EINLADUNG zur Stolpersteinverlegung für Marie-Luise und Carl Hotze am 5.12.2019

Foto vom Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf

Am Donnerstag, dem 5. Dezember 2019 gegen 13 Uhr verlegt der Künstler Gunter Demnig vor dem Haus An der Wuhle 41 in Kaulsdorf-Süd zwei Stolpersteine für Marie-Luise und Carl Hotze.

Die Initiatorinnen, Cindy und Angelika Wewerka, verstehen die Stolpersteine als ein Zeichen gegen das Vergessen:

„Als Familie beschlossen wir einem Ehepaar ein Zeichen zu setzen, das sich in einer dunklen Epoche unseres Landes durch Solidarität, Mut und Nächstenliebe hervorgetan hat. Dabei haben wir uns immer die Frage gestellt: Hätten wir auch so mutig gehandelt? Hätten wir Menschen geschützt und riskiert, dafür mit dem eigenen Leben zu bezahlen?

Marie-Luise und Carl Hotze waren überzeugte Kommunisten, die für ihre Gesinnung und ihren Glauben an eine kommunistische Zukunft dem nationalsozialistischen Regime getrotzt haben. Marie-Luise Hotze bezahlte ihre konsequente Haltung mit dem Tod im Konzentrationslager Ravensbrück. Carl Hotze kam zunächst ins Konzentrationslager Sachsenhausen, später ins Konzentrationslager Mauthausen. Nach der Befreiung machte er sich zu Fuß auf den Weg von Österreich nach Hause, um dort zu erfahren, dass seine Frau nicht überlebt hat.

Durch das selbstlose Handeln der Eheleute Hotze haben gefährdete KPD-Genossen ein Versteck vor Verfolgung gefunden. 1943 versteckten die Hotzes die jüdische Witwe Anna Degen und ihren damals 11-jährigen Sohn Michael und sicherten ihr Überleben.

Wir sind sehr stolz, diesen wunderbaren Menschen an ihrem ehemaligen Zuhause für immer ein Gedenken zu errichten. Mögen Spaziergänger über diese Steine stolpern und mit dem Lesen der beiden Namen Marie-Luise und ihren Mann Carl aus der Vergessenheit holen.“

Für Fragen und Anregungen stehen Cindy und Angelika Wewerka gern zur Verfügung: cuuurlii@googlemail.com

Das Bezirksamt wird durch Frau Kulturstadträtin Juliane Witt, Vorsitzende der Kommission Gedenkorte, vertreten.

Ansprechpartnerin im Bezirksamt: Dorothee Ifland (Leiterin Bezirksmuseum, Tel. 54 79 09 21, info@museum-marzahn-hellersdorf.de

Weitere Informationen zur Kultur in Marzahn-Hellersdorf finden Sie im Internet unter:

https://www.kultur-marzahn-hellersdorf.de

Siehe auch Pressemitteilung des Bezirksamts Marzahn-Hellersdorf: Stolpersteinverlegung für Marie-Luise und Carl Hotze

83. Jahrestag der Verschleppung der Berliner Sinti und Roma in das NS-Zwangslager Marzahn

Sonntag | 2. Juni 2019 | 12.30 Uhr | Gedenkstätte Zwangslager Berlin-Marzahn,

Otto-Rosenberg-Platz 12681 Berlin-Marzah

83. Jahrestag der Verschleppung der Berliner Sinti und Roma in das NS-Zwangslager Marzahn

Die Vorsitzende des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Berlin -Brandenburg Petra Rosenberg bittet Sie anlässlich des 83. Jahrestages der Verschleppung der Berliner Sinti und Roma in das NS-Zwangslager Marzahn zu einer Gedenkstunde

Begrüßung

PETRA ROSENBERG Vorsitzende des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg e. V.

Ansprachen

DAGMAR POHLE Bezirksbürgermeisterin von Marzahn-Hellersdorf

ISIDORA RANDJELOVIĆ Vorsitzende RomaniPhen e.V.

PETRA JACHALSKI Vorsitzende des Ökumenischen Forums Berlin-Marzahn e. V.

Kranzniederlegung am Gedenkstein für Sinti und Roma auf dem Parkfriedhof Marzahn

Gebet

PATER JOSEF KAHMANN Pfarrer der katholischen Gemeinde Von der Verklärung des Herrn

Im Anschluss Empfang im Don-Bosco-Zentrum, Otto-Rosenberg-Straße 1, 12681 Berlin

Musikalische Umrahmung MARTIN WEISS Geige | JANKO LAUENBERGER Gitarre

Download der Einladung hier: Einladung_Kranzniederlegung zum 83. Jahrestag der Verschleppung der Berliner Sinti und Roma

„Politischer Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Marzahn-Hellersdorf (1933 bis 1945)“

:::Veranstaltungstipp:::

Am 09. April 2019 findet ab 17:00 Uhr im Stadtteilzentrum Kaulsdorf des Vereins MITTENDRIN leben e.V. ein Vortrag zum Thema „Politischer Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Marzahn-Hellersdorf (1933 bis 1945)“ statt. Als Referent wird Dr. Manfred Teresiak einen Überblick über die vielfältigen Aktivitäten von Widerstandskämpfer*innen in den damaligen Dörfern am östlichen Berliner Stadtrand geben.

Das Stadtteilzentrum Kaulsdorf befindet sich in der Brodauer Straße 27-29, 12621 Berlin. Der Eintritt ist kostenfrei.

Stellungnahme zur Großen Anfrage der AfD in der Bezirksverordnetenversammlung

Stellungnahme zur Großen Anfrage der AfD in der Bezirksverordnetenversammlung vom 21.2.19 „Zu den Ereignissen beim „Stillen Gedenken“ am 26. Januar 2019 auf dem Parkfriedhof Marzahn“

Das Bündnis für Demokratie am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf erklärt sich solidarisch mit der Bezirksbürgermeisterin Frau Pohle, die zum wiederholten Mal aus durchsichtigen Gründen von der AfD angegangen wird, um ihre Einstellung zum Rechtsstaat zu „entlarven“. Wir weisen dieses Ansinnen zurück und verweisen darauf, dass die AfD auf diese Weise ihre eigene Rechtsstaatlichkeit, die in Zweifel steht, nicht beweisen kann.

Für das Bündnis

Henny Engels und Beatrice Morgenthaler

Sprecherinnen

Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus

Die BVV Marzahn-Hellersdorf wird sich zum Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus mit einer Feierstunde gegen das Vergessen wenden (am Donnerstag, den 24.1.2019) und am Samstag um 11.00 Uhr auf dem Parkfriedhof zum stillen Gedenken treffen! Auch alle Bürger*innen von Marzahn-Hellersdorf sind natürlich zu den beiden Gedenkveranstaltungen eingeladen!

Siehe auch:
Das Denkmal auf dem Parkfriedhof erinnert an Zwangsarbeiter im Bezirk