-marzahn.de/2020/04/25/feiger-angriff-auf-marathonlaeufer-mustapha-el-ouartassy/).

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Pressemitteilung: Gedenken zum 28. Todestag von Nguyễn Văn Tú

 

Berlin, der 23.04.2020

Pressemitteilung des Bündnisses für Demokratie und Toleranz

 

Gedenken zum 28. Todestag von Nguyễn Văn Tú

Am 24. April jährt sich der Todestag von Nguyễn Văn Tú, der 1992 in Marzahn erstochen wurde. Seit 1987 lebte er als Vertragsarbeiter in der DDR und arbeitete bis November 1990 in Waltershausen im Gummikombinat Thüringen. Da zum Jahresende 1992 seine Aufenthaltsgenehmigung endete, wollte Nguyễn Văn Tú dann zu seinen Eltern und fünf Geschwistern nach Vietnam zurückkehrenund dort auch heiraten.

Am Abend des 24. April 1992 war Nguyễn Văn Tú, zu diesem Zeitpunkt 29 Jahre alt, mit einem Freund am Einkaufszentrum am Brodowiner Ring verabredet. Als er dort ankam, wurde er darauf aufmerksam, dass vietnamesische Verkäufer*innen von einer Gruppe angegriffen wurden. Als er versuchte einzugreifen, um die Angreifer zu stoppen, wurde er von Mike L. mit einem Messer in die Brust gestochen. Wenige Stunden später starb er infolge eines Lungenstichs im Krankenhaus. Auch eine Notoperation konnte nicht mehr sein Leben retten.  Weiterlesen …

Aktionsfonds der Partnerschaft für Demokratie Marzahn – 2020

Obwohl aktuell auf Grund der Corona-Krise noch einiges unklar ist in unserem Leben, so starten wir heute den Aufruf für den Aktionsfonds im Rahmen der Partnerschaften für Demokratie in Marzahn und Biesdorf.

Wir rufen Bürger*:innen jeden Alters, Initiativen oder freie Träger auf, sich mit kreativen Projektideen für Toleranz und Demokratie einzusetzen und dabei ein Zeichen gegen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Diskriminierung und Ausgrenzung zu setzen.

Dabei können Projekte bis zu einer Höhe von 600 € gefördert werden. Gefördert werden über die FreiwilligenAgentur jene Projekte, die in den Bezirksregionen Marzahn und Biesdorf umgesetzt werden. Frühestmöglicher Projektstart ist der 15.05.2020.

Für Interessierte, die über wenig Erfahrung mit Projektanträgen verfügen, findet zur Vorbereitung der Projektanträge ein Workshop „Von der Idee zum fertigen Projektantrag“ statt. Sie sind herzlich dazu eingeladen! Der Projektworkshop wird online stattfinden. Termin und Link erhalten Sie, wenn Sie sich unter kontakt@fwa-mh.de anmelden. Weiterlesen …

Am 21. April 1945 wurde das erste Haus in Berlin befreit: Nie wieder Krieg!

Die Feierlichkeiten zum Tag der Befreiung Deutschlands vom Faschismus im Mai beginnen In Marzahn-Hellersdorf jedes Jahr am 21. April. An dem Tag erreichten vor 75 Jahren die ersten belorussischen Soldaten der Sowjetarmee unter Nikolai Bersarin den östlichen Stadtrand Berlins. Genau hier am Haus 563 in der Landsberger Allee nahm die letzte blutige Etappe des 2. Weltkrieges bis zur Kapitulation der deutschen Wehrmacht ihren Anfang, die noch so viele Opfer kosten sollte, Soldat*innen und viele Zivilist*innen.

Den Vertreter*innen der demokratischen Parteien im Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Dagmar Pohle und Juliane Witt, Nadja Zivkowitsch und Gordon Lemm, der Vizepräsidentin des Bundestages, Petra Pau und Bürger*innen aus Marzahn-Hellersdorf war es wichtig, vor allem in diesem Jubiläumsjahr der Opfer zu gedenken und an die Befreier zu erinnern, ihnen Danke, Спасибо, thank you, mercie  zu sagen.

Sabine Schwarz – Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf

Aktionsfonds der Partnerschaft für Demokratie Hellersdorf – 2020

Der Aktionsfonds der Partnerschaften für Demokratie Hellersdorf fördert wieder eure Ideen. Ob ein gemeinsames Fußballturnier, ein Skate-Contest oder ein nachbarschaftlicher Grillabend mit Open-Air-Kino. Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Initiativen, freie Träger oder Bürger_innen jeden Alterskönnen sich mit ihren Projektideen für mehr Toleranz und Demokratie auf eine Förderung von bis zu 600 € bewerben.

Das Projekt sollte frühestens am 15.5.2020 starten und in Hellersdorf, Kaulsdorf oder Mahlsdorf stattfinden. Weitere Infos zur Förderung und Einreichung der Unterlagen gibt es auf dieser Seite. Alle erforderlichen Unterlagen befinden sich in der rechten Spalte dieser Seite.

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Am 21. April 1945 wurde das erste Haus in Berlin befreit: Nie wieder Krieg!

LichtenbergMarzahn+ berichtet:

Marzahn-Hellersdorf/ Lichtenberg. Wer aus Osten auf der Landsberger Allee Richtung Berliner Stadtzentrum unterwegs ist, dem fällt nach Überqueren einer unscheinbaren Straßenbrücke auf der rechten Seite sicher das Haus mit der roten Fassade auf. In weißer Schrift prangt groß ein Datum: „21. April 1945“. An jenem Tag wurde die erste rote Fahne mit Hammer und Sichel auf einem Berliner Haus gehisst. Es war das erste Gebäude, das die Rote Armee gemeinsam mit polnischen Soldaten vor 75 Jahren im Kampf um Berlin erreichte. „Pobjeda (Sieg) steht in Kyrillischer Schrift auf der Gibelwand der Landsberger Allee 563, darunter „Na Berlin“ (Nach Berlin). Der Krieg trat in seine letzte Phase.

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Auch das Bündnis für Demokratie und Toleranz und die Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf unterstützen den Aufruf an alle demokratischen Parteien im Bezirk sowie die Zivilgesellschaft – aufgrund des Corona bedingten Ausfalls der Kundgebung vor dem „Haus der Befreiung“ – im Zeitraum vom 21. April bis zum 8. Mai, dem Tag der das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa markiert, individuell an den mehr als 50 Gedenkorten im Bezirk, an Denkmalen und Stolpersteinen, an die Befreiung vom Faschismus zu erinnern. Mehr dazu hier: Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! Wir gedenken der Befreiung Marzahns am 21. April 1945 

Gedenken an die Befreiung vom Faschismus in Marzahn-Hellersdorf – Video mit Gedenkideen im Bezirk.

Das La Casa in Hellersdorf hat mit Petra Pau in ihrem neuen Podcast über den 21. April und dem Gedenken im Bezirk gesprochen. Nachzuhören hier.

Newsletter für Demokratieentwicklung in Marzahn-Hellersdorf Mai/Juni 2020 erschienen!

Liebe Leser*innen,

herzlich willkommen zum dritten Newsletter der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf im Jahr 2020.

Bestimmt hat sich bei Euch, genauso wie bei uns, einiges verändert seitdem unser letzter Newsletter Ende Februar erschienen ist. Schritt für Schritt wurde alltägliches und gewohntes abgesagt oder eingeschränkt: Zunächst wurden Großveranstaltungen abgesagt, dann Kitas und Schulen geschlossen und im März und April sind wir dazu angehalten unsere sozialen Kontakte und auch unsere Gänge nach draußen auf ein absolutes Minimum zu beschränken. (mehr …)

Kampagne solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf

Verschiedene Akteur*innen aus dem Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf und aus unserem Bezirk haben eine neue Kampagne ins Leben gerufen! Gerade in so schwierigen Zeiten, wie aktuell mit der Coronakrise, benötigen wir dringender denn je solidarische Nachbarschaften in den Kiezen. Wir würden uns sehr über eine breite Beteiligung der Menschen im Bezirk freuen!

Kurzaufruf:

Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf ist eine Kampagne für alle, die sich aktiv für offene, solidarische, vielfältige und demokratische Nachbarschaften einsetzen.

Aktionen

Die Kampagne unter dem Motto „Solidarische Kieze“ und das dazugehörende Logo (Download hier: Solidarische Kieze Kampagnenlogo) kann bündeln und sichtbar machen, wo in unseren Kiezen, Nachbarschaften und Quartieren bereits solidarisch und bunt in aktiver Weise das Miteinander gestaltet wird.

➜ Ob Kundgebung, Sommerfest im Familienzentrum oder Aktionstag deines Vereins oder deiner Initiative, die Kampagne gibt die Möglichkeit sich auf das gemeinsame Ziel zu beziehen eine kollektive Alltagskultur und ein solidarisches Miteinander zu gestalten.

Debatten

Wie sieht eine solidarische, freie und offene Gesellschaft für uns aus? Wie können wir uns in unseren Kiezen, Nachbarschaften und Stadtteilen für ein solidarisches Miteinander einsetzen? Wie gehen wir mit Menschen, Gruppierungen und Positionen um, die unsere vielfältigen Nachbarschaften angreifen? Welche sozialen Fragen beschäftigen uns in unserem alltäglichen Leben und Erleben und wie können wir darauf gerechte Antworten finden?

➜ Indem in bestehenden und neuen Formaten über diese Fragen diskutiert wird, können sich in den Kiezen Nachbar*innen vernetzen und gemeinsame Strategien entwickeln.

Mitmachen

Die Kampagne ist so angelegt, dass jede*r mitmachen und eigene Ideen und Akzente unter diesem Dach setzen kann. Nicht nur bei unseren Nachbarschafts- und Stadtteilfesten können konkrete Mitmach-Angebote zum aktiv werden anregen, sondern jede*r kann sich auch in der Arbeitsgruppe „Solidarische Kieze“ des Bündnisses für Demokratie und Toleranz aktiv beteiligen. Für Informationen zu Zeit und Ort des nächsten Treffens, schreibe an: koordinierungsstelle-mh@pad-berlin.de

  • Wir sind für ein solidarisches Miteinander!
  • Wir sind für offene und vielfältige Nachbarschaften!
  • Wir sind gegen Rassismus und extrem rechte Positionen!

Zum Hintergrund:

Im August 2019 ist in der Sitzung des Kooperationsforums Marzahn-Hellersdorf – Alice Salomon Hochschule die Idee entstanden, zwei Jahre vor den nächsten AGH- und BVV-Wahlen (Herbst 2021), eine gemeinsame Kampagne der demokratischen Zivilgesellschaft im Bezirk Marzahn-Hellersdorf zu entwickeln. Ein Hauptziel ist es dabei, gemeinsame Handlungsoptionen für eine demokratische Alltagskultur und ein solidarisches Miteinander zu erarbeiten. Dabei geht es uns um eine langfristig angelegte Auseinandersetzung mit Rassismus, extremer Rechte und Rechtspopulismus sowie mit den vielfältigen sozialen Fragen, die die Menschen in ihrem alltäglichen Leben und Erleben beschäftigen. Die demokratische Zivilgesellschaft soll mit ihrer Vielzahl an Initiativen sichtbarer werden und unter dem Kampagnenmotto „Solidarische Kieze“ vor allem auch jeweils eigene Akzente setzen und unterschiedliche Adressat*innen ansprechen können. Mit der Kampagne möchten wir auf bezirklicher Ebene anknüpfen an ähnliche Ansätze – wie zum Beispiel dem zivilgesellschaftlich breit angelegten, bundesweit agierenden Bündnis #unteilbar – und vor Ort eingreifen in die Entwicklungen zunehmender gesellschaftlicher Polarisierungen.

Und auch aus aktuellem Anlass bezüglich der Coronakrise ist es wichtiger denn je, Solidarität in der Nachbarschaft zu zeigen! Aktuell bilden sich in vielen Stadtvierteln Nachbarschaftsnetzwerke, die solidarisch Einkauf, Büchertausch, Kinderbetreuung u.v.m. organisieren. Solidarität heißt nicht nur zu Hause bleiben, sondern auch – unter Berücksichtigung aller erforderlichen Schutzmaßnahmen – solidarische Netzwerke und Nachbarschaftshilfen aufzubauen! Viele aktuelle Informationen hierzu findet Ihr hier.

Mehr und laufend aktualisierte Infos zu unserer Kampagne an dieser Stelle oder auf unserer Facebookseite. Wir freuen uns über weitere Akteur*innen aus dem Bezirk, welche sich noch aktiv beteiligen oder/und als Unterstützer*innen mitmachen möchten. Einige der Aktivitäten und Ideen können erst umgesetzt und mit Leben gefüllt werden, wenn die derzeit notwendigen Einschränkungen des öffentliche Lebens und der direkten Kontakte und Begegnungen wieder gelockert oder aufgehoben werden können. Solange zählt es, dort und auf die Arten und Weisen solidarisch wirksam zu werden, die uns jeweils möglich sind und eventuell bereits jetzt in mögliche Vorbereitungen zu gehen für die Zeit nach den Kontaktsperren und Einschränkungen. Bei Interesse schreibt bitte die Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf an: koordinierungsstelle-mh@pad-berlin.de

Weiterlesen auf der Kampagnenunterseite Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf.

Aktuelle Informationen und Terminabsagen

Aus aktuellem Anlass wird die kommende Sitzung des Bündnisses für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf im April entfallen. Die nächste Bündnissitzung findet am 09.06.2020 um 17 Uhr statt. Der Ort wird wie gewohnt in der Einladung bekannt gegeben.

Der Osterweg 2020 wird auch aufgrund der aktuellen Geschehnisse nicht am 13.04.2020 stattfinden.

Die AG „Schöner leben ohne Nazis“ des Bündnisses tagt aktuell ebenfalls nicht.

Das Nachbarschaftsfest auf dem Victor-Klemperer-Platz am 16.05.2020 wird verschoben. Der neue Termin wird auf dieser Seite bekannt gegeben.

Antirassistisches Register Marzahn-Hellersdorf jetzt auch auf Twitter

Das antirassistische Register Marzahn-Hellersdorf ist jetzt auch auf Twitter vertreten: https://twitter.com/registerMaHe

Ab sofort können rassistische, antisemitische, LGBTIQ*-feindliche und andere diskriminierende Vorfälle in Marzahn und Hellersdorf via Nachrichtenfunktion gemeldet werden.

Meldungen können weiterhin über arreg[at]ash-berlin[punkt]eu oder über Anlaufstellen im Bezirk gemeldet werden.

Die aktuelle Chronik für das Jahr 2020 ist hier zu finden.

Solidarische und selbstorganisierte Nachbarschaftsstrukturen in Zeiten der Corona-Krise

Wenn ihr Menschen aus Risikogruppen unterstützen wollt, sucht nach Nachbarschaftshilfen. Unter dem Link werden gerade Stadtteil-Gruppen gesammelt (gerne ergänzen & weiterverbreiten). Marzahn-Hellersdorf ist jetzt auch mit dabei! Mehr Infos findet Ihr hier. Seid solidarisch!
#COVIDー19 #CoronaVirusDE

Informationen und Dateien zur Selbstorganisation in Zeiten von Corona

Weiterlesen hier.

