„Feuriger Advent mit der Nachbarschaft“

Buntes Treiben für Jung und Alt – vom Nachbarschaftszentrum Marzahn-Mitte bis zum FAIR

Die kalte Jahreszeit und damit auch das Weihnachtsfest stehen vor der Tür. Die AG „Marzahner Nachbarschaftsfest“ lädt deshalb, nun schon zum zweiten Mal, alle Marzahn-Hellersdorfer*innen zu einem weihnachtlichen Nachbarschaftsfest – dieses Mal in Verbindung mit dem „Feurigen Advent“ ein. Mit einem Lampionumzug – musikalisch untermalt von „Hauptstadtblech“ – wird die Marzahner Promenade belebt werden. Am Stadtteilzentrum Marzahn-Mitte gibt es Gebäck und Mitmachangebote für Jung und Alt. Auf die Kleinen warten Mitmachangebote in und vor der Jugendfreizeiteinrichtung FAIR: Spiele, Basteln, Karaoke, Märchenlesen und auch der Weihnachtsmann wird da sein. Bei knisterndem Feuer am Weihnachtsbaum auf dem Victor-Klemperer-Platz können weihnachtliches Gebäck, Leckereien von nah und fern, Stockbrot, Gegrilltes sowie Kaffee und Kuchen genossen werden. Eine Feuershow mit Tanz auf dem Victor-Klemperer-Platz rundet das Programm ab. Danach können die Kleinen sich noch bei der Kinderdisco im FAIR austoben. Kommen Sie mit ihren Kindern vorbei und lernen „alte“ und „neue“ Nachbarinnen und Nachbarn kennen!

Zur Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/166634823923296/

Freitag, 1. Dezember 2017

ab 15:00 Uhr im Stadtteilzentrum Marzahn-Mitte, Marzahner Promenade 38

ab 16:00 Uhr im auf dem Victor-Klemperer-Platz und in der Jugendfreizeiteinrichtung FAIR, Marzahner Promenade 51

Veranstalter: AG „Marzahner Nachbarschaftsfest“ vom Bündnis für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf, Promenaden Management Marzahner Promenade

DEMOKRATIEFEST – Schöner leben ohne Nazis

© Hanne Klaas und Dennis Brücke

Am 16. September feierten wir das alljährliche Fest für Demokratie und Toleranz in Marzahn-Hellersdorf! Das Fest hat traditionell viele Farben und zu sehen war eine bunte Mischung von Leuten: Alteingesessene, neu Hergezogene, Junge und Ältere, Große und Kleine bevölkerten ab 14 Uhr den Alice-Salomon-Platz vor dem Rathaus. In seiner Vielfalt war es ein Abbild unseres Bezirkes.

Genauso kunterbunt kamen die „Bunten Touren“ aus Marzahn und Hellersdorf auf dem Platz an. Laut und mit deutlichen Texten und Musik wurde auf dem Weg durch die Straßen vom Blumberger Damm bzw. vom Cecilienplatz zum Ausdruck gebracht, wofür wir und die meisten Marzahn-Hellersdorfer*innen stehen: für ein Miteinander, das friedlich, frei von Rassismus, Gewalt und Ausgrenzung, weltoffen, fröhlich, frech und in freundlicher Nachbarschaft Zukunft möglich macht.

Veranstalter war das Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf und eröffnet wurde es von seiner Schirmfrau, der Bürgermeisterin Dagmar Pohle, moderiert von Henny Engels, einer Bündnissprecherin, und Elisabeth Peters von der bezirklichen Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung.

