26.9.2020 Grünfläche Place Internationale: Für solidarische Kieze statt Nazi-Kieze!

Via Antifaschistische Vernetzung Marzahn-Hellersdorf: „Nazi-Propaganda und rechte Übergriffe sind weiterhin ein Thema im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. In den letzten Monaten mussten vermehrt rechte Graffiti und Sticker entfernt werden. Zudem finden immer wieder rassistische und sexistische Angriffe im öffentlichen Raum statt.
Betroffen sind Personen, die nicht in das Weltbild von Rassist*innen und extrem Rechten passen. Die kürzliche Festnahme eines Blood and Honour-Anhängers wegen einer Messerstecherei (2016) und die fortlaufende Propaganda von Neonazi-Kleinstparteien im Bezirk sind nur einige Beispiele für die momentane Lage.

Weiterlesen …

17.9.2020 Naschgarten: Was heißt für Dich Solidarität? Workshop und Mal-Aktion

Einladung: Gespräch und Mal-Aktion

im Naschgarten | Kiezpark Schönagelstraße

Schönagelstraße 69-79 | 12685 Berlin

am Donnerstag, 17. September von 17.00 bis 19.30 Uhr

Herzlich eingeladen sind alle, die sich für solidarische Städte sowie vor Ort für solidarische Kieze in ihren Nachbarschaften und Stadtteilen einsetzen (möchten) und Lust auf eine kreative Mal-Aktion haben.

Angeregt durch die grafisch-künstlerische Arbeit im öffentlichen Raum von dem Kollektiv migrantas kommen wir gemeinsam mit Anna Spangenberg vom Bündnis unteilbar ins Gespräch, was Solidarität für uns heißt:

  • Wie sieht eine solidarische, freie und offene Gesellschaft für uns aus?
  • Wie können wir uns in unseren Kiezen, Nachbarschaften und Stadtteilen für ein solidarisches Miteinander einsetzen?
  • Wie gehen wir mit Menschen, Gruppierungen, Positionen um, die unsere vielfältigen Nachbarschaften angreifen?
  • Welche sozialen Fragen beschäftigen uns in unserem alltäglichen (Er)Leben und wie können wir darauf gerechte Antworten finden?

Die Teilnehmer_innen können Ihre Kommentare und Visionen zum Thema „Solidarität“ an großen Plakatwänden platzieren und in einer Mal-Aktion unter anderem Tragetaschen mit ausgewählten Piktogrammen zum Thema gestalten.

Im Naschgarten bieten bereitgestellte Tischgruppen und Picknickinseln die Möglichkeit, dass wir Open-Air die erforderlichen Hygiene- und Abstandsregeln einhalten und dennoch miteinander ins Gespräch kommen können.

Weiterlesen …

Aktion im Rahmen der Berliner Freiwilligentage: Stolpersteine putzen – Erinnerung pflegen

„Die Hellersdorfer“ berichten:

Drei Adressen, zehn ausgelöschte Leben: Bei einem Stolperstein-Rundgang samt Putzaktion haben die Alice-Salomon-Hochschule und das Bündnis für Demokratie und Toleranz am Montagnachmittag aktive Erinnerungsarbeit im Bezirk geleistet. Freiwillige befreiten ausgewählte Stolpersteine in Mahlsdorf und Kaulsdorf von Straßenschmutz und Patina. Mit weichen Schwämmen und Politur verhalfen sie den kleinen quadratischen Mahnmalen zu neuem Glanz.

Stolpersteine sind zehnmal zehn Zentimeter große, mit einer Messingplatte besetzte Pflastersteine. Sie erinnern an Menschen, die zwischen 1933 und 1945 von den Nationalsozialisten verfolgt, entrechtet, vertrieben und ermordet wurden. Vor den letzten frei gewählten Wohnorten der Opfer lässt der Künstler Gunter Demnig die Betonquader in den Boden ein. Jeder Stein wird per Hand gefertigt und trägt die Aufschrift: „Hier wohnte“. Außerdem sind der Name und die Lebensdaten der jeweiligen Person eingraviert. Gedacht wird mit dem Projekt aller Menschen, die unter dem Nazi-Regime unsägliches Leid ertragen mussten – darunter Juden, Sinti und Roma, politische Gegner, religiös Verfolgte, Menschen mit Behinderungen, Obdachlose, Prostituierte und Deserteure.

Weiterlesen

Mitmachen bei den Berliner Freiwilligentagen „Lern.Ort.Engagement“

Presseinformation – 11.09.2020

„Was heißt Solidarität für Dich?“ – Die Kampagne „Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf“ lädt zum Mitmachen bei den Berliner Freiwilligentagen ein

Unter dem Motto „Lern.Ort.Engagement“ starten heute die diesjährigen Berliner Freiwilligentage. Auch Initiativen aus Marzahn-Hellersdorf sind dabei.

Vom 11. bis 20. September 2020 können sich auch unter Covid-19-bedingten Herausforderungen und Einschränkungen „alle Berlinerinnen und Berliner an vielfältigen Aktionen beteiligen, Engagement erleben und sich so für ihre Mitmenschen einsetzen! Wir laden Sie dazu ein, eigene Mitmach-Aktionen anzubieten: Ob vor Ort im Kiez, digital oder von zuhause – zusammen mit Ihnen wollen wir ein Zeichen für freiwilliges Engagement und für ein solidarisches Berlin setzen“ – so die Ankündigung der Initiator_innen Paritätischer Wohlfahrtsverband LV Berlin e.V. und Berliner Tagesspiegel. Schirmherr ist der Regierende Bürgermeister.

Hochschulen, Nachbarschaftsinitiativen, antirassistische und antifaschistische Gedenkorte bieten trotz Covid-19 Lernorte für Solidarität, gesellschaftlichen Zusammenhalt und für Prozesse einer grundlegenden Demokratisierung des städtischen Lebens. Die Alice Salomon Hochschule Berlin und das Bündnis für Demokratie und Toleranz in Marzahn-Hellersdorf sind gemeinsam mit weiteren Akteuren im Rahmen der Kampagne „Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf“ mit Aktionen vor Ort dabei.

Das Engagement und das Eintreten für solidarische Kieze, ein solidarisches Berlin sowie eine offene und solidarische Gesellschaft der Vielen stehen dabei im Mittelpunkt der folgenden drei Aktivitäten. Zu den Veranstaltungen sind alle herzlich eingeladen, die sich für solidarische Städte sowie vor Ort für solidarische Kieze in ihren Nachbarschaften und Stadtteilen einsetzen (möchten).

Alle Veranstaltungen finden draußen statt. Aufgrund von Covid-19 und der erforderlichen Abstands- und Hygieneregelungen ist die Anzahl der Teilnehmer_innen begrenzt.
Zur besseren Planbarkeit wird daher um eine Anmeldung per E-Mail gebeten unter: solidarische_kieze@ash-berlin.eu

Weiterlesen …

14.9.2020: Wider das Vergessen – Stolpersteine Putzspaziergang

Mit diesem Putzspaziergang zu ausgewählten Stolpersteinen in Kaulsdorf und Mahlsdorf möchten wir einen Einblick in das Leben einiger Menschen geben, die in der Zeit von 1933 bis 1945 von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden. Die Stolpersteine halten die Erinnerung an die Menschen wach. Wir laden zum gemeinsamen Putzen der Stolpersteine ein. Alles was dazu gebraucht wird, wird von uns mitgebracht.

Der Putzspaziergang ist Teil der Kampagne Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf.
Foto: Steven Kelz (CC-BY-SA 4.0)

Weiterlesen …

BENN Boulevard Kastanienallee: Das Sommerfest wird mobil

Das traditionelle Sommerfest findet in diesem Jahr in etwas anderer Form statt, an verschiedenen Orten und an mehreren Tagen. Am 10. September 2020 tritt das Duo „Abeer Mohammed“ aus Ägypten auf und singt Mitmachlieder für Kinder und die ganze Familie. Ein Truck begleitet sie an den drei Stationen Stadtteilbüro, Rondell am ehemaligen Landschaftsbrunnen und Grünfläche an der Gemeinschaftsunterkunft Maxie-Wander-Straße.

Satirische Lieder aus Marzahn-Hellersdorf trägt Wolfgang Reuter am 17. September vor. Zu den bereits erwähnten Spielorten kommt noch der „mp43 – projektraum für das periphere“ dazu. Am Pavillon „Zur Spinne“ gegenüber dem „Neuenhagener“ Fleischer wird an diesem Tag die Kugelbahn eröffnet. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt des Projektträgers „Kollegen 2,3 – Bureau für Kulturangelegenheiten“ und zahlreichen Bewohner*innen aus dem Quartier, die beim Entwickeln und Ausprobieren mitgeholfen haben.

Den Abschluss bildet am 24. September der Auftritt der Liedermacherin „Judith auf Erden“ an den bekannten Orten und am Tiele-Winckler-Haus. An allen drei Tagen erwartet das KastanienNest die Teilnehmenden mit einem Glücksrad, Buttonmaschine und leckeren Waffeln.

Alle sind herzlich willkommen am 10./17./24. September vorbeizuschauen. Die dazugehörige Pressemitteilung des Bezirksamtes Marzahn-Hellersdorf finden Sie hier.

Quelle

18.9.2020: Erinnern und Organisieren! – Solidarische Kieze entwickeln

Mit diesem Kiezspaziergang zu exemplarischen Orten und Initiativen antirassistischen und antifaschistischen Erinnerns und Gedenkens möchten wir sichtbar machen, wie und wo Tatorte rechter und rassistisch motivierter Diskriminierung und Gewalt zu Orten eines würdigen Erinnerns, Gedenkens und Handelns sowie zu gemeinsamen Organisierungsprozessen für Solidarische Kieze werden können.

Ausgehend vom Alice-Salomon-Platz am Haupteingang der Alice Salomon Hochschule führt unser Kiezspaziergang durch Hellersdorf-Nord und -Ost.

Der Spaziergang findet statt im Rahmen der Kampagne Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf.

Aktionsgruppe: Kampagne Solidarische Kieze in Marzahn Hellersdorf, Register zur Erfassung rechtsextremer und diskriminierender Vorfälle Marzahn-Hellersdorf und AK gegen Rechte Gewalt an der ASH Berlin

https://buendnis.demokratie-mh.de/solidarische-kieze/

Aktionstermin(e): 18.09.2020 – 16-18 Uhr

Aktionsort: Alice-Salomon-Platz 5, 12627 Berlin, Marzahn-Hellersdorf

Diese Aktion ist stufenlos erreichbar?: ja

Behindertengerechte WC vorhanden: nein

Interview mit J., Sozialarbeiter in Marzahn-Hellersdorf im Rahmen der Kampagne Solidarische Kieze

Im August 2020 haben wir als Kampagne Solidarische Kieze ein kleines Interview mit einem Sozialarbeiter aus Marzahn-Hellersdorf geführt. Hier findet Ihr seine Antworten:

J.: Nein, ich hatte von eurer Kampagne „Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf“ noch nichts gehört. Allerdings arbeite ich auch erst seit kurzem als Sozialarbeiter in Marzahn-Hellersdorf und ich wohne in einem anderen Bezirk.

  • Was haltet Ihr von der Idee?

J.: Ich finde die Idee gut, sich zu vernetzen, sich auszutauschen, sich auch zu unterstützen, ins Gespräch zu kommen und Zeichen zu setzen und mehr als das, um Diskriminierung, Ausgrenzung, Sexismus, Homophobie, Antisemitismus, Rassismus und Nationalismus zu thematisieren und entgegen zu wirken. Und auch der Versuch von Achtsamkeit, den Blick auch auf sich selbst zu richten und sich selbst immer wieder zu hinterfragen und offen zu sein für Rückmeldungen, falls in eigenen Handlungen und Denkweisen diskriminierende Aspekte vorhanden sein sollten. Weiterlesen …

Interview mit Mohamed – Mitbegründer von Gemeinsamer Horizont e.V.

Die Kampagne Solidarische Kieze Marzahn-Hellersdorf befragt aktuell Bürger*innen, soziale Träger und Einrichtungen sowie zivilgesellschaftliche Akteur*innen zum Thema Solidarität und Umgang mit der Corona-Krise in den Kiezen und Nachbarschaften unseres Bezirkes. Wenn Ihr Euch an unserer Kampagne beteiligen möchtet oder Lust habt Euch von uns zu Eurem Engagement befragen zu lassen, schreibt uns einfache eine Mail an: koordinierungsstelle-mh@pad-berlin.de

Mohamed is a Computer Engineer from Iraq, he arrived in Berlin in 2016 as a refugee. Mohamed is currently doing a Masters of Social Sciences and he is a co-founder of Gemeinsamer Horizont e.V. where they aim to redefine the concept of integration through education seeing integration as a two-way process. They currently run a few educational projects to empower refugees in Marzahn-Hellersdorf.

  1. Was versteht Ihr heute unter dem Begriff „Solidarität“? Ist das für Euch noch zeitgemäß und falls ja, wie kann oder sollte praktische Solidarität in diesen schwierigen Zeiten aussehen?

Solidarity to me is the process of showing care, empathy to a specific group of individuals under specific societal, political, or economic pressure. Moreover, solidarity includes sharing those groups situation and raise awareness and create possibilities for support and elevate them from their status quo. I don’t know if it is up to date or not, but I believe that practical solidarity should include the groups that are under the pressure. Somehow, I perceive that most of the time, the targeted groups are not in the discussion rather pointed at from the outside.

Solidarität ist für mich der Prozess des Zeigens von Fürsorge und Empathie gegenüber einer bestimmten Gruppe von Menschen, die unter einem bestimmten gesellschaftlichen, politischen oder wirtschaftlichen Zwang stehen. Darüber hinaus umfasst Solidarität, die Situation dieser Gruppen zu teilen, das Bewusstsein zu stärken und Möglichkeiten zur Unterstützung zu schaffen und sie von ihrem Status quo zu erheben. Ich weiß nicht, ob es aktuell ist oder nicht, aber ich glaube, dass praktische Solidarität die Gruppen einschließen sollte, die unter dem Zwang stehen. Irgendwie stelle ich fest, dass die Zielgruppen meistens nicht in der Diskussion sind, sondern eher von außen angesprochen werden. Weiterlesen …