»Neue Dimensionen des Internationalen Rechtsterrorismus«

21.10. um 9:00 22.10. um 17:00

Die geplante Konferenz setzt es sich zum Ziel, zur Erforschung des gegenwärtigen Rechtsterrorismus beizutragen. Ausgangspunkt ist die Frage, inwieweit es sich bei den Attentaten in jüngster Zeit tatsächlich um „neue“ Formen des Terrorismus handelt. Dabei sollen die weltanschaulichen, strategischen und operativen Dimensionen des Terrorismus beleuchtet werden; zum anderen soll aber auch gefragt werden, auf welche Weise diese Erscheinungen ggf. mit trans- bzw. internationalen politischen und/oder gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen zusammenhängen.

Galt über Jahrzehnte der Terrorismus von links (sozialrevolutionärer Terrorismus) als wichtigste innerstaatliche Bedrohung politisch motivierter Gewalt in den westlichen Industrienationen, rückte spätestens seit den verheerenden Anschlägen vom 11. September 2001 vor allem der islamistische Terrorismus in den Fokus von Sicherheitsbehörden, Politik und Öffentlichkeit.

Daneben gab es – in unterschiedlicher Intensität – immer auch einen spezifischen Terrorismus von rechts, der allerdings im öffentlichen Gedächtnis weit weniger präsent zu sein scheint. Die Selbstenttarnung der Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) konfrontierte die bundesdeutsche Öffentlichkeit mit dieser Bedrohung und zwang Politik und Sicherheitsbehörden zu Korrekturen und Neuausrichtungen.

Doch schwere Gewalttaten und Terrorakte von rechts sind kein bundesdeutsches Spezifikum: Vielfältige Formen eines „Terrorismus von rechts“ bedrohen in den westlichen Demokratien die innere Sicherheit und das Leben von Minderheiten und in der Öffentlichkeit stehender Personen.Vor allem in den letzten Jahren ist verstärkt ein internationales Phänomen zu beobachten, welches einhergeht mit virtuellen Radikalisierungs- und Vernetzungsräumen.

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