Schöner leben ohne Nazis 2020 am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf

Am 5. September 2020 findet nunmehr zum zwölften Mal das Demokratiefest „Schöner leben ohne Nazis“ auf dem Alice-Salomon-Platz statt.

 „Schöner leben ohne Nazis“ wurde vor 12 Jahren, initiiert von verschiedenen Parteien und Vereinen, erstmals durchgeführt. Seitdem hat sich das Netzwerk stetig erweitert. Insgesamt werden sich in diesem Jahr über 40 Institutionen, meist aus dem Bezirk auf der Bühne oder an Ständen daran beteiligen.

Im Anbetracht der gegenwärtigen der gegenwärtigen Wahlergebnisse, der nationalistischen und rassistischen Tendenzen gerade auch in unserem Bezirk, ist es ums so bemerkenswerter, dass diese Veranstaltung von einem breiten ehrenamtlichen Engagement lebt, dass mit viel Liebe von Bürgern dieses Bezirkes organisiert und umgesetzt wird.

Bei „Schöner leben ohne Nazis am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf“ präsentieren sich verschiedene im Bezirk ansässige demokratische Akteure (z.B. Vereine, Initiativen, Parteien, Ämter, Gewerkschaften, Religionsgemeinschaften), die sich aktiv dem Ziel verschrieben haben, gemeinsam ein sichtbares Zeichen gegen Ausgrenzung, Rechtsextremismus und jedwede Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu setzen.

Auf dem Fest werden sich die Akteure mit Infoständen und Aktionen für Menschen jeden Alters vorstellen. Mit dabei sind Spielangebote und Basteleien für die Kleinen, Quizze und Sport für Jugendliche, Informationen und Ausstellungen für die Älteren.

Programm hier.

Dokumente zum Download: Standanmeldung

8. Mai 1945: Bedingunglose Kapitulation Deutschlands – Verhandelt in Karlshorst

Berlin, der 04.05.2020

Pressemitteilung des Bündnisses für Demokratie und Toleranz

Verhandelt in Karlshorst

Am 8. Mai 1945 trat die bedingungslose Kapitulation Deutschlands in Kraft.

„Wir dürfen den 8. Mai 1945 nicht vom 30. Januar 1933 trennen. Wir haben wahrlich keinen Grund,
uns am heutigen Tag an Siegesfesten zu beteiligen. Aber wir haben allen Grund, den 8. Mai 1945
als das Ende eines Irrweges deutscher Geschichte zu erkennen, das den Keim der Hoffnung auf
eine bessere Zukunft barg.“ So machte Richard von Weizsäcker in seiner Rede zum 40. Jahrestag
des Kriegsendes deutlich: Die Katastrophe war nicht das Ende des Krieges, sondern der Tag der
Machtübertragung an die Nationalsozialist*innen im Januar 1933. Weiterlesen …

Pressemitteilung: Solidarität mit Mustapha El Ouartassy

Berlin, der 28.04.2020

Pressemitteilung des Bündnisses für Demokratie und Toleranz

Solidarität mit Mustapha El Ouartassy

Wie vor einigen Tagen durch Medienberichte und die Stellungnahme der Vorsitzenden des 1. VfL Fortuna Marzahn bekannt wurde, wurde der Marathonläufer Mustapha El Ouartassy am 16. April 2020 rassistisch angegriffen.

Medienberichte:

Stellungnahme des 1. VfL Fortuna Marzahn: https://leichtathletik.vfl-fortuna-marzahn.de/2020/04/25/feiger-angriff-auf-marathonlaeufer-mustapha-el-ouartassy/).

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Pressemitteilung: Gedenken zum 28. Todestag von Nguyễn Văn Tú

 

Berlin, der 23.04.2020

Pressemitteilung des Bündnisses für Demokratie und Toleranz

 

Gedenken zum 28. Todestag von Nguyễn Văn Tú

Am 24. April jährt sich der Todestag von Nguyễn Văn Tú, der 1992 in Marzahn erstochen wurde. Seit 1987 lebte er als Vertragsarbeiter in der DDR und arbeitete bis November 1990 in Waltershausen im Gummikombinat Thüringen. Da zum Jahresende 1992 seine Aufenthaltsgenehmigung endete, wollte Nguyễn Văn Tú dann zu seinen Eltern und fünf Geschwistern nach Vietnam zurückkehrenund dort auch heiraten.

Am Abend des 24. April 1992 war Nguyễn Văn Tú, zu diesem Zeitpunkt 29 Jahre alt, mit einem Freund am Einkaufszentrum am Brodowiner Ring verabredet. Als er dort ankam, wurde er darauf aufmerksam, dass vietnamesische Verkäufer*innen von einer Gruppe angegriffen wurden. Als er versuchte einzugreifen, um die Angreifer zu stoppen, wurde er von Mike L. mit einem Messer in die Brust gestochen. Wenige Stunden später starb er infolge eines Lungenstichs im Krankenhaus. Auch eine Notoperation konnte nicht mehr sein Leben retten.  Weiterlesen …

Aktuelle Informationen und Terminabsagen

Aus aktuellem Anlass wird die kommende Sitzung des Bündnisses für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf im April entfallen. Die nächste Bündnissitzung findet am 09.06.2020 um 17 Uhr statt. Der Ort wird wie gewohnt in der Einladung bekannt gegeben.