Trauermarsch für Homa & Tajala

Via Frauen*streik Komitee Berlin:

Letzten Samstag wurden Homa und Tajala  in Marzahn ermordet. Diesen Samstag trauern wir zusammen, und stehen fest zusammen gegen geschlechterbasierte und rassistische Gewalt. Kommt zahlreich am 7.3. um 14.00 zur Marzahner Promenade 45!

Quelle

Presseschau:

Doppelmord in Marzahn: Polizei verhaftet Nachbar (Berliner Zeitung, 28.03.2020)

32-Jähriger nach Doppelmord in Berlin-Marzahn verhaftet (rbb24, 28.03.2020)

Doppelmord an Mutter und Kind: Mann festgenommen (Berliner Morgenpost, 28.03.2020)

Doppelmord an Mutter und Tochter bleibt weiterhin ungeklärt (Tagesspiegel, 10.03.2020)

Hunderte Menschen bei Trauermarsch für zwei getötete Afghanen (Tagesspiegel, 10.03.2020)

Trauermarsch gedenkt der beiden Opfer eines Mordanschlags – Trauer – Verzweiflung – Mitgefühl (LichtenbergMarzahn+, 09.03.2020)

Zwei Tote in Marzahn entdeckt – Mordkommission ermittelt (Tagesspiegel, 01.03.2020)

38-jährige Frau und neunjährige Tochter getötet (rbb, 01.03.2020)

Neuer Newsletter (März/April 2020) für Demokratieentwicklung in Marzahn-Hellersdorf erschienen!

Liebe Leser*innen,
herzlich willkommen zum zweiten Newsletter der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf im Jahr 2020.
Seit dem letzten Newsletter haben sich die politischen Ereignisse hierzulande erneut überschlagen. Leider im negativen Sinne: CDU und FDP haben in Thüringen einen Tabubruch unternommen und gemeinsam mit den Stimmen der völkisch-rassistisch geprägten AfD um den Faschisten Björn Höcke den FDP-Kandidaten Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten gewählt. Welche langfristigen Folgen dieses Ereignis für die die weitere Demokratieentwicklung in Deutschland haben wird, ist noch nicht abzuschätzen.
Mitte Februar wurden nach Razzien gegen die “Gruppe S.” zwölf Männer wegen Bildung und Unterstützung einer rechten Terrorzelle festgenommen, einer der Beschuldigten ist Polizeimitarbeiter. Es wurde u.a. eine Waffe gefunden, wie sie auch der Halle-Attentäter besaß. Die Beschuldigten wollten Anschläge auf Politiker, Asylsuchende und Muslime verüben.

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Einladung zum siebten Fachtag „Grenzenlos gestärkt in den Alltag“ – abgesagt

Aus aktuellem Anlass findet unser Fachtag “Grenzenlos gestärkt in den Alltag” nicht statt.

Einladung zum siebten Fachtag „Grenzenlos gestärkt in den Alltag“ für Kinder- und Jugendsozialarbeiter:innen aus den Bezirken Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Pankow und Treptow-Köpenick

(K)ein Auge zudrücken?!

Umgang mit rechtsaffinen Jugendlichen in JFEen und Schulsozialarbeit

Kinder- und Jugendsozialarbeit ist ein Spiegel unserer Gesellschaft: rechte Einstellungen in der Gesellschaft machen vor Jugendfreizeiteinrichtungen und Schule/ Schulsozialarbeit nicht Halt. Strömungen und Versatzstücke verschiedenster rechter Szenen und Entwicklungen in der Gesellschaft sind in der Berufspraxis sichtbar. Fachkräfte sind hierbei herausgefordert, sich auch mit rechtsaffinen Jugendlichen auseinanderzusetzen. Rechte Parolen werden aufgeschnappt und wiedergegeben, menschenverachtende Argumentationslinien aus der Familie oder dem Freundeskreis mitgebracht. Teilweise stehen Sozialarbeiter:innen auch scheinbar bereits gefestigten rechten Welt- und Menschenbildern gegenüber. Aus unserem politischen und berufsethischen Verständnis heraus arbeiten wir gegen die Normalisierung von rassistischen, antisemitischen und anderweitig diskriminierenden sowie ausgrenzenden Positionen. Die aktuellen Entwicklungen können dabei überfordernd wirken und Kopfzerbrechen hervorrufen. Um weiterhin handlungsfähig zu bleiben und gestärkt in die pädagogischen Auseinandersetzungen gehen zu können, laden wir die Kolleg:innen der Jugendsozialarbeit ein:

am Mittwoch, 01.04.2020 von 10 bis 17 Uhr im FEZ-Berlin, Straße zum FEZ 2, 12459 Berlin

Der Fachtag wird uns als Kolleg:innen einen Raum für intensiven Austausch und Weiterbildung für die Herausforderungen und Grenzen der Arbeit mit rechtsaffinen Jugendlichen bieten. (mehr …)

Nachbarschaftsfest auf der Marzahner Promenade

Wir sind Marzahn. Bunt und weltoffen!

Das „Nachbarschaftsfest auf der Marzahner Promenade“ findet bereits zum sechsten Mal auf dem Victor-Klemperer-Platz in Marzahn und auf der Marzahner Promenade statt.

Das Fest soll – im Sinne des European NeighboursDay –  neue und alte Marzahnerinnen und Marzahner zusammenbringen und für ein nachbarschaftliches Miteinander aller Menschen im Bezirk werben. Auch in diesem Jahr stellt der Veranstalter, das Bündnis für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf, ein buntes Bühnenprogramm sowie viele Mitmach- und Sportangebote für Kinder und Erwachsene auf die Beine. In Kooperation mit dem Aktiven Zentrum Marzahner Promenade wird es auch auf der Marzahner Promenade Mitmachangebote für Kinder und Jugendliche geben. Auf der Bühne vor dem Freizeitforum werden Akteure aus dem Bezirk zu sehen sein und an Ständen kann man sich über die Arbeit bezirklicher Initiativen informieren oder kulinarische Köstlichkeiten von nah und fern genießen.

14:00 – 19:00 Uhr
Victor-Klemperer-Platz und Marzahner Promenade

Programm & Einladung zum Marzahn-Hellersdorfer Frauenmärz 2020

Aus aktuellem Anlass weisen wir darauf hin, dass die Veranstaltungen zum FrauenMärz gegebenenfalls nicht stattfinden werden. Bitte informieren Sie sich auf der Website zum Frauenmärz (siehe unten) oder auf den Seiten der jeweiligen Veranstaltungsorte.

Das neue Programm zum diesjährigen Marzahn-Hellersdorfer FrauenMärz 2020 zwischen Montag, dem 2. März und Donnerstag, dem 26. März 2020, ist veröffentlich. In dem bunten und vielfältigen Programm mit insgesamt 32 Veranstaltungen finden Interessierte Lesungen, Konzerte, Ausstellungen, Filmabende, Vorträge, Kaffee- und Frühstücksrunden und Feiern Die Angebote findet im ganzen Bezirk in kulturellen Einrichtungen, in Stadtteilzentren und natürlich in den Frauenprojekten statt.

Besonders hervorzuheben ist Sonntag, der 8. März 2020, mit einer Demonstration des FrauenNetz Marzahn-Hellersdorf vom S-Bahnhof Ahrensfelde ab 12:00 Uhr zum Clara-Zetkin-Denkmal. Dort findet um 13:00 Uhr die traditionelle Festveranstaltung „Rosen für Clara“ statt.

Die zentrale Frauentags-Veranstaltung „Bühne frei für frischen Feminismus“ findet dieses Jahr am F*reitag, dem 20. März 2020 von 14:00 bis 20:00 Uhr,* in der Studiobühne des Freizeitforum Marzahn statt.

Den Programmflyer und die Plakate für den FrauenMärz Marzahn-Hellersdorf liegen in vielen Einrichtungen im Bezirk aus und sind bei der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Maja Loeffler zu erhalten.

Weitere Informationen auf der Webseite zum Frauenmärz 2020.

Siehe auch: „Rosen für Clara“ – das FrauenNetz Marzahn-Hellersdorf lädt ein

Wider das Vergessen – Die Erinnerung wachhalten

Soeben ist eine Broschüre des Bündnisses für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt
Marzahn-Hellersdorf  in Erinnerung an die jüdischen Opfer des Naziregimes in unserem Bezirk erschienen!
Das Bündnis für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf erinnerte in der Woche vom 2. bis 9. November 2018 mit einer Vielzahl an Veranstaltungen an den 80. Jahrestag der Novemberpogrome 1938. Im Rahmen der Gedenkwoche wurde die Ausstellung „Wider das Vergessen“ gezeigt, die danach auch an andere Orte im Bezirk gewandert ist. Die Ausstellung zeigt Fotos der im Bezirk verlegten Stolpersteine und informiert über die Schicksale jüdischer Menschen, um an sie zu erinnern. Millionen von Menschen wurden während des Nationalsozialismus diskriminiert, gefoltert, vergewaltigt und ermordet. Es waren jüdische Menschen, Sinti und Roma, Schwarze Menschen, religiöse Minderheiten wie die Zeugen Jehovas, Menschen mit Behinderungen und jene, die als „asozial” stigmatisiert wurden, Schwule, Lesben und trans* Menschen sowie politische Gegner*innen aus unterschiedlichen Richtungen. In dieser Broschüre, die die Ausstellung ergänzen soll, legen wir den Fokus – dem Anlass der Gedenkwoche entsprechend – auf die Verfolgung und Ermordung jüdischer Menschen in Marzahn-Hellersdorf.
Zum Download der Broschüre geht es hier

Nachbarschaft: Wie schlägt man Wurzeln an einem neuen Ort?

Ein sehr lesenswerter Beitrag aus dem Tagesspiegel-Newsletter:

Vielleicht doch so, indem man sich in ihn hinein gräbt und nach und nach zu den tieferen Schichten vordringt.

Manja Finnberg sucht nach diesen Schichten, seit sie 2016 mit Mann und Kindern nach Kaulsdorf gezogen ist. Sie kann nicht anders, sie ist Historikerin. Dabei ist sie auf die spannende Geschichte der Märkischen Wachsschmelze in Alt-Kaulsdorf 14-16 gestoßen. Jahrzehntelang wurden hier Putzmittel wie Bohnerwachs oder Möbelpolitur produziert. Heute beherbergen die Gebäude ein Autohaus, ein Möbelhaus und ein Sportstudio. Letzteres will Finnberg zum 75. Jahrestag des Kriegsendes zu einem temporären Gedenkort machen, an dem die weitgehend vergessene Geschichte der Wachsschmelze erzählt wird. Sie kreist um ihren früheren jüdischen Inhaber Otto Rechnitz und seine Nachfolgerin Frieda Hirsekorn.

Beide Biografien sind so facettenreich wie ihre Verbindung. 1933 wurde der jüdische Unternehmer Rechnitz aus seinem Betrieb gedrängt, danach ein Jahrzehnt verfolgt und gequält. Er erlebte noch das Kriegsende, starb aber im Dezember 1945 in einem Berliner Sammellager. „Ich war überrascht, dass ein jüdischer Unternehmer schon so früh seine Firma verliert“, erzählt Finnberg. „Das ist der Punkt der mein Interesse geweckt hat.“ Nazis, die im Betrieb beschäftigt waren, haben Rechnitz offenbar bekämpft, auch Morddrohungen erhielt er. Gleichzeitig hatte der alternde Unternehmer, Jahrgang 1867, seine wesentlich jüngere Prokuristin Hirsekorn als Nachfolgerin ausgewählt. Per Ratenzahlungen vereinbarten sie einen Verkauf.

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Stolpersteinausstellung „Wider das Vergessen“ weiter auf Wanderschaft durch den Bezirk

Unsere Ausstellung „Wider das Vergessen“ wandert nach wie vor durch den Bezirk. In dieser werden die meisten im Bezirk verlegten Stolpersteine gezeigt, mit denen an die aus diesem Bezirk in der NS-Zeit deportieren jüdischen Mitbürger*innen erinnert wird. Von Anfang Dezember bis Mitte Januar stand sie im Victor-Klemperer-Kolleg. Auf der Website des Kollegs steht dazu: „Kollegiaten der 12. Klasse erforschten im Rahmen des Geschichts- und Politikwissenschaftsunterrichts die Einzelschicksale anhand der Plakate in der Ausstellung. Die Verfolgung und Ausgrenzung der jüdischen Mitbürger, die meistens mit der Ermordung in den Vernichtungslagern endete, bewegte die Kollegiaten tief. Ganze Familien wurden im Bezirk ausgelöscht, nur vereinzelt gelang die Flucht aus dem nationalsozialistischen Deutschland.“ Am 13. Januar hielt Henny Engels im Kolleg den Vortrag zur Ausstellung und diskutierte mit den teilnehmenden Kollegiat*innen über die Konsequenzen, die sich aus den Verbrechen der NS-Zeit für heute ergeben.

Seit dem 27. Januar wird die Ausstellung in der Rudolf-Virchow-Oberschule gezeigt. Henny Engels eröffnete die Ausstellung und wies dabei darauf hin, dass der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust besonders dazu einlädt, sich mit den Schicksalen der Opfer der nationalsozialistischen Menschheitsverbrechen zu befassen. Sie bat die Schüler*innen, sich über das Geschehen in den Jahren 1933-1945 auseinanderzusetzen. Dabei gehe es aber nicht nur um ein bloßes Erinnern- vielmehr seien auch junge Menschen aufgefordert, zu prüfen, welche Schlussfolgerungen sie für sich daraus ziehen. Es sei Aufgabe aller Menschen in Deutschland – auch der jungen – sich jedweder Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit durch Ausgrenzung, Abwertung, verbale oder körperliche Gewalt entgegen zu stellen.

Ausschreibung der Partnerschaften für Demokratie Marzahn und Hellersdorf 2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass Sie ab sofort Projektideen zur Förderung bei den Partnerschaften für Demokratie Marzahn und Hellersdorf einreichen können!

Unten befinden sich jeweils die Aufrufe für Marzahn und Hellersdorf für 2020. Die Einreichfrist endet am 20.02.20 um 24:00 Uhr.

Das aktualisierte Formular für den Projektvorschlag finden Sie auf unserer Webseite (Hellersdorf: http://demokratie-mh.de/partnerschaft-hellersdorf/download/  bzw. Marzahn: http://demokratie-mh.de/partnerschaft-marzahn/download/). Bitte senden Sie dieses Formular dann ausgefüllt an pfd-mh@stiftung-spi.de.

Bitte leiten Sie diese Mail weiter, damit wir möglichst viele Menschen und Einrichtungen erreichen.

Weitere Informationen über die Partnerschaften für Demokratie finden Sie auf unseren Webseiten:

http://demokratie-mh.de/home/partnerschaft-hellersdorf/

http://demokratie-mh.de/partnerschaft-marzahn/

Wir freuen uns auf die Projektideen für Marzahn und Hellersdorf!

