Demokratiebericht Marzahn-Hellersdorf für das Jahr 2019 erschienen

In verschiedenen deutschen Städten haben an den vergangenen Wochenenden Menschen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen demonstriert. Aktuell werden diese wachsenden Proteste zunehmend von Akteur*innen der extremen Rechten instrumentalisiert, um gegen die Demokratie als solches zu agitieren (Siehe: Coronakrise, Demokratieentwicklung, Solidarität in der Nachbarschaft, Gefahren durch Rassismus und rechte Hetze…). Vor diesem Hintergrund und kurz nach dem 75. Jahrestag der Niederschlagung des Nationalsozialismus erscheint der Demokratiebericht für Marzahn-Hellersdorf für das Jahr 2019. Das gemeinsame und solidarische Einstehen für demokratische Grundwerte erscheint uns aktuell so dringend wie selten zuvor!

Der  Demokratiebericht für das Jahr 2019 wurde von bundespolitischen Entwicklungen begleitet, wie den rechtsterroristisch motivierten Mordan-schlägen in Halle, Kassel und Hanau, den Wahlerfolgen der extrem rechten AfD bei den Landtags- und Kommunalwahlen in Ostdeutschland und dem Tabubruch im Fall Kemmerich (FDP) bei der Wahl zum zwischenzeitlichen Ministerpräsidenten von Thüringen mit Unterstützung der Stimmen der dortigen AfD-Fraktion. Es gibt aktuell viele Anzeichen für eine akute Gefährdung der Demokratie. Um diesen Entwicklungen mit Hilfe einer demokratisch engagierten und vielfältigen Zivilgesellschaft aktiv etwas entgegenzusetzen, ist es wichtig die Demokratieentwicklung in den Kommunen voranzutreiben. Hierzu soll der Demokratiebericht als Handwerkzeug für Engagierte im Bezirk einen kleinen Beitrag leisten.

Der Demokratiebericht Marzahn-Hellersdorf erscheint nun bereits zum zweiten Mal in Kooperation der Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf (pad gGmbH) und den Projekten „Register zur Erfassung rechtsextremer und diskriminierender Vorfälle “Marzahn-Hellersdorf“ sowie den beiden externen Koordinierungs- und Fachstellen der „Partnerschaft für Demokratie Marzahn“ und der „Partnerschaft für Demokratie Hellersdorf“ in Trägerschaft der Stiftung SPI (Sozialpädago-gisches Institut).

Im ersten Teil des Demokratieberichtes stellt das bezirkliche Register zur Erfassung rechtsextremer und diskriminierender Vorfälle Marzahn-Hellersdorf die aktuellen Fallzahlen für das Jahr 2019 vor, es wird eine vergleichende Auswertung vorgenommen und ein Fazit gezogen.

Der Schwerpunkt liegt mit dem zweiten Teil auf praktischen Beispielen aus dem Bereich der Demokratie-entwicklung in Marzahn-Hellersdorf. Wir wollen erneut sichtbar machen, wie vielfältig die Aktivitäten der Zivil-gesellschaft, der sozialen Träger und Einrichtungen vor Ort sowie dem Bezirksamt sind, um damit einen motivierenden und aktivierenden Beitrag für noch mehr Engagement im Bezirk zu leisten.

Neben Berichten und Interviews gibt es auch eine Vorstellung der neuen Kampagne „Solidarische Kieze!“ – hier können Sie sich jederzeit aktiv einbringen!

Im letzten Teil des Berichtes werden aus den aktuellen bezirklichen Entwicklungen und den im Bericht dargestellten zivilgesellschaftlichen Strukturen Schlussfolgerungen für die weitere Demokratieentwicklung
und damit einhergehend mögliche Handlungsideen entwickelt.

Wir wünschen Euch/Ihnen eine spannende Lektüre und die eine oder andere Anregung zur Weiterentwicklung der zivilgesellschaftlichen Strukturen in Marzahn-Hellersdorf! Für einen bunten, lebenswerten und solidarischen Bezirk!

“Demokratie darf und soll durchaus auch Spaß machen!” (Dagmar Pohle, Bezirksbürgermeisterin von Marzahn-Hellersdorf)

Hier geht es zum Download des Demokratieberichtes: Demokratiebericht für Marzahn-Hellersdorf 2019

Eine Druckversion wird Ende Mai auf Anfrage zur Verfügung stehen!

 

 

Presse zum Demokratiebericht:

 

Moritz Marc – Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung Marzahn-Hellersdorf

Web:   https://koordinierungsstelle-mh.de

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Twitter:   @demokratiemahe

E-Mail:   koordinierungsstelle-mh@pad-berlin.de

Telefon:   030 – 92257140  0152 – 31 77 13 83 (Signal/WhatsApp/Telegram)