25.01.2022 Pressemitteilung des Bündnisses für Demokratie und Toleranz zum stillen Gedenken an die Opfer des Holocaust

Berlin, 25.01.2022

Pressemitteilung

Stilles Gedenken

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf und die demokratischen Parteien im Bezirk erinnern auch in diesem Jahr mit einem stillen Gedenken an die Opfer des Holocaust. Am 27. Januar 1945 befreiten Soldatinnen und Soldaten der Roten Armee die wenigen Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz. Auschwitz steht sinnbildlich für die Shoah, den industriellen Massenmord an den europäischen Jüdinnen und Juden, für die Ermordung hunderttausender Sinti und Roma und vieler weiterer Opfer der Nazis. Zudem erinnern wir in diesem Jahr an den 80. Jahrestag der Wannseekonferenz am 20. Januar 1942. Bei dieser Konferenz wurde vereinbart, wie die systematische Ermordung der jüdischen Bevölkerung Europas, die längst begonnen hatte, möglichst effizient auf Behördenebene umgesetzt werden konnte.

Erinnerung alleine wird nicht ausreichen. Vielmehr gilt es, Konsequenzen aus der Geschichte zu ziehen und hier und heute jedweder Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit entgegenzutreten. Dies umso mehr in einer Zeit, in der diese Verbrechen immer häufiger von einzelnen Gruppen und Parteien verharmlost und geleugnet werden. In der Menschen das Recht abgesprochen wird, als gleichberechtigte Mitglieder unserer Gesellschaft frei und sicher leben zu können. In der Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft, ihrer Religion, ihrer ethnischen Zugehörigkeit, ihrer geschlechtlichen Identität und sexuellen Orientierung Diskriminierung und nicht selten auch Gewalt erfahren. Eine demokratische Gesellschaft lebt von Vielfalt und Respekt.

Wir laden alle Mitbürger*innen ein, sich an dem Gedenken zu beteiligen.

Zeigen Sie mit uns, dass wir gemeinsam für eine demokratische und vielfältige Gesellschaft stehen.

Stationen und Anfangszeiten

11.00 Uhr:          Zwangslager Marzahn, Otto-Rosenberg-Platz

danach Gang zum Gedenkstein für Sinti und Roma und zur Gedenkstele für die Opfer der Zwangsarbeit auf dem Parkfriedhof

11.00 Uhr:          Poelchaustele, Poelchaustr. / Ecke Märkische Alle, Marzahn

13.00 Uhr:          Gedenktafel Heinrich Grüber, Dorfstr. 10, Kaulsdorf

13.00 Uhr:          Zwangsarbeiterlager Kaulsdorf, Kaulsdorfer Str. 90

15.00 Uhr:          Gedenktafel Arno Philippsthal, Oberfeldstr. 10, Biesdorf

15.00 Uhr:          Stolpersteine Familie Guthmann, Lemkestr. 156, Mahlsdorf

Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf

Bündnis 90 | Die Grünen Kreisverband Marzahn-Hellersdorf

CDU – Kreisverband Marzahn-Hellersdorf

Die Linke – Bezirksverband Marzahn-Hellersdorf

FDP – Bezirksverband Marzahn-Hellersdorf

SPD – Marzahn-Hellersdorf

Die Gedenkenden behalten sich vor, Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, antiziganistische oder andere menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind bzw. solche verbreitet haben, den Zutritt zum Kreis der Gedenkenden zu verwehren oder sie von diesem Kreis auszuschließen.

V.i.S.d.P.: Henny Engels, Sprecherin Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf

Pressemitteilung des Bündnisses für Demokratie und Toleranz zum stillen Gedenken an die Opfer des Holocaust