Viele Grüße!

Corinna Meukow und Hannes Obens Weiterlesen …

Integrationsbeirat des Bezirksamts ruft zur Mitarbeit auf

Der Integrationsbeirat unterstützt das Bezirksamt in Belangen, die die bezirkliche Integrationspolitik und die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund am gesellschaftlichen Leben betreffen. Für die Mitarbeit in diesem Gremium werden weitere ehrenamtliche Mitstreiter*innen gesucht.

Als Nachberufung für ausgeschiedene Mitglieder sucht das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf neue Mitglieder für den Integrationsbeirat. Durch seine Arbeit trägt der Integrationsbeirat dazu bei, Marzahn-Hellersdorf als „Ort der Vielfalt“ zu bewahren und weiterzuentwickeln, d.h. ein durch Respekt und Toleranz geprägtes interkulturelles und friedliches Miteinander aller Menschen im Bezirk zu gewährleisten.

Der Beirat tagt i.d.R. einmal im Monat. Die inhaltliche Arbeit zur Vorbereitung von Sitzungen, Beschlüssen und Empfehlungen erfolgt themenbezogen in selbstständig arbeitenden Arbeitsgruppen. Die regelmäßige Teilnahme an den Beiratssitzungen und das Engagement in mindestens einer Arbeitsgruppe werden von allen berufenen Mitgliedern erwartet.

Interessierte für eine Mitarbeit müssen mindestens 16 Jahre alt sein. Fachkenntnisse in den Bereichen Migration und Integration sind ausdrücklich erwünscht.

Kurzbewerbungen – bestehend aus Lebenslauf (max. 2 Seiten) sowie Motivationsschreiben (max. 1 Seite) unter Angabe der persönlichen Daten (Name, Geburtsdatum, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, ggf. Migrationshintergrund) sowie Interessengebiete bzw. Qualifikationen – sind bis zum 31. Januar 2020 in elektronischer Form an den Integrationsbeauftragten des Bezirksamtes (zugleich Geschäftsführer des Beirates), Herrn Dr. Thomas Bryant, zu richten: thomas.bryant@ba-mh.berlin.de.

Studienreise „Ambiguitätstolerant? Modelle, Räume und Aushandlung von gesellschaftlicher Vielfalt“

Studienreise „Ambiguitätstolerant? Modelle, Räume und Aushandlung von gesellschaftlicher Vielfalt“ / Israel-Studienreise im Juni 2020 der bpb online/ Jetzt bewerben unter www.bpb.de/studienreisen

Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb organisiert vom 5. bis 17. Juni 2020 eine Studienreise zum Thema „Ambiguitätstolerant? Modelle, Räume und Aushandlung von gesellschaftlicher Vielfalt“.

Die israelische Gesellschaft zeichnet sich durch eine besondere Pluralität aus, die immer auch Fragmentierung und Polarisierung bedeutet.

Einerseits zeigen die hohen Zustimmungswerte für zentristische bis hin zu (rechts-)konservativen Lagern, dass der „Mainstream“ kultureller und gesellschaftlicher Liberalisierung skeptisch bis ablehnend gegenübersteht. Anderseits wird am Beispiel einer lebendigen LGBT-Community, neuer Organisationsformen nicht-jüdischer Minderheiten und sozialen Protests auf und jenseits der Straße deutlich, dass Israel ebenso Synonym für Vielfalt, Gleichwertigkeit und Wandel sein kann.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Bewerbung finden Sie unter: www.bpb.de/studienreisen
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Aktionsfonds 2020: Jetzt Ideen einreichen!

Auch für das Jahr 2020 werden im Quartiersmanagement-Gebiet Hellersdorfer Promenade Ideen gesucht, die das nachbarschaftliche Zusammensein stärken und die Stadtteilkultur beleben. Für eine finanzielle Förderung über den Aktionsfonds können im ersten Aufruf bis zum 21. Februar Projektskizzen eingereicht werden.

Plakat: S·T·E·R·N Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung mbH

Weitere Informationen unter Auswahlverfahren und Ideenaufruf

Stilles Gedenken an der Stele zur Erinnerung an die Opfer der Zwangsarbeit 1939 bis 1945

25. Januar 2020 – 11 Uhr – Parkfriedhof Marzahn

Wiesenburger Weg 10, 12681 Berlin

ab 10 Uhr vor dem Eingang zum Friedhof

Kundgebung für Frieden, Solidarität und Weltoffenheit gegen jeglichen Rassismus und faschistische Ideologien –  Kein Gedenken mit der AfD

In diesem Jahr begehen wir den 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus. Die Feiern beginnen mit dem Gedenktag für die Opfer des Faschismus aus Anlass der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee. In der Proklamation für diesen Gedenktag heißt es:

„… wichtig (ist), nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.“

Seit Jahren laden die BVV und der Heimatverein zu einem Stillen Gedenken an der Stele ein.

Die Beteiligung der AfD an diesem Gedenken ist eine Verhöhnung der Opfer des Faschismus, der Opfer des Holocaust.

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Informationsveranstaltungen zu Langen Nacht der Solidarität im Januar 2020

Mit drei weiteren Infoveranstaltungen wird das Thema Obdachlosigkeit im Bezirk thematisiert. Dabei unterrichtet unter anderem die Freiwilligenagentur Marzahn-Hellersdorf als zentrale Koordinierungsstelle im Bezirk für das Projekt, aber auch landesweite Plattform für die Freiwilligen, gemeinsam mit der Senatsverwaltung über die Ziele und den Ablauf der Zählung von Obdachlosen Ende Januar in ganz Berlin.

  • Dienstag, 14. Januar 2020, ab 17:00 Uhr im Mehrgenerationenhaus Buntes Haus in Hellersdorf, Hellersdorfer Promenade
  • Donnerstag, 16.Januar 2020, ab 17:00 Uhr im Stadtteilzentrum Marzahn-Nord, „Kiek in“ , Rosenbecker Str. 25/27, Raum 139
  • Dienstag, 21. Januar 2020, ab 18.30 Uhr im Don Bosco Zentrum Marzahn

Die “Task Force Nacht der Solidarität” in Marzahn- Hellersdorf bündelt die bezirklichen Akteure rund um das Thema, sie wird koordiniert von Dr. Jürgen Gollbach, Leiter der Freiwilligenagentur mit Sitz am Springpfuhl. Mit dabei sind im Team der bezirkliche Migrationssozialdienst, das Projekt Respekt & Halt, das Don Bosco Zentrum, das Stadtteilzentren Kiek in in Marzahn Nord, und seitens des Bezirksamtes Sozialstadträtin Juliane Witt.
Das Thema Obdachlosigkeit hat in den letzten Jahren nicht nur im Winter viele Menschen bewegt. Auch viele Marzahn-Hellersdorferinnen und -dorfer engagieren sich für Menschen in Not mit Sachspenden und Zeit. Sie wollen wissen, was die Menschen auf der Straße brauchen, wie sie unterstützt werden wollen – und was wir leisten können.

Freiwillige sind auch weiterhin willkommen, die in Marzahn-Hellersdorf am 29. Januar 2020 unterstützen wollen. Melden können diese sich in der Freiwilligenagentur bei Dr. Jochen Gollbach direkt vor Ort oder per E-Mail .

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Mit Musik gegen Ausgrenzung und Vergessen!

2020 jährt sich das Ende der Shoah zum 75. Mal. Am 8. Mai kapitulierte Nazi-Deutschland und der größte Völkermord der Geschichte wurde beendet. Diesem Ereignis wollen wir nicht nur gedenken, wir wollen es mit euch feiern!
Der Rote Baum Berlin präsentiert am 24. Januar im Eastend Berlin das musikalische Resultat einer Begegnung von 30 jungen Musiker*innen aus Israel, Portugal und Deutschland. Mit dabei sind außerdem die Havat Ha Noar Band aus Jerusalem, Taxi Groove aus Lisboa und die Antinational Embassy aus Berlin.
 
Acts:
Havat Ha Noar Band (Jerusalem) מוסיקה חוות הנוער
Taxi Groove (Lisboa)
Antinational Embassy (Berlin) (https://soundcloud.com/user-880247183)
 
Wann?
24.01.2020
19.30 Uhr Einlass
20 Uhr Beginn
 
Wo?
Eastend Berlin, Tangermünder Straße 127, 12627 Berlin, (U5 Hellersdorf)
 
FB-Veranstaltung hier.

Cottbuser Professorin Heike Radvan erhält den Alice-Salomon-Award

Der Tagesspiegel berichtet in seinem Newsletter für Marzahn-Hellersdorf:

Als eine „außerordentlich engagierte, mutige und innovative Wissenschaftlerin“ zeichnet die Alice-Salomon-Hochschule die Erziehungswissenschaftlerin und Sozialpädagogin Heike Radvan aus. Beim Neujahrsempfang der ASH am Sonnabend in der Berlinischen Galerie wird sie den mit 6000 Euro dotierten Alice-Salomon-Award entgegennehmen. Mit dem Preis ehrt die Hellersdorfer Hochschule alle zwei Jahre Persönlichkeiten, die zur Emanzipation der Frauen und der Entwicklung der Sozialen Arbeit Herausragendes beigetragen haben und die im übertragenen Sinn das Werk von Alice Salomon weiterführen. Im Falle Radvans würdigt sie deren Engagement gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Antifeminismus.

Wichtige Stationen ihrer Biografie waren in Berlin. 1974 auf Rügen geboren, studierte sie an der ASH Soziale Arbeit. 2009 promovierte sie an der Freien Universität im Fach Erziehungswissenschaften zum Thema „Pädagogisches Handeln und Antisemitismus“. Ab 2002 war Radvan 15 Jahre lang bei der Amadeu-Antonio-Stiftung tätig. Dort verantwortete sie unter anderem Ausstellungen wie „‚Das hat’s bei uns nicht gegeben!‘ – Antisemitismus in der DDR“ und baute die Fachstelle Gender und Rechtsextremismus auf. Seit 2017 ist sie Professorin für Methoden und Theorien Sozialer Arbeit an der Brandenburgisch-Technischen Universität in Cottbus.

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Ausstellung: Immer wieder? Extreme Rechte und Gegenwehr in Berlin seit 1945

Seit der Selbstenttarnung des NSU im Jahr 2011 und den rassistischen Mobilisierungen scheint die extreme Rechte in der Bundesrepublik präsent wie nie zuvor. Tatsächlich ist sie jedoch kein neues Phänomen – auch nicht in Berlin.

Die Ausstellung erzählt beispielhaft von zehn Ereignissen, die unterschiedlichen Aktionsfeldern der extremen Rechten zuzuordnen sind. Gleichzeitig dokumentiert sie den gesellschaftlichen Widerstand.

Ausstellungsorte:

6. Januar – 6. Februar 2020 in der Volkshochschule Marzahn-Hellersdorf, Marzahn-Hellersdorf, Mark-Twain-Straße 27

Öffnungszeiten:

Montag – Freitag 8:00 – 20:00 Uhr

Die Ausstellungsräume sind barrierearm und berollbar.

9. Januar 2020 18:00 Uhr Vernissage in der Volkshochschule Marzahn-Hellersdorf

  • Grußwort von Prof. Dr. Olaf Neumann, Prorektor für Forschung, Kooperationen und Digitalisierung der Alice Salomon Hochschule Berlin
  • Grußwort von Juliane Witt, Bezirksstadträtin für Weiterbildung, Kultur, Soziales und Facility Management im Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf
  • Kurze Einführung in die Ausstellung durch ein Mitglied Ausstellungsteams

24. Januar 2020 16:00 Uhr Kurator*innenführung durch die Ausstellung in der Volkshochschule Marzahn-Hellersdorf

5. Februar 2020 15:30 – 17:00 Uhr Uhr Finissage in der Volkshochschule Marzahn-Hellersdorf

Annika Eckel von der Fach- und Netzwerkstelle Licht-Blicke referiert zum Thema »Neutral bekommt ihr nicht – Zwischen Neutralitätsgebot und demokratischer Positionierung in der (politischen) Bildung« referieren.

Quelle und weitere Infos zur Ausstellung hier.

Kontinuitäten rechter Gewalt. Ideologien – Praktiken – Wirkungen

Gewaltförmiges Handeln gehört seit jeher zur politischen Praxis der extremen Rechten. Eine Tagung am 13. und 14. Februar 2020 in Potsdam widmet sich den Kontinuitäten rechter Gewalt.
Tagung
Datum: 13.02.2020 bis 14.02.2020
Ort: Potsdam

Tagung des Zeithistorischen Arbeitskreises Extreme Rechte

Organisation:
Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam,
Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam,
Hannah Arendt Institut für Totalitarismusforschung Dresden,
Fritz Bauer Institut Frankfurt am Main

So wie extrem rechtes Denken stets Teil der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert war, gehört gewaltförmiges Handeln seit jeher zur politischen Praxis der „nationalen Opposition“. Die rechten Krisendiagnosen beschwören beständig den drohenden Untergang Deutschlands und setzen dagegen eine Ideologie, die die Rechtfertigung und Ausübung von Gewalt in sich trägt.
Die Tagung führt unterschiedliche Perspektiven auf die gewalttätigen Praktiken der deutschen und internationalen extremen Rechten, auf ihre Wirkung in die Gesellschaft sowie auf die zugrundeliegende Ideologie zusammen. Kontinuitäten rechter Gewalt seit 1945 – inklusive der personellen und strukturellen Verbindungslinien in die Weimarer Republik und in den Nationalsozialismus – werden sichtbar gemacht und analysiert. Im Fokus stehen dabei nicht nur explizit militante Gruppen, sondern auch Alltagsgewalt sowie die mit der Gewalt verbundenen Konstruktionen von Männlichkeit und Weiblichkeit; Diskurse über Gewalt genauso wie die Präsenz extrem rechten Denkens und Handelns in Polizei, Justiz und Armee. Ziel der Beiträge und Diskussionen ist eine Systematisierung der Forschung zur rechten Gewalt und ihre Einbettung in die zeitgeschichtliche Rechtsextremismusforschung sowie in die Politik- und Gesellschaftsgeschichte des Rassismus und organisierten Nationalismus.

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„Wider das Vergessen – Stolpersteine in Marzahn-Hellersdorf“

Mit diesem Spazierblick zu ausgewählten Stolpersteinen in Kaulsdorf und Mahlsdorf möchten wir einen Einblick in das Leben einiger Menschen geben, die in der Zeit von 1933 bis 1945 von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden. Die Stolpersteine halten die Erinnerung an die Menschen wach. Festes Schuhwerk wird empfohlen, die Strecke ist nur bedingt barrierefrei.

Mit: Henny Engels und Steven Kelz (Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf), Elène Misbach (ASH Berlin)

Start: 14.30 Uhr S-Bahnhof Kaulsdorf (von der ASH aus erreichbar mit U5 Richtung Alexanderplatz, ab S-Bahnhof Wuhletal umsteigen in die S5)

Die Reihe „Spazierblicke“ veranstaltet das Kooperationsforum Marzahn-Hellersdorf – ASH. Jeder dieser Stadtteil(ver!)führungen soll einen anderen, neuen Blick auf den Bezirk Marzahn-Hellersdorf eröffnen. Alle Spazierblicke sind öffentlich und werden unentgeltlich angeboten.

Jahresprogramm der Spazierblicke 2019/20: https://www.ash-berlin.eu/fileadmin/Daten/Vernetzung/Kooperationen/Flyer_Programm_Spazierblicke_2019_20.pdf

Newsletter der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf für Januar/Februar 2020 ist erschienen!

Liebe Leser*innen,
 
herzlich willkommen zum sechsten Newsletter der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf für Januar/Februar 2020.
 
Am 27. Oktober 2019 fand die Landtagswahl in Thüringen statt, welche – genauso wie die Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen – gezeigt hat, wie groß die aktuelle Bedrohung durch die radikale bis extreme Rechte in Deutschland ist. Auch in Thüringen, wie in Brandenburg und Sachsen, wurde eine demokratische Partei stärkste Kraft, was als Erfolg gesehen werden kann, und trotzdem zeigen die Wahlergebnisse deutlich, dass die Zivilgesellschaft, die Verwaltung und die demokratischen Parteien zukünftig noch stärker in der Auseinandersetzung mit der extremen Rechten zusammenstehen müssen. Dies gilt auch für unseren Bezirk Marzahn-Hellersdorf.
 
Weil die Solidarität mit wohnungs- und obdachlosen Menschen auch die Auseinandersetzung mit rechten Gruppen sowie rechtem Gedankengut bedeutet, ist der Themenschwerpunkt dieses Newsletters die anstehende „Nacht der Solidarität“ vom 29. bis 30. Januar 2020. In dieser Nacht werden obdachlose Menschen in Berlin mit Hilfe von Freiwilligen zahlenmäßig erfasst und kurz befragt, um zunächst eine verbesserte Obdachlosenstatistik zu erhalten und schließlich auf Grundlage dieser Ergebnisse Hilfs- und Beratungsangebote auszubauen.
 
Ab sofort ist die Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf unter einer neuen Webadresse zu erreichen:
 
https://koordinierungsstelle-mh.de Die alte Website (http://ponte.pad-berlin.de) bleibt als Archiv weiterhin bestehen.
 
Natürlich gibt es auch in diesem Newsletter wieder viele Berichte und Neuigkeiten von der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung, aus dem Bündnis für Demokratie & Toleranz und unseren zahlreichen Kooperationspartner*innen in Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft.
 
Wer den Newsletter abonnieren möchte, schreibt bitte eine Mail an: koordinierungsstelle-mh@pad-berlin.de
 
Weiterlesen hier.

+++ Petra Pau lädt ein… Buchvorstellung und Diskussion „Extreme Sicherheit“ am 20. Januar 2020 +++

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 20. Januar 2020 um 18.30 Uhr lädt Petra Pau zur Buchvorstellung des Sammelbandes „Extreme Sicherheit – Rechtsradikale in Polizei Verfassungsschutz, Bundeswehr und Justiz“ in die Alice-Salomon-Hochschule ein. Hier wird sie zusammen mit der Herausgeberin Heike Kleffner und der Taz-Journalistin und Autorin Malene Gürgen die Ergebnisse des Sammelbandes diskutieren.

Den Veranstaltungsflyer finden Sie im Anhang.
Wir möchten Sie rechtherzlich einladen und würden uns freuen, wenn Sie die Veranstaltung in Ihre Ankündigungen, Newsletter und Terminspalten mitaufnehmen könnten.

Link zur Facebookveranstaltung: https://de-de.facebook.com/events/1063988927284076/
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„Immer wieder wird über rechtsextreme Vorfälle in staatlichen Behörden berichtet. Vor allem seit der Selbstenttarnung des NSU wird die demokratische Verfasstheit der Sicherheitsbehörden öffentlich breit diskutiert. Kann man hier wirklich noch von Einzelfällen sprechen oder gibt es rechtsextreme Gruppen und Netzwerke? Und wie steht es um den staatlichen Aufklärungswillen?

Auch in Berlin sind diese Fragen brandaktuell. Seit zehn Jahren gibt es in Neukölln eine mutmaßlich rechtsextrem-motivierte Anschlagsserie. Bis heute gibt es keine Ermittlungserfolge. Die Hinweise auf mangelnden Aufklärungswillen bis hin zu aktiver Vertuschung bei Polizei und Verfassungsschutz verdichten sich, die Sorge um rechte Netzwerke wächst.

Die Ergebnisse des Sammelbandes „Extreme Sicherheit“ möchte Petra Pau gemeinsam mit Heike Kleffner (Herausgeberin, Autorin) und Malene Gürgen (taz, Autorin) umfassend diskutieren.“

Erinnern bewegt – 1989 I 2019 Zeitzeug*innen im Gespräch mit Henny Engels und Wolfram Hülsemann

Veranstaltungsort: Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf, Haus 1,  Alt-Marzahn 51

Was die Umbrüche ab 1989 mit sich brachten, was Menschen aus der DDR hinter sich ließen, was sie in das „Neue“ mitnahmen, was unterschiedlich erlebt wurde, was zu bewältigen war: All das berührte nicht nur den Kopf, sondern gleichermaßen die Empfindungen und ist bei vielen Menschen bis heute gegenwärtig.

Unsere vier Gesprächsabende wollen Raum für Erlebtes und damit verbundene Empfindungen bieten.

  • Begeisternde Freiheitserfahrung einerseits – andererseits Fremdheitserfahrung und daraus erwachsend, überwältigende Verunsicherung
  • Erfüllung lang gehegter Wünsche einerseits: Konsummöglichkeiten, berufliche Entwicklung, geistiger Austausch  – andererseits Desillusionierendes beim Ankommen im Neuen
  • Das Entdecken politischer Mündigkeit und Teilhabemöglichkeiten einerseits – andererseits das Empfinden, in der eigenen Lebensgestaltung willkürlichen Entscheidungen und wenig plausiblen Sachzwängen ausgeliefert zu sein
  • Das Entdecken bisher unbekannter eigener Fähigkeiten einerseits – andererseits aber auch persönliche Entwertungserfahrungen in Familie und/oder Berufsleben

11. September, 18 Uhr: Politik im Umbruch

Dagmar Pohle, Bezirksbürgermeisterin Marzahn-Hellersdorf

Norbert Seichter, Kommunalpolitiker

23. Oktober, 18 Uhr: Schule im Umbruch

Wolfgang Brauer, Lehrer

Bettina Rathenow, Lehrerin (zuletzt Senatsschulverwaltung

13. November, 18 Uhr: Wirtschaft im Umbruch

Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg e.V.

Dr. Christa Bertag, 1985 bis 1990 Generaldirektorin des VEB Kosmetik Kombinat Berlin

11. Dezember, 18 Uhr: Soziales im Umbruch

Dr. Thomas Pfeifer, Geschäftsführer der Wuhletal gGmbH

Sr. Margareta Kühn, Don-Bosco-Zentrum Marzahn

Programm zum Ausdrucken: FlyerErinnernBewegt_150719

Die neue Dunkelziffer Unbekannt – Rassismus & rechte Gewalt in Marzahn-Hellersdorf ist erschienen!

Die neue Dunkelziffer Unbekannt – Rassismus & rechte Gewalt in Marzahn-Hellersdorf (Ausgabe Herbst 2019) ist erschienen! Diese könnt Ihr über den AK Rechte Gewalt, Antirassistische Registerstelle des AStA der Alice Salomon Schule beziehen. Vor Ort abholen oder via Mail bestellen: arreg@ash-berlin.eu

30.11.2019 Sportmuseum Marzahn-Hellersdorf: „Ringen gegen den Faschismus“: Debatte über Werner Seelenbinder.

„Ringen gegen den Faschismus“: Debatte über Werner Seelenbinder. Um das außergewöhnliche Leben des Weltklasse-Ringers und NS-Widerstandskämpfers geht es an diesem Sonnabend, 30. November, im Sportmuseum Marzahn-Hellersdorf. Anlass ist sein 75. Todestag. Er war am 24. Oktober 1944 von den Nazis im Zuchthaus Brandenburg hingerichtet worden. Seelenbinder war 1904 in Stettin geboren worden und trat in jungen Jahren für den Sportclub Berolina in Neukölln an. In den 20er-Jahren war er bei mehreren internationalen Arbeiterwettkämpfen erfolgreich. Zwischen 1933 und 1941 wurde er sechsmal Deutscher Meister im Halbschwergewicht im klassischen Stil, belegte dritte Plätze bei den Europameisterschaften 1937 und 1938 und wurde 1936 Vierter bei den Olympischen Spielen in Berlin. Seit 1933 gehörte Seelenbinder der KPD an. Seine Reisen zu Wettkämpfen im Ausland nutzte er, um als Kurier illegale Schriften zu schmuggeln. 1939 wurde Seelenbinder zur Arbeit im Rüstungsbetrieb Marienfelde herangezogen, wo er eine Widerstandsgruppe aufbaute. 1942 flog er auf, zwei Jahre später wurde er zum Tode verurteilt.

Das Sportmuseum ist auch deshalb Seelenbinder verpflichtet, weil zu seinen Exponaten eine Gedenktafel zählt, die einst am Elektro-Apparate-Werk (EAW) in Treptow hing und nach der Wende „gerettet“ wurde, wie der Vorsitzende des Bezirkssportbundes, Jan Lehmann, berichtet. Das Kolloquium richtet das Museum mit dem Olympia- und Sportphilatelisten-Club Berlin aus. Es soll dazu beitragen, „zwischen Mythos und Wirklichkeit“ zu unterscheiden, wie es in der Ankündigung heißt. Seelenbinder sei „in der DDR teilweise verklärt, in der Bundesrepublik ignoriert und im vereinten Deutschland durch Aufnahme in die ‚Hall of Fame des deutschen Sports‘ wiederentdeckt“ worden. Hier findet sich eine ausführliche Würdigung des Sportlers und Widerstandskämpfers durch die Ruhmeshalle. Auch die Gedenkstätte Deutscher Widerstand erinnert an sein Wirken.

An der Diskussion nehmen teil: die frühere Leiterin des Sportmuseums Leipzig, Gerlinde Rohr, der Herausgeber des „Journal of Olympic History“, Volker Kluge, der Schwergewichts-Weltmeister im Freistilringen von 1981, Roland Gehrke, der Wissenschaftliche Berater des Bezirkssportmuseums, Daniel Heimbach, sowie der langjährige Hörfunk-Sportjournalist Klaus-Jürgen Alde. Beginn der Debatte im Sportmuseum in der Eisenacher Straße 121 ist um 10.30 Uhr.

Quelle: Tagesspiegel-Newsletter Marzahn-Hellersdorf

Siehe auch Website des Sportmuseums.

Antifaschismus muss gemeinnützig bleiben! Schwerer Angriff auf die VVN-BdA

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf solidarisiert sich mit der VVN-BdA – wir verweisen auf die Erklärung vom vergangenen Freitag und haben einen kleinen Pressespiegel erstellt:

Am 4. November hat das Finanzamt für Körperschaften I des Landes Berlin der Bundesvereinigung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) e.V. die Gemeinnützigkeit entzogen. Damit verbunden sind vorerst Steuernachforderungen in fünfstelliger Höhe, die noch in diesem Jahr fällig werden. Weitere erhebliche Nachforderungen sind zu erwarten und auch zukünftig drohen wesentlich höhere steuerliche Belastungen. Damit ist die VVN-BdA in ihrer Existenz bedroht.

Das Finanzamt Berlin handelt damit anders, als das Finanzamt Oberhausen-Süd, das der Landesvereinigung NRW die Gemeinnützigkeit am 22. Oktober gewährt hat. In beiden Fällen war derselbe Vorwurf erhoben worden. Er besteht darin, dass die Landesvereinigung Bayern der VVN-BdA im bayrischen Verfassungsschutzbericht wiederholt als linksextremistisch beeinflusst dargestellt wird. Während das Finanzamt Oberhausen-Süd der Widerrede der VVN-BdA im Anhörungsverfahren entsprach, beharrt das Berliner darauf, dass „der volle Beweis des Gegenteils, als Widerlegung der Vermutung als extremistische Organisation“ nicht erbracht worden sei.

Weiterlesen

Presseschau und Solidaritätserklärungen:

Wir möchten euch auf eine Online-Petition aufmerksam machen, die solidarische Menschen für uns gestartet haben: Die VVN-BdA muss gemeinnützig bleiben!: www.openpetition.de/petition/online/die-vvn-bda-muss-gemeinnuetzig-bleiben

Soli-Rap von Refpolk: www.facebook.com/Refpolk/videos/2720217854704103/

Steuerrecht: „Antifaschismus ist gemeinnützig“ (Süddeutsche Zeitung, 25.11.2019)

»Wir haben andere Dinge zu tun« (Neues Deutschland, 25.11.2019)

Offener Brief von Esther Bejarano an Olaf Scholz. Das Haus brennt – und Sie sperren die Feuerwehr aus! (VVN-BdA, 25.11.2019)

Gemeinnützigkeitsrecht in Deutschland: Walter-Borjans fordert Reform (taz, 24.11.2019)

Aberkennung der Gemeinnützigkeit des VVN: Weder Herz noch Hirn (taz, 24.11.2019)

NRW-Finanzämter drohen der VVN/BdA (Freitag, 24.11.2019)

Entzug der Gemeinnützigkeit von Verein der Nazi-Opfer stößt auf Kritik (Berliner Zeitung, 24.11.2019)

Organisation verliert Gemeinnützigkeit – Zu links fürs Finanzamt (taz, 23.11.2019)

Attac, Campact, VVN-BdA: Kritische linke Stimmen werden ausgeknockt (Frankfurter Rundschau, 23.11.2019)

Auschwitz-Komitee protestiert gegen Beschluss des Berliner Finanzamts (Tagesspiegel, 23.11.2019)

»Politisch motiviert« (Neues Deutschland, 23.11.2019)

VVN-BdA: Finanzamt killt Antifa (Neues Deutschland, 23.11.2019)

Auschwitz-Komitee verurteilt Entzug der Gemeinnützigkeit der VVN (evangelisch.de, 23.11.2019)

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes verliert Gemeinnützigkeit (Deutschlandfunk, 22.11.2019)

Gemeinnützigkeit aberkannt: Antifaschistischer Verein aus Berlin fürchtet um Existenz (RBB24, 22.11.2019)

 

 

Das Leben in der Platte im Wandel der Zeit – Lesung & Diskussion

Das Leben in der Platte im Wandel der Zeit – Lesung und Diskussionsveranstaltung mit Steffen Mau über die gesellschaftlichen Brüche in der Nachwendezeit.

Die Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf und das SOS-Familienzentrum laden Euch recht herzlich zu einem spannenden Lese- und Diskussionsabend im Stadtteilzentrum ein!

Der Professor für Soziologie Steffen Mau liest aus seinem neuen Buch „Lütten Klein – Leben in der ostdeutschen Transformationsgesellschaft“ (Suhrkamp) über die Wendezeit in Rostock – er stellt seine persönliche Sozialgeschichte Ostdeutschlands vor und nach 1989 vor. Mau nimmt die gesellschaftlichen Brüche in den Blick, an denen sich Verbitterung und Unmut entzünden.

Nach der Lesung wollen wir mit Euch ins Gespräch kommen und auch einen vergleichenden Blick auf die (Nach-)Wendezeit in Marzahn-Hellersdorf werfen. Was hat sich im Bezirk seitdem verändert?

Eine Veranstaltung der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf mit freundlicher Unterstützung des SOS Familienzentrums.

Eintritt frei!

Datum: Montag, 16.12.2019
Uhrzeit: 19.30 Uhr
Ort: SOS Familienzentrum, Alte Hellersdorfer Str. 77, 12629 Berlin

Anfahrt: Bus 197er bis Haltestelle Gothaer Straße/Alte Hellersdorfer Straße

Ein Bericht aus der taz zu einer gelungenen Veranstaltung mit Herrn Mau mit unserem pad-Kollegen Thomas Stange: https://taz.de/Diskussion-zu-Folgen-des-Mauerfalls/!5636835/?fbclid=IwAR03VJrDHPkuNnMmsOMB3zkLkY48Z0sltnTxaUAbnaKOqfkwPQA51mtJFWE

Pressestimmen zum Buch:

Warum der Westen den Osten nicht verstanden hat (Deutschlandfunk, 6.11.2019)

Steffen Mau – „Lütten Klein“ (Deutschlandfunk, 26.8.2019)

Leben in der Transformationsgesellschaft – Lütten Klein als Schaufenster der DDR (Deutschlandfunk, 12.8.2019)

Lütten Klein – Die DDR-Platte als „Erinnerungskosmos“ (mdr, 10.8.2019)

Flyer zur Veranstaltung: Flyer_Plattenbau

FB-Veranstaltung hier.

Ausstellungseröffnung „Aktionsmalerei: Farbe für Vielfalt“

Am Freitag, dem 29. November 2019, um 14:00 Uhr, lädt die FreiwilligenAgentur Marzahn-Hellersdorf herzlich zur Ausstellungseröffnung “Farbe für Vielfalt” ein. Die verschiedenen Ausschnitte der Aktionsmalerei-Leinwand werden vom 29. November 2019 bis zum 31. Dezember 2019 in der FreiwilligenAgentur Marzahn-Hellersdorf ausgestellt.

“Farbe für Vielfalt” ist ein Kunstprojekt, das junge Menschen auf unkonventionelle Art zusammenbringen soll. Im Rahmen des PULS – Sommercamp für junges Engagement führte Marayke Falk mit den Teilnehmenden einen Aktionsmalerei-Workshop durch. Hier ging es darum, demokratische Grundstrukturen auf einem niedrigschwelligen Level an die Jugendlichen zu vermitteln und zudem die Gruppe in sich zu stärken. Aktionsmalerei bietet sich dabei als Medium vor allem an, weil es die Möglichkeit eröffnet, selbst Ideen und Emotion außerhalb von vorgesetzten und festen Strukturen einzubringen. Die Jugendlichen nutzten eine Leinwand mit einer Fläche von 4×3m, um die Farbe mit Luftballons zu werfen, überzurollen, zu spritzen und mit vielen weiteren Techniken aufzutragen. Im Fokus des Workshops stand aber zunächst nicht das Endprodukt, sondern der Schaffensprozess. Durch das Einbringen der verschiedenen Sichtweisen, die die Gruppe durch die Leitung von Marayke Falk zu Tage brachte, entstanden aber auch sehr ansehnliche Kunstwerke.

„Das Projekt `Farbe für Vielfalt` schafft nicht nur Kunst, sondern auch Zusammenhalt und neue Denkweisen.” so die Leiterin des Vorhabens Marayke Falk. „Die Bilder sind der auf Leinwand gebannte Ausdruck von Demokratieentwicklung.“ so Dr. Jochen Gollbach, Leiter der FreiwilligenAgentur Marzahn-Hellersdorf, „während bei der Aktion das Miteinander im Vordergrund stand, soll es in der Ausstellung jetzt die geschaffene Kunst sein.“

Das Projekt „Farbe für Vielfalt“ wird gefördert durch das Programm „Partnerschaft für Demokratie, Aktionsfonds Marzahn 2019“.

FB-Event hier.

Helfer*innen für die Nacht der Solidarität gesucht!

An dieser Stelle leiten wir deshalb den Aufruf zur „Nacht der Solidarität“ von Seiten der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Soziales / Abteilung Soziales weiter (s. unten) und möchten diese um die folgenden Informationen ergänzen:
 
• Die FreiwilligenAgentur Marzahn-Hellersdorf hat die Freiwilligenkoordination zur „Nacht der Solidarität“ (29./30.01.2020) übernommen: http://aller-ehren-wert.de/kooperationsprojekte/nds/
 
• Berlin zählt in der Nacht vom 29. auf den 30. Januar 2020 erstmalig (und als erste deutsche Stadt) wohnungslose Menschen auf der Straße. Das Konzept wurde in Anlehnung an internationale Erfahrungen unter der Leitung/Koordination von Susanne Gerull, Professorin für Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit an der ASH Berlin, von einer Arbeitsgruppe im Rahmen der sogenannten Strategiekonferenzen der Berliner Wohnungslosenhilfe entwickelt.
 
• Mit zwei Seminaren nimmt Susanne Gerull aktiv an der nächtlichen Zählung teil.
 
• Studierende, Lehrende und Mitarbeitende der ASH sind ebenso wie Akteur_innen und Bewohner_innen im Bezirk herzlich eingeladen an der Zählung teilzunehmen:
 
• Die Anmeldung als Helfer_in ist freigeschaltet unter: www.berlin.de/nacht-der-solidaritaet/mitmachen/
 
• In der der taz Berlin wurde ausführlich berichtet und für eine Teilnahme geworben:
 

Menschen verschiedener Herkunft und Religion begehen Mitzvah Day: Der Tag der guten Taten

Marzahn. Hebräisch und Deutsch, aber auch Arabisch und Russisch war am Sonntag, 17. November, auf dem Abenteuerspielplatz „Wicke“ an der Schorfheidestraße zu hören. Auf dem Gelände mit der Umweltstation Alpha II fand der Mitzvah Day statt – erstmals überhaupt in Marzahn. Dieser „Tag der guten Taten“ wird jährlich weltweit von den jüdischen Gemeinden veranstaltet. Allein in Deutschland beteiligten sich in diesem Jahr in 45 Städten mehr als 3.300 Menschen. Das Motto: Die Welt ein bisschen besser machen. Für kleine gute Taten wird Zeit gespendet – beispielsweise werden alte Menschen besucht, Bäume gepflanzt oder Geschenke für arme Kinder gepackt. Das Konzept des Mitzvah Days entstand 1999 in Los Angeles und breitete sich danach schnell aus.

Weiterlesen

Siehe auch:

Mitzvah Day: »Ein Vertrauensbeweis für die Zukunft« (Jüdische Allgemeine, 17.11.2019)

Mitzvah Day in Berlin: Der Tag der guten Taten (taz, 16.11.2019)

EINLADUNG zur Stolpersteinverlegung für Marie-Luise und Carl Hotze am 5.12.2019

Foto vom Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf

Am Donnerstag, dem 5. Dezember 2019 gegen 13 Uhr verlegt der Künstler Gunter Demnig vor dem Haus An der Wuhle 41 in Kaulsdorf-Süd zwei Stolpersteine für Marie-Luise und Carl Hotze.

Die Initiatorinnen, Cindy und Angelika Wewerka, verstehen die Stolpersteine als ein Zeichen gegen das Vergessen:

„Als Familie beschlossen wir einem Ehepaar ein Zeichen zu setzen, das sich in einer dunklen Epoche unseres Landes durch Solidarität, Mut und Nächstenliebe hervorgetan hat. Dabei haben wir uns immer die Frage gestellt: Hätten wir auch so mutig gehandelt? Hätten wir Menschen geschützt und riskiert, dafür mit dem eigenen Leben zu bezahlen?

Marie-Luise und Carl Hotze waren überzeugte Kommunisten, die für ihre Gesinnung und ihren Glauben an eine kommunistische Zukunft dem nationalsozialistischen Regime getrotzt haben. Marie-Luise Hotze bezahlte ihre konsequente Haltung mit dem Tod im Konzentrationslager Ravensbrück. Carl Hotze kam zunächst ins Konzentrationslager Sachsenhausen, später ins Konzentrationslager Mauthausen. Nach der Befreiung machte er sich zu Fuß auf den Weg von Österreich nach Hause, um dort zu erfahren, dass seine Frau nicht überlebt hat.

Durch das selbstlose Handeln der Eheleute Hotze haben gefährdete KPD-Genossen ein Versteck vor Verfolgung gefunden. 1943 versteckten die Hotzes die jüdische Witwe Anna Degen und ihren damals 11-jährigen Sohn Michael und sicherten ihr Überleben.

Wir sind sehr stolz, diesen wunderbaren Menschen an ihrem ehemaligen Zuhause für immer ein Gedenken zu errichten. Mögen Spaziergänger über diese Steine stolpern und mit dem Lesen der beiden Namen Marie-Luise und ihren Mann Carl aus der Vergessenheit holen.“

Für Fragen und Anregungen stehen Cindy und Angelika Wewerka gern zur Verfügung: cuuurlii@googlemail.com

Das Bezirksamt wird durch Frau Kulturstadträtin Juliane Witt, Vorsitzende der Kommission Gedenkorte, vertreten.

Ansprechpartnerin im Bezirksamt: Dorothee Ifland (Leiterin Bezirksmuseum, Tel. 54 79 09 21, info@museum-marzahn-hellersdorf.de

Weitere Informationen zur Kultur in Marzahn-Hellersdorf finden Sie im Internet unter:

https://www.kultur-marzahn-hellersdorf.de

Siehe auch Pressemitteilung des Bezirksamts Marzahn-Hellersdorf: Stolpersteinverlegung für Marie-Luise und Carl Hotze

Feuriger Advent mit der Nachbarschaft – Victor-Klemperer-Platz & Freizeitforum Marzahn

Am Freitag, dem 29. November 2019, von 14:00 bis 19:00 Uhr, verwandeln sich der Victor-Klemperer-Platz und das Freizeitforum Marzahn in eine Stätte der Begegnung.

Die AG Nachbarschaft vom Bündnis für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf lädt recht herzlich Nachbarinnen und Nachbarn zum Feurigen Advent ein. Bei Live-Musik, heißen Getränken und vielen Mitmachangeboten können Sie miteinander ins Gespräch kommen.

Groß und Klein können im Freizeitforum, Geschenke und Weihnachtsschmuck basteln, Märchen genießen, miteinander spielen und Weihnachtswünsche an das Postamt in Himmelpfort schicken oder erfahren, wie Weihnachten in anderen Ländern gefeiert wird.

Bei knisterndem Feuer auf dem Victor-Klemperer-Platz werden Leckereien und Gegrilltes angeboten. Eine stimmungsvolle Feuershow auf dem Victor-Klemperer-Platz rundet das Programm ab.

Programm:

  • 14:00 Uhr: Musikalische Eröffnung und Schmücken des Weihnachtsbaumes und Begrüßung durch Dr. Manuela Schmidt, Vizepräsidentin des Abgeordnetenhauses von Berlin,  Gordon Lemm, Bezirksstadtrat für Schule, Sport, Jugend und Familie und Henny Engels Sprecherin des Bündnisses für Demokratie und Toleranz
  • 15:30 Uhr Verabschiedung der Mitglieder der „Akteursrunde“ im Aktiven Zentrum mit der Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle
  • 17:00 Uhr mit musikalischer Umrahmung werden die Lichter am Weihnachtsbaum angezündet in Anwesenheit der Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Petra Pau (angefragt)
  • 18:30 Uhr: Feuershow „Hammerflausch“

Kommen Sie am 29. November 2019 zum Feurigen Advent und feiern Sie mit uns!

Quelle

Plakate und Flyer zum Download:

Feuriger Advent 2019 Plakat Web

Feuriger Advent 2019 Flyer Web

Hier finden Sie die Pressemitteilung des Bündnisses für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf zum Feurigen Advent: BfDT M-H (PM 38)_Feuriger Advent mit der Nachbarschaft

7.11.1019 Frauensporthalle Marzahn: Frauen unter dem gesellschaftlichen Radar, gestern und heute

Das FrauenNetz und der Frauenbeirat Marzahn-Hellersdorf veranstalten am 7.11.2019 mit finanzieller Unterstützung der Partnerschaft für Demokratie Marzahn eine spannende Veranstaltung in der Frauensporthalle Marzahn. Titel der Veranstaltung: Frauen unter dem gesellschaftlichen Radar, gestern und heute. Mit dabei ist auch unsere Bündnissprecherin Henny Engels!

14.11.2019 VHS Berlin Marzahn-Hellersdorf: Vernissage Unsichtbar/Unverzichtbar

Via Partnerschaften für Demokratie Marzahn-Hellersdorf:

Ausstellung einer Suche in Bildern.

In den letzten Monaten haben sich die Künstler Jonathan Göpfert (Fotograf) und Philipp “Beatsen” (Illustrator) auf die Suche nach Orten in Marzahn-Hellersdorf gemacht, welche für Demokratie und Vielfalt wesentlich sind. Dabei sind sie den Spuren, welche die Partnerschaften für Demokratie Marzahn und Hellersdorf in den letzten 5 Jahren hinterlassen haben, gefolgt.

In der Vernissage, am 14.11. um 18 Uhr in der Volkshochschule Marzahn-Hellersdorf, wird das Ergebnis dieser Suche zum ersten Mal öffentlich präsentiert.
Dort erwartet die Besucher*innen eine Serie aus Bildern, die Illustration und Fotografie auf eine entrückende Art und Weise verschmelzen. Denn nachdem die Motive von Jonathan Göpfert fotografiert wurden, sind alle Negative durch Beatsen manipuliert worden. Die Ergebnisse bewegen sich zwischen Realität und Vorstellung, zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Neben einem Gespräch mit den Künstlern aus Marzahn und Hellersdorf, welche bei der Vernissage näher auf den Entstehungsprozess des Projekts und der Werke eingehen, werden auch die Partnerschaften für Demokratie Marzahn und Hellersdorf vor Ort über ihre Arbeit im Bezirk und das Projekt sprechen.

Gefördert wird das Projekt durch die Partnerschaften für Demokratie Marzahn und Hellersdorf – www.demokratie-mh.de

4.-8. November 2019: Gedenkwoche Novemberpogrome in Marzahn-Hellersdorf

Im Rahmen der diesjährigen Gedenkwoche zu den Novemberpogromen 1938, veranstaltet bzw. unterstützt das Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf auch dieses Jahr wieder einige Gedenkformate in unserem Bezirk. Gerade in Zeiten von antisemitisch und rassistisch motivierten Anschlägen – wie zuletzt in Halle – ist das Erinnern an die Verbrechen des Nationalsozialismus wichtiger denn je!

„Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen.“ (Primo Levi)

Das Plakat finden Sie hier in hoher Auflösung zum Ausdrucken: Plakat zur Gedenkwoche Novemberpogrome 2019

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.

16.11.2019 Audimax/Alice-Salomon-Hochschule: Konferenz Handlung(s)Macht – Zukunft – Marzahn-Hellersdorf

Das ASH-Forschungsprojekt „Demokratieferne Auffassungen in einer Kommune als Herausforderung für sozialräumliche Demokratieentwicklung“ lädt ein zur „Konferenz Handlung(s)Macht – Zukunft – Marzahn-Hellersdorf“. Sie findet am Samstag, 16.11. (14-18 Uhr) im Audimax der ASH statt.

Hier gibt es das Programm als Download: Plakat_Konferenz_16112019

16.11.2019 Alpha II/Marzahn-Nord: 29. Geburtstag der Spielplatzinitiative und Tag der Toleranz

Via Spielplatzinitiative Marzahn e.V.

Gemeinsam mit unseren Platzkindern, Mitgliedern, Mitarbeitern, Unterstützern und Freunden feiern wir den Geburtstag unseres Vereins draußen am Lagerfeuer und am molligen Lehmofen im Alpha II!
Besonders Highlight: Auftritt der Cosmonautix!

Am diesjährigen 16. November feiern wir nicht „nur“ unseren 29. Vereinsgeburtstag, es ist auch der internationale Tag für Toleranz 2019. Der Gedenktag geht zurück auf den 16. November 1995: damals unterzeichneten 185 Mitgliedsstaaten der UNESCO feierlich die Erklärung der Prinzipien zur Toleranz.

Facebook-Event hier.

Gastgeber: Spielplatzinitiative Marzahn e.V.

 

Ort: Alpha II

Uhrzeit: 15.00 – 22.00 Uhr

Flüchtlingsfamilie aus Syrien: „Deutsch werden in Marzahn – ein weiter Weg des Ankommens“

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf dokumentiert einen Pressebericht der Berliner Zeitung vom 24.10.2019 über ein Beispiel gelungenen Ankommens einer syrischen Familie in unserem Bezirk:

Marzahn – Haitham Mstou stellt dampfendes Essen auf den Tisch. „Huhn, ihr mögt doch Huhn?“, sagt er. Es sieht lecker aus. Reis, Kartoffeln, Aubergine, Hühnchen: Die Familie hat gekocht. Syrisch, denn deutsches Essen gefällt Haitham Mstou nicht. Er verzieht das Gesicht. „Wie kann man so etwas freiwillig essen?“, fragt er. Seine Erfahrungen hat Haitham Mstou in deutschen Flüchtlingsheimen gemacht. Er kommt aus Damaskus in Syrien. Vier Jahre ist er jetzt in Deutschland, aber ans Essen will er sich nicht gewöhnen.

Es geht ihm an diesem Tag darum, vorzuführen, was die syrische Küche Tolles hervorgebracht hat. Und Haitham Mstou und seine Frau Mariam Al-Muhammed finden auch, dass man Gäste ordentlich bewirten sollte. Sie haben beim ersten Treffen schallend gelacht, als die Reporterin Wasser trinken wollten. „Deutsche trinken immer nur Wasser. Aber Wasser zählt nicht. Bei uns gibt es Verschiedenes, wenn Besuch kommt“, sagte er. Es ist einer der Bräuche, die sie aus ihrem Heimatland mitgebracht haben. Bei syrischer Gastfreundschaft wollen sie bleiben. Anderes haben sie schon aussortiert.

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Neuer Newsletter (November/Dezember 2019) für Demokratieentwicklung in Marzahn-Hellersdorf erschienen!

Liebe Leser*innen,
 
herzlich willkommen zum fünften Newsletter der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf im Jahr 2019.
 
Die Ergebnisse der Landtagswahlen vom 1. September in Brandenburg und Sachsen haben erneut aufgezeigt, wie groß die aktuelle Bedrohung durch die radikale bis extreme Rechte in Deutschland ist. Einzig positiver Punkt ist, dass dieses Mal noch demokratische Parteien stärkste Kraft werden konnten. Allerdings geht es jetzt darum die Zivilgesellschaft in Ostdeutschland weiter massiv zu unterstützen und auszubauen. Hier wünscht sich die Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung, dass die Bundesregierung das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ langfristig auf sichere finanzielle Beine stellt und nach dem schrecklichen antisemitischen und rassistischen Anschlag von Halle erkennt, dass es endlich eine schnelle Umsetzung eines Demokratieförderungsgesetzes braucht.
 
Die Zivilgesellschaft, die Verwaltung und die demokratischen Parteien müssen zukünftig noch stärker in der Auseinandersetzung mit der extremen Rechten zusammenstehen. Dies gilt auch für unseren Bezirk Marzahn-Hellersdorf.
 
Natürlich gibt es auch in diesem Newsletter wieder viele Berichte und Neuigkeiten von der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung, aus dem Bündnis für Demokratie & Toleranz und unseren zahlreichen Kooperationspartner*innen in Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft.
 
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Wer den Newsletter abonnieren möchte, schreibt bitte eine Mail an: koordinierungsstelle-mh@pad-berlin.de

Pressemitteilung: Solidarität mit den Opfern von rassistischen Attacken in Hellersdorf

Berlin, den 22.10.2019

Pressemitteilung des Bündnisses für Demokratie und Toleranz

Solidarität mit den Opfern von rassistischen Attacken in Hellersdorf

Innerhalb der vergangenen vier Wochen gab es in Hellersdorf erneut zwei rassistisch motivierte Übergriffe auf Mitmenschen zu beklagen:

  • Am 25. September 2019 wurde eine 26-jährige Frau in Anwesenheit Ihrer beiden Kinder von einem 35-jährigen Mann am U-Bahnhof Hellersdorf rassistisch beleidigt; dabei wurde ihr Alkohol über den Kopf geschüttet. (Quelle: morgenpost.de/berlin/polizeibericht/article227220827/Hellersdorf-Mutter-mit-Kleinkind-rassistisch-beleidigt-und-mit-Alkohol-uebergossen.html)
  • Am 19. Oktober 2019 gab es am U-Bahnhof Cottbusser Platz einen rassistischen Angriff auf einen 27-jährigen Mann: „Nach ersten Erkenntnissen stieg der 27-Jährige gegen 4 Uhr am U-Bahnhof Cottbusser Platz aus der U-Bahn, lief den Bahnsteig entlang und wollte gerade die Treppen des Ausganges ersteigen, als er von einem hinter ihm laufenden Unbekannten rassistisch beleidigt und sogleich gestoßen wurde. Durch den Stoß fiel der Mann nach vorn auf die Treppenstufen und verletzte sich dabei an Stirn und Nase. Der Angreifer flüchtete in unbekannte Richtung. Alarmierte Rettungskräfte brachten den Verletzten zur ambulanten Behandlung in eine Klinik. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt ermittelt.“ (Quelle: https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/pressemitteilung.855964.php)

Unabhängig von diesen beiden aktuellen Fällen gab es dieses Jahr leider bereits eine ganze Reihe von rassistisch bzw. antimuslimisch konnotierten Angriffen zu verzeichnen. An dieser Stelle eine unvollständige, aber erschreckende Auswahl aus dem Register zur Erfassung rechtsextremer und diskriminierender Vorfälle Marzahn-Hellersdorf (https://www.berliner-register.de/chronik/marzahn-hellersdorf):

  1. Januar 2019: Rassistischer Angriff in Sportstudio
  2. Januar 2019: Mann rassistisch angegangen
  3. Februar 2019: Angriff auf zwei syrische Jugendliche
  4. Februar 2019: Angriff auf Jungen in Hellersdorf
  5. März 2019:  Rassistischer Angriff am Brodowiner Ring
  6. April 2019: Rassistischer Angriff im Supermarkt
  7. Mai 2019: Muslimfeindlicher Angriff am S-Bahnhof Poelchaustraße
  8. Mai 2019: Rassistischer Angriff auf Spielplatz
  9. August 2019: Rassistischer Übergriff im Supermarkt

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Hellersdorf: Demokratiekonferenz am 4.11.2019

Liebe Netzwerkpartner/innen, sehr geehrte Damen und Herren,

liebes Fachpersonal, liebe Eltern,

hier nun unsere Einladung mit dem Flyer im Anhang.

Wir möchten Sie ganz herzlich zur Demokratiekonferenz der Partnerschaft für Demokratie Hellersdorf „Schule ganz neutral? Werte und Politik an der Schule und die Rolle der Eltern“ am 4. November einladen!

In diesem Rahmen fragen wir:

  • Was bedeutet Neutralität an der Schule und was gerade nicht?
  • Was bedeutet politische Einflussnahme am Ort Schule?
  • Welche Rolle spielt die Schule bei der Vermittlung von Werten?
  • Welche Rolle habe ich als Elternteil?

Die Veranstaltung wird am 04.11.19 von 17-20 Uhr im Kieztreff Kastanie (Boulevard Kastanienallee 55, 12627 Berlin) stattfinden. Merken Sie sich den Termin gerne vor und tragen Sie ihn weiter!

Um Anmeldung wird gebeten: pfd-mh@stiftung-spi.de

Herzliche Grüße

Corinna Meukow und Hannes Obens

Partnerschaften für Demokratie Marzahn und Hellersdorf

Rathaus Marzahn-Hellersdorf

Alice-Salomon-Platz 3, 12627 Berlin

Flyer-Demokratiekonferenz Hellersdorf 2019

Ausstellung Stolpersteine und Erinnerungsgang zum Gedenken an die Novemberpogrome

Ab dem 6.11.2019 ist im Kiezbüro des Abgeordneten Kristian Ronneburg in Kaulsdorf die Stolperstein-Ausstellung des Bündnisses für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf zu sehen:

Hier sind die Einladungsflyer in höherer Auflösung zu finden: http://ponte.pad-berlin.de/ausstellung-stolpersteine-und-erinnerungsgang-zum-gedenken-an-die-novemberpogrome/

17.11.2019 Stadtteilzentrum Marzahn Mitte: Argumentationstraining gegen Diskriminierung und rassistische Parolen

Am 17.11.2019 führt die Kiezgruppe gegen Rassismus Marzahn ein Argumentationstraining gegen Diskriminierung und rassistische Parolen im Stadtteilzentrum Marzahn Mitte durch. Interessierte können sich gerne bei der Kiezgruppe melden!

Flyer zum Download hier: StammtischkämpferInnenausbildung 17112019 A4.

13.11.2019 im Kinder- und Jugendbeteiligungsbüro Marzahn-Hellersdorf: Kinderversammlung bei der Bezirksbürgermeisterin

Im Vorfeld zum internationalen Aktionstag „Kinderrechte“ treffen die Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle und ihr Bezirkskollegium in der Kinderversammlung auf Marzahn-Hellersdorfer Kinder und Jugendliche. Das Kinder- und Jugendbeteiligungsbüro moderiert die Versammlung.
Die Kinderversammlung soll dazu dienen, über Kinderrechte und über konkrete Anliegen mit den Kindern und Jugendlichen und der Bezirkspolitik ins Gespräch zu kommen. Die Sitzung wird vom KJB protokolliert, um gegebenenfalls zu einzelnen Themen/Absprachen später noch einmal zu kommunizieren.

Uhrzeit: 15.00 – 17.00 Uhr

Ort: Kinder- und Jugendbeteiligungsbüro Marzahn-Hellersdorf, Marzahner Promenade 51, 12679 Berlin

Anmeldung an: kjb@hvd-bb.de#
FB-Veranstaltung hier.

Stolpersteinausstellung „Wider das Vergessen“ am 9.10.2019 im Stadtteilzentrum Kaulsdorf

Am 9.10.2019 ist im Stadtteilzentrum Kaulsdorf die Stolpersteinausstellung „Wider das Vergessen“ zu sehen. Schulklassen und interessierte Anwohner*innen sind herzlichst willkommen. Unsere Bündnissprecherin Frau Henny Engels wird begleitend vor Ort sein und etwas zu den Hintergründen der Ausstellung erzählen.

Öffnungszeit ist von 11.00 – 18.00 Uhr. Der Eintritt ist frei!

 

Anwohner_innenprotest gegen einen Aufmarsch von Rechtsextremen am 3.10.2019 in Berlin-Mitte

Donnerstag, 03.10.2019, ab 13.00 Uhr, Berlin-Mitte – Die Anwohner*inneninitiative für Zivilcourage – Gegen Rechts organisiert zum 5. Mal Proteste gegen einen Aufmarsch von „Wir für Deutschland (WfD)“ in ihrem Wohnviertel. Erneut hat die Initiative aktuell in der Friedrichstraße/Johannisstraße ein umfangreiches Programm u.a. mit Rainald Grebe auf die Beine gestellt. Auch das Berliner Bündnis gegen Rechts ruft zum Protest auf. Die rechtsextreme Aufmarschroute ist noch nicht bekannt.

Am 03.10.19 will die rechtsextreme Organisation „Wir für Deutschland (WfD)“ nach 11 Monaten wieder einen Aufmarsch in Berlin durchführen. Nach breiten Protesten gegen und geringer Beteiligung an ihrem letzten Aufmarsch am 9.November 2018 (Dokumentation der Proteste) hatte WfD verkündet, keine Aufmärsche mehr organisieren zu wollen. Damit endete vorerst eine im Jahr 2016 gestarteten Serie von Aufmärschen in Berlin. Zugleich ist bereits seit Ende 2018 die erneute Anmeldung von WfD am 03.10.19 bekannt. Der Startpunkt und die Aufmarschroute wird voraussichtlich erst ca. 48 Stunden vor dem Aufmarsch bekannt werden. Der um 14.00 Uhr startenden Aufmarsch soll voraussichtlich durch Mitte ziehen.

Proteste in Mitte

Unter dem Motto „Den Nazis keine Mitte“ ruft die Anwohner_inneninitiative für Zivilcourage – Gegen Rechts mit Unterstützung des Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin und der Tanzversammlung Rosenthaler zu einer Kundgebung ab 13.00 Uhr in der Friedrichstraße Ecke Johannisstraße auf. Große Teile des Programms der Kundgebung stehen bereits fest. Der Ort der Kundgebung wird erst nach Bekanntwerden der rechtsextremen Aufmarschroute endgültig feststehen.

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Fachtag am 23. Oktober 2019: Dokumentation und Monitoring als zivilgesellschaftliche Empowermentstrategie

Erst eine rassistische Beleidigung, dann der Faustschlag ins Gesicht. Nach einer Nazi-Demonstration werden Flaschen auf Gegendemonstrant*innen geschmissen. Ein Fahrgast in der Tram zeigt mehrfach den „Hitlergruß“. An den Hauseingang wird „Juden raus“ geschmiert. An einem Stromkasten wird der Slogan „NS Zone“ entdeckt. Auf einem Aufkleber einer rechten Partei befindet sich ein homofeindlicher Spruch.

Die Berliner Register dokumentieren Vorfälle die sich in Berlin ereignen und rassistisch, extrem rechts, antisemitisch, LGBTIQ*-feindlich, sozialchauvinistisch oder behindertenfeindlich sind oder den Nationalsozialismus verharmlosen. Warum sie das tun, was die Hintergründe der Entstehung der Berliner Registerstellen waren, welche Rolle weitere themenspezifische Dokumentationsstellen spielen und wie auf alltägliche Vorfälle reagiert werden kann, wird auf dem ersten gemeinsamen Fachtag der Berliner Register Thema sein?

Die Veranstaltung richtet sich an Menschen, die sich in Berlin tagtäglich auf unterschiedliche Weise demokratisch engagieren und der Ausgrenzung von Minderheiten entgegenstellen.

Wann? 23.10.2019 14-19 Uhr, Ankommen ab 13:30 Uhr
Wo? Rathaus Lichtenberg (Möllendorfstraße 6, U-Bahnhof Frankfurter Allee)

Das Programm des Fachtags finden Sie hier.

Da die Räumlichkeiten begrenzt sind, bitten wir im Vorfeld um Anmeldung. Bitte senden Sie das ausgefüllte Anmeldeformular an die E-Mail-Adresse info@berliner-register.de. Anmeldeschluss ist am 7. Oktober 2019. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Koordinierungsstelle der Berliner Register 0152 – 04 42 57 46. Weiterlesen …

030/ ´89 ´19 ´49: 30 Jahre Stadtteilarbeit in Marzahn-Hellersdorf

Der Fachtag der bezirklichen Stadtteilzentren verspricht spannend zu werden! Gerade die zahlreichen Stadtteilzentren im Bezirk Marzahn-Hellersdorf leisten mit ihrer alltäglichen, praktischen und Bürger nahen Arbeit einen wichtigen Beitrag für ein friedliches Miteinander in den Kiezen und für eine aktive Zivilgesellschaft!

030/ ´89 ´19 ´49
30 Jahre Stadtteilarbeit in Marzahn-Hellersdorf

30 Jahre Stadtteilarbeit in Marzahn-Hellersdorf – Ein Rückblick und Ausblick auf Akteur*innen, Strukturen und Entwicklungen in der Stadtteilarbeit in Marzahn-Hellersdorf.

Es gibt interessante Beiträge als Rückblick, zur Gegenwart und wie die zukünftige Stadtteilarbeit aussehen könnte. Der Fachtag findet im Schloss Biesdorf statt und Anmeldungen nehme ich ab sofort entgegen. Nutzen Sie die Gelegenheit für einen stadtweiten Austausch zur Gemeinwesenarbeit und Vernetzung untereinander.

Programm:

09.30 Uhr Ankommen und Begrüßung
J. Witt, BzStRin für Weiterbildung, Kultur, Soziales und Facility Management
M. Pleyer, Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband
A. Peker, S. Bösch, Verbund der Stadtteilzentren

Wie sind wichtige Träger und Strukturen der Stadtteilarbeit in der Wendezeit entstanden?                                                                                          Mit Inputs von Dr. E. Löhnert, vormals DPW: Strategien und Entwicklungen
Dr. H. Scherer, ehem. vska : Welche Entwicklungen sind aus Ost und West
zusammengeflossen?
G. Geißler, Geschäftsführerin Kiek in gGmbH: Entstehung von Vereinen und
Strukturen

Was bewegt uns heute? Mit Inputs von
J. Kramer, Kiek in gGmbh: Arbeit eines Stadtteilzentrums
A. Göbel, DPW: Strukturen der Stadtteilarbeit stärken
K. Reinwald und N. Eißner, OE SPK – Aufbau, Struktur und mögliche
Schnittstellen zur Stadtteilkoordination der Stadtteilzentren
M. Rubach, Leiterin des Sozialamtes Marzahn-Hellersdorf: Vorstellung des
neuen bezirklichen Stadtteilzentren-Vertrags

Kommunikation, Mobilität, Digitalisierung, Klimawandel: Welche Themen
werden uns bewegen? Und: Welche Aufgaben werden Stadtteilzentren dann
haben? Mit Inputs von Werkstatt Haus der Statistik, ZUsammenKunft Berlin eG
und U. Machura, Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales
Gesprächsrunde mit allen Beteiligten: Was bedeutet das für uns als
Stadtteilzentren?

Ein Rückblick und Ausblick auf Akteur*innen, Strukturen und Entwicklungen in der Stadtteilarbeit in Marzahn-Hellersdorf

am 24.10.2019 im Schloss Biesdorf.

Der Verbund der Stadtteilzentren veranstaltet diese gemeinsam mit dem Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband.

Anmeldung bitte bis 15.10.2019 an S. Schwarze, Stadtteilzentrum Kaulsdorf/Mittendrin leben e.V., stz-kaulsdorf@ev-mittendrin.de, Telefon 030/ 56588762.

Demokratiestudie in Marzahn-Hellersdorf gibt Empfehlungen an Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft

Christiane Schwausch Referat Hochschulkommunikation
Alice Salomon Hochschule Berlin

Abschlussbericht zu Demokratiedistanz und Demokratiefeindlichkeit im Bezirk liegt vor

Soeben ist der Abschlussbericht zum Forschungsprojekt „Demokratieferne Einstellungen in einer Kommune – Das Beispiel Marzahn-Hellersdorf“ im Logos-Verlag erschienen. Die Wissenschaftler_innen um Prof. Dr. Heinz Stapf-Finé, Professor für Sozialpolitik an der Alice Salomon Hochschule Berlin, erarbeiteten auf Grundlage von quantitativen wie qualitativen Befragungen Handlungsempfehlungen für Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft.

Demokratieplan für Marzahn-Hellersdorf

Angeregt wird ein „Demokratieplan“ für den Bezirk, der von Politik, Bürgerinnen und Bürgern und von Initiativen aus der Zivilgesellschaft gemeinsam umgesetzt wird. Prof. Dr. Heinz Stapf-Finé verdeutlicht: „Wichtig ist dabei, dass die Bürger und Bürgerinnen die Erfahrung von Selbstwirksamkeit machen. Der Politik wiederum muss der Vorteil von Partizipation klar werden: Wenn Bürgerbeteiligung die repräsentative Demokratie ergänzt, wird die Demokratie insgesamt gestärkt.“

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Friedensgedenken in Marzahn NordWest im Rahmen der Interkulturellen Tage 2019 und anlässlich des Weltfriedenstages

Friedensfest auf dem Barnimplatz – Lass mich IM Frieden

Wann: 20.09.2019, 14:00-17:30 Uhr

Alle Bewohner*innen und Interessierte sind eingeladen, bei Mitmach-Aktionen zum Thema Frieden sowie einem musikalischen und kulturellen Programm gemeinsam den Frieden zu feiern, sich dazu auszutauschen und einzubringen. Es erwartet Sie ein buntes Programm für Groß und Klein – mit Singen, Tanzen, Theater, einer Tombola und vielem mehr! Das Fest wird durch die Kulturstadträtin Frau Juliane Witt eröffnet.

Veranstalter ein Akteursnetzwerk aus: Vision e.V., Quartiersmanagement Marzahn NordWest, Berlin Entwickelt Neue Nachbarschaften“ (BENN) Marzahn-Nordwest, weltgewandt e.V., Kulturhochhaus, Berliner Tschechow-Theater, Gemeinschaftsunterkunft Wittenberger Straße, Kiek in soziale Dienste gGmbH, Spielplatzinitiative Marzahn e.V. und Bürgerinitiative „Wir im Kiez Marzahn NordWest“.

  1. Kinderfriedensfahrt in Marzahn NordWest

Wann: 20.09.2019 von 9:00 bis 12:00 Uhr

Wo: Seelgrabenpark zwischen Wuhletalstraße und Kemberger Straße

Alle Schüler und Schülerinnen der 4. bis 6. Klassen sind eingeladen, sich über ihre Schulen anzumelden. Die Wettfahrt findet als Schulvergleich statt und die Siegerschule erhält einen Wanderpokal. Im Rahmen eines Wettrennens fahren die einzelnen Klassenstufen auf einer abgesperrten und gesicherten Strecke im Seelgraben ihre Besten aus.
Neben der Freude am Fahrradfahren wird ein verkehrssicheres Fahrrad, ein Fahrradhelm und eine bestehende Haftpflichtversicherung über die Eltern benötigt.
Jeder Teilnehmer erhält eine Medaille.
Veranstalter ist der Marzahner Radsportclub – bei dem der aktuelle Deutsche Meister Maximilian Schachmann bereits das Radrennen für sich entdeckte – mit Unterstützung des Quartiermanagements Marzahn NordWest.

Nachfragen an: QuartiersBüro Marzahn NordWest, 030 284 23 130, qm-nordwest@gmbh-kiekin.de

Am Abend führt weltgewandt e.V. in Kooperation mit dem Tschechow-Theater im Selbigen von 18 bis 20 Uhr eine Diskussionsrunde durch zum Thema: Mehr Entspannung wagen – mit Russland

Pressemitteilung: https://weltgewandt-ev.de/wp-content/uploads/2019/09/2019-09-12-PM-Entspannung-RUS-weltgewandt.pdf

 

„Gemeinsame Sache – engagement.macht.demokratie“

Via Freiwilligenagentur Marzahn-Hellersdorf:

„Gemeinsame Sache – engagement.macht.demokratie“ lautet das Motto der diesjährigen Berliner Freiwilligentage. Vom 13. bis 22. September 2019 können interessierte Bürgerinnen und Bürger in ganz Berlin die Engagement-Vielfalt entdecken.

Auch die Träger für bürgerschaftliches Engagement in Marzahn-Hellersdorfer stellen sich vor:
Am 13.09.2019 geben den Auftakt im Bezirk, der Garten der Sinne von MITTENDRIN leben e.V. Wodanstraße 40, 12623 Berlin, von 10 bis 15 Uhr, bei dem ein Beet mit internationalen Pflanzen bestückt wird und der Verein Babel e.V., Stephan-Born-Straße 4, 12629 Berlin, von 14 bis 18 Uhr, wo eine neue Feuerstelle gebaut wird.
Die Volkssolidarität stellt am 17.09. von 10 bis 12 Uhr in ihrer Aktion „Neue Wohnformen für Menschen mit Demenz“ ihre Wohngemeinschaft in der Flämingstr. 70 vor.

Die Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete in der Bitterfelder Str. 11 lädt am 19.09. zur „Pimp my home – Hausverschönerungsaktion“ ein. Gemeinsam soll das Haus verschönert und den Tag genutzt werden, um etwas im Garten zu werkeln, die Innenwände zu streichen, die Fenster zu putzen und den Sperrmüll zu entsorgen. „Über helfende Hände freuen wir uns sehr.“ sagt die Freiwilligenkoordinatorin Tiina, „Am besten Arbeitskleidung mitbringen. Wir freuen uns auf einen tollen Tag mit den Freiwilligen.“
Wir als FreiwilligenAgentur freuen uns über die tolle Kooperation mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband und sind mit den vielen Aktionen im Bezirk mehr als zufrieden!

Mehr Informationen finden sich unter https://gemeinsamesache.berlin für ganz Berlin und unter www.aller-ehren-wert.de/aktiv-werden/freiwilligentage für die Angebote in Marzahn-Hellersdorf.
Mit herzlichen Grüßen
Jochen Gollbach

FreiwilligenAgentur Marzahn-Hellersdorf
Helene-Weigel-Platz 6
12681 Berlin
030-76 23 65 00
kontakt@fwa-mh.de
http://www.aller-ehren-wert.de

 

7. September 2019: Bericht vom Demokratiefest „Schöner Leben ohne Nazis“ auf dem Alice-Salomon-Platz in Hellersdorf

Ja, es ist inzwischen eine Tradition geworden. Da können sich Manche ereifern, es sei nicht der richtige Name für ein Fest für Alle oder erklärte Feinde dagegen wettern und auffordern, es zu stören – nützt alles nichts!

In Schwung gekommen ist der Tag erst einmal ab 11 Uhr auf dem Theaterplatz in Hellersdorf-Nord mit der Bunten Tour. Zuerst konnten kleine Leute, größere Kinder und Jugendliche sich Masken und Stäbe mit bunten Bändern basteln. Zudem wurden Unmengen von Luftballons aufgeblasen und die Fahrzeuge geschmückt, die die Bunte Tour zum Fest begleiteten. Kurz bevor es losging, kamen die Drachentänzer und damit eine nicht zu übersehende Farbe des Bezirks, die Heimat für viele vietnamesische Bewohner*innen ist. Auffällig bunt und mit großen Augen und klimpernden Wimpern tanzten die schönen Drachen, von vietnamesischen Jugendlichen gelenkt, inmitten der Zuschauenden, deren Lächeln und Grinsen nicht mehr verschwand.

Der Bunte Zug zog 2 Stunden lang laut, bunt und fröhlich durch die Straßen und lud tatsächlich den/die eine/n oder andere/n erfolgreich ein, mitzukommen. Das kleine Puppentheaterstück „Ein Wundermärchen“ auf dem Boulevard Kastanienallee, ließ uns kurz inne halten, ein bisschen über gegenseitiges sich freundlich Begegnen und das einander Zulächeln nachdenken, bevor wir auf dem Alice-Salomon-Platz ankamen, wo das Fest gerade begann. Weiterlesen …

Einladung zum Fachgespräch: (K)ein Auge zudrücken?! Umgang mit rechtsaffinen Jugendlichen in JFEs und Schulsozialarbeit

Kinder- und Jugendsozialarbeit sind ein Spiegel unserer Gesellschaft: rechte Einstellungen in der Gesellschaft machen vor Jugendfreizeiteinrichtungen und Schulsozialarbeit nicht Halt. Strömungen verschiedenster rechter Szenen und Veränderungen in der Gesellschaft sind hier im beruflichen Alltag sichtbar. Fachkräfte sind herausgefordert, sich auch mit rechtsaffinen Jugendlichen auseinanderzusetzen. Rechte Parolen werden aufgeschnappt und wiedergegeben, menschenverachtende Argumentationslinien aus der Familie oder dem Freundeskreis mitgebracht, teilweise stehen Sozialarbeiter*innen auch scheinbar bereits gefestigten rechten Welt- und Menschenbildern gegenüber. Diese Entwicklungen können überfordernd wirken und
Kopfzerbrechen hervorrufen.

Vor diesem Hintergrund laden wir zum Fachgespräch ein: am Mittwoch, 30.10.2019 von 10 bis 13 Uhr im Café Maggie, Frankfurter Allee 205 / 10365 Berlin

Wir möchten uns gemeinsam als Kolleg*innen in einem geschützten Rahmen austauschen und Erfahrungen im Umgang mit rechtsaffinen Jugendlichen teilen. Zur Unterstützung haben wir das Team von Cultures Interactive e.V. angefragt, die uns einen Input zu ihrem entwickelten Handlungskonzept für die Arbeit mit rechtsaffinen Jugendlichen in der offenen Jugendarbeit geben werden. Anschließend wollen wir gemeinsam Wünsche und Erwartungen bezüglich der weiteren Bearbeitung des Themas formulieren.