Im Herzen der Hellen Mitte konnte gebastelt, gemalt, auf dem Hüpfkissen vom Bunten Haus getobt und mit den Streetworkern von Gangway Wände gesprüht werden. Es gab ein vielfältiges Essens- und Getränkeangebot. Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirkes wippten bei den mitreißenden Rhythmen, die auf oder vor den Bühnen erklangen, oder konnten nicht widerstehen und tanzten fröhlich und durchaus gekonnt im Kreis mit den jungen Männern und Frauen aus der Unterkunft für Geflüchtete am Blumberger Damm zu den immer schneller werdenden Klängen arabischer Musik.
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Feierliche Übergabe der Poelchau-Erinnerungsstele am 18. September 2017

Seit 25 Jahren tragen eine Straße und ein S-Bahnhof in Marzahn den Namen Poelchau. Die Namensgebung anerkennt das Wirken des Gefängnispfarrers Harald Poelchau (1903-1972) und seiner Frau Dorothee (1902-1977) während der NS-Zeit. Ihre oft konspirative Unterstützung für politisch und aus rassistischen Gründen Verfolgte, die Begleitung vieler Mitglieder von Widerstandsgruppen im Gefängnis und bei der Hinrichtung, die Hilfe für ihre Angehörigen und die Beteiligung an der Planung eines demokratischen Neuaufbaus im Kreisauer Kreis. Dorothee und Harald Poelchau sind Beispiel für eine solidarische Grundhaltung und gelebte Menschenkeit, für Zivilcourage, demokratische Teilhabe und Mitgestaltung des politischen Gemeinwesens.

Zur Information und Würdigung wird bei der Poelchaustraße eine Erinnerungsstele errichtet und im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung übergeben. Dazu laden wir Sie herzlich ein.
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Demokratiefest „Schöner leben ohne Nazis“ mit „Bunten Touren“ am 16. September 2017

Am Samstag, den 16. September 2017 ab 14:00 Uhr, feiern die Bürgerinnen und Bürger des Bezirks unter dem Motto „Schöner leben heißt: Einander kennenlernen“ auf dem Alice-Salomon-Platz.

Das alljährliche Demokratiefest „Schöner leben ohne Nazis“ ist zugleich der Start für die „Interkulturellen Tage“ in Marzahn-Hellersdorf, die vom 16. bis 29. September im Bezirk stattfinden.

Gemeinsam setzen die Veranstalter und Organisatoren, das „Bündnis für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf“, die Volkssolidarität Landesverband Berlin e.V., das Projekt Ponte, die Partnerschaft für Demokratie Hellersdorf und Polis* – Bezirkliche Koordinierungsstelle Demokratieentwicklung am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf ein Zeichen für ein demokratisches und friedliches Miteinander in Marzahn-Hellersdorf.

Von 14:00 bis 19:00 Uhr wird am Samstag ein buntes musikalisches Programm geboten, das von handgemachter bis elektronischer Musik reicht und viele Menschen anspricht. Internationale kulinarische Leckereien stärken die Feiernden und zeigen, dass sowohl Liebe als auch Vielfalt durch den Magen gehen. Dazu wirbt ein bunt gemischtes Kulturprogramm auf zwei Bühnen für ein solidarisches und tolerantes Zusammenleben und gegen Menschenfeindlichkeit jeglicher Art. Auch Kinder kommen durch vielfältige Angebote voll auf ihre Kosten.

Wie schon im letzten Jahr werden zwei „Bunte Touren“ zum Alice-Salomon-Platz führen und „Schöner leben ohne Nazis“ feierlich eröffnen. Die zwei Demonstrationszüge werben auf den Straßen laut und bunt für Vielfalt und Toleranz und holen alle Anwohnerinnen und Anwohner von ihren Balkonen ab. Oder Sie kommen direkt zu einem der Startpunkte:

  • Start in Hellersdorf um 12 Uhr am Cecilienplatz (U-Bhf. Kaulsdorf Nord)
  • Start in Marzahn um 12 Uhr Landsberger Allee / Blumberger Damm

Gefördert wird die Veranstaltung über die Partnerschaft für Demokratie Hellersdorf durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und das Amt für Jugend und Familie Marzahn-Hellersdorf. Schirmfrau ist die Bezirksbürgermeisterin Frau Pohle.

