Ede und Unku – Die wahre Geschichte

Das Ökumenische Forum Marzahn e.V., der Landesverband Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg und das Kulturamt Marzahn-Hellersdorf laden ein zu einer Autorenlesung und zum Gespräch mit Besucherinnen und Besuchern über „EDE und UNKU – Die wahre Geschichte“, ein Buch von Janko Lauenberger und Juliane von Wedemeyer Frau von Wedemeyer wird aus dem Buch lesen – Herr Lauenberger musiziert und erzählt aus seinen Lebenserfahrungen als Sinto in der DDR und in der Zeit danach.
Moderation: Wolfram Hülsemann
Eintritt frei – Zur Deckung der Unkosten wird eine Spende erbeten.
Ede und Unku sind zwei Kinder, die die Hauptrollen in einem Jugendroman aus den 30er-Jahren spielen. Viele Jahrzehnte gehörte das Buch in der ehemaligen DDR zur Schullektüre. Doch kaum jemand weiß, was aus Unku, dem kleinen »Zigeunermädchen«, geworden ist oder kennt ihre wahre Geschichte. Janko Lauenberger, bekannt als Musiker in der Berliner Jazz-Szene, ist der Urgroßcousin Unkus. Ihm ist es eine Herzensangelegenheit, gemeinsam mit der Journalistin Juliane von Wedemeyer, die Spuren seiner großen Sintifamilie zu erforschen, die in der Zeit von 1918 bis 1945 schreckliches durchleben musste. Im Spiegel der Erlebnisse seiner Vorfahrin reflektiert Lauenberger seine eigene Kindheit als Sinto in der DDR und zeichnet ein außergewöhnliches Familienportrait, das den rund 150.000 Sinti und Roma in Deutschland – dem scheinbar vergessenen Volk Europas –
ein Gesicht gibt. »… eine anrührende, aufrüttelnde und zartbittere Geschichte …« schrieb Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung.

Gefahr Antisemitismus

Wir gedenken in diesen Tagen der Befreiung von Konzentrationslagern in Deutschland 1945 und
schon im Herbst 1944 in den deutsch besetzen Gebieten wie Polen und weiteren. Israelis begingen
am 14. April den Holocaust-Gedenktag. Das Bündnis Solidarität mit den Sinti und Roma Europas
erinnerte bereits am 8.April an die Verbrechen an dieser Gruppe. Das Menschheitsverbrechen des
Holocaust konnte auch deswegen geschehen, weil allzu viele Nichtjuden der jüdischen Bevölkerung
Böses unterstellten, gegen das man sich wehren müsse.

Selbst heute gibt es Leute, vor allem Deutsche, aber auch einige Zuwanderer*innen, die es für richtig
halten, Menschen, die sie für jüdisch halten, zu beleidigen oder sogar anzugreifen.
Das Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf ruft dazu auf, sich dem Gedenken
anzuschließen und sich unserer Geschichte zu stellen, falls dies noch nicht geschehen ist.
Antisemitismus und Rassismus sind Gifte, die die Gesellschaft spalten und die Menschenwürde
missachten. Lasst es uns nicht dulden, wenn menschenverachtende Äußerungen oder gar Taten
geschehen.

Wir wollen darauf hinweisen, dass ein Teil unserer Bevölkerung heute ähnliche Vorbehalte
gegenüber Muslimen hegt, wie es früher gegen Juden der Fall war. Da wir wissen, wozu Rassismus
und Antisemitismus geführt haben, können wir nicht die Augen verschließen vor dem Hass, den
einige Bürger*innen gegenüber Menschen aufgrund ihres Glaubens, ihrer Herkunft oder
Lebensweise hegen. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass unsere Gesellschaft nicht durch Hass und
Menschenverachtung zerstört wird.

Henny Engels und Beatrice Morgenthaler (Sprecherinnen des Bündnisses für Demokratie und
Toleranz)

Nachbarschaftsfest auf der Marzahner Promenade. Wir sind Marzahn. Bunt und weltoffen!

