(Ost)deutsche Familiengeschichte(n)

27.08.2021 um 18:00 29.08.2021 um 16:00

Workshop zur biografischen Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus und Shoah

Freitag, 27. August 2021 — 18.00 — 20:30
Samstag, .28. August 2021, 10.00 –18:30 Uhr
Sonntag, 29. August 2021, 10.00 –16.00 Uhr

Die Notwendigkeit, die Geschichte des Nationalsozialismus zu erinnern und ihr einen Raum im politischen Gedächtnis Deutschlands einzuräumen, wird im öffentlichen Diskurs heutzutage kaum mehr in Frage gestellt. De Familienerinnerungen an die NS-Zeit weichen jedoch häufig stark von den »offiziellen« Geschichtsschreibungen ab. Nach 1945 geborenen nichtjüdischen Deutschen fällt es deshalb meist schwer, die in der Familie erzählten Geschichten über die Vergangenheit mit den Fakten übereinzubringen, die in Schule und Medien vermittelt werden.

In ostdeutschen Familien wirkt zudem der Umgang der DDR mit der NS-Vergangenheit nach, die allein das »Finanzkapital« für den Nationalsozialismus verantwortlich machte und sich so von der Verantwortung für die Geschichte freisprach. Eine Auseinandersetzung mit der aktiven und passiven Beteiligung der (ost)deutschen Bevölkerung an den nationalsozialistischen Verbrechen wurde dadurch vermieden. Doch auch nach 1989/90 wurde (und wird) in den meisten (ost-)deutschen Familien weiter über die Mit-/ Täter*innenschaft von Familienmitgliedern geschwiegen. Dieses Schweigen prägt die nachfolgenden Generationen in Ost und West bis heute nachhaltig.

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