8. Mai – Verschiedene Gedenkaktivitäten im Bezirk und darüber hinaus

Rund um den 75. Jahrestag der Niederschlagung des Nationalsozialismus fanden u.a. im Bezirk Marzahn-Hellersdorf verschiedene Gedenkformate statt:

Auf dem Parkfriedhof Marzahn am Wiesenburger Weg und am sowjetischen Ehrenmal in der Brodauer Straße in Kaulsdorf legten einige Vertreter*innen des Bezirksamts und der Bezirksverordnetenversammlung Kränze nieder (Bericht). Auch einige Bürger*innen aus unserem Bezirk gedachten im Laufe des Tages dezentral. „LichtenbergMarzahn+“ berichtete ausführlich: „Individuelles Gedenken an Befreiung„.

Bereits am Vortag des 8. Mai erinnerte das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf und der Verein „Freunde Schloss Biesdorf“ an den sowjetischen Soldatenfriedhof, der von 1946 bis 1958 im Schlosspark Biesdorf Ruhestätte für 462 Soldaten, Offiziere und zivile Tote war. Anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung vom Hitlerfaschismus pflanzten Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle, die Bezirksstadträtinnen Juliane Witt und Nadja Zivkovic sowie Vertreterinnen und Vertreter des Schlossvereins und des Heimatvereins Marzahn-Hellersdorf drei junge Birken mit Blick auf die ehemaligen Grabstätten (Pressemitteilung des Bezirksamtes: Pflanzung neuer Birken im Schlosspark Biesdorf zum Tag der Befreiung.)

Zudem liessen auf Initiative des Bündnisses für Demokratie und Toleranz im Laufe des 8. Mai verschiedene Gemeinden werden in unserem Bezirk die Kirchenglocken erklingen. (Pressemitteilung im Vorfeld: 8. Mai 1945: Bedingunglose Kapitulation Deutschlands – Verhandelt in Karlshorst)

Auf der Internetseite der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung sind einige interessante Artikel rund um das Gedenken zu finden: 75. Jahrestag der Niederschlagung des Nationalsozialismus

Sabine Schwarz vom Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf hat für das „Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin“ am historischen Ort der Ratifizierung der bedingungslosen Kapitulation Nazideutschlands, dem heutigen Deutsch-Russischen Museum in Berlin Karlshorst, ein Video-Statement zum 8.Mai abgegeben. Auch von der Diakoniedirektorin Frau Barbara Eschen gab es dort einen wichtigen Beitrag zu sehen.

Am alten Fabrikgebäude in Kaulsdorf erinnert Manja Finnberg am 10. Mai im Rahmen des Aktionstags von Denk mal am Ort an den jüdischen Unternehmer Otto Rechnitz und seine „Märkische Wachsschmelze“. Das Video erzählt, wie Rechnitz sein Unternehmen schon 1933 verlor und die Verfolgung überlebte. Ein virtuelles Gedenken am historischen Ort.

Wir verweisen als Bündnis an dieser Stelle auch auf die beeindruckende Predigt von Pfarrer Edgar Dusdal zum 8. Mai vor dem Kapitulationsmuseum in Lichtenberg. Sowohl die aufrüttelnde Rückschau als auch der Blick auf die Konsequenzen für uns heute sollte uns alle zum Nachdenken anregen: