Spazierblick: Erinnern und Organisieren! – Solidarische Kieze antifaschistisch und antirassistisch entwickeln

Liebe Fans der Spazierblicke,

wir laden Sie und Euch herzlich ein zu den Spazierblicken am Dienstag, den 03. November 2020 um 14.00 (ASH Berlin, Haupteingang)

Erinnern und Organisieren! – Solidarische Kieze antifaschistisch und antirassistisch entwickeln

Mit diesem Spazierblick zu exemplarischen Orten und Initiativen antirassistischen und antifaschistischen Erinnerns und Gedenkens möchten wir sichtbar machen, wie und wo Tatorte rechter und rassistisch motivierter Diskriminierung und Gewalt zu Orten eines würdigen Erinnerns, Gedenkens und Handelns sowie zu gemeinsamen Organisierungsprozessen für Solidarische Kieze werden können.

Mit: Register zur Erfassung rechtsextremer und diskriminierender Vorfälle Marzahn-Hellersdorf, Antirassistische Registerstelle und AK gegen Rechte Gewalt an der ASH Berlin 

Bitte beachten: Für die Spazierblicke gelten bis auf Weiteres folgende Regeln zum Infektionsschutz:

Weiter geht es in der Reihe Spazierblicke dann am 14. November 2020, 14.00 Uhr. Für die Spazierblicke jetzt am Donnerstag, 22.10. um 13.00 Uhr „Der Boulevard im Wandel“ sind noch einige wenige Plätze frei.

Stadtteilbudget Marzahn-Hellersdorf

Möchtest du mit deinen Nachbarinnen und Nachbarn ein vorweihnachtliches Balkonkonzert starten? Hast du Lust eine Nachbarschaftszeitung mit deinen Nachbarinnen und Nachbarn zu drucken? Dein Projekt für eine lebendige Nachbarschaft ist gefragt! Melde deine Idee an, begeistere andere davon und lass sie dafür abstimmen. Pro Stadtteil stehen 5.000 € zur Umsetzung gemeinnütziger, kurzfristiger Projekte zur Verfügung. Die eingereichten Vorschläge sollen als Ziel die Förderung des Zusammenhalts im Kiez, die Stärkung der Nachbarschaft und die Verschönerung des Wohnumfelds entsprechend der Förderkriterien verfolgen. In diesem Jahr sind insbesondere Ideen gefragt, die die Besonderheiten der Corona-Eindämmungsmaßnahmen berücksichtigen. Bürgerinnen und Bürger jeden Alters sind eingeladen ihre Projektideen einzureichen. Unterstützung erhältst du bei der OE SPK (SPK@ba-mh.berlin.de) und der Koordinierungsstelle Großsiedlungen Marzahn-Hellersdorf (unsere-platte@ev-mittendrin.de). Weiterlesen …

Broschüre „Dunkelziffer unbekannt“ erschienen

Lektüre der Dunkelziffer bei“ Schöner leben ohne Nazis“ am 6. September 2020. Bildnachweis: Antirassistisches Register der ASH

Seit dem Frühjahr 2016 erscheint jährlich eine Ausgabe der  „Dunkelziffer Unbekannt“.
Herausgeber_innen sind der AK Rechte Gewalt, die Antirassistische Registerstelle sowie der AStA der ASH Berlin.

Pünktlich zum Demokratiefest „Schöner leben ohne Nazis“ am 6. September halten wir  die fünfte Ausgabe druckfrisch in den Händen und im Foyer sowie in der Bibliothek der ASH Berlin liegt sie zum Mitnehmen aus. Für alle, die aufgrund von Covid-19 nicht an die Hochschule können, kann sie hier auch im Homeoffice heruntergeladen und gelesen werden.

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Café auf Rädern feiert sechsten Geburtstag

Seit September 2014 ist Barbara Jungnickel mit dem Café auf Rädern im Viertel rund um den Boulevard Kastanienallee unterwegs und kommt mit vielen Nachbar*innen über das, was die Menschen im Alltag bewegt, ins Gespräch. An dem kleinen Klapptisch nehmen sowohl Stammgäste Platz als auch Menschen, die das Projekt vorher noch nicht kannten und einfach mal vorbeischauten. Inzwischen hat das Café auf Rädern seit über einem Jahr einen „großen Bruder“ – die „Kastaniette“. Der zu einem mobilen, wetterunabhängigen Begegnungs- und Informationsort umgebaute Bauwagen steht derzeit am nördlichen Ende des Kastanienboulevards und erwartet seine Gäste immer dienstags bis donnerstags jeweils von 14 bis 17 Uhr. Finanziert wird das Bauwagenprojekt (Projektname “Kommunikation auf Rädern”) mit Mitteln aus dem Programm „Sozialer Zusammenhalt“. Das Café auf Rädern ist ein Projekt der Evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Hellersdorf. Weiterlesen …

Interview mit Mohamed – Mitbegründer von Gemeinsamer Horizont e.V.