Für das Gespräch ist die Teilnehmer*innenzahl auf 30 Personen begrenzt.
Teilnahme nur nach Anmeldung bis zum 21.10.2019 unter: moskito@pfefferwerk.de
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Broschüre zum Thema: „Darauf kommt es an! Jugendarbeit für Menschenrechte und Demokratie“ – Rechtsextremismusprävention durch jugendkulturelle Zugänge

22.9.2019 Stadtteilzentrum „Mosaik“: „Demokratie ist machbar, Herr Nachbar!“

Sonntag, 22.09.2019, 15:00 Uhr

„Demokratie ist machbar, Herr Nachbar!“ Wir wollen eine offene Diskussion aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Thema Demokratie durchführen – mit einer neuen Art der Diskussionsform ohne Podium. Zielgruppe sind alle Bürgerinnen und Bürger von Marzahn-Hellersdorf.

Es wird ein Unkostenbeitrag von 2,- € pro Person erhoben.

Veranstalter: Kiezgruppe gegen Rassismus Marzahn; Stadtteilzentrum „Mosaik“

Ort: Stadtteilzentrum „Mosaik“, Altlandsberger Platz 2, 12685 Berlin

Tel.: 0162/8303352; E-Mail: KiezgruppeMaHe@gmail.com

Das BIT6 TRANSFERMOBIL zu Gast auf dem Alice-Salomon-Platz

Einladung zu einem vielfältigen, öffentlichen Programm rund um das Thema „Solidarische Stadtentwicklung“.

Unter dem Motto „(G)lokale Perspektiven auf eine Solidarische Stadt“ beteiligt sich BIT6, der Zusammenschluss der sechs Berliner Hochschulen für Angewandte Wissenschaft, an den diesjährigen Berliner Freiwilligentagen „engagement.macht.demokratie“ und der Berliner Engagementwoche „DEMOKRATISCH.ENGAGIERT! Für ein lebenswertes, ein solidarisches Berlin“. In Kooperation mit der Alice Salomon Hochschule Berlin und mit vielen im Kiez engagierten Akteur_innen wollen wir aufzeigen, wie vielfältig die Perspektiven und Möglichkeiten für eine solidarische Stadtentwicklung sind.

Die Veranstaltungen und das Begleitprogramm sind öffentlich. Lediglich für die Auftakt- und Abschlussveranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich.

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Das komplette Begleitprogramm befindet sich hier.

 

Interkulturelle Tage in Marzahn-Hellersdorf 2019 – Programm

Sehr geehrte Damen und Herren,

die diesjährige Veranstaltungsreihe „Interkulturelle Tage in Marzahn-Hellersdorf“ bietet vom 7. bis zum 27. September 2019 allen Alters- und Interessengruppen ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm mit zahlreichen Einzelveranstaltungen.

Die Auftaktveranstaltung bildet mit einem bunten Programm traditionsgemäß das Demokratiefest „Schöner leben ohne Nazis“ am 07.09.2019 von 14:00 bis 19:00 Uhr auf dem Alice-Salomon-Platz. Bereits ab 11:00 Uhr startet eine „bunte Tour“ auf dem Theaterplatz in Hellersdorf mit viel Musik im Schlepptau direkt zum Fest.

An der Veranstaltungsreihe beteiligen sich auch in diesem Jahr wieder viele bezirkliche Träger sowie Bürgerinnen und Bürger des Bezirkes, die für ihr Umfeld bzw. im Verbund mit ihren Partnerinnen und Partnern allerlei Feste, Wissenswertes, Kulturelles, kulinarische Freuden und Aktionen zum Mitmachen präsentieren. Es gibt Vorträge, Ausstellungen, Theater, Unterhaltung, Begegnungen und vieles mehr. Über drei Wochen hinweg werden überall im Bezirk viele Möglichkeiten für Groß und Klein gegeben sein, Interessantes zu erfahren, aktuelle Informationen zu bekommen, aktive Menschen unterschiedlicher Herkunft kennen zu lernen und auch gemeinsam zu feiern.

Ein kleiner Auszug aus dem Programm:

 Der Verein „Reistrommel e.V.“ veranstaltet am 21.09.2019 eine mehrstündige Bustour durch Marzahn-Hellersdorf. Interessierte haben die Möglichkeit, sich auf den Spuren vietnamesischen Lebens zu begeben, um gemeinsam die Orte im Bezirk aufzusuchen, an denen sich „Boulette und Frühlingsrolle“ trafen und treffen.

Im Gemeindezentrum der Evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Hellersdorf wird die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen am 26.09.2019 ab 18:00 Uhr einen ökumenischen Gottesdienst mit und für Menschen verschiedener Nationalitäten abhalten (inkl. einer Predigerin der vietnamesischen Gemeinde „Tin Lanh“).

Unter dem Motto „ZusammenLeben – ZusammenWachsen“ werden am 27.09.2019 ab 18:00 Uhr im „Haus Babylon“ die diesjährigen Interkulturellen Tage ausklingen – umrahmt von verschiedenen Berliner Künstlerinnen und Künstlern sowie einem großen interkulturellen Buffet.

Das vollständige Veranstaltungsprogramm finden Sie hier:
https://www.berlin.de/…/beau…/integration/artikel.830929.php

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Marzahn-Hellersdorf gedenkt der nach Europa in NOT geflüchteten und auf ihrem Weg getöteten Menschen

Engagierte Menschen aus Marzahn-Hellersdorf, aktive Bündnismitglieder des Marzahn- Hellersdorfer Bündnisses für Demokratie und Toleranz nehmen die Idee der Friedensaktivisten der asylpolitischen Gruppe „Mehr als 16a“ der Katholische Fachhochschule Würzburg aus dem Jahr 2015 wieder auf, denn nichts hat sich seit dem verbessert, noch immer sterben Menschen auf der Flucht in ein friedliches Leben.  Mit Stand 2. August 2019 starben in den vergangenen fünf Jahren 18.758 Menschen weltweit auf der Flucht beim Versuch, nach Europa zu gelangen. Sie ertrinken im Mittelmeer oder verdursten auf dem Weg dorthin in der Wüste.

In der Zeit vom 1. September, dem Antikriegstag bis 21. September, dem UN-Weltfriedentag  werden als Symbol für Trauer und Betroffenheit weiße Bänder an Laternen, Pfosten und Bäume in den Straßen von Marzahn-Hellersdorf gebunden werden.:

Für die Todesopfer der Europäischen Asylpolitik!

Marzahn-Hellersdorf gedenkt der auf ihrem Weg nach Europa von 2015 bis 2019 getöteten in NOT geflüchteten Menschen!

Die weißen Bänder sind ein Mahnmal für die Opfer der derzeitigen politischen Praxis, Europa gegenüber den Geflüchteten abzuschotten. Da es kaum legale Möglichkeiten für Geflüchtete gibt, nach Europa zu kommen, nehmen die Menschen die gefährliche Überfahrt und das damit verbundene Risiko, zu ertrinken, in Kauf.

Das „Bündnis für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn – Hellersdorf“ lädt alle  Bürgerinnen und Bürger recht herzlich dazu ein, sich an der Aktion am Veranstaltungstag zu beteiligen. Am 07.09.2019 können sich die Menschen auf dem Demokratiefest „Schöner Leben ohne Nazis“ auf dem Alice Salomon Platz an den Ständen weiße Bänder abholen, sie mitnehmen und auf ihren Wegen an Laternen oder Ampeln knoten.

 

 

Pressemitteilung des Frauenbeirats zum 80-jährigen Kriegsbeginn

Am Sonntag, dem 1. September 2019, jährt sich der Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen und damit der Beginn des 2. Weltkrieges zum 80. Mal. In zahlreichen Pressemitteilungen und mit Veranstaltungen wird in diesen Tagen an diesen furchtbaren Krieg und seine Oper erinnert. Ungefähr. 60-65 Millionen Kriegstote waren am Ende des Krieges zu beklagen. Dazu kommen die Millionen Opfer der Gewaltherrschaft, die von Einsatzgruppen ermordet und in Konzentrationslagern inhaftiert, gequält und schließlich ermordet wurden.

Häufig unbeachtet wird die Rolle von Frauen sowohl im Krieg als auch in der Verfolgungsmaschinerie des Gewaltsystems. In Literatur und Film werden sie häufig in ihren Rollen als besorgte Soldatenmütter oder -ehefrauen und seltener als Arbeiterinnen dargestellt. Aber: Frauen waren eben nicht nur Mütter und Ehefrauen, liebevolle Krankenschwestern oder als Arbeiterinnen der ‚Ersatz‘ für die in der Wehrmacht dienenden Männer. Wie neuere Forschungen zeigen, dienten rund 500.000 Frauen in der Wehrmacht als Helferinnen, damit die Männer an die Front gehen konnten, oder auch als Flakhelferinnen. Auch bei den Genoziden waren Frauen in erheblichem Ausmaß beteiligt. Frauen waren aber nicht nur auf der Täterseite beteiligt – sie waren in besonderer Weise auch Opfer der militärischen Auseinandersetzungen. Hingewiesen wird gerne auf die massenhaften Vergewaltigungen deutscher Frauen durch Soldaten aus den Armeen der sogenannten Siegermächte – dass Soldaten aus den Reihen der Wehrmacht sich ebenso verhielten, wurde lange verschwiegen.

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Pressemitteilung: Nie wieder Krieg – eine Erklärung zum 1.9.1939 – 1.9.2019

Berlin, den 28.08.2019

Pressemitteilung des Bündnisses für Demokratie und Toleranz

 Nie wieder Krieg – eine Erklärung zum 1.9.1939 – 1.9.2019

Vor 80 Jahren, am 1. September 1939, überfiel die deutsche Wehrmacht ohne Grund und Vorankündigung die 2. Polnische Republik. Damit begann der 2. von Deutschland angezettelte Weltkrieg, an dessen Ende geschätzt 60-65 Millionen Kriegstote standen. Den zahlenmäßigen meisten Kriegstoten hatte die Sowjetunion zu beklagen, gemessen an der Bevölkerungszahl steht mit 17,2% das zuerst überfallene Polen an der Spitze. Im Verlauf des Krieges verloren zudem zahllose Menschen ihr Zuhause und ihre Existenzgrundlage, wurden ganze Landstriche zerstört. Die bereits zuvor begonnene Verhaftung und Ermordung bestimmter Bevölkerungsgruppen wie z.B. jüdische Menschen oder Sinti und Roma wurde im Verlauf des Krieges in einem unermesslichen Maße fortgesetzt; dies nicht nur in Konzentrationslagern, sondern durch die so genannten Einsatzgruppen, die der Wehrmacht folgten. Der Inhaftierung und Ermordung fielen zudem auch Millionen Menschen aus den überfallenen Ländern besonders Osteuropas zum Opfer.

Nach dem Ende des Krieges 1945 hieß es allenthalben „Nie wieder Krieg“. „Wer noch einmal ein Gewehr in die Hand nimmt, dem soll die Hand abfaulen!“, sagte bspw. 1949 der spätere Verteidigungsminister Franz Josef Strauß.

Aber: Das „Nie wieder“ war von Anfang an brüchig und ist es heute noch. Deutschland ist weltweit der viertgrößte Waffenexporteur. Seit den 1990er Jahren beteiligt sich die Bundeswehr an militärischen Einsätzen der NATO zu Friedenserhaltung und Friedenssicherung.

Friedenspolitisch engagierte Organisationen wie das Forum Ziviler Friedensdienst weisen immer wieder darauf hin, dass die friedenssichernde und friedenserhaltende Wirkung militärischer Einsätze mehr als fraglich ist. Sie lehnen das Primat des Militärischen ab und verfolgen das Ziel, Waffeneinsatz und andere Formern kollektiver Gewalt zurückzudrängen und stattdessen gewaltfreies Handeln zwischen Einzelnen, zwischen Gruppen und Völkern zu stärken. Gleichzeitig fordern sie, die Mittel für die Bekämpfung von Ungerechtigkeit, Armut, Diskriminierung und strukturelle Gewalt im Rahmen der innergesellschaftlichen Menschenrechtsarbeit, der Humanitären Hilfe und der Entwicklungszusammenarbeit deutlich zu erhöhen. Denn: Prävention und Überwindung von Hass und Gewalt ist nur möglich, wenn alle Menschen weltweit ein gutes Leben führen können.

Dem schließen wir uns ohne Wenn und Aber an. Die Erinnerung an den Beginn des Zweiten Weltkrieges darf nicht im Gedenken stecken bleiben. Es gilt, aus den furchtbaren Erfahrungen Konsequenzen zu ziehen und andere Wege als Gewalt und Krieg zu finden.

Henny Engels und Beatrice Morgenthaler im Namen des Bündnisses für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf

V.i.S.d.P.: Henny Engels; Sprecherin Bündnis für Demokratie und Toleranz

BfDT M-H (PM 36)_Nie wieder Krieg – eine Erklärung zum 1.9.1939 – 1.9.2019

 

7.9.2019: Schöner leben ohne Nazis am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf

Am 7. September 2019 findet nunmehr zum elften Mal das Demokratiefest „Schöner leben ohne Nazis“ auf dem Alice-Salomon-Platz statt.

 „Schöner leben ohne Nazis“ wurde vor 11 Jahren, initiiert von verschiedenen Parteien und Vereinen, erstmals durchgeführt. Seitdem hat sich das Netzwerk stetig erweitert. Insgesamt werden sich in diesem Jahr über 40 Institutionen, meist aus dem Bezirk auf der Bühne oder an Ständen daran beteiligen.

Im Anbetracht der gegenwärtigen der gegenwärtigen Wahlergebnisse, der nationalistischen und rassistischen Tendenzen gerade auch in unserem Bezirk, ist es ums so bemerkenswerter, dass diese Veranstaltung von einem breiten ehrenamtlichen Engagement lebt, dass mit viel Liebe von Bürgern dieses Bezirkes organisiert und umgesetzt wird.

Bei „Schöner leben ohne Nazis am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf“ präsentieren sich verschiedene im Bezirk ansässige demokratische Akteure (z.B. Vereine, Initiativen, Parteien, Ämter, Gewerkschaften, Religionsgemeinschaften), die sich aktiv dem Ziel verschrieben haben, gemeinsam ein sichtbares Zeichen gegen Ausgrenzung, Rechtsextremismus und jedwede Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu setzen.

Auf dem Fest werden sich die Akteure mit Infoständen und Aktionen für Menschen jeden Alters vorstellen. Mit dabei sind Spielangebote und Basteleien für die Kleinen, Quizze und Sport für Jugendliche, Informationen und Ausstellungen für die Älteren.

Zur Gesamtübersicht des Programms und der Ständeangebote geht es hier.

Pressemitteilung vom 26.8.2019: Demokratiefest „Schöner leben ohne Nazis“ mit der „Bunten Tour“