Das Facebook-Event ist unter folgendem Link zu finden: http://tinyurl.com/slon2017

Kein Naziaufmarsch in Hellersdorf! Solidarische Kieze schaffen!

Unter dem Motto „Deutsche Kieze schaffen“ rufen Neonazis aus dem Spektrum der „Autonomen Nationalisten“ zu einem Aufmarsch am 2. September durch Marzahn-Hellersdorf auf.

Seit Wochen mobilisieren die Neonazis im Internet und auf der Straße für den Aufmarsch, verbreiten rassistische Hetze und stilisieren sich als Retter der „deutschen Kieze“, die es so jedoch nie gab. Sie versuchen schon lange mit massiver Propaganda ihre Symbole und Parolen im Straßenbild zu verankern, sei es mit Schmierereien in „Reichsfarben“, Naziaufklebern oder gesprühten Parolen. Wir wollen die Nazihetze nicht zulassen und stellen unseren lauten entschlossenen Protest dagegen!

Die Situation in Marzahn-Hellersdorf ist seit 2013 geprägt von starken neonazistischen Gruppen. Im Schulterschluss mit einigen Anwohner*innen schufen sie ein Klima des Hasses gegen geflüchtete Menschen und gegen all jene, die für eine solidarische Gesellschaft einstehen. Militante Neonazis im Bezirk Marzahn-Hellersdorf haben ihre besten Zeiten hinter sich. Trotzdem bleibt viel zu tun. Rassistische Einstellungen gegen geflüchtete Menschen sind weit verbreitet und bieten weiterhin Anknüpfungspunkte für rechte Gruppen und Parteien. Mit unserem Protest wollen wir aufzeigen, dass auch in Marzahn-Hellersdorf Platz für alle Menschen ist, ungeachtet ihrer Herkunft oder Religion. Was die Neonazis unter dem Label „deutsche Kieze“ propagieren, steht für gewaltsamen Ausschluss all derer, die nicht in einen völkischen und nationalsozialistischen Gesellschaftsentwurf passen. Der Versuch der Nazis, mit militanten Aktionen geflüchtete Menschen und migrantische Gemeinschaften zu vertreiben, knüpft an Konzepte sogenannter „nationalbefreiter Zonen“ an. Damit verbreiten sie bereits seit den 1990er Jahren Angst und Gewalt.

Wir hingegen wollen ein solidarisches Zusammenleben, in dem alle Menschen gleiche Rechte genießen! Wir werden es nicht zulassen, dass Neonazis erneut ihre Hetze auf die Straße tragen! Lasst uns gemeinsam gegen Rassismus und für eine solidarische Gesellschaft einstehen, in der alle Menschen ohne Angst und mit gleichen Rechten leben können!

Kommt zur Kundgebung am Alice-Salomon-Platz (U-Bahnhof Hellersdorf) am 2. September um 13:00 Uhr.
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Stellungnahme zur Spaceparade

Wir, die Sprecherinnen des „Bündnisses für Demokratie und Toleranz“ sowie die Organisatoren und Förderer haben vor wenigen Tagen erfahren, dass im Rahmen der „Spaceparade – Mehr Liebe Wagen“ am 15.7.17 ausgerechnet auf dem Wagen des Bündnisses neben Raiko Hannemann, der sich seit Jahren gegen Rechts engagiert, leider auch zwei Neonazis Musik aufgelegt haben. Wir sind entsetzt darüber und bedauern dies sehr. Ausdrücklich möchten und müssen wir uns bei allen Menschen entschuldigen, die mit uns für ein weltoffenes Marzahn-Hellersdorf einstehen und auf der Spaceparade mitgefeiert und -gestaltet haben. Der politische Hintergrund der beiden DJs war uns nicht bekannt und wurde auch ihrerseits auf der Demonstration in keiner Form transportiert. Kurzfristige Änderungen in der Zusammensetzung der Organisationsgruppe sowie der Umstand, dass eine Veranstaltung dieser Größenordnung und dieses Formats zum ersten Mal durchgeführt wurden, können diesen Fehler zwar erklären, aber nicht gänzlich entschuldigen. Wir haben in gutem Glauben gehandelt und versucht mit der Spaceparade neue Wege zu beschreiten. Auf der Spaceparade haben viele Menschen für Demokratie und Vielfalt getanzt, worüber wir nach wie vor froh sind. Unser Zeichen gegen Rassismus war auf der Demonstration klar erkennbar: direkt hinter dem besagten Wagen in Form einer Antifa- und Pace-Fahne sowie auf zahlreichen Bannern, Ordner-Westen und in Redebeiträgen.

Wir werden nun nicht in Schockstarre verfallen und die Hände in den Schoß legen, damit wir nichts Falsches tun können. Nein, wir wollen aus unseren Fehlern lernen. Hierfür werden wir uns auch mit allen Beteiligten zusammensetzen und die Ereignisse selbstkritisch analysieren. Dafür ist es wichtig, dass wir in Zukunft unsere Zusammenarbeit mit den Gruppen und Organisationen ausbauen, die sich mit dem Personal der extremen Rechten gut auskennen. Wir bitten auch alle, sofort auf uns zuzukommen, wenn sie solche Dinge wie bei der Spaceparade bemerken und nicht nur im Nachhinein darüber zu berichten. Auf diese Hilfe der Zivilgesellschaft sind wir angewiesen. Unsere Toleranz darf in keinem Augenblick denen gelten, die für Hass und Ausgrenzung eintreten. Sie haben bei Bündnisveranstaltungen nichts zu suchen und wir wehren uns dagegen, dass sie in unserem Bezirk ihre menschenverachtende Ideologie verbreiten können. Deswegen rufen wir auch alle dazu auf, zur Veranstaltung am 2. September auf den Alice-Salomon-Platz zu kommen und den Menschenfeinden, die dort unter dem Motto „Deutsche Kieze schaffen“ demonstrieren wollen, lautstark Paroli zu bieten.

Für das Bündnis für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf
Die Sprecherinnen
Henny Engels und Beatrice Morgenthaler

Wahlkampf, ja bitte! Aber nicht mit menschenverachtenden Sprüchen und Bildern

Der Frauenbeirat Marzahn-Hellersdorf und das Bündnis für Demokratie und Toleranz am Ort
der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf protestieren entschieden gegen fremdenfeindliche, sexistische und völkische Wahlwerbung.

Die AfD wirbt auch im Bezirk Marzahn-Hellersdorf mit Plakaten wie:
„’Sozialstaat?‘ Braucht Grenzen!“
„’Burkas?‘ Wir steh’n auf Bikinis.“
„’Neue Deutsche?‘ Machen wir selber.“

Hierzu erklären Frauenbeirat und Bündnis:
Ob der Sozialstaat Grenzen braucht, und wenn ja, welche, muss diskutiert werden. Inakzep-
tabel ist es, Menschen, die in dieses Land einwandern wollen, mit Geiern zu vergleichen.
Ob Frauen sich mit Burka oder Bikini kleiden, ist allein ihre Entscheidung. Inakzeptabel ist
es, die eigene Meinung dazu mit sexistischen Bildern von halbnackten Frauenkörpern zu
untermalen.
Deutsche_r im Sinne des Grundgesetzes Artikel 116 ist, wer die deutsche Staatsangehörig-
keit besitzt. Inakzeptabel ist es, das Deutschsein von der Herkunft der Eltern abhängig zu
machen.

Beatrice Morgenthaler für das Bündnis für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Mar-
zahn-Hellersdorf
Henny Engels für den Frauenbeirat Marzahn-Hellersdorf