Das „Nachbarschaftsfest auf der Marzahner Promenade“ findet nun schon zum vierten Mal auf dem Victor-Klemperer-Platz in Marzahn statt. Neu in diesem Jahr ist die Zusammenlegung mit dem Familien-Festival, das im vergangenen Jahr im Juli die Marzahner Promenade belebte.
Das Fest soll – im Sinne des European Neighbours‘ Day – neue und alte Marzahnerinnen und Marzahner zusammenbringen und für ein nachbarschaftliches Miteinander aller Menschen im Bezirk werben. Auch in diesem Jahr stellt der Veranstalter, das Bündnis für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf, ein buntes Bühnenprogramm sowie viele Mitmach- und Sportangebote für Kinder und Erwachsene auf die Beine. In Kooperation mit dem Aktiven Zentrum Marzahner Promenade wird es dazu noch auf der Marzahner Promenade Mitmachangebote für Kinder und Jugendliche geben. Auf der Bühne vor dem Freizeitforum werden Akteure aus dem Bezirk zu sehen sein und an Ständen kann man sich über die Arbeit bezirklicher Initiativen informieren oder kulinarische Köstlichkeiten von nah und fern genießen.

Zeit und Ort: 26. Mai 2018, 13 – 18 Uhr, auf dem Victor-Klemperer-Platz und der Marzahner Promenade

Eintreten für Frauenrechte fördert die demokratische Entwicklung

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf engagiert sich
dafür, dass der Bezirk allen Menschen Raum zur freien Entfaltung ihrer Persönlichkeit bietet –
unabhängig von ihrer geschlechtlichen Identität und sexuellen Orientierung, ihrem Alter oder
religiösen Bekenntnis, ihrer Herkunft oder ihrer sozialen Situation. Dazu gehört auch das Eintreten
für Frauenrechte. Trotz des Engagements vieler ist noch sehr viel zu tun.

Wir nehmen den Internationalen Frauentag am 8. März 2018 zum Anlass darauf hinzuweisen, dass
Frauen – trotz der grundgesetzlichen Garantie der Gleichberechtigung und der Verpflichtung des
Staates zur Beseitigung bestehender Nachteile – nach wie vor in vielen Bereichen nicht gleichgestellt
sind. Frauen haben geringere Karrierechancen als Männer, und die gleiche Bezahlung für gleiche oder
gleichwertige Arbeit ist immer noch nicht gewährleistet. Nach wie vor tragen Frauen die Hauptlast
bei der Sorge für ihre Familie – sei es in der Betreuung der Kinder oder zunehmend auch bei der
Begleitung alter und pflegebedürftiger Angehöriger. Eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung von 2017
zeigt auf, dass Frauen zwar täglich länger als Männer arbeiten, dabei aber 1,6mal so viel Zeit auf
unbezahlte Arbeit wie Männer verwenden. Dies wirkt sich negativ auf ihr Einkommen in der
Erwerbsarbeitsphase und im Alter aus. Für viele Frauen in Ostdeutschland waren gerade diese
Entwicklungen nach der Wende 1989 mit schmerzhaften Brüchen in ihrer Biografie verbunden. Diese
wirken bis heute nach.

Zudem sind Frauen deutlich häufiger als Männer Opfer von Partnergewalt – nach Angaben des BKA
wurden in Deutschland im Jahr 2016 133.000 Personen Opfer entsprechender Gewalttaten; 82%
davon waren Frauen.

Der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung sieht etliche Maßnahmen vor zur Gleichstellung
auf dem Arbeitsmarkt, zur Bekämpfung von Sexismus, ein Aktionsprogramm zur Prävention und
Unterstützung von Frauen und Kindern, die von Gewalt betroffen sind. Wir werden beobachten, ob
diese Maßnahmen auch wirksam umgesetzt werden. Denn mehr als 50% der Menschen in
Deutschland sind weiblich. Wenn ihnen nicht die gleichen Rechte und die gleiche Sicherheit gewährt
sind, dann ist unsere Demokratie nicht vollendet.

