Marzahn-Hellersdorf gedenkt der nach Europa in NOT geflüchteten und auf ihrem Weg getöteten Menschen

Engagierte Menschen aus Marzahn-Hellersdorf, aktive Bündnismitglieder des Marzahn- Hellersdorfer Bündnisses für Demokratie und Toleranz nehmen die Idee der Friedensaktivisten der asylpolitischen Gruppe „Mehr als 16a“ der Katholische Fachhochschule Würzburg aus dem Jahr 2015 wieder auf, denn nichts hat sich seit dem verbessert, noch immer sterben Menschen auf der Flucht in ein friedliches Leben.  Mit Stand 2. August 2019 starben in den vergangenen fünf Jahren 18.758 Menschen weltweit auf der Flucht beim Versuch, nach Europa zu gelangen. Sie ertrinken im Mittelmeer oder verdursten auf dem Weg dorthin in der Wüste.

In der Zeit vom 1. September, dem Antikriegstag bis 21. September, dem UN-Weltfriedentag  werden als Symbol für Trauer und Betroffenheit weiße Bänder an Laternen, Pfosten und Bäume in den Straßen von Marzahn-Hellersdorf gebunden werden.:

Für die Todesopfer der Europäischen Asylpolitik!

Marzahn-Hellersdorf gedenkt der auf ihrem Weg nach Europa von 2015 bis 2019 getöteten in NOT geflüchteten Menschen!

Die weißen Bänder sind ein Mahnmal für die Opfer der derzeitigen politischen Praxis, Europa gegenüber den Geflüchteten abzuschotten. Da es kaum legale Möglichkeiten für Geflüchtete gibt, nach Europa zu kommen, nehmen die Menschen die gefährliche Überfahrt und das damit verbundene Risiko, zu ertrinken, in Kauf.

Das „Bündnis für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn – Hellersdorf“ lädt alle  Bürgerinnen und Bürger recht herzlich dazu ein, sich an der Aktion am Veranstaltungstag zu beteiligen. Am 07.09.2019 können sich die Menschen auf dem Demokratiefest „Schöner Leben ohne Nazis“ auf dem Alice Salomon Platz an den Ständen weiße Bänder abholen, sie mitnehmen und auf ihren Wegen an Laternen oder Ampeln knoten.