Die Kampagne Solidarische Kieze Marzahn-Hellersdorf befragt aktuell Bürger*innen, soziale Träger und Einrichtungen sowie zivilgesellschaftliche Akteur*innen zum Thema Solidarität und Umgang mit der Corona-Krise in den Kiezen und Nachbarschaften unseres Bezirkes. Wenn Ihr Euch an unserer Kampagne beteiligen möchtet oder Lust habt Euch von uns zu Eurem Engagement befragen zu lassen, schreibt uns einfache eine Mail an: koordinierungsstelle-mh@pad-berlin.de

Mohamed is a Computer Engineer from Iraq, he arrived in Berlin in 2016 as a refugee. Mohamed is currently doing a Masters of Social Sciences and he is a co-founder of Gemeinsamer Horizont e.V. where they aim to redefine the concept of integration through education seeing integration as a two-way process. They currently run a few educational projects to empower refugees in Marzahn-Hellersdorf.

  1. Was versteht Ihr heute unter dem Begriff „Solidarität“? Ist das für Euch noch zeitgemäß und falls ja, wie kann oder sollte praktische Solidarität in diesen schwierigen Zeiten aussehen?

Solidarity to me is the process of showing care, empathy to a specific group of individuals under specific societal, political, or economic pressure. Moreover, solidarity includes sharing those groups situation and raise awareness and create possibilities for support and elevate them from their status quo. I don’t know if it is up to date or not, but I believe that practical solidarity should include the groups that are under the pressure. Somehow, I perceive that most of the time, the targeted groups are not in the discussion rather pointed at from the outside.

Solidarität ist für mich der Prozess des Zeigens von Fürsorge und Empathie gegenüber einer bestimmten Gruppe von Menschen, die unter einem bestimmten gesellschaftlichen, politischen oder wirtschaftlichen Zwang stehen. Darüber hinaus umfasst Solidarität, die Situation dieser Gruppen zu teilen, das Bewusstsein zu stärken und Möglichkeiten zur Unterstützung zu schaffen und sie von ihrem Status quo zu erheben. Ich weiß nicht, ob es aktuell ist oder nicht, aber ich glaube, dass praktische Solidarität die Gruppen einschließen sollte, die unter dem Zwang stehen. Irgendwie stelle ich fest, dass die Zielgruppen meistens nicht in der Diskussion sind, sondern eher von außen angesprochen werden. Weiterlesen …

Kampagne solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf

Verschiedene Akteur*innen aus dem Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf und aus unserem Bezirk haben eine neue Kampagne ins Leben gerufen! Gerade in so schwierigen Zeiten, wie aktuell mit der Coronakrise, benötigen wir dringender denn je solidarische Nachbarschaften in den Kiezen. Wir würden uns sehr über eine breite Beteiligung der Menschen im Bezirk freuen!

Kurzaufruf:

Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf ist eine Kampagne für alle, die sich aktiv für offene, solidarische, vielfältige und demokratische Nachbarschaften einsetzen.

Aktionen

Die Kampagne unter dem Motto „Solidarische Kieze“ und das dazugehörende Logo (Download hier: Solidarische Kieze Kampagnenlogo) kann bündeln und sichtbar machen, wo in unseren Kiezen, Nachbarschaften und Quartieren bereits solidarisch und bunt in aktiver Weise das Miteinander gestaltet wird.

➜ Ob Kundgebung, Sommerfest im Familienzentrum oder Aktionstag deines Vereins oder deiner Initiative, die Kampagne gibt die Möglichkeit sich auf das gemeinsame Ziel zu beziehen eine kollektive Alltagskultur und ein solidarisches Miteinander zu gestalten.

Debatten

Wie sieht eine solidarische, freie und offene Gesellschaft für uns aus? Wie können wir uns in unseren Kiezen, Nachbarschaften und Stadtteilen für ein solidarisches Miteinander einsetzen? Wie gehen wir mit Menschen, Gruppierungen und Positionen um, die unsere vielfältigen Nachbarschaften angreifen? Welche sozialen Fragen beschäftigen uns in unserem alltäglichen Leben und Erleben und wie können wir darauf gerechte Antworten finden?

➜ Indem in bestehenden und neuen Formaten über diese Fragen diskutiert wird, können sich in den Kiezen Nachbar*innen vernetzen und gemeinsame Strategien entwickeln.

Mitmachen

Die Kampagne ist so angelegt, dass jede*r mitmachen und eigene Ideen und Akzente unter diesem Dach setzen kann. Nicht nur bei unseren Nachbarschafts- und Stadtteilfesten können konkrete Mitmach-Angebote zum aktiv werden anregen, sondern jede*r kann sich auch in der Arbeitsgruppe „Solidarische Kieze“ des Bündnisses für Demokratie und Toleranz aktiv beteiligen. Für Informationen zu Zeit und Ort des nächsten Treffens, schreibe an: koordinierungsstelle-mh@pad-berlin.de

  • Wir sind für ein solidarisches Miteinander!
  • Wir sind für offene und vielfältige Nachbarschaften!
  • Wir sind gegen Rassismus und extrem rechte Positionen!

Zum Hintergrund:

Im August 2019 ist in der Sitzung des Kooperationsforums Marzahn-Hellersdorf – Alice Salomon Hochschule die Idee entstanden, zwei Jahre vor den nächsten AGH- und BVV-Wahlen (Herbst 2021), eine gemeinsame Kampagne der demokratischen Zivilgesellschaft im Bezirk Marzahn-Hellersdorf zu entwickeln. Ein Hauptziel ist es dabei, gemeinsame Handlungsoptionen für eine demokratische Alltagskultur und ein solidarisches Miteinander zu erarbeiten. Dabei geht es uns um eine langfristig angelegte Auseinandersetzung mit Rassismus, extremer Rechte und Rechtspopulismus sowie mit den vielfältigen sozialen Fragen, die die Menschen in ihrem alltäglichen Leben und Erleben beschäftigen. Die demokratische Zivilgesellschaft soll mit ihrer Vielzahl an Initiativen sichtbarer werden und unter dem Kampagnenmotto „Solidarische Kieze“ vor allem auch jeweils eigene Akzente setzen und unterschiedliche Adressat*innen ansprechen können. Mit der Kampagne möchten wir auf bezirklicher Ebene anknüpfen an ähnliche Ansätze – wie zum Beispiel dem zivilgesellschaftlich breit angelegten, bundesweit agierenden Bündnis #unteilbar – und vor Ort eingreifen in die Entwicklungen zunehmender gesellschaftlicher Polarisierungen.

Und auch aus aktuellem Anlass bezüglich der Coronakrise ist es wichtiger denn je, Solidarität in der Nachbarschaft zu zeigen! Aktuell bilden sich in vielen Stadtvierteln Nachbarschaftsnetzwerke, die solidarisch Einkauf, Büchertausch, Kinderbetreuung u.v.m. organisieren. Solidarität heißt nicht nur zu Hause bleiben, sondern auch – unter Berücksichtigung aller erforderlichen Schutzmaßnahmen – solidarische Netzwerke und Nachbarschaftshilfen aufzubauen! Viele aktuelle Informationen hierzu findet Ihr hier.

Mehr und laufend aktualisierte Infos zu unserer Kampagne an dieser Stelle oder auf unserer Facebookseite. Wir freuen uns über weitere Akteur*innen aus dem Bezirk, welche sich noch aktiv beteiligen oder/und als Unterstützer*innen mitmachen möchten. Einige der Aktivitäten und Ideen können erst umgesetzt und mit Leben gefüllt werden, wenn die derzeit notwendigen Einschränkungen des öffentliche Lebens und der direkten Kontakte und Begegnungen wieder gelockert oder aufgehoben werden können. Solange zählt es, dort und auf die Arten und Weisen solidarisch wirksam zu werden, die uns jeweils möglich sind und eventuell bereits jetzt in mögliche Vorbereitungen zu gehen für die Zeit nach den Kontaktsperren und Einschränkungen. Bei Interesse schreibt bitte die Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf an: koordinierungsstelle-mh@pad-berlin.de

Weiterlesen auf der Kampagnenunterseite Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf.