Für einen bunten, lebenswerten Bezirk

Erschienen am 09.12.2015 bei LichtenbergMarzahnPlus.de und im Bezirks-Journal.

Als sich im September 2014 das „Bündnis für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf“ gründete, übernahm ich als Bezirksbürgermeister sehr gern die Schirmherrschaft. Die ersten Überlegungen, ein solches Bündnis ins Leben zu rufen, standen bereits eineinhalb Jahre zuvor im Raum. Zweifelsohne beflügelten die rechtsextremen Agitationen gegen die Flüchtlingsunterkunft in der Carola-Neher-Straße, die bundesweit durch die Presse ging und bei Außenstehenden den fälschlichen Eindruck hinterließen, Marzahn-Hellersdorf sei in der festen Hand von Rechtsextremen, die Entstehung des Bündnisses.

Denn gerade in Zeiten, in denen unser demokratisches Gemeinwesen von den Feinden der Demokratie herausgefordert und angegriffen wird, ist es für Demokratinnen und Demokraten – ganz gleich, wo sie sich innerhalb des demokratischen Spektrums verorten – umso wichtiger, dass sie sich organisieren und zusammenschließen. Mit vereinten Kräften für Demokratie und Toleranz einzustehen, ist gerade in Zeiten wie diesen wichtiger denn je. Schließlich ist das Ganze mehr als nur die Summe seiner Teile.
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Demonstration des „Bündnisses für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf“ am 30. November 2015

Pressemitteilung (25.11.2015)

Gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit; für Demokratie, Menschlichkeit, Solidarität und Toleranz

Zusammen wollen wir zeigen, dass Rassismus und menschenfeindliche Aktivitäten hier unerwünscht sind, und rufen alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, ein Zeichen für Marzahn-Hellersdorf als Ort der Vielfalt zu setzen und sich am Montag, den 30. November 2015, um 18:00 Uhr auf dem Alice-Salomon-Platz unserer Demonstration anzuschließen.

Vor zwei Jahren hat die NPD versucht, die Diskussion um die Errichtung einer Flüchtlingsunterkunft in der Carola-Neher-Straße für ihre Wahl-Propaganda zu missbrauchen. Sie wollte den völlig falschen Eindruck vermitteln, die „Stimme des Volkes“ zu repräsentieren, als würde sie für unseren Bezirk sprechen, der seit 2009 den offiziellen Titel „Ort der Vielfalt“ trägt.
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Gemeinsam gegen Hassparolen – Für Solidarität mit Menschen in Not

Buendnisflyer

Flyer zum Verteilen

Als „Bündnis für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf“ werden wir am Montag, den 30. November, um 18:00 Uhr eine Demonstration für Demokratie, Solidarität und Toleranz vor dem Rathaus Marzahn-Hellersdorf auf dem Alice-Salomon-Platz veranstalten. Damit wollen wir ein deutliches Zeichen für Demokratie und Toleranz in unserem Bezirk der Vielfalt setzen!

Marzahn-Hellersdorf ist bunt und vielfältig. Menschen aus mehr als 100 Ländern der Welt haben hier ihren Lebensmittelpunkt gefunden. Auch geflüchteten Menschen bietet unser Bezirk Schutz vor Verfolgung und Not. Viele Menschen sind solidarisch und wollen helfen, spenden und zeigen, dass unser Bezirk kein Ort für Hass und Gewalt, sondern ein Ort der Vielfalt ist.

Hintergrund ist die Anmeldung einer Demonstration der NPD für den 30. November 2015, die nicht weit entfernt von der Gemeinschaftsunterkunft für geflüchtete Menschen in der Carola-Neher-Straße, nämlich am Cottbuser Platz beginnen soll.

Nach den antisemitischen Schmierereien am 9. November am STZ Marzahn-Mitte und an anderen Gebäuden: Solidarität mit dem Stadtteilzentrum Marzahn-Mitte

Pressemitteilung (10.11.2015)

Das „Bündnis für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf“ solidarisiert sich mit dem Stadtteilzentrum Marzahn-Mitte und den weiteren Einrichtungen in Marzahn, die in der Nacht vom 9. zum 10. November 2015 mit antisemitischen Schmierereien auf ihren Gebäudefassaden angegriffen wurden.

Die Antisemiten wählten ganz bewusst den 9. November, an dem vor 77 Jahren in der sog. „Reichskristallnacht“ tausende Synagogen, jüdische Geschäfte, Einrichtungen und Privatwohnungen zerstört, beraubt und angezündet wurden. Tausende Jüdinnen und Juden wurden in dieser Nacht und den darauffolgenden Tagen gejagt, geschlagen, verhaftet und ermordet. Allein aus Berlin wurden in diesem November 1938 tausende jüdische Berlinerinnen und Berliner in das Konzentrationslager Sachsenhausen verschleppt. Die Reichspogromnacht gilt als Fanal der Shoah, der Erniedrigung, Entrechtung, Ausplünderung und systematischen Ermordung von 6.000.000 Jüdinnen und Juden.

In Erinnerung an diese historische Wahrheit und mit Empörung verurteilt das „Bündnis für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf“ diesen unerträglichen antisemitischen Angriff, der hier wohl auch den ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helfenden in der Flüchtlingshilfe, bestimmten politischen Parteien und Organisationen, aber auch der Demokratie insgesamt gilt. Weiterlesen …

Marzahn-Hellersdorf gegen Rassismus

Am Montagabend haben Bürger*innen ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt. Anlass war eine Demonstration von „BärGiDa“ vor dem Alten Rathaus Marzahn. Gemeinsam haben Mitglieder des „Bündnis für Demokratie und Toleranz“, Vertreter*innen demokratischer Parteien und weitere Bürgerinnen und Bürgern deutlich gemacht, dass Rassist*innen hier nicht erwünscht sind.

Wir treten für ein demokratisches und tolerantes Marzahn-Hellersdorf ein und setzen den braunen Parolen Solidarität und Menschlichkeit entgegen.

„Fahrradtour gegen Nazis und Rassismus“ am 16. Oktober 2015 statt Demonstration von „Pro Deutschland“

Pressemitteilung (07.10.2015)

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf informiert darüber, dass am 16. Oktober 2015 um 16 Uhr eine „Fahrradtour nach Marzahn-Hellersdorf gegen Nazis und Rassismus“ stattfinden wird. Der Treffpunkt ist 16:00 Uhr am S-Bahnhof Landsberger Allee, Zielpunkt ist ca. 17.30 Uhr an der Ecke Landsberger Alle/Ecke Blumberger Damm.

Im Rahmen dieser Aktion ruft „Berlin gegen Nazis“ die Bürger_innen dazu auf, Fahrräder im guten Zustand als Spende für Geflüchtete in Marzahn-Hellersdorf abzugeben. Weitere Informationen gibt es auf: www.berlin-gegen-nazis.de.


Weiterhin informieren wir darüber, dass die Partei „Pro Deutschland“ zu einer „Bürgerversammlung und Demonstration“ „gegen Mietwucher und Asylmissbrauch“ aufruft. Dies soll am 10.10.2015 um 15 Uhr an der Allee der Kosmonauten/Ecke Marzahner Chaussee stattfinden. Im Aufruf wird sachwidrig der Eindruck erweckt, Mieter_innen in der Marzahner Chaussee würden künftig zugunsten von Asylbewerber_innen aus Wohnhäusern verdrängt. Das Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf spricht sich gegen alle Versuche aus, mittels Falschinformationen Bürgerinnen und Bürger unseres Bezirkes gegen schutzsuchende Geflüchtete auszuspielen!

Bilgin Lutzke & Beatrice Morgenthaler
(Sprecherinnen des „Bündnisses für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf“)
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Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf heißt Menschen in der Notunterkunft am Glambecker Ring herzlich willkommen

PRESSEMITTEILUNG (09.09.2015)

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf ist froh darüber, dass der Bezirk einigen der neu in Berlin ankommenden Flüchtlingen und Asylsuchenden eine sichere erste Unterkunft in einer ehemaligen Schule am Glambecker Ring 54 stellen kann. Wir begrüßen die zu uns kommenden Menschen und heißen sie bei uns im Bezirk herzlich willkommen. Nach Kräften wollen wir dazu beitragen, dass sie sich in Marzahn-Hellersdorf wohlfühlen.

2015-09-08 22.08.56In einer ehemaligen Schule im Glambecker Ring wurde gestern eine Notunterkunft für Flüchtlinge und Asylsuchende eingerichtet. Schon am Vormittag hatte das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf darüber informiert, dass im Laufe der nächsten Tage am besagten Standort bis zu 250 Menschen kurzfristig untergebracht werden. Die ersten 78 Personen kamen bereits gestern am späten Abend an. Binnen kürzester Zeit organisierten viele Ehrenamtliche vor Ort unbürokratische Hilfe: Sie richteten die Räumlichkeiten provisorisch her, bezogen die im Laufe des Tages aufgestellten Feldbetten, verteilten Essen und Trinken und hießen die angekommenen Menschen herzlich willkommen.

Das Bündnis ruft alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich ebenfalls für die geflüchteten Menschen zu engagieren. Wer helfen möchte, kann sich werktags zwischen 10:00 und 17:00 Uhr beim Stadtteilzentrum Marzahn-Mitte (Marzahner Promenade 38, Tel.-Nr.: 030/9989502, E-Mail: kieztreff-marzahn-mitte@volkssolidaritaet.de) melden. Aktuelle Informationen können darüber hinaus jederzeit auf der Website des Bündnisses eingesehen werden.
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