SprecherInnen

Bilgin Lutzke
ist in diesem Jahr eine der Sprecherinnen des Bündnisses für Demokratie und Toleranz Marzahn- Hellersdorf.

„Leben wie ein Baum, einzeln und frei
doch brüderlich wie ein Wald,
das ist unsere Sehnsucht.“

So schön hat Nazım Hikmet meine Sehnsucht nach einer Gesellschaft beschrieben. Ich bin vor 35 Jahren als so genanntes Gastarbeiterkind nach Hamburg gekommen. Ich bin von Beruf Dipl. Pädagogin und besitze ziemlich lange einen deutschen Pass. Meine Eltern haben für den Wohlstand dieses Landes lange gearbeitet. Nach langjährigem politischen Engagement in den Bundesländern Hamburg und Hessen, engagiere ich mich gerne seit 16 Jahren im Bezirk Marzahn- Hellersdorf.

Unser Marzahn Hellersdorf ist ein interkultureller Bezirk, wo viele Nationalitäten seit Jahren in guten nachbarschaftlichen Beziehungen leben. Die Flüchtlinge, die unseren Schutz brauchen, sind im Bezirk Marzahn- Hellersdorf herzlich willkommen. Ich, als Neu-Deutsche gestalte und pflege gerne mit vielen Neu-Alt Deutschen zusammen unsere lebendige demokratische Gesellschaft und möchte mich mit Euch/Ihnen gemeinsam gegen Rassismus stark machen. Leider wird die eigene Stärke unterschätzt. So ermutigt die schweigende Mehrheit, in dem sie die Demokratie auf der Strasse nicht verteidigt, die kleineren anti-demokratischen Gruppen auf der Straße und gibt ihnen eine lautere Stimme, als sie haben. Lass uns alle BürgerInnen mit und ohne deutschem Pass unseren Gesellschaft nach unserer Sehnsucht, wie Nazim Hikmet beschreibt, gestallten.

Beatrice Morgenthaler
ist in diesem Jahr eine der Sprecherinnen des Bündnisses für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf.

  • Geboren im äußersten Südwesten Deutschlands
  • In meiner Schulzeit erste Konfrontation mit der NPD, die eine Wahlversammlung abhalten wollte
  • Gründungsmitglied des Republikanischen Clubs Lörrach-Basel. Die Republikanischen Clubs sahen sich in der Tradition der republikanischen Bewegung Deutschlands im 19. Jahrhundert, die für Bürgerrechte wie das allgemeine Wahlrecht stritten. Sie waren Teil der Außerparlamentarischen Opposition – APO – der Bundesrepublik. Im Südwesten Deutschlands fanden wir die grenzüberschreitende Zusammenarbeit notwendig.
  • Während des Studiums aktiv in der Fachschaft und verschiedenen Solidaritätsgruppen wie der Amilcar-Cabral-Gesellschaft zur Unterstützung von Guinea-Bissau
  • Studienabschluss in Soziologie, Ethnologie, Wirtschafts- und Sozialgeschichte in Münster
  • Nach familiären Wirren Arbeit als Verkäuferin in einem Warenhaus in Hamburg, aktiv im Betriebsrat und in der Gewerkschaft, ebenso politisch aktiv
  • Seit meinem Umzug nach Berlin Arbeit im gewerkschaftlichen Rahmen in der Schulung von Betriebsräten
  • Im Bezirk engagiert im Integrationsbeirat, für den ich auch im Bündnis aktiv bin, und in der Bezirkspolitik

Weshalb ich Mitglied im Bündnis bin? Ich finde es notwendig, für ein weltoffenes und solidarisches Marzahn-Hellersdorf zu streiten. Wir dürfen nicht denen das Feld überlassen, die engherzig, manche auch rassistisch und extrem rechts, die Aufnahme von Flüchtlingen verhindern wollen. Der Titel „Ort der Vielfalt“ soll uns weiterhin Programm sein.