Interview mit Constanze Paust – Leiterin der FreiwilligenAgentur Marzahn-Hellersdorf

Die Kampagne Solidarische Kieze Marzahn-Hellersdorf befragt aktuell Bürger*innen, soziale Träger und Einrichtungen sowie zivilgesellschaftliche Akteur*innen zum Thema Solidarität und Umgang mit der Corona-Krise in den Kiezen und Nachbarschaften unseres Bezirkes. Wenn Ihr Euch an unserer Kampagne beteiligen möchtet oder Lust habt Euch von uns zu Eurem Engagement befragen zu lassen, schreibt uns einfache eine Mail an: koordinierungsstelle-mh@pad-berlin.de

Constanze Paust ist seit 1. April Leiterin der Freiwilligenagentur des Bezirks. Sie übernahm die Stelle von Jochen Gollbach, der die Agentur aufbaute und zehn Jahre leitete. „Natürlich konnte ich nicht damit rechnen, dass die Übernahme dieser Funktion genau in die Corona-Krise fällt“, sagt die 44-Jährige.  (Siehe auch Bericht der Berliner Woche: Freiwilligenagentur Marzahn-Hellersdorf beginnt mit neuen Projekten)

Habt Ihr bereits von der vor kurzem gestarteten Kampagne „Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf“ (https://buendnis.demokratie-mh.de/solidarische-kieze/) gehört?

C.P..: Am 1. April diesen Jahres habe ich die Leitung der FreiwilligenAgentur Marzahn-Hellersdorf übernommen. Neben der Einarbeitung in die vielfältigen Aufgaben der FWA habe ich auch Kenntnis von der Kampagne genommen. Sie ist über mehrere Kanäle an uns gelangt, was für ihre gute Verbreitung spricht. Weiterlesen …

„Solidarität bedeutet für mich …das zu geben, was du selbst brauchst.“

Elène Misbach von der AG Solidarische Kieze hat für das aktuelle Hochschulmagazin „Alice“ der Alice Salomon Hochschule einen ausführlichen Beitrag u.a. zu unserer Kampagne Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf verfasst:

Nach den Themenwochen „Solidarische Stadt“ vom Hochschulverbund BIT6 im September 2019 initiiert die ASH Berlin gemeinsam mit bezirklichen Kooperationspartnern die Kampagne „Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf“ und beteiligt sich auch 2020 wieder an den Berliner Freiwilligentagen.

„Ja, wir versprechen, dass wir als Alice Salomon Hochschule Berlin weiterhin mitwirken werden bei der Belebung des Bezirks Marzahn-Hellersdorf und bei einer Entwicklung hin zu einer solidarischen Stadt.“ – Mit diesen Worten hat die Rektorin der ASH Berlin, Bettina Völter, im Oktober 2018 ihre Festrede zum 20-jährigen Jubiläum des Hochschulstandorts im Bezirk geschlossen und damit den Blick kommunal sowohl auf die lebendige Partnerschaft zwischen Hochschule und Bezirk als auch auf die Stadt Berlin gerichtet (siehe alice 36, Einleger zum Festakt, S.4 ff.).

Weiterlesen in der Online-Ausgabe des „Alice“-Magazins auf Seite 88-91: www.ash-berlin.eu/fileadmin/Daten/News/2020/alice_39_Webversion.pdf

Banneraktion zum Aktionstag #SoGehtSolidarisch

Auch die Kampagne Solidarische Kieze Marzahn-Hellersdorf hat sich mit einem eigenen Banner am Aktionstag #SoGehtSolidarisch des Unteilbar-Bündnisses beteiligt! Dieses wurde an der Aussenfassade der Alice-Salomon-Hochschule in Hellersdorf angebracht. Für ein inklusives Wir – Schafft viele solidarische Kieze! Weiterlesen …

Kampagne solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf

Verschiedene Akteur*innen aus dem Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf und aus unserem Bezirk haben eine neue Kampagne ins Leben gerufen! Gerade in so schwierigen Zeiten, wie aktuell mit der Coronakrise, benötigen wir dringender denn je solidarische Nachbarschaften in den Kiezen. Wir würden uns sehr über eine breite Beteiligung der Menschen im Bezirk freuen!

Kurzaufruf:

Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf ist eine Kampagne für alle, die sich aktiv für offene, solidarische, vielfältige und demokratische Nachbarschaften einsetzen.

Aktionen

Die Kampagne unter dem Motto „Solidarische Kieze“ und das dazugehörende Logo (Download hier: Solidarische Kieze Kampagnenlogo) kann bündeln und sichtbar machen, wo in unseren Kiezen, Nachbarschaften und Quartieren bereits solidarisch und bunt in aktiver Weise das Miteinander gestaltet wird.

➜ Ob Kundgebung, Sommerfest im Familienzentrum oder Aktionstag deines Vereins oder deiner Initiative, die Kampagne gibt die Möglichkeit sich auf das gemeinsame Ziel zu beziehen eine kollektive Alltagskultur und ein solidarisches Miteinander zu gestalten.

Debatten

Wie sieht eine solidarische, freie und offene Gesellschaft für uns aus? Wie können wir uns in unseren Kiezen, Nachbarschaften und Stadtteilen für ein solidarisches Miteinander einsetzen? Wie gehen wir mit Menschen, Gruppierungen und Positionen um, die unsere vielfältigen Nachbarschaften angreifen? Welche sozialen Fragen beschäftigen uns in unserem alltäglichen Leben und Erleben und wie können wir darauf gerechte Antworten finden?

➜ Indem in bestehenden und neuen Formaten über diese Fragen diskutiert wird, können sich in den Kiezen Nachbar*innen vernetzen und gemeinsame Strategien entwickeln.

Mitmachen

Die Kampagne ist so angelegt, dass jede*r mitmachen und eigene Ideen und Akzente unter diesem Dach setzen kann. Nicht nur bei unseren Nachbarschafts- und Stadtteilfesten können konkrete Mitmach-Angebote zum aktiv werden anregen, sondern jede*r kann sich auch in der Arbeitsgruppe „Solidarische Kieze“ des Bündnisses für Demokratie und Toleranz aktiv beteiligen. Für Informationen zu Zeit und Ort des nächsten Treffens, schreibe an: koordinierungsstelle-mh@pad-berlin.de

  • Wir sind für ein solidarisches Miteinander!
  • Wir sind für offene und vielfältige Nachbarschaften!
  • Wir sind gegen Rassismus und extrem rechte Positionen!

Zum Hintergrund:

Im August 2019 ist in der Sitzung des Kooperationsforums Marzahn-Hellersdorf – Alice Salomon Hochschule die Idee entstanden, zwei Jahre vor den nächsten AGH- und BVV-Wahlen (Herbst 2021), eine gemeinsame Kampagne der demokratischen Zivilgesellschaft im Bezirk Marzahn-Hellersdorf zu entwickeln. Ein Hauptziel ist es dabei, gemeinsame Handlungsoptionen für eine demokratische Alltagskultur und ein solidarisches Miteinander zu erarbeiten. Dabei geht es uns um eine langfristig angelegte Auseinandersetzung mit Rassismus, extremer Rechte und Rechtspopulismus sowie mit den vielfältigen sozialen Fragen, die die Menschen in ihrem alltäglichen Leben und Erleben beschäftigen. Die demokratische Zivilgesellschaft soll mit ihrer Vielzahl an Initiativen sichtbarer werden und unter dem Kampagnenmotto „Solidarische Kieze“ vor allem auch jeweils eigene Akzente setzen und unterschiedliche Adressat*innen ansprechen können. Mit der Kampagne möchten wir auf bezirklicher Ebene anknüpfen an ähnliche Ansätze – wie zum Beispiel dem zivilgesellschaftlich breit angelegten, bundesweit agierenden Bündnis #unteilbar – und vor Ort eingreifen in die Entwicklungen zunehmender gesellschaftlicher Polarisierungen.

Und auch aus aktuellem Anlass bezüglich der Coronakrise ist es wichtiger denn je, Solidarität in der Nachbarschaft zu zeigen! Aktuell bilden sich in vielen Stadtvierteln Nachbarschaftsnetzwerke, die solidarisch Einkauf, Büchertausch, Kinderbetreuung u.v.m. organisieren. Solidarität heißt nicht nur zu Hause bleiben, sondern auch – unter Berücksichtigung aller erforderlichen Schutzmaßnahmen – solidarische Netzwerke und Nachbarschaftshilfen aufzubauen! Viele aktuelle Informationen hierzu findet Ihr hier.

Mehr und laufend aktualisierte Infos zu unserer Kampagne an dieser Stelle oder auf unserer Facebookseite. Wir freuen uns über weitere Akteur*innen aus dem Bezirk, welche sich noch aktiv beteiligen oder/und als Unterstützer*innen mitmachen möchten. Einige der Aktivitäten und Ideen können erst umgesetzt und mit Leben gefüllt werden, wenn die derzeit notwendigen Einschränkungen des öffentliche Lebens und der direkten Kontakte und Begegnungen wieder gelockert oder aufgehoben werden können. Solange zählt es, dort und auf die Arten und Weisen solidarisch wirksam zu werden, die uns jeweils möglich sind und eventuell bereits jetzt in mögliche Vorbereitungen zu gehen für die Zeit nach den Kontaktsperren und Einschränkungen. Bei Interesse schreibt bitte die Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf an: koordinierungsstelle-mh@pad-berlin.de

Weiterlesen auf der Kampagnenunterseite Solidarische Kieze in Marzahn-Hellersdorf.