Der Osterweg 2020 wird auch aufgrund der aktuellen Geschehnisse nicht am 13.04.2020 stattfinden.

Die AG „Schöner leben ohne Nazis“ des Bündnisses tagt aktuell ebenfalls nicht.

Das Nachbarschaftsfest auf dem Victor-Klemperer-Platz am 16.05.2020 wird verschoben. Der neue Termin wird auf dieser Seite bekannt gegeben.

Nachbarschaftsfest auf der Marzahner Promenade

Wir sind Marzahn. Bunt und weltoffen!

Das „Nachbarschaftsfest auf der Marzahner Promenade“ findet bereits zum sechsten Mal auf dem Victor-Klemperer-Platz in Marzahn und auf der Marzahner Promenade statt.

Das Fest soll – im Sinne des European NeighboursDay –  neue und alte Marzahnerinnen und Marzahner zusammenbringen und für ein nachbarschaftliches Miteinander aller Menschen im Bezirk werben. Auch in diesem Jahr stellt der Veranstalter, das Bündnis für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf, ein buntes Bühnenprogramm sowie viele Mitmach- und Sportangebote für Kinder und Erwachsene auf die Beine. In Kooperation mit dem Aktiven Zentrum Marzahner Promenade wird es auch auf der Marzahner Promenade Mitmachangebote für Kinder und Jugendliche geben. Auf der Bühne vor dem Freizeitforum werden Akteure aus dem Bezirk zu sehen sein und an Ständen kann man sich über die Arbeit bezirklicher Initiativen informieren oder kulinarische Köstlichkeiten von nah und fern genießen.

14:00 – 19:00 Uhr
Victor-Klemperer-Platz und Marzahner Promenade

„Wider das Vergessen – Stolpersteine in Marzahn-Hellersdorf“

Mit diesem Spazierblick zu ausgewählten Stolpersteinen in Kaulsdorf und Mahlsdorf möchten wir einen Einblick in das Leben einiger Menschen geben, die in der Zeit von 1933 bis 1945 von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden. Die Stolpersteine halten die Erinnerung an die Menschen wach. Festes Schuhwerk wird empfohlen, die Strecke ist nur bedingt barrierefrei.

Mit: Henny Engels und Steven Kelz (Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf), Elène Misbach (ASH Berlin)

Start: 14.30 Uhr S-Bahnhof Kaulsdorf (von der ASH aus erreichbar mit U5 Richtung Alexanderplatz, ab S-Bahnhof Wuhletal umsteigen in die S5)

Die Reihe „Spazierblicke“ veranstaltet das Kooperationsforum Marzahn-Hellersdorf – ASH. Jeder dieser Stadtteil(ver!)führungen soll einen anderen, neuen Blick auf den Bezirk Marzahn-Hellersdorf eröffnen. Alle Spazierblicke sind öffentlich und werden unentgeltlich angeboten.

Jahresprogramm der Spazierblicke 2019/20: https://www.ash-berlin.eu/fileadmin/Daten/Vernetzung/Kooperationen/Flyer_Programm_Spazierblicke_2019_20.pdf

Erinnern bewegt – 1989 I 2019 Zeitzeug*innen im Gespräch mit Henny Engels und Wolfram Hülsemann

Veranstaltungsort: Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf, Haus 1,  Alt-Marzahn 51

Was die Umbrüche ab 1989 mit sich brachten, was Menschen aus der DDR hinter sich ließen, was sie in das „Neue“ mitnahmen, was unterschiedlich erlebt wurde, was zu bewältigen war: All das berührte nicht nur den Kopf, sondern gleichermaßen die Empfindungen und ist bei vielen Menschen bis heute gegenwärtig.

Unsere vier Gesprächsabende wollen Raum für Erlebtes und damit verbundene Empfindungen bieten.

  • Begeisternde Freiheitserfahrung einerseits – andererseits Fremdheitserfahrung und daraus erwachsend, überwältigende Verunsicherung
  • Erfüllung lang gehegter Wünsche einerseits: Konsummöglichkeiten, berufliche Entwicklung, geistiger Austausch  – andererseits Desillusionierendes beim Ankommen im Neuen
  • Das Entdecken politischer Mündigkeit und Teilhabemöglichkeiten einerseits – andererseits das Empfinden, in der eigenen Lebensgestaltung willkürlichen Entscheidungen und wenig plausiblen Sachzwängen ausgeliefert zu sein
  • Das Entdecken bisher unbekannter eigener Fähigkeiten einerseits – andererseits aber auch persönliche Entwertungserfahrungen in Familie und/oder Berufsleben

11. September, 18 Uhr: Politik im Umbruch

Dagmar Pohle, Bezirksbürgermeisterin Marzahn-Hellersdorf

Norbert Seichter, Kommunalpolitiker

23. Oktober, 18 Uhr: Schule im Umbruch

Wolfgang Brauer, Lehrer

Bettina Rathenow, Lehrerin (zuletzt Senatsschulverwaltung

13. November, 18 Uhr: Wirtschaft im Umbruch

Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg e.V.

Dr. Christa Bertag, 1985 bis 1990 Generaldirektorin des VEB Kosmetik Kombinat Berlin

11. Dezember, 18 Uhr: Soziales im Umbruch

Dr. Thomas Pfeifer, Geschäftsführer der Wuhletal gGmbH

Sr. Margareta Kühn, Don-Bosco-Zentrum Marzahn

Programm zum Ausdrucken: FlyerErinnernBewegt_150719

Antifaschismus muss gemeinnützig bleiben! Schwerer Angriff auf die VVN-BdA

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf solidarisiert sich mit der VVN-BdA – wir verweisen auf die Erklärung vom vergangenen Freitag und haben einen kleinen Pressespiegel erstellt:

Am 4. November hat das Finanzamt für Körperschaften I des Landes Berlin der Bundesvereinigung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) e.V. die Gemeinnützigkeit entzogen. Damit verbunden sind vorerst Steuernachforderungen in fünfstelliger Höhe, die noch in diesem Jahr fällig werden. Weitere erhebliche Nachforderungen sind zu erwarten und auch zukünftig drohen wesentlich höhere steuerliche Belastungen. Damit ist die VVN-BdA in ihrer Existenz bedroht.

Das Finanzamt Berlin handelt damit anders, als das Finanzamt Oberhausen-Süd, das der Landesvereinigung NRW die Gemeinnützigkeit am 22. Oktober gewährt hat. In beiden Fällen war derselbe Vorwurf erhoben worden. Er besteht darin, dass die Landesvereinigung Bayern der VVN-BdA im bayrischen Verfassungsschutzbericht wiederholt als linksextremistisch beeinflusst dargestellt wird. Während das Finanzamt Oberhausen-Süd der Widerrede der VVN-BdA im Anhörungsverfahren entsprach, beharrt das Berliner darauf, dass „der volle Beweis des Gegenteils, als Widerlegung der Vermutung als extremistische Organisation“ nicht erbracht worden sei.

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Presseschau und Solidaritätserklärungen:

Wir möchten euch auf eine Online-Petition aufmerksam machen, die solidarische Menschen für uns gestartet haben: Die VVN-BdA muss gemeinnützig bleiben!: www.openpetition.de/petition/online/die-vvn-bda-muss-gemeinnuetzig-bleiben

Soli-Rap von Refpolk: www.facebook.com/Refpolk/videos/2720217854704103/

Steuerrecht: „Antifaschismus ist gemeinnützig“ (Süddeutsche Zeitung, 25.11.2019)

»Wir haben andere Dinge zu tun« (Neues Deutschland, 25.11.2019)

Offener Brief von Esther Bejarano an Olaf Scholz. Das Haus brennt – und Sie sperren die Feuerwehr aus! (VVN-BdA, 25.11.2019)

Gemeinnützigkeitsrecht in Deutschland: Walter-Borjans fordert Reform (taz, 24.11.2019)

Aberkennung der Gemeinnützigkeit des VVN: Weder Herz noch Hirn (taz, 24.11.2019)

NRW-Finanzämter drohen der VVN/BdA (Freitag, 24.11.2019)

Entzug der Gemeinnützigkeit von Verein der Nazi-Opfer stößt auf Kritik (Berliner Zeitung, 24.11.2019)

Organisation verliert Gemeinnützigkeit – Zu links fürs Finanzamt (taz, 23.11.2019)

Attac, Campact, VVN-BdA: Kritische linke Stimmen werden ausgeknockt (Frankfurter Rundschau, 23.11.2019)

Auschwitz-Komitee protestiert gegen Beschluss des Berliner Finanzamts (Tagesspiegel, 23.11.2019)

»Politisch motiviert« (Neues Deutschland, 23.11.2019)

VVN-BdA: Finanzamt killt Antifa (Neues Deutschland, 23.11.2019)

Auschwitz-Komitee verurteilt Entzug der Gemeinnützigkeit der VVN (evangelisch.de, 23.11.2019)

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes verliert Gemeinnützigkeit (Deutschlandfunk, 22.11.2019)

Gemeinnützigkeit aberkannt: Antifaschistischer Verein aus Berlin fürchtet um Existenz (RBB24, 22.11.2019)