Henny Engels und Beatrice Morgenthaler (Sprecherinnen des Bündnisses für Demokratie und
Toleranz)

Internationaler Tag zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Am 27. Januar 2018 jährt sich zum 73. Mal die Befreiung des Konzentrationslager Ausschwitz-Birkenau durch die Rote Armee.  Der Tag wurde im Jahr 1996 vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog als Gedenktag proklamiert und 2005 von den Vereinten Nationen zum Internationalen Gedenktag erklärt. Mit dem Tag wird an das unermessliche Leid erinnert, das alle Opfer des beispiellosen Regimes des Nationalsozialismus, Juden, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, Homosexuelle, politische Gegner_innen des NS-Regimes, Frauen und Männer des Widerstandes, aber auch kritische Wissenschaftler_innen, Journalist_innen, Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter_innen, Künstler_innen und Angehörige der vom NS-Regime überfallenen Völker erleiden musste. Sie wurden entrechtet, verfolgt, gefoltert und ermordet.
Roman Herzog erklärte 1996 unter anderem:
„Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.“

Dies gilt in diesen Zeiten, in denen Antisemitismus, Antiziganismus und andere Formen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit beständig zunehmen und Menschen, die entsprechende Positionen vertreten oder unterstützen, zahlreichen Parlamenten von der Kommunalebene bis hin zur Bundesebene angehören, umso mehr.
Das Bündnis für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf fordert alle Menschen in unserem Bezirk und darüber hinaus auf, jedweder Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit aktiv und laut entgegen zu treten und sich dafür einzusetzen, dass die Menschenrechte aller Menschen – gleich welcher Hautfarbe, Herkunft, Religion, geschlechtlicher Identität und sexuellen Orientierung – geachtet und gewahrt werden.
Wir begrüßen, dass die BVV im Bezirk bei ihrer Sitzung am 25.1.2018 dieser Verbrechen gedenkt und dass am 27.1. 11 Uhr zu einem Stillen Gedenken im Parkfriedhof/Stele der Zwangsarbeiter*innen von BVV und dem Heimatverein Marzahn-Hellersdorf eingeladen wird. Wir bitten die Menschen im Bezirk, sich an diesem Gedenken zu beteiligen.

Henny Engels und Beatrice Morgenthaler (Sprecherinnen des Bündnisses für Demokratie und Toleranz)

„Feuriger Advent mit der Nachbarschaft“

In Zusammenarbeit mit dem Bündnis für Demokratie und Toleranz, dem „Aktiven Zentrum“, dem Promenadenmanagement und gemeinnützigen Trägern, Wohnungsgesellschaften und Gewerbetreibenden war das Fest am 01.12.2017 ein gelungener Auftakt in die Adventszeit.

Live-Musik, Lichtillumination, ein festlich geschmückter Weihnachtsbaum, ein Lampionumzug und kulinarische Genüsse für jedermann sorgten für vorweihnachtliche Stimmung, Zusammenhalt und gute Nachbarschaft in der Marzahner Promenade.

Auf dem Victor-Klemperer-Platz am Weihnachtsbaum sprachen Frau Petra Pau, Frau Dr. Manuela Schmidt und Herr Gordon Lemm vor rund 250 Menschen und erinnerten daran, dass die Weihnachtszeit auch eine Zeit des Friedens und der Besinnung sei.

Auf dem Platz hielten sich viele Familien, Kinder und Jugendliche bei Musik, Feuerschale mit Stockbrot, Zuckerwatte, Bratwürsten und leckeren Getränken und der „Feuerwehr zum Anfassen“ auf.

Allein im „FAIR“ drängten sich mehrere hundert „neue“ und „alte“ Nachbarn bei Mitmachangeboten der zahlreichen Träger. Im Saal wurde international getanzt.

Vor „Mrs. Sporty“ befand sich 3 Stunden lang eine dichte Traube von Menschen, die der Live-Musik lauschten und im Stadtteilzentrum nutzten die Besucherinnen und Besucherinnen die verschiedenen Mittagsangebote.

Zu Beginn begeisterte der Kinderchor der Unterkunft aus der Bitterfelder Straße.

Auch bei „HellMa“ und „starke familie“ kamen regelmäßig Gäste vorbei und stärkten sichan den Ständen und ließen sich auf Gespräche ein.

Die abschließende Feuershow ließ das Fest auf dem Platz friedlich ausklingen.

Allen Akteuren aus dem gesamten Bezirk sei an dieser Stelle gedankt für die erfolgreiche Premiere und allen Nachbarn und Nachbarinnen wünschen wir eine friedliche, geruhsame Adventszeit und ein frohes neues Jahr.

Ihre AG Marzahner Nachbarschaftsfest