Demokratiekonferenz „Solidarisch, aber mit wem?“

Teil II der Veranstaltungsreihe „Gesellschaft zwischen Krise und Aufbruch“

Solidarisch, aber mit wem? – am 21.01.2021 um 19 Uhr, via Zoom

Der Begriff Solidarität ist seit dem Beginn der Pandemie wieder in aller Munde. Auf wen bezieht sich aber unsere Solidarität? Am 21. Januar 2021, ab 19 Uhr, fragen wir unsere Gäste Daphne Büllesbach (Institut Solidarische Moderne) und Mattea Weihe (Sea-Watch), was Solidarität für sie bedeutet und wie wir sie im Alltag leben können.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Gesellschaft zwischen Krise und Aufbruch“ laden die Partnerschaften für Demokratie Marzahn und Hellersdorf 2020 und 2021 Menschen aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zur Diskussion aktueller politischer Themen ein. Zuschauer *innen wird die Möglichkeit gegeben, Fragen zu stellen.

Bitte melden Sie sich für die Veranstaltung an:

pfd-mh[at]stiftung-spi.de

Die Veranstaltenden behalten sich vor, Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind bzw. solche verbreitet haben, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe finden Sie hier.

Erfolgreicher Auftakt der Veranstaltungsreihe „Gesellschaft zwischen Krise und Aufbruch“

Via Tagesspiegel-Newsletter Marzahn-Hellersdorf:

„Es ist dein gutes Recht, misstrauisch zu sein. Aber wenn es bei dem Misstrauen in Richtung Holocaustleugnung, gegen Minderheiten und eine demokratisch gewählte Regierung geht, ist der Punkt, wo du überlegen musst, mit wem du dich gemein machst.“ Das sagte Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Linke) am Montag während einer Online-Veranstaltungsreihe der „Partnerschaften für Demokratie Marzahn und Hellersdorf. Diese sind ein Netzwerk von Akteur*innen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, freien Trägern, der Anwohnerschaft und Wissenschaft.

Im Mittelpunkt des ersten Treffens stand die Frage, ob sich unsere Demokratie in einer Vertrauenskrise befindet. Einer der 42 Teilnehmenden, der Erziehungswissenschaftler Wilhelm Berghan von der Universität Bielefeld, stellte die Ergebnisse der Mitte-Studie im Auftrag der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung vor, in der es um antidemokratische Einstellungen in der deutschen Bevölkerung geht. 2.000 Menschen wurden telefonisch danach befragt, wie es um ihr Vertrauen in die Demokratie bestellt ist. Die Ergebnisse waren in meinen Augen ermunternd: Insgesamt erscheint das Demokratievertrauen der Bevölkerung stabil. Rund 86 Prozent der Befragten hielten es für unerlässlich, dass Deutschland demokratisch regiert wird und etwa 93 Prozent sind der Ansicht, dass die Würde und Gleichheit aller an erster Stelle stehen sollte. Natürlich hat Berghan das weiter abgestuft und differenziert. Die Ergebnisse der Studie finden Sie hier.

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Die noch folgenden Veranstaltungstermine und Hinweise zur Anmeldung finden Sie unter: https://demokratie-mh.de/partnerschaft-hellersdorf/aktuelles/ und https://demokratie-mh.de/partnerschaft-marzahn/aktuelles/

Die Veranstaltenden behalten sich vor, Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind bzw. solche verbreitet haben, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Flyer zur Veranstaltungsreihe zum Download:

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Brandenburger Baseballschlägerjahre

Mit dem Fall der Mauer vor 30 Jahren ging ein massiver Anstieg von rechter und rassistischer Gewalt einher. Wir fragen Zeitzeug_innen aus Brandenburg in vier Veranstaltungen nach ihren Erlebnissen und Erinnerungen aus dieser Zeit.

Wende, rechte Gewalt und Solidarität

Anlässlich des 30. Jahrestages der Wiedervereinigung erinnern deutsche Städte, Länder und Orte an den demokratischen Aufbruch, die friedlichen Demonstrationen und Proteste für offene Grenzen. Ausgeblendet wird dabei zu oft, dass zeitgleich Nationalismus und Rassismus erstarkten und sich in brutaler Weise Bahn brachen. Daher erinnern auch wir an diese Wendezeit. Eine Zeit, die vor allem für Vertragsarbeiter_innen, Geflüchtete, Linke, Punks und Obdachlose geprägt war von einer Atmosphäre der Angst. In der Politik und Behörden Taten verharmlosten, die alltäglichen Bedrohungsszenarien nicht anerkannten und weite Teile der Bevölkerung wegschauten. In dieser Zeit galt: Wer sich der rechten Hegemonie nicht anpasste oder nicht dazu gehörte, wurde angefeindet, bedroht, gejagt, verprügelt oder gar ermordet. Ortsnamen wie Eberswalde, Trebbin, Cottbus oder Guben stehen für unfassbare Gewalttaten und sind im kollektiven Gedächtnis geblieben.

Es war nicht leicht, sich der rechten Dominanz im Land entgegenzustellen. Doch es gab mutige Menschen, die gegen die grassierende rechte Gewalt protestierten und sich mit den Betroffenen solidarisierten. In der Veranstaltungsreihe wollen wir die Menschen zu Wort kommen lassen, die Anfang der 1990er Jahre Ausgrenzung, Anfeindungen und rechte Gewalt erlebten und Menschen, die sich dagegen engagierten oder als kritische Beobachter_innen auf die Missstände aufmerksam machten.

Eine Veranstaltungsreihe im Herbst 2020 in Angermünde, Cottbus, Frankfurt (Oder) und Potsdam. Organisiert durch das Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit und den Verein Opferperspektive.

Veranstaltungsreihe: Kommunikation im Kiez

Neue Veranstaltungsreihe von weltgewandt e.V. startet:
Viele wünschen sich mehr Kontakt, gerade jetzt. Für die ersten Schritte muss man manchmal tief Luft holen – und beherzt losgehen. Wir laden ein, interessante Orte in Marzahn zu entdecken, Leute kennen zu lernen, zu lachen und sich auszutauschen in freundlicher Atmosphäre: über die eigenen Fragen, die Welt, den Kiez. Die Themen bestimmen die, die da sind. Willkommen!
 
Beim ersten Treffen erkunden wir das Kunstprojekt „Stadtwerk MRZN“ am S-Bhf. Raoul-Wallenberg-Str.
 
WANN: Dienstag, 20.10.20, 16-18 Uhr
 
WO: Otto-Rosenberg-Str. 6, 12681 Berlin, neben dem Otto-Rosenberg-Haus
 
Wir bleiben im Freien. Bitte warm anziehen.
 
Weitere Termine
 
Montag, 26.10.20, 16 Uhr, Jugendzentrum „Anna Landsberger“, Prötzeler Ring 13, 12685 Berlin; Bus u. Tram „Landsberger Allee / Blumberger Damm“
 
Mittwoch, 04.11.20, 16 Uhr, Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf, Alt-Marzahn 51, 12685 Berlin; Bus u. Tram „Alt-Marzahn“
 
Dienstag, 10.11.20, 16 Uhr, Kulturhochhaus und Pension 11. Himmel, Wittenberger Str. 85, 12689 Berlin, S7, Tram „Barnimplatz“
 
Folgetermine werden demnächst veröffentlicht.
 
Gefördert vom Aktionsfonds Partnerschaften für Demokratie Marzahn.
 

Erinnern bewegt – 1989 I 2019 Zeitzeug*innen im Gespräch mit Henny Engels und Wolfram Hülsemann

Veranstaltungsort: Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf, Haus 1,  Alt-Marzahn 51

Was die Umbrüche ab 1989 mit sich brachten, was Menschen aus der DDR hinter sich ließen, was sie in das „Neue“ mitnahmen, was unterschiedlich erlebt wurde, was zu bewältigen war: All das berührte nicht nur den Kopf, sondern gleichermaßen die Empfindungen und ist bei vielen Menschen bis heute gegenwärtig.

Unsere vier Gesprächsabende wollen Raum für Erlebtes und damit verbundene Empfindungen bieten.

  • Begeisternde Freiheitserfahrung einerseits – andererseits Fremdheitserfahrung und daraus erwachsend, überwältigende Verunsicherung
  • Erfüllung lang gehegter Wünsche einerseits: Konsummöglichkeiten, berufliche Entwicklung, geistiger Austausch  – andererseits Desillusionierendes beim Ankommen im Neuen
  • Das Entdecken politischer Mündigkeit und Teilhabemöglichkeiten einerseits – andererseits das Empfinden, in der eigenen Lebensgestaltung willkürlichen Entscheidungen und wenig plausiblen Sachzwängen ausgeliefert zu sein
  • Das Entdecken bisher unbekannter eigener Fähigkeiten einerseits – andererseits aber auch persönliche Entwertungserfahrungen in Familie und/oder Berufsleben

11. September, 18 Uhr: Politik im Umbruch

Dagmar Pohle, Bezirksbürgermeisterin Marzahn-Hellersdorf

Norbert Seichter, Kommunalpolitiker

23. Oktober, 18 Uhr: Schule im Umbruch

Wolfgang Brauer, Lehrer

Bettina Rathenow, Lehrerin (zuletzt Senatsschulverwaltung

13. November, 18 Uhr: Wirtschaft im Umbruch

Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg e.V.

Dr. Christa Bertag, 1985 bis 1990 Generaldirektorin des VEB Kosmetik Kombinat Berlin

11. Dezember, 18 Uhr: Soziales im Umbruch

Dr. Thomas Pfeifer, Geschäftsführer der Wuhletal gGmbH

Sr. Margareta Kühn, Don-Bosco-Zentrum Marzahn

Programm zum Ausdrucken: FlyerErinnernBewegt_150719