24.01.2026 um 10:00 15:00

Dezentrales Gedenken in Marzahn-Hellersdorf

Dezentrales Stilles Gedenken: 27.01. Der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des HolocaustAm 24. Januar 2026 in Marzahn-Hellersdorf

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn- Hellersdorf und die demokratischen Parteien im Bezirk erinnern auch in diesem Jahr mit einem stillen Gedenken an die Opfer des Holocaust.


Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau von Soldatinnen der Roten Armee befreit – dieses Datum steht seit 2005 weltweit für die Erinnerung an die Verbrechen des nationalsozialistischen Deutschlands an jüdischen Menschen, an Sinti und Roma, an politischen Gegnerinnen und weiteren Gruppen. Zum 80. Jahrestag der Befreiung laden wir die Menschen aus unserem Bezirk dazu ein gemeinsam an die Geschehnisse zu erinnern.


Am Samstag den 24. Januar 2026 werden wir deshalb an verschiedenen Orten im Bezirk der Opfer des NS-Terrors gedenken. Wir nehmen unsere historische Verantwortung für die Verbrechen des NS-Regimes wahr. Gleichzeitig schauen wir weiterhin mit Sorge auf die kontinuierlich wachsenden extrem rechten Aktivitäten in Marzahn-Hellersdorf und die weltweiten Wahlerfolge von teils extrem rechten Parteien.

Wir stehen auch weiterhin für ein vielfältiges und solidarisches Marzahn-Hellersdorf. Kommen Sie am 24. Januar gerne zum gemeinsamen Gedenken an einer unserer sieben Gedenkstationen im Bezirk vorbei. Gerade jetzt ist es wichtiger denn je, ein klares Zeichen gegen Antisemitismus, Nationalismus und Faschismus zu setzen.

Station 1 – Poelchaustele
Ort: Poelchaustraße Ecke Märkische Allee in 12681 Berlin-Marzahn
Zeit: 10 Uhr


Station 2 – Gedenktafel am Haus der ehem. Praxis von Dr. Philippsthal
Ort: Oberfeldstraße 10 in 12683 Berlin-Biesdorf
Zeit: 14 Uhr


Station 3 – Stolpersteine der Familie Guthmann
Ort: Friedhofseingang, Lemkestraße 156, 12623 Berlin-Mahlsdorf
Zeit: 10 Uhr


Station 4 – Charlotte von Mahlsdorf am Gutshaus Mahlsdorf
Ort: Hultschiner Damm 333, 12623 Berlin-Mahlsdorf
Zeit: 12 Uhr


Station 5 – Heinrich-Grüber-Gedenktafel
Ort: Dorfkirche Kaulsdorf – Gelände der Evangelischen Kirchengemeinde
Kaulsdorf, Dorfstraße 10, 12621 Berlin-Kausldorf
Zeit: 11 Uhr


Station 6 – Gedenktafel für die Opfer der Euthanasie
Ort: Krankenhauskirche im Wuhlgarten, Brebacher Weg 15, 12683 Berlin-Biesdorf
Zeit: 14 Uhr


Station 7 – Gedenkort „Zwangsarbeiterlager Kaulsdorfer Str. 90“
Ort: Durchgang Kaulsdorfer Straße 90, 12683 Berlin-Kaulsdorf
Zeit: 11 Uhr

Und direkt am 27. Januar:
Gedenkstätte “Zwangslager Berlin-Marzahn”
Ort: Otto-Rosenberg-Platz 1, 12681 Berlin-Marzahn
Zeit: 12:30 Uhr
Veranstaltung des Gedenkstätte Zwangslager Berlin-Marzahn e.V., dem
DGB Kreisverband Berlin-Ost und dem Bündnis für Demokratie und
Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf

Flyer Dezentrales Gedenken zum 27. Januar als PDF

Fördergeld-Ausschreibung 2026: Partnerschaften für Demokratie Marzahn & Hellersdorf

Die Partnerschaften für Demokratie Marzahn & Hellersdorf informieren:

Bis zum 26.02.2026 haben Sie die Möglichkeit, Projektideen im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie Marzahn einzureichen. Die Partnerschaft für Demokratie gehört zum Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Aus dem Initiativfonds werden Projektideen zwischen 7.000 € und 15.000 € gefördert. Die Projektlaufzeit beträgt das laufende Kalenderjahr 2026. Die Finanzierung der bewilligten Projektvorschläge ist vorbehaltlich der Bereitstellung der Mittel durch den Zuwendungsgeber.

Voraussetzungen:

  • Die Frist zur Einreichung von Projektideen endet am 26.02.2026 um 23:59 Uhr.
  • Die Antragstellenden müssen über eine gültige Anerkennung der Gemeinnützigkeit (z. B. Träger oder Vereine) verfügen.
  • Der Projektvorschlag muss einen oder mehrere der unten genannten Förderschwerpunkte adressieren.
  • Bitte vereinbaren Sie bis zum 12.02.2026 eine verpflichtende Projektberatung mit der Koordinierungs- und Fachstelle. Bitte schicken Sie hierfür eine Mail an: pfd-mh@lvs.stiftung-spi.de


    Förderschwerpunkte 2026:

  • Maßnahmen für Vielfalt und Toleranz, gegen Rassismus, Antisemitismus und LGBTQI+ -Feindlichkeit sowie Engagement gegen Ideologien der extrem Rechten und extrem rechter Jugendkulturen
  • Einsatz für eine zivile Streitkultur und Konfliktbearbeitung im Kontext gesellschaftlicher Polarisierung
  • Medienkompetenzen in Bezug auf Fact-Checking
  • Förderung des Zugangs armutsbetroffener Personen zu demokratischer Teilhabe

Alles weiteren Infos zum Ablauf, von der Ausschreibung über den Antrag bis zur Förderung, finden sich hier: https://demokratie-mh.de/partnerschaft-marzahn/foerderung/

6.12. um 10:00 14:00

Online

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb lädt Sie herzlich ein zur Online-Fachtagung „Antisemitismus in der Reichsbürgerszene“ am 6. Dezember 2024 von 10 bis 14 Uhr.

Die Reichsbürgerszene stellt eine wachsende Bedrohung für unsere demokratische Gesellschaft dar. Ihre Anhängerinnen und Anhänger lehnen nicht nur die Legitimität der Bundesrepublik Deutschland ab, sondern bedienen sich auch häufig antisemitischer Verschwörungserzählungen. Der Glaube an einen „Deep State“, der angeblich im Verborgenen die Fäden zieht, baut auf jahrhundertealten judenfeindlichen Stereotypen auf. Die Reichsbürgerszene ist jedoch keineswegs homogen. Sie umfasst verschiedene Gruppierungen – von Kaiserzeit-Nostalgikern über Anhängerinnen und Anhänger der nicht selten braunen Esoterik bis hin zu vollends überzeugten Neonazis. Was diese in vielen Teilen eint, ist ein tief verwurzelter Antisemitismus, der sich in unterschiedlichen Formen äußert: von der Schuldzuweisung an „die Juden“ für persönliche Missstände bis hin zur offenen Holocaustleugnung.

Die kürzlich durchgeführten bundesweiten Razzien gegen Reichsbürger und laufende Strafprozesse haben die Reichweite und das Gefahrenpotenzial dieser Szene deutlich gemacht. Besonders alarmierend ist der Fall eines ehemaligen Polizisten aus Niedersachsen, der an der Überprüfung der Sicherheit jüdischer Gemeinden beteiligt war und nun im Verdacht steht, dieses Insiderwissen möglicherweise in rechtsextreme Kreise getragen zu haben. Dies stellt eine akute Gefahr für jüdische Gemeinden dar und erfordert Handeln der Sicherheitsbehörden.

Der vierstündige Online-Fachtag soll dazu beitragen, das Phänomen des Antisemitismus in der Reichsbürgerszene besser zu verstehen und wirksame Gegenstrategien zu entwickeln. Welche Maßnahmen sind notwendig, um die Sicherheit jüdischer Gemeinden angesichts der Bedrohung durch die Reichsbürgerszene zu verbessern? Diese und weitere Fragen werden beim Fachtag „Antisemitismus in der Reichsbürgerszene“ diskutiert.

Weitere Informationen und das Programm finden Sie unter: www.bpb.de/556346

Auf einen Blick:

Fachtagung „Antisemitismus in der Reichsbürgerszene“

Zeit: 06.12.2024, 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr.

Ort: Online über Zoom*.

Alle Informationen und kostenfreie Anmeldung unter: www.bpb.de/556346

25.11. um 18:30 20:30

Berliner Landeszentrale für politische Bildung

Hardenbergstraße 22–24
10623 Berlin,

2021 stellte die Europäische Kommission die „Strategie der EU zur Bekämpfung von Antisemitismus und zur Förderung jüdischen Lebens 2021–2030“ vor. Darin wurden die Mitgliedstaaten aufgefordert nationale Strategien vorzulegen. Das hat die Bundesregierung im November 2022 getan. Der Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, Dr. Felix Klein, berichtet in einem Impulsvortrag vom Stand der Umsetzung der EU-Strategie und der Nationalen Strategie und diskutiert mit dem Publikum. Weiterlesen hier.

Zeit: 25.11.2024 von 18:30 bis 20:30 Uhr
Ort: Berliner Landeszentrale für politische Bildung, Hardenbergstraße 22–24, 10623 Berlin, Besuchszentrum

16.09. um 8:00 17.09. um 22:00

Universitätsbibliothek der TU und UdK Berlin

Fasanenstraße 88
Berlin, 10623

Via Forschungsnetzwerk Antisemitismus im 21. Jahrhundert (FonA21):

Liebe Interessierte,

das vom BMBF finanzierte „Forschungsnetzwerk Antisemitismus im 21. Jahrhundert“ (FoNA21) veranstaltet in Kooperation mit dem Moses Mendelssohn Zentrum für europäische-jüdische Studien in Potsdam und der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus e.V. (KIgA) seine nunmehr dritte Sommerakademie.

Der Schwerpunkt der zweitägigen praxisorientierten Veranstaltung liegt in diesem Jahr auf Antisemitismus und Antisemitismusprävention im Bildungsbereich.

In Form von Workshops, Input- und Spotlightvorträgen, einem Marktplatz und Beratungsangeboten stellen wir Best Practice-Beispiele vor und reflektieren den Umgang mit aufgeladenen Emotionen unter anderem auch im Zusammenhang mit dem ungelösten israelisch-palästinensischen Dauerkonflikt. Mit diesem Angebot sollen insbesondere Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter:innen darin unterstützt werden, ein für sie herausforderndes Themenfeld aufzugreifen. Neben dem vielfältigen Angebot ist die Sommerakademie auch eine Möglichkeit, sich untereinander und mit den Kolleg:innen unterschiedlicher Träger zu vernetzen.

Die Sommerakademie findet am 16.-17. September in der Universitätsbibliothek der TU und UdK Berlin, Fasanenstraße 88, 10623 Berlin statt und gilt als anerkannter Bildungsurlaub.

Alle weiteren Informationen, eine Programmübersicht sowie ein Anmeldeformular finden Sie auf unserer Webseite: https://www.fona21.org/veranstaltungen/sommerakademie.

Hier können Sie auch Einzelheiten zu den Vorträgen und Workshops einsehen.

Bitte beachten Sie, dass die Teilnehmendenzahl begrenzt ist, so dass sich eine frühzeitige Anmeldung lohnt!

Wir würden uns freuen, Sie zur Sommerakademie begrüßen zu dürfen und wünschen Ihnen bis dahin einen schönen Sommer!

Das Team von FoNA21

Forschungsnetzwerk Antisemitismus im 21. Jahrhundert (FonA21)

Technische Universität Berlin

Fakultät I Geistes- und Bildungswissenschaften | Faculty I Humanities Zentrum für Antisemitismusforschung | Center for Research on Antisemitism Kaiserin-Augusta-Allee 104-106 (KAI 1-1)

10553 Berlin

7.09. um 9:00 17:00

Stadtteilzentrum Prenzlauer Berg

Fehrbelliner Straße 92
Berlin, 10119

Via Fach- und Netzwerkstelle Moskito:

Was sind Rassismus und Antisemitismus überhaupt, und wie treffen sie im Spannungsfeld ,Nahostkonflikt‘ aufeinander? Bei dieser spannenden Fortbildung mit dem Verein BildungsBausteine e.V. erarbeiten wir uns gemeinsam Kriterien zur Unterscheidung von einerseits sachlicher Kritik am Handeln der Konfliktparteien sowie andererseits antisemitischen und rassistischen Deutungen. Die Fortbildung will einen mutigen Raum anbieten, bei dem wir uns auf eine gemeinsame Suchbewegung machen können, wie man im ehrenamtlichen Engagement/ in der ehrenamtlichen Arbeit mit Geflüchteten eine zugleich rassismuskritische und antisemitismuskritische Sprech- und Handlungsfähigkeit stärken kann, statt beide Verhältnisse gegeneinander auszuspielen. 

Mehr